Wirtschaft

Crews müssen umbesetzt werden Trumps Bann trifft auch die Lufthansa

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(Foto: picture alliance / dpa)

Touristen, Geschäftsleute, ausländische Politiker: Das von Trump verhängte Einreiseverbot gilt für alle Reisenden aus den betroffenen Staaten. Auch für Besatzungsmitglieder von Flugzeugen. Mehrere Airlines müssen reagieren.

Die Lufthansa setzt wegen des neuen US-Reiseverbots für Bürger einiger muslimischer Länder ihr fliegendes Personal auf anderen Routen ein. "Wir haben Crew-Mitglieder, die von der Änderung betroffen sind", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die Mitarbeiter würden nun auf anderen Strecken fliegen. Zur Zahl der Betroffenen könne er derzeit nichts sagen.

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Die US-Regierung verbietet seit Freitag Bürgern von sieben Staaten aus dem Nahen Osten und Afrika die Einreise. Betroffen sind der Irak, der Iran, Jemen, Libyen, Somalia, der Sudan und Syrien. Der Schritt wurde mit dem Kampf gegen den Terrorismus begründet.

Nach Aussagen der Lufthansa sind davon auch Fluggäste der Gesellschaft betroffen. Ihre Anzahl sei aber sehr gering, sagte der Sprecher. Etwa sei es einer Hilfsorganisation nicht mehr möglich gewesen, Flüchtlinge über Frankfurt in die USA zu bringen. Passagiere, die die Vereinigten Staaten nicht mehr betreten dürften, könnten den Flug kostenfrei umbuchen. Die Ausgaben der Fluglinie dafür könnten noch nicht beziffert werden.

Auswirkungen auf den allgemeinen Flugbetrieb der Lufthansa habe die Situation nicht, sagte der Sprecher weiter. Stärker als die deutsche Airline treffen die neuen US-Regeln die drei Fluglinien Emirates, Etihad und Qatar Airways vom Golf. Sie befördern viele Gäste aus den betroffenen Ländern.

Auch die in den Vereinigten Arabischen Emiraten beheimatete Emirates musste ihre Crews für Flüge in die USA umbesetzen. "Die jüngste Änderung der Einreisebedingungen in die USA für Bürger von sieben Staaten gilt für alle Reisenden und Crewmitglieder", teilte die größte Airline der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Das Unternehmen habe bei der Besatzung deshalb "notwendige Änderungen" vorgenommen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Die Flüge finden den Angaben zufolge wie geplant statt.

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(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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