Wirtschaft

"Volcker Rule" gelockert US-Banken dürfen wieder mehr zocken

114808757.jpg

Die Änderung soll ab 1. Oktober gelten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als im Jahr 2008 der US-Finanzmarkt kollabiert, verbietet die sogenannte Volcker Rule Geldhäusern Finanzspekulationen auf eigene Rechnung und schützt so Kundeneinlagen. Präsident Trump sind die Regeln zu streng, jetzt lockern die Behörden die Vorschriften für Banken wieder.

Freude an der Wall Street: Die US-Behörden haben die im Zuge der Finanzkrise beschlossene "Volcker Rule" gelockert, sodass Banken wieder stärker zocken dürfen. Die beschlossene Änderung relativiert unter anderem ein Verbot für Geldhäuser, in Private-Equity- oder Hedgefonds zu investieren. Das teilten die Börsenaufsicht SEC und vier weitere US-Behörden mit.

Grundsätzlich untersage die Regel diese Praktiken zwar weiterhin, so die Aufseher. Allerdings sei sie nun dahingehend geändert worden, dass Banken diesen Akteuren etwa Finanzdienstleistungen anbieten können und Anteile zum Beispiel an bestimmten Wagniskapitalfonds zeichnen dürfen. Die Änderung soll ab 1. Oktober gelten. An der Börse kam dies gut an, Bankaktien reagierten mit deutlichen Kursgewinnen.

Die "Volcker Rule" war nach dem Finanzmarkt-Kollaps von 2008 eingeführt worden, sie soll Geldhäusern Finanzspekulation auf eigene Rechnung verbieten und so Kundeneinlagen schützen. Der Regierung von US-Präsident Donald Trumps sind die nach dem 2019 verstorbenen Ex-Notenbankchef Paul Volcker benannten Vorschriften aber zu streng. Zuvor waren bereits andere Regeln für Banken gelockert worden.

Quelle: ntv.de, jki/dpa