Wirtschaft

US-Börsen schließen im PlusWall Street trotzt der Kriegsangst

13.04.2026, 23:01 Uhr
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Die Anleger gehen wegen der angespannten Lage auf den Energiemärkten von einer Zinspause aus. (Foto: AP)

Trotz der Abreise der US-Delegation aus Islamabad ist die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen Iran und den USA nicht ganz gestorben. Die US-Anleger reagieren auf Trumps Hormus-Blockade und neuen Gesprächsansätzen mit verhaltenem Optimismus.

Die US-Börsen haben zum Wochenstart moderate Gewinne verzeichnet und die Stimmung an der Wall Street hat sich trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten leicht aufgehellt. Der in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt derweil noch, was den Verkaufsdruck am Aktienmarkt ebenfalls lindern konnte. Anleger setzten weiter darauf, dass die Kriegsparteien an den Verhandlungstisch zurückkehrten, und verwiesen auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump. "Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten, den geeigneten Leuten, angerufen, und sie wollen ein Abkommen aushandeln", so der US-Präsident. Zudem stütze, dass das Central Command der US-Streitkräfte eingegrenzt hatte, dass von der Blockade der Straße von Hormus nur iranische Schiffe und Häfen sein soll.

Zudem beginnt die US-Quartalszahlen-Saison und bei den Marktteilnehmer überwog die Hoffnung, dass die "Big Tech"-Unternehmen ihre ehrgeizigen Gewinnziele erneut bestätigen könnten. Die Spitzenreiter im S&P 500 waren Software-Aktien, die eine kleine Erholungsrallye erlebten, nachdem sie einen Großteil des bisherigen Jahres aufgrund von KI-Sorgen unter Druck geraten waren. Der Dow-Jones-Index gewann Prozent 0,6 Prozent auf 48.218 Punkte, der S&P-500 sah ein Plus von 1 Prozent und der Nasdaq-Composite stieg um 1,2 Prozent. Den 1967 (Freitag: 1160) Kursgewinnern an der Nyse standen 787 (1570) Verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 77 (70) Titel.

Die Ölpreise zogen zeitweise kräftig an, fielen dann aber im Verlauf etwas zurück. Zwei Schiffe sind laut dem Tracking-Dienst Kpler am Montag vor der Blockade der Straße von Hormus durch die US-Marine umgekehrt. Zuvor war es am Samstag und Sonntag noch jeweils 14 Schiffen gelungen, die kritische Wasserstraße zu passieren. Das Barrel Brentöl kostete zur Schlussglocke mit 98,26 Dollar aktuell 3,1 Prozent mehr. Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben nach, da die US-Blockade der Straße von Hormus nach Aussage von Marktteilnehmern mehr Sorgen um das Wirtschaftswachstum als um die Inflation aufwarf. Die Terminmärkte preisten weiterhin eine längere Zinspause der Fed ein, während die Wetten auf eine Zinssenkung leicht zunahmen. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel um 1 Basispunkt auf 4,292 Prozent.

Berichtssaison startet mit Goldman Sachs

Der Dollar verbuchte als Fluchtwährung in Krisenzeiten wieder etwas Zulauf, konnte die Gewinne zur Schlussglocke aber nicht halten. Der Dollarindex fiel um 0,3 Prozent. Die Gold- und Silberpreise gaben nach. Die US-Marineblockade an der Straße von Hormus löste eine Umschichtung zurück in Energiewerte und weg von Edelmetallen aus. Gold verlor 0,1 Prozent und Silber 0,5 Prozent.

Zu den großen Gewinnern gehörte Oracle, das um 12,7 Prozent zulegte. Unter den einzelnen Sektoren an der Börse stand das Segment Reise und Touristik wegen der hohen Ölpreise unter Druck. Unter anderem verloren die Aktien der Kreuzfahrtreederei Carnival 0,8 Prozent. Die Aktien der Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines fallen um 0,8 bzw 1,3 Prozent. Nutznießer der Ölpreise waren die Aktien der Branchenunternehmen wie Exxon Mobil (+0,1), Occidental Petroleum (+0,2%) oder Diamondback Energy (+0,5%).

Goldman Sachs hat im ersten Quartal mehr eingenommen und verdient als erwartet, gleichwohl gab die Aktie um 1,9 Prozent nach. Im Investmentbanking und im Aktienhandel verbuchte Goldman zwar kräftige Zuwächse, doch sanken die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen. Auch hätten einige Anleger insgesamt offenbar mehr erwartet, heißt es aus dem Handel. In den kommenden Tagen werden weitere bedeutende US-Unternehmen, darunter die großen Banken des Landes, über den Verlauf des ersten Quartals berichten.

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Quelle: ntv.de, mau/DJ

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