Der Börsen-Tag
13. April 2026
imageHeute mit Jan Gänger und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax kann Verluste noch deutlich verringern

Nach dem Scheitern der Friedensgespräche zwischen Iran und den USA haben sich die Kursverluste an der Frankfurter Börse am Ende doch noch in Grenzen gehalten. Der Dax, der kurzzeitig unterhalb der 23.500-Punkte-Marke lag, schloss 0,3 Prozent tiefer bei 23.742 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 5905 Stellen.

Der Dax reduzierte am Nachmittag die Verluste. Auch an den US-Börsen erholen sich die Indizes von den Tagestiefs. Die Anleger setzten weiterhin auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran zum Krieg im Nahen Osten, und zwar eher früher als später. Wie nervös die Marktteilnehmer dennoch sind, zeigt sich nach Einschätzung von Experten in der Entwicklung am Ölmarkt. Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee und US-Leichtöl WTI waren heute deutlich teurer und machten damit den Großteil ihrer Verluste aus der vergangenen Woche wett.

Gut im Dax liefen Rheinmetall mit Aufschlägen von 2,2 Prozent. Mit dem Wahlsieg von Tisza in Ungarn könnten nun bislang durch Budapest blockierte EU-Gelder an die Ukraine rasch freigegeben werden. Das sollte die Position der Ukraine im Krieg gegen Russland stärken. 

Dax kann Verluste noch deutlich verringern
16:54 Uhr

Ölexporte wegen Iran-Krieges gedrosselt - Irak leidet am meisten

Die Rohölproduktion der Opec ist im März stark eingebrochen. Die beinahe vollständige Schließung der Straße von Hormus zwang wichtige Mitglieder des Kartells dazu, ihre Förderung zu drosseln. Zudem mussten sie ihre Exporte auf alternative Routen umleiten. Die Produktion fiel um 7,89 Millionen Barrel pro Tag auf 20,79 Millionen Barrel pro Tag. Die Förderung der breiteren Allianz Opec+ sackte um 7,70 Millionen Barrel pro Tag auf 35,05 Millionen Barrel pro Tag ab.

Der stark von der wichtigen Wasserstraße abhängige Irak verzeichnete den stärksten Rückgang. Darauf folgte Saudi-Arabien. Das Königreich schaffte es jedoch, die Ölströme durch das Rote Meer umzuleiten.

Ölexporte wegen Iran-Krieges gedrosselt - Irak leidet am meisten
16:43 Uhr

Deal im Audi-Strafprozess gescheitert - lange Verhandlung erwartet

Im zweiten Strafprozess zum Dieselskandal bei Audi steuert das Landgericht München auf eine ähnlich langwierige Beweisaufnahme wie im ersten Verfahren zu. Vom Gericht angeregte Gespräche über einen Deal seien aufgrund unvereinbarer Vorstellungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gescheitert, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Bayer in der Verhandlung. "Eine Einigung kam nicht zustande."

Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals bei Volkswagen hatte im Februar der Prozess gegen die früheren Audi-Entwicklungsvorstände Ulrich Hackenberg und Stefan Knirsch sowie zwei weitere leitende Ingenieure begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug durch Abgas-Manipulationen an Hunderttausenden Autos der Marken Audi, Porsche und Volkswagen vor. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.

Deal im Audi-Strafprozess gescheitert - lange Verhandlung erwartet
16:21 Uhr

Wall Street eröffnet im Minus - Goldman-Aktie schwach

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(Foto: REUTERS)

Die US-Börsen haben mit Abschlägen auf die gescheiterten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Krieges reagiert. Der Dow-Jones-Index startete 0,5 Prozent schwächer mit 47.684 Punkten in die Woche. Der breiter gefasste S&P 500 gab zur Eröffnung um 0,2 Prozent auf 6803 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ebenfalls leicht auf 22.851 Punkte. Die zwischen den USA, Israel und dem Iran vereinbarte Waffenruhe und die Hoffnung auf einen Erfolg der Friedensgespräche hatten zuletzt zur Erholung der Wall Street geführt.

In den Blick rückte zudem der Start der US-Bilanzsaison, die von der Investmentbank Goldman Sachs eingeläutet wurde. Die Aktien der US-Großbank gaben zur Eröffnung mehr als vier Prozent nach. Zwar profitierte die Investmentbank im ersten Quartal von einem starken Geschäft mit Übernahmen und im Aktienhandel. Belastend wirkte sich jedoch die Schwäche im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) aus, wo die Erträge um zehn Prozent sanken. Der Kursrutsch bei Goldman Sachs zog auch die Papiere der Konkurrenten nach unten. Die Aktien von Morgan Stanley und JPMorgan fielen jeweils in der Spitze um rund 1,5 Prozent. Dagegen zogen Energieaktien wie Chevron und Exxon Mobil zwei beziehungsweise gut ein Prozent an. 

Wall Street eröffnet im Minus - Goldman-Aktie schwach
16:01 Uhr

Analysten: Iran wird Öl-Bohrlöcher stilllegen müssen

Rabobank-Analysten rechnen damit, dass die am Nachmittag beginnende Sperrung der Straße von Hormus durch die USA enorme wirtschaftliche Folgen haben wird und dem Konflikt eine neue Dynamik verleihen können. "In etwa 13 Tagen werden die iranischen Öllager voll sein, was die Stilllegung von Bohrlöchern erzwingt und dauerhafte Schäden auf der Angebotsseite auslösen könnte", schreiben sie in einer Analyse. Der Verlust von weiteren zwei Millionen Barrel iranischen Öls pro Tag wäre ein schwerer Schlag für die Weltwirtschaft.

Analysten: Iran wird Öl-Bohrlöcher stilllegen müssen
15:45 Uhr

Entlastungspaket ist "Zeichen der Hoffnung" für Anleger

Ein "Zeichen der Hoffnung" nennt Martin Lück die Entlastungsmaßnahmen des Bundes. Nichtsdestotrotz ist das Paket für ihn inhaltlich eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Weltwirtschaft sieht der Geschäftsführer von Macro Monkey auf dem Weg in die Stagflation.

Entlastungspaket ist "Zeichen der Hoffnung" für Anleger
15:18 Uhr

Strategieschwenk bei E-Autos kostet Unternehmen Milliarden

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(Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE)

Korrekturen ihrer Elektrostrategien belasten Autohersteller massiv. Wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht, summieren sich die Abschreibungen auf Batteriefabriken, Entwicklungsprojekte und Modellreihen bei Herstellern in Europa und den USA für das vergangene und das laufende Geschäftsjahr inzwischen auf fast 60 Milliarden Euro.

"Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise", so Constantin Gall, der den Bereich Mobility bei EY leitet. "Viele Konzerne hatten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet." Die Nachfrage nach E-Autos vor allem in den USA und Europa habe sich aber deutlich schwächer entwickelt als erwartet.

"Jetzt folgt der Strategieschwenk: Milliarden-Abschreibungen etwa auf Batterie Joint Ventures, stillgelegte oder verschobene Fabrikprojekte und eingestellte Modelle, stattdessen neue Investitionen in Verbrenner", so Gall. "Die aktuellen Milliarden Abschreibungen markieren weniger einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität als eine Korrektur völlig überzogener Annahmen." Die Belastungen seien Ausdruck einer realistischen Neugewichtung von Tempo und Umfang der Elektrifizierungspläne - nicht eines grundsätzlichen Abschieds von der Elektromobilität.

So meldete Porsche etwa wegen der strategischen Neuausrichtung 2025 eine Belastung von 3,1 Milliarden Euro. Ford geht von einer Belastung von 19,5 Milliarden US-Dollar aus, General Motors von 7,6 Milliarden Dollar. Bei Stellantis wird der Abschreibungsbedarf auf 22 Milliarden Euro beziffert.

Strategieschwenk bei E-Autos kostet Unternehmen Milliarden
14:52 Uhr

US-Anleiherenditen gehen hoch

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, da die Märkte nach dem Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad angespannt bleiben. Der Abbruch der diplomatischen Bemühungen habe die Ölpreise erneut stark in die Höhe getrieben und die Inflationsrisiken verstärkt, schreibt Daniel Takieddine von der Sky Links Capital Group in einer Research Note. "Als Reaktion darauf sind die Renditen von Staatsanleihen über die gesamte Zinskurve hinweg gestiegen, da die Anleger die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Preisdrucks und eine vorsichtigere Haltung der Federal Reserve neu bewertet haben, was den Dollar gestützt hat", schreibt er.

Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe steigt laut Tradeweb um 2,3 Basispunkte auf 3,845 Prozent, während die Rendite der zehnjährigen Anleihe um 1,8 Basispunkte auf 4,334 Prozent zulegt.

US-Anleiherenditen gehen hoch
14:25 Uhr

Telekom-Aktie schmiert ab - Händler rätseln

Die Aktie der Deutschen Telekom ist unter Abgabedruck geraten und lag um 5,2 Prozent tiefer mit 29,37 Euro hinten. Fundamentale Nachrichten zu dem Titel sind zumindest bislang im Handel nicht bekannt. Nicht auszuschließen ist ein verstärkter Algo-Verkaufsdruck mit Unterschreiten der Marke von 30 Euro.

Telekom-Aktie schmiert ab - Händler rätseln
14:01 Uhr

Goldman Sachs mit kräftigem Gewinnsprung

Goldman Sachs hat im ersten Quartal von einem starken Handelsgeschäft und einer Reihe von Deals im Investmentbanking profitiert. Die US-Bank steigerte den Gewinn deutlich und übertraf die Erwartungen. Der Nettogewinn stieg um 19 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 17,55 Dollar. Analysten hatten mit 16,47 Dollar gerechnet. Die Erträge kletterten um 14 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Im Segment Global Banking & Markets legten sie um 19 Prozent auf den Rekordwert von 12,7 Milliarden Dollar zu.

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(Foto: REUTERS)

Die Einnahmen im Investmentbanking stiegen dabei um 48 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Während die Erträge im Handel mit festverzinslichen Produkten, Rohstoffen und Währungen (FICC) um zehn Prozent auf vier Milliarden Dollar sanken, stiegen sie im Aktienhandel um 27 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar.

Goldman Sachs mit kräftigem Gewinnsprung
13:37 Uhr

Otto bleibt auf Heidelberger-Druck-Brücke

Jürgen Otto soll die Heidelberger Druckmaschinen AG bis zur Altersgrenze führen. Der Aufsichtsrat verlängerte das Mandat des 61-jährigen vorzeitig bis Ende Juli 2029, wie das Unternehmen mitteilte. Auch die Bestellung von Vertriebs- und Technologievorstand David Schmedding wurde vorzeitig verlängert und läuft nun bis Ende Juni 2032.

Beide Manager stünden für die Neuausrichtung des Druckmaschinenherstellers zu einem breiter aufgestellten Technologieunternehmen, heißt es in der Mitteilung. Sie hätten seit ihrer Bestellung Mitte 2024 wesentliche strategische Weichen neu gestellt und finanziellen Freiraum für das Unternehmen erarbeitet.

Otto bleibt auf Heidelberger-Druck-Brücke
13:12 Uhr

Geldmarkt in Bewegung - Spekulation um EZB-Zinsanhebung

Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA um eine Lösung im Nahostkonflikt geht es mit den Sätzen am europäischen Geldmarkt zu Wochenbeginn kräftig nach oben. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihren Leitzins nach Einschätzung der Volkswirte von Societe Generale im Juni und im September um je 25 Basispunkte anheben. Sie begründen ihre Prognose mit der Erwartung, dass die Kerninflation bis März 2027 auf 2,8 (derzeit: 2,4) Prozent steigen und im Verlauf des Jahres 2028 auf 2,5 Prozent zurückgehen wird. 

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,90 - 2,15 (1,90 - 2,15), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,05 (1,96 - 2,22), 3-Monats-Geld: 2,27 - 2,36 (1,89 - 2,19), 6-Monats-Geld: 2,42 - 2,57 (2,17 - 2,27), 12-Monats-Geld: 2,61 - 2,73 (2,55 - 2,67), Euribors: 10.04. 09.04. 3 Monate: 2,1980 2,1500, 6 Monate: 2,4530 2,4290, 12 Monate: 2,7150 2,6800 

Geldmarkt in Bewegung - Spekulation um EZB-Zinsanhebung
12:47 Uhr

Wall Street leichter erwartet

Die US-Börsen dürften mit Verlusten in die neue Handelswoche starten, nachdem am Wochenende die Verhandlungen über eine Beilegung des Iran-Konflikts ergebnislos abgebrochen wurden. Der in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt derweil noch. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,6 Prozent.

Derweil nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf mit Geschäftszahlen der Großbank Goldman Sachs. In den kommenden Tagen werden weitere bedeutende US-Unternehmen, darunter die großen Banken des Landes, über den Verlauf des ersten Quartals berichten.

Wall Street leichter erwartet
12:29 Uhr

Zinsspekulationen machen US-Dollar hart - Gold, Silber, Kryptos schwach

Neu entfachte Zinsspekulationen nach dem Scheitern der US-Iran-Friedensgespräche und dem anschließenden Ölpreissprung beflügeln die US-Devise. Der Dollar-Index rückte um rund ein halbes Prozent auf 98,963 Punkte vor. Im Gegenzug gaben Gold, Silber sowie Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether zwischen einem und zwei Prozent nach. "Sobald die Ölpreise über 100 Dollar steigen, richtet sich die Aufmerksamkeit schnell auf mögliche Zinserhöhungen der Zentralbanken, um die Inflation einzudämmen", erläuterte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM.

Die Erwartung höherer Zinsen macht es für globale Investoren attraktiver, ihr Geld in den USA anzulegen. Dafür müssen sie US-Dollar kaufen, was dessen Wert steigert. Zugleich investieren sie eher in verzinste Anlagen, statt Gold und Bitcoin zu kaufen, die keine Zinsen abwerfen. 

Zinsspekulationen machen US-Dollar hart - Gold, Silber, Kryptos schwach
12:05 Uhr

Dax knallrot - Preise für Brent- und WTI-Öl schießen hoch

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang tief in der Verlustzone agiert. Der Leitindex verlor am Mittag 1,1 Prozent auf 23.552 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 0,9 Prozent auf 5874 Stellen ab. Der Euro lag 0,4 Prozent schwächer bei 1,1687 US-Dollar. Deutlich angespannt war die Lage an den Ölmärkten: Die Preise für Brent und WTI verteuerten sich um je rund neun Prozent auf mehr als 102 beziehungsweise mehr als 104 Dollar.

Dax knallrot - Preise für Brent- und WTI-Öl schießen hoch
11:49 Uhr

Iran-Krieg schlägt ins deutsche Wirtschaftskontor

Die deutsche Wirtschaft hat sich der Bundesregierung zufolge im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. "Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat im ersten Quartal vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten spürbar an Dynamik verloren", teilte das Bundeswirtschaftsministerium in seinem Lagebericht für April mit. Während Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und zum Teil auch bei Verbrauchern zu Jahresbeginn zunächst eine leichte Aufhellung zeigten, haben sich diese laut dem Ministerium mit Beginn des Iran-Kriegs deutlich eingetrübt. Aktuelle Indikatoren in der Industrie deuteten darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur sehr verhalten entwickelt haben dürfte.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatte im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent zugelegt. "Nach einer kurzen Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn haben sich Erwartungen von Unternehmen und auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder eingetrübt", teilte das Ministerium weiter mit. Die Industrie entwickelte sich demnach zuletzt schwach, und auch der Bau wies witterungsbedingt deutliche Einbußen auf.

Iran-Krieg schlägt ins deutsche Wirtschaftskontor
11:30 Uhr

VW meldet sinkenden Absatz - China und USA belasten

Schwache Verkaufszahlen in China und den USA drücken bei Volkswagen weiter auf den Absatz. Weltweit lieferte der Dax-Konzern in den Monaten Januar bis März 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Wolfsburger mitteilten. Seinen weltweiten Marktanteil habe VW dennoch weitgehend stabil gehalten, hieß es. Allerdings bei einem deutlich geschrumpften Gesamtmarkt.

In China, wo Europas größter Autobauer mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, wurden in dem Quartal noch 548.700 Fahrzeuge übergeben, fast 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um mehr als 13 Prozent auf 205.500 Fahrzeuge ab. Hingegen legte VW in Deutschland und auch in ganz Europa sogar zu. Das konnte die Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen.

VW meldet sinkenden Absatz - China und USA belasten
11:15 Uhr

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt

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Viele Anleger interessieren sich für ETFs als Baustein der langfristigen Geldanlage. Doch Begriffe wie Index, MSCI World oder thesaurierend wirken auf Einsteiger oft kompliziert. Unser kostenloses E-Paper "ETFs verstehen in 10 Minuten" erklärt die wichtigsten Grundlagen einfach und verständlich – von der Funktionsweise von ETFs bis zu den ersten Schritten beim Einstieg. Interesse? Hier geht's zum E-Paper!

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11:08 Uhr

Ist für die Märkte das Schlimmste bereits eingepreist? 

Der Krieg mit dem Iran hält die Finanzmärkte weiter in Atem. Die Märkte reagieren nach wie vor sensibel auf jede neue Entwicklung, vor allem in Bezug auf den Ölpreis. Doch ist möglicherweise das Schlimmste bereits eingepreist? Und deutet sich eventuell sogar eine kräftige Erholung an? Welche Chancen sich Anlegern im aktuellen, volatilen Marktumfeld bieten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von der BNP Paribas und Thomas Kolb von Tipp Checker.

Ist für die Märkte das Schlimmste bereits eingepreist? 
10:59 Uhr

Aluminiumpreis steigt wegen Trumps Hormus-Blockade auf Vierjahreshoch

Die Aluminiumpreise springen auf den höchsten Stand seit vier Jahren, da die drohende Blockade der Straße von Hormus durch die USA und gescheiterte Gespräche mit dem Iran die weltweiten Lieferungen weiter zu unterbrechen drohen. Auf den Nahen Osten entfallen etwa neun Prozent der weltweiten Produktion, und die Region ist stark auf die Wasserstraße angewiesen, um Aluminium zu exportieren und die für die Herstellung des Metalls benötigten Rohstoffe zu importieren. Zu den wichtigsten Produzenten gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Im frühen europäischen Handel steigt der Dreimonats-Future auf Aluminium an der London Metal Exchange um 0,8 Prozent auf 3540 US-Dollar je Tonne, den höchsten Stand seit März 2022.

Aluminiumpreis steigt wegen Trumps Hormus-Blockade auf Vierjahreshoch
10:31 Uhr

Europas Halbleiteraktien bluten auch

Die Aktien europäischer Halbleiterunternehmen starten mit Verlusten in die neue Woche. Grund dafür sind die ins Stocken geratenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie die Ankündigung von Präsident Donald Trump, eine US-Blockade für Schiffe zu verhängen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Die Aktien des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML Holding und des kleineren Konkurrenten ASM International geben um ein beziehungsweise 0,6 Prozent nach. Die Papiere von BE Semiconductor Industries, dem niederländischen Anbieter von Anlagen für die Halbleitermontage, verlieren 0,1 Prozent. Die Aktie des deutschen Chipherstellers Infineon fällt um ein Prozent. Die Aktien von STMicroelectronics geben 0,8 Prozent ab.

Europas Halbleiteraktien bluten auch
10:05 Uhr

Rheinmetall will Raketensysteme mit Niederländern produzieren

Rheinmetall will den erwarteten erhöhten Bedarf an raketenbasieren Angriffs- und Abfangsystemen zusammen mit dem niederländischen Rüstungsunternehmen Destinus decken. Ziel sei es, die Lücke zwischen den Anforderungen Europas sowie der Ukraine und den Möglichkeiten der europäischen Verteidigungsindustrie zu schließen, "und zwar in großem Maßstab und im industriellen Tempo", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Konzerne.

Dazu soll in der zweiten Jahreshälfte ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, das Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie herstellt, vermarktet und liefert. Rheinmetall wird den Angaben zufolge 51 Prozent und Destinus 49 Prozent der Anteile an dem Joint Venture Rheinmetall Destinus Strike Systems halten. Rheinmetall bringt seine Expertise im Management von Großprogrammen ein, Destinus seine Technologie und das Systemdesign. Der wachsende Bedarf in der Beschaffung bedeute kurzfristig eine Marktchance im Bereich von Hunderten von Millionen Euro und langfristig ein Potenzial im niedrigen Milliardenbereich, heißt es in der Mitteilung weiter.

Rheinmetall will Raketensysteme mit Niederländern produzieren
09:47 Uhr

Aktien europäischer Airlines verlieren an Boden

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aktien europäischer Fluggesellschaften geben im frühen Handel nach, nachdem der Ölpreis infolge der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Blockade der iranischen Häfen wieder über 100 US-Dollar pro Barrel geklettert ist.

Wizz Air und Easyjet - die vor Börseneröffnung vom Analysehaus Bernstein herabgestuft wurden - verzeichnen mit 7,2 Prozent beziehungsweise 4,2 Prozent die größten Verluste.

Die Aktie der Deutschen Lufthansa fällt um 3,9 Prozent, Air France-KLM verlieren 3,2 Prozent, während Jet2 um 2,6 Prozent nachgibt und die International Consolidated Airlines Group - die Eigentümerin von British Airways und Iberia - um 2,5 Prozent sinkt.

Aktien europäischer Airlines verlieren an Boden
09:33 Uhr

Goldpreis rutscht nach unten

Die Entwicklungen im Iran-Konflikt drücken den Goldpreis. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls fällt um knapp 0,6 Prozent auf 4721 Dollar.

Goldpreis rutscht nach unten
09:04 Uhr

Für den Dax geht es abwärts

Die US-Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus für Schiffe aus iranischen Häfen löst eine bekannte Marktreaktion aus: steigende Rohölpreise, fallende Aktien, festerer Dollar, steigende Anleihen-Renditen. Doch diesmal fällt die Reaktion - abgesehen von den Ölpreisbewegungen - recht verhalten aus.

Die Aktienkurse geben nur moderat nach, was darauf hindeutet, dass die Anleger die geopolitischen Risiken bereits zum Großteil eingepreist haben und weniger stark auf Schlagzeilen reagieren. Das ist auch am Dax zu sehen. Der deutsche Leitindex verliert zum Start 0,9 Prozent auf 23.578 Punkte.

Für den Dax geht es abwärts
08:49 Uhr

Auch Indien bekommt Scheitern der Iran-Verhandlungen zu spüren

Indiens Währung Rupie schwächt sich ab, und die Aktienkurse fallen. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Routen für die Energieimporte des Landes mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern.

Die Währung fällt zum Dollar um 0,3 Prozent. An der Börse geht es 1,7 Prozent abwärts - seit Jahresbeginn betragen die Verluste damit knapp 10 Prozent.

Auch Indien bekommt Scheitern der Iran-Verhandlungen zu spüren
08:22 Uhr

Ungarische Währung legt nach Orbans Niederlage zu

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(Foto: REUTERS)

Die ungarische Währung, der Forint, steigt nach der Abwahl des EU-kritischen Regierungschefs Viktor Orban auf ein Vier-Jahres-Hoch. "Die Forint-Rally würde von den Erwartungen verbesserter Beziehungen zur EU, der Freigabe von EU-Geldern und geringeren politischen Reibungen gegenüber der Europäischen Kommission getragen, hatte die Commerzbank vor dem Urnengang geschrieben. Mittelfristig stehe der Forint jedoch vor einer ungleichmäßigeren Entwicklung, da der ungarische Staatsapparat nach wie vor stark mit Loyalisten der Regierungspartei Fidesz besetzt sei. Diese Struktur werde schwer aufzulösen sein und könnte die Regierungseffektivität für den Wahlsieger einschränken.

Ungarische Währung legt nach Orbans Niederlage zu
08:01 Uhr

Dax steht vor ganz schwachem Start

Der Dax wird heute der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel gehen. Der Broker Lang & Schwarz indiziert den Dax zum Start 1,3 Prozent im Minus. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex kaum verändert bei 23.803 Punkten geschlossen.

"Mit einer Einigung zwischen Washington und Teheran hatte eigentlich keiner gerechnet, doch das Scheitern der Gespräche in Islamabad könnte die Börsen erst einmal gen Süden schicken", sagte Christian Henke, Chefanalyst vom Broker IG. Zudem hat US-Präsident Donald Trump eine Blockade der Straße von Hormus durch die US-Marine angekündigt.

Dax steht vor ganz schwachem Start
07:38 Uhr

Airlines unter Druck - auch die Lufthansa

Keine gute Kombination für Airlines, besonders die Lufthansa, sehen Händler in der heutigen Nachrichtenlage. Vor allem der neuerliche Ölpreis-Sprung bei Brent über 100 Dollar wegen Trumps Hormus-Politik werde die Branche belasten.

"Das planvolle Hedging sichert zwar sehr gut gegen solche Event-Spitzen ab, die Sorgen steigen aber nun, dass ein langfristiger Anstieg des Energiepreis-Niveaus bevorsteht", sagt ein Händler. Damit könnten die Kosten der Airlines dauerhaft steigen.

Lufthansa stehen mit erneuten Arbeitsniederlegungen weiter im Fokus, denn nach dem Kabinenstreik vergangene Woche streiken heute und morgen die Piloten. Es fallen wieder Hunderte von Flügen aus.

In Asien und Australien notieren Japan Airlines und Qantas jeweils rund 2 Prozent im Minus.

Airlines unter Druck - auch die Lufthansa
07:17 Uhr

Ölpreise steigen deutlich

Die Ölpreise klettern, nachdem die am Wochenende geführten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran gescheitert sind. Zudem teilte das US-Zentralkommando mit, dass heute eine Blockade des gesamten Seeverkehrs in und aus den iranischen Häfen in der Straße von Hormus beginnen werde. Die Meerenge ist eine wichtige Wasserstraße, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird.

Rohöl der US-Sorte WTI verteuert sich um neun Prozent auf 105,29 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für Brent-Rohöl aus der Nordsee steigt um 8,6 Prozent auf 103,36 Dollar pro Barrel.

Die Blockade werde potenziell rund zwei Millionen Barrel pro Tag an iranischem Angebot eliminieren, das während des Konflikts zwischen den USA und dem Iran weiter geflossen sei, so Rohstoffstratege Ryan McKay von TD Securities. Dieser Angebotsverlust würde das Rohöldefizit auf über fünf Millionen Barrel pro Tag erhöhen.

Ölpreise steigen deutlich
07:03 Uhr

Eon erwartet langfristig höhere Strom- und Gaspreise

Der Energieversorger Eon rechnet infolge des Iran-Kriegs mit langfristig erhöhten Strom- und Gaspreisen. "So schnell wird das generelle Preisniveau, das wir vor dem Iran-Konflikt hatten, nicht zurückkehren", sagte Filip Thon, Vorstandschef der Eon-Vertriebstochter Eon Energie Deutschland, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Hintergrund seien deutlich gestiegene Kosten beim Energieeinkauf. "Im Einkauf an den Energiebörsen haben sich die Preise für das laufende Jahr zwischenzeitlich beim Gas um 75 Prozent und beim Strom um 35 Prozent erhöht", sagte er. "Für das nächste Jahr haben wir schon Preisanstiege im Energiegroßhandel um 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom gesehen."

Die kurzfristigen Schwankungen ließen sich zwar "nicht eins zu eins auf die Tarife für Endkunden übertragen", betonte Thon. "Aber der allgemeine Trend ist klar."

Eon ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen.

Eon erwartet langfristig höhere Strom- und Gaspreise
06:46 Uhr

Verluste in Asien

Das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran setzt den meisten asiatischen Börsen zu. "Das ist eine absolute Umkehrung jeglichen Optimismus im Vorfeld der Friedensgespräche", sagte Analystin Fiona Cincotta von City Index.

Die japanische Börse in Tokio tendiert schwächer, der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verliert 1 Prozent auf 56.357 Punkte. Der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 3721 Zählern. In Tokio leiden vor allem Halbleiterwerte unter der trüben Stimmung. Gefragt sind dagegen Energieaktien.

Die chinesischen Festland-Börsen zeigen sich dagegen stabil. Die Börse Shanghai verliert 0,1 Prozent auf 3981 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert. Der Hongkonger Hang Seng gibt aber um ein Prozent nach.

Verluste in Asien
06:30 Uhr

Iran, Tarife, Quartalszahlen: Für den Dax wird es nicht langweilig

Die Lage im Nahen Osten dürfte die Anleger auch in der neuen Börsenwoche beschäftigen und für volatile Kurse sorgen. Nach wochenlangem Krieg wurden große Hoffnungen in die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gesetzt. 21 Stunden dauerten die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad an, die an sich schon historisch waren. Sie endeten ohne Ergebnis - und Donald Trump hat umgehend eine neue Ankündigung parat: Der US-Präsident kündigte an, die Straße von Hormus aus der Kontrolle des Iran zu reißen und zu blockieren. Der Dax bleibt also im Sog der globalen Politik.

Wie beginnt nun die neue Woche? Hierzulande nehmen die Deutsche Telekom und Verdi heute Verhandlungen über die Entgelte der rund 60.000 Tarifbeschäftigten des Bonner Konzerns auf. Die Gewerkschaft fordert unter anderem Gehaltserhöhungen von 6,6 Prozent und einen Bonus für ihre Mitglieder in Höhe von 660 Euro pro Jahr. Bis Ende Mai sind vier Verhandlungsrunden geplant. Zudem interessant: Volkswagen liefert seine Absatzzahlen für das abgelaufene Quartal.

Und die neue Berichtssaison kommt in Fahrt. Die US-Investmentbank Goldman Sachs legt ihre Zahlen für das erste Quartal. Analysten rechnen dank florierender Geschäfte im Investmentbanking sowie bei Fusionen und Übernahmen (M&A) mit höheren Gewinnen. Im Mittelpunkt des Interesses der Anleger dürften jedoch die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf stehen. Geopolitische Risiken wie der Krieg gegen den Iran und schwankende Ölpreise sorgen derzeit für erhebliche makroökonomische Unsicherheit.

Iran, Tarife, Quartalszahlen: Für den Dax wird es nicht langweilig