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AT&T darf an Time Warner ran US-Gericht genehmigt 85-Milliarden-Deal

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AT&T darf sich Time Warner einverleiben.

AP

Ein US-Gericht gibt Präsident Trump eine schallende Ohrfeige: Es winkt den milliardenschweren Kauf von Time Warner durch AT&T durch. Die US-Regierung hatte gegen den Zusammenschluss geklagt.

Ein US-Gericht hat grünes Licht für die milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomkonzern AT&T gegeben. Der zuständige Richter winkte die rund 85 Milliarden Dollar schwere Übernahme ohne Auflagen durch. AT&T musste nach dem Einspruch der US-Regierung die Transaktion vor Gericht durchboxen. Präsident Donald Trump kritisierte die geplante Transaktion bereits während des Wahlkampfs. Das US-Justizministerium wollte die Übernahme mit einer Klage verhindern. Die Behörden befürchten höhere Kosten für Konkurrenten und Kunden sowie eine Verzögerung bei der Entwicklung von Online-Angeboten.

Die Regierung habe keine ausreichenden Beweise für ihren Einspruch vorgelegt, sagte Richter Richard Leon. Er empfahl der Regierung, nicht zu versuchen, eine Aussetzung des Urteils zu erwirken. Der Vertreter des Justizministeriums, Makan Delrahim sagte, natürlich sei er mit dem Urteil nicht einverstanden. Er müsse es aber zunächst lesen, bevor über einen Widerspruch entschieden werde.

Übernahme mit "Eisbrecher"-Effekt?

AT&T zeigte sich nicht überrascht von der Gerichtsentscheidung. Die Übernahme solle nun bis spätestens 20. Juni abgeschlossen werden. AT&T will Time Warner - unter anderem Heimat von CNN, des Kabelsenders HBO und der Filmstudios Warner Bros - für 85,4 Milliarden Dollar kaufen. Der Konzern will sich damit unabhängiger vom Mobilfunkgeschäft machen, wo kleinere Rivalen Druck ausüben.

Durch das Urteil könnten in der Branche weitere Übernahmen ausgelöst werden. So hat Comcast Interesse an Teilen von Twenty-First Century Fox gezeigt. Anbieter von Kabel-, Satelliten- und Mobilfunkunternehmen sehen im Zukauf von Inhalten eine Möglichkeit, zu wachsen und sich der Konkurrenz von Netflix oder Google zu erwehren.

Die AT&T-Aktie gab nachbörslich 1,3 Prozent nach, das Time-Warner-Papier legte mehr als fünf Prozent zu.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

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