Schwerpunkt PatientenüberwachungUS-Mischkonzern Danaher kauft Medizingeräte-Hersteller Masimo

Für einen zweistelligen Milliardenbetrag baut der US-Konzern Danaher seine Kompetenzen im Medizin-Bereich aus. Der Neuerwerb hatte zuletzt mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. In der Folge hatte sich der Aktienkurs in den vergangenen fünf Jahren mehr als halbiert.
Der US-Mischkonzern Danaher verstärkt sich mit der Übernahme des Medizingeräte-Unternehmens Masimo. Der US-Mischkonzern zahlt rund zehn Milliarden US-Dollar, wie beide Unternehmen mitteilten. Danaher zahlt 180 Dollar je Aktie in bar, was einer Prämie von 40 Prozent auf den Schlusskurs von Masimo am Freitag entspricht.
Mit dem Zukauf stärkt Danaher sein Geschäft im Bereich der Patientenüberwachung ausweiten. Masimo ist auf die Herstellung von Pulsoximetern zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut, nicht-invasive Sensoren und die dazugehörige Software spezialisiert. Das Unternehmen führte einen langjährigen Patentstreit mit dem iPhone-Hersteller Apple. Zuletzt hatte Masimo zudem mit internen Querelen zu kämpfen, die nach der Übernahme des Audio-Herstellers Sound United zu einem Streit mit dem aktivistischen Investor Politan Capital führten und 2024 in der Absetzung von Gründer und Firmenchef Joe Kiani gipfelten. Die Aktie von Masimo hat seit ihrem Höchststand im November 2021 mehr als 57 Prozent an Wert verloren.
Danaher mit einem Marktwert von über 150 Milliarden Dollar stellt eine Reihe von Produkten her, die in der Biotechnologie, den Biowissenschaften (Life Sciences) und der Diagnostik eingesetzt werden. Danaher ist in der Vergangenheit bereits durch seine Akquisitionsfreude aufgefallen und zudem ohnehin ein großer Akteur in der Diagnostik und anderen Bereichen der Medizintechnik.
Masimo soll nach Abschluss des Deals als eigenständiges Unternehmen innerhalb des Diagnostik-Segments von Danaher operieren. Der Zukauf soll im ersten vollen Jahr nach Abschluss der Transaktion 0,15 bis 0,20 Dollar zum bereinigten Gewinn je Aktie beitragen. Nach fünf Jahren sollen es knapp 0,70 Dollar sein. Danaher rechnet bis dahin mit Kostensynergien von über 125 Millionen Dollar im Jahr.
Danaher hatte zuletzt einen Quartalsumsatz von 6,8 Milliarden Dollar gemeldet. Pro Aktie war ein bereinigter Gewinn von 2,23 Dollar angefallen. Insgesamt belief sich der Überschuss am Ende der Dreimonatsperiode auf 1,2 Milliarden Dollar. Für das erste Geschäftsquartal prognostiziert das Unternehmen ein bereinigtes Kernumsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und für das Geschäftsjahr 2026 ein bereinigtes Kernumsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent. Zudem stellte es für das Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn von 8,35 bis 8,50 Dollar je Aktie in Aussicht. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn von 8,42 Dollar je Aktie.