Wirtschaft

"Hochgeschwindigkeitszugriff"US-Präsident Trump will sich für Truth-Social-Beiträge bezahlen lassen

17.07.2026, 02:02 Uhr
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Rund 12,9 Millionen Follower hat Donald Trump bei Truth Social. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Donald Trump betreibt mit Truth Social einen eigenen Kurznachrichtendienst. Auch nach Amtsübernahme im Weißen Haus setzt er als US-Präsident auf diese Kommunikationsplattform. Ab August wird der "Echtzeit-Zugriff" kostenpflichtig.

US-Präsident Donald Trump will seine Online-Botschaften zu Geld machen. Sein Medienunternehmen Trump Media kündigte an, dass es gegen Bezahlung einen schnelleren Zugang zu Online-Beiträgen des Präsidenten anbieten wolle. Der Dienst "Truth API" solle einen "lizenzierten Echtzeit-Zugriff auf Beiträge der reichweitenstärksten Truth-Social-Konten" ermöglichen.

Trump veröffentlicht fast täglich mehrere Beiträge auf seiner Onlineplattform Truth Social, mit denen er weltweit zu den unterschiedlichsten Themen für Schlagzeilen sorgt. Mit dem nun angekündigten Extra-Angebot eines schnelleren Zugriffs auf die Posts würde der Präsident seine Online-Beiträge effektiv zu Geld machen.

Mit seinen rund 12,9 Millionen Followern ist Trump als US-Präsident und Plattform-Gründer der mit Abstand reichweitenstärkste Account des Netzwerks, wie die "New York Post" berichtete. Auf den Plätzen zwei und drei folgen demnach sein ältester Sohn Donald Jr. sowie dessen Bruder Eric.

Das neue Angebot soll laut Truth Social bereits am 1. August starten. Es richte sich nach Unternehmensangaben vor allem an Börsenhändler und Finanznachrichten-Anbieter, die bei Eilmeldungen auf entscheidende Zeitvorteile im Bruchteil einer Sekunde angewiesen seien. "Die Märkte reagieren bereits jetzt auf Beiträge bei Truth Social", sagte Kevin McGurn, Interimschef der Trump Media and Technology Group. Details zu den Kosten und der genauen Zeitverzögerung sind bisher nicht bekannt.

Trumps gestiegene Einkünfte seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus erklärte er kürzlich mit den allgemeinen Zuwächsen im Börsengeschäft. Mögliche Interessenkonflikte - unter anderem bei Krypto-Geschäften - hatte der US-Präsident zuletzt vehement dementiert.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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