Wirtschaft

Plus geringer als im Vorjahr US-Wirtschaft verfehlt Trumps Wachstumsziel

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Das US-Wachstum 2019 liegt bei 2,3 Prozent - niedriger als im Jahr zuvor.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Es geht weiter nach oben in den USA - im vergangenen Jahr wächst die Wirtschaft um rund zwei Prozent. Deutlich mehr als etwa in Deutschland im selben Zeitraum. Dennoch dürfte US-Präsident Trump nicht zufrieden mit den jüngsten Zahlen sein.

Die Wirtschaft in den USA legt im vergangenen Jahr zwar zu - allerdings bleibt das Wachstum unter der Zielvorgabe von Präsident Donald Trump. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2019 um auf das Jahr hochgerechnet 2,1 Prozent und damit exakt in derselben Geschwindigkeit wie im Sommer.

Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen jedoch mit 1,8 Prozent nicht mehr so stark wie im Sommer mit damals 3,2 Prozent. "Angesichts des robusten Arbeitsmarktumfeldes und der insgesamt guten Verbraucherstimmungen sind die Konsumperspektiven freundlich – ungeachtet der kleinen Delle im Schlussquartal", erklärte Ökonom Ulrich Wortberg von der Helaba.

Im Gesamtjahr 2019 legte das US-BIP um 2,3 Prozent zu - deutlich stärker als etwa in Deutschland, wo die Wirtschaft im vergangenen Jahr nur um 0,6 Prozent wachsen konnte. Allerdings fiel das Wachstum wegen geringerer Exporte und Investitionen sowie eines schwächeren Verbrauchs der Haushalte deutlich niedriger aus als noch 2018 mit 2,9 Prozent.

Boeing und GM mit daran schuld?

Außerdem verfehlt das US-Wachstum das von Trump ausgegebene Ziel von drei Prozent deutlich. Finanzminister Steven Mnuchin hatte kürzlich erklärt, dass allein die Probleme beim Flugzeugbauer Boeing und ein längerer Streik beim Autobauer General Motors das Wachstum spürbar nach unten gezogen hätten.

Trump, der im November seine Wiederwahl anstrebt, drängt die unabhängige US-Notenbank Fed immer wieder zu einer lockereren Geldpolitik. Zuletzt warf er ihr in Davos auf dem Weltwirtschaftsforum vor, sie habe die Zinsen zu schnell angehoben und zu langsam gesenkt. Die Fed hat am Mittwoch ungeachtet der Zwischenrufe Trumps entschieden, den Leitzins in der Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent zu halten. Das moderate Wirtschaftswachstum und die stabile Lage am Arbeitsmarkt bestärken die Währungshüter in ihrer Ansicht, dass derzeit kein Kurswechsel nötig sei.

Quelle: ntv.de, kst/rts/dpa