Wirtschaft

"Zeitnahe Ergebnisse" als Ziel USA wollen Handelsgespräche mit EU

32365cefd49f6ca53ba4495e178ea219.jpg

Robert Lighthizer: Handelsgespräche sollen m"mit Zeitnahen und substanziellen Ergebnissen für die amerikanischen Arbeiter, Bauern und Unternehmen abgeschlossen werden".

(Foto: AP)

Die Handelsgespräche zwischen der EU und den USA nehmen konkretere Formen an. Der Kongress ist darüber informiert, dass offiziell verhandelt werden soll. Die USA hatten unlängst bereits bei den Nafta-Verhandlungen Fortschritte erzielt.

Die US-Regierung hat die Aufnahme von Handelsgesprächen mit der Europäischen Union, Großbritannien und Japan angekündigt. Entsprechende Absichtserklärungen legte der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer dem Kongress vor. Die Verhandlungen könnten nach Ablauf einer 90-tägigen Frist nach Information des Kongresses beginnen. Die Gespräche sollten "mit zeitnahen und substanziellen Ergebnissen für die amerikanischen Arbeiter, Bauern und Unternehmen abgeschlossen werden", erklärte Lighthizer.

Bei den Verhandlungen sollten sowohl Zollbarrieren als auch andere Handelshemmnisse angesprochen und ein fairerer Handel erreicht werden, hieß es in den Schreiben an den Kongress. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU seien "die größten und komplexesten" Wirtschaftsbeziehungen in der Welt.

Einigung noch nicht in Sicht

Für EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström ist eine Einigung im Zollstreit mit den USA nicht in Sicht. Ihr Verhandlungsteam werde nächste Woche nach Washington reisen, sagte sie im Deutschlandfunk. Dort werde sie selbst im November nach den Kongresswahlen Lighthizer treffen.

Ende Juli hatte sich US-Präsident Donald Trump mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf eine Art Stillhaltevereinbarung verständigt. Sie kamen überein, konkrete Gespräche über einen Abbau von Handelsbarrieren aufzunehmen.

Bereits Ende September hatten sich die USA mit den Nachbarstaaten Kanada und Mexiko auf eine Neufassung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) von 1994 geeinigt. Trump pries die neue Vereinbarung namens USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) als das "größte Handelsabkommen in der Geschichte der Vereinigten Staaten".

Quelle: n-tv.de, bad/rts/AFP

Mehr zum Thema