Wirtschaft

Quote oder Zölle USA wollen weniger EU-Stahl-Importe

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Die EU weigert sich, mit ihm Raum stehenden Drohungen zu verhandeln.

(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Im Streit um neue US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte haben die USA offenbar ein Angebot vorgelegt. Im Kern sieht es zwei Wege zu einer Reduzierung der Einfuhren aus Europa vor.

US-Präsident Donald Trump will die Stahl- und Aluminium-Importe aus der Europäischen Union um rund zehn Prozent verringern. Wie die polnische Technologieministerin Jadwiga Emilewicz sagte, zieht das Weiße Haus dazu zwei Optionen in Erwägung: entweder eine fixe Quote von 90 Prozent der im vergangenen Jahr in die USA eingeführten Menge oder eine entsprechende Reduzierung der Stahl- und Aluminium-Einfuhren über Zölle.

Trump hatte im März Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und 10 Prozent auf Aluminium verhängt, die EU davon aber vorläufig bis zum 1. Juni ausgenommen.

EU-Außenhandelskommissarin Cecilia Malmström hatte sich am Vortag bereits skeptisch mit Blick auf eine Verlängerung dieser Ausnahmeregelung geäußert. "Es hat Signale aus den USA gegeben, dass die Ausnahme der Vereinigten Staaten nicht verlängert wird", hatte Malmström gesagt und bekräftigt, dass die EU nur zu Gesprächen mit Washington über eine breitere Handelsliberalisierung bereit sei, wenn sie eine dauerhafte Ausnahme bekommen habe. Die Europäer würden "nicht mit einer Drohung über unserem Kopf" verhandeln.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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