Wirtschaft

Mehr wert als Daimler Uber kommt Börsengang näher

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Uber wird mit 76 Milliarden Dollar bewertet.

imago/Rüdiger Wölk

Es könnte einer der größten Börsengänge aller Zeiten werden: Uber will der Konkurrenz zuvorkommen und bereitet den Sprung an die Wall Street vor. Und das, obwohl der Mitfahrdienst tiefrote Zahlen schreibt.

Der Mitfahrdienst Uber treibt seine Pläne für einen Börsengang im nächsten Jahr voran. Das US-Unternehmen habe bereits am Donnerstag vertrauliche Unterlagen dafür eingereicht, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters und berief sich dabei auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Bei der jüngsten privaten Finanzierungsrunde wurde Uber mit 76 Milliarden Dollar bewertet, bei einer Notierung am Aktienmarkt könnten es 120 Milliarden Dollar sein. Zur Einordnung: Daimler ist an der Börse 54,5 Milliarden Dollar wert.

Ubers Sprung auf das Handelsparkett wäre damit einer der größten Börsengänge überhaupt. Im kommenden Jahr stehen weitere Börsengänge an: Dazu zählen die Online-Wohnungsplattform AirBnB, die kürzlich mit 31 Milliarden Dollar bewertet wurde und der Messenger-Dienst Slack, der auf eine Bewertung von mehr als fünf Milliarden Dollar kommt. Ubers Rivale Lyft wird mit 15 Milliarden Dollar bewertet.

Ein konkreter Zeitplan ist noch unklar. Den Informationen zufolge will das defizitäre Unternehmen Lyft zuvorkommen, der ebenfalls am Donnerstag einen Antrag bei der Börsenaufsicht SEC einreichte und laut Insidern im ersten Halbjahr 2019 den Schritt an die Börse wagen könnte.

Uber schreibt Verluste

Die anhaltenden Börsenturbulenzen könnten die Pläne der Unternehmen noch ins Wanken bringen. Uber-Chef Dara Khosrowshahi muss nun Investoren überzeugen, dass der Taxi-Konkurrent den Weg aus den roten Zahlen findet. Im dritten Quartal fiel ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar an. Das war ein Fünftel mehr als im zweiten Quartal, allerdings auch gut ein Viertel weniger als im Jahr zuvor.

Zu schaffen machte dem Unternehmen, das in mehr als 70 Ländern tätig ist, zuletzt vor allem aber, dass Umsatz und Buchungen nicht mehr so rasant wachsen wie noch im Vorjahr. Um die Wende zu schaffen, investiert das Unternehmen auch in eine Reihe anderer Bereiche wir die Lebensmittelzustellung, die Vermietung von Elektrofahrrädern und Rollern, den Frachtverkehr und autonomes Fahren.

Quelle: n-tv.de, jga/rts

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