Wirtschaft

Vorstoß auf dem LiefermarktUber wird größter Aktionär von Delivery Hero

18.05.2026, 20:28 Uhr
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Erst Mitte April hatte Uber dem bisher größten Aktionär des Berliner Unternehmens, dem niederländischen Finanzinvestor Prosus, ein Aktienpaket abgekauft und war damit auf 7,2 Prozent der Anteile gekommen. (Foto: picture alliance / W2Art / Thorsten Wagner)

Uber sichert sich die Spitzenposition bei Delivery Hero und kontrolliert nun 19,5 Prozent der Anteile. Über zusätzliche Optionen könnte der US-Fahrdienst seine Macht weiter ausbauen - die Aktie legt spürbar zu.

Der US-Fahrdienst Uber hat sich zum größten Aktionär des Berliner Essenslieferdienstes Delivery Hero aufgeschwungen. Der mit "Uber Eats" auch als Lieferdienst aktive US-Konzern hält nach eigenen Angaben inzwischen 19,5 Prozent der Anteile an Delivery Hero. Darüber hinaus habe Uber über Optionen Zugriff auf weitere 5,6 Prozent der Anteile und könne damit auf eine Sperrminorität kommen, teilte Delivery Hero ergänzend mit.

Eine weitere Aufstockung auf 30 Prozent - was ein Übernahmeangebot an die übrigen Aktionäre nach sich ziehen würde - sei "derzeit" aber nicht beabsichtigt, erklärte Uber in einer Pflichtmitteilung. Trotzdem sprang die Delivery-Hero-Aktie um 5,6 Prozent auf 31,15 Euro.

Delivery Hero sieht die Investition von Uber als "weitere Bestätigung seiner Plattform und seiner Everyday-App-Strategie", wie es in einer Mitteilung hieß. "Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf seine Performance im operativen Geschäft sowie auf die Prüfung strategischer Optionen, um langfristigen Wert für alle Aktionäre zu schaffen."

Erst Mitte April hatte Uber dem bisher größten Aktionär des Berliner Unternehmens, dem niederländischen Finanzinvestor Prosus, ein Aktienpaket abgekauft und war damit auf 7,2 Prozent der Anteile gekommen. Woher die jetzt erworbenen weiteren Anteile kommen, ist unklar. Prosus muss seinen Anteil an Delivery Hero aber bis zum Spätsommer auf weniger als zehn Prozent abschmelzen lassen.

Nach dem Verkauf eines Aktienpakets an den kritischen Hongkonger Vermögensverwalter Aspex hielt Prosus zuletzt noch 16,8 Prozent. Nach der Aufstockung durch Aspex hatte Firmen-Mitgründer Niklas Östberg seinen Rückzug bis Anfang 2027 in Aussicht gestellt, den der Großaktionär gefordert hatte.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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