Wirtschaft

"Erst der Anfang" VW-Manager in Südkorea verhaftet

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Über dem VW-Konzern ziehen wieder dunkle Wolken auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Abgas-Skandal von VW hat nicht nur weitreichende Folgen für den Volkswagen-Konzern, sondern auch für dessen Vertreter: In Südkorea erlassen Ermittlungsbehörden nun Haftbefehl gegen einen Manager.

Ein Gericht in Südkorea hat wegen des Abgas-Skandals Haftbefehl gegen einen VW-Manager erlassen. Dem Vertreter der südkoreanischen VW-Tochter werde unter anderem Dokumentenfälschung und die Verletzung der Gesetze zur Luftreinhaltung vorgeworfen, erklärte ein Gerichtssprecher. Den Namen des Betroffenen nannte er nicht. "Das ist erst der Anfang der Ermittlungen", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Eine Volkswagen-Sprecherin in Südkorea lehnte eine Stellungnahme ab.

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Volkswagen hatte im September 2015 die Manipulation von Abgaswerten bei weltweit elf Millionen Diesel-Autos eingestanden. Eine illegale Abschalteinrichtung sorgt dafür, dass die Wagen Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, nicht aber auf der Straße.

Der Konzern sieht sich mit zahlreichen Klagen und milliardenschweren Schadenersatzforderungen konfrontiert. Es dürfte jedoch das erste Mal sein, dass in diesem Zusammenhang Haftbefehl gegen einen VW-Manager erlassen wurde.

In den USA will Volkswagen nach Reuters-Informationen eine Entschädigungssumme von insgesamt rund zehn Milliarden Dollar zahlen. In dem Betrag sei das Angebot des Wolfsburger Pkw-Herstellers zum Rückkauf von fast einer halben Million manipulierter Diesel-Autos mit 2,0-Liter-Motoren enthalten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Zudem umfasse die Summe eine milliardenschwere Förderung von Umweltprogrammen. Die Fahrzeughalter sollen demnach im Durchschnitt mit rund 5000 Dollar entschädigt werden.

Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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