Wirtschaft

Abgas-Skandal in den USA VW-Rückkauf kommt schneller voran

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In Europa wehrt sich VW bisher, seinen Kunden eine Entschädigung anzubieten.

(Foto: dpa)

Insgesamt 475.000 Fahrzeuge, die vom Diesel-Skandal betroffen sind, will VW in den USA zurückkaufen. Dafür hat der Konzern zwei Jahre Zeit, kommt aber nach eigenen Angaben sehr gut voran. Was anschließend mit den Autos passiert, ist noch offen.

Volkswagen macht beim Entschädigungsprogramm für vom Abgas-Skandal betroffene US-Kunden rasche Fortschritte. Der Konzern habe bereits Rückkäufe und Leasing-Stopps bei 238.000 Dieselwagen abgewickelt, sagte US-Vertriebschef Mark McNabb dem "Wall Street Journal". Damit hat VW bereits die Hälfte der Autos geschafft, bei denen sich der Konzern bislang im Rahmen von Vergleichen mit US-Sammelklägern zur Rücknahme verpflichtet hat.

Insgesamt geht es um rund 475.000 Dieselautos mit Zwei-Liter-Motoren. Bei weiteren etwa 80.000 größeren Modellen muss der mit den Anwälten der Kunden und den US-Behörden ausgehandelte Kompromiss noch abschließend richterlich genehmigt werden. "Wir liegen weit vor unserem Zeitplan", sagte McNabb der Zeitung.

Rückkauf und dann?

VW hat zwei Jahre Zeit, das im November gestartete Programm abzuschließen. Ein Grund für das rasche Tempo liegt in den attraktiven Rückkaufbedingungen. Der Konzern zahlt US-Kunden Prämien zwischen 5100 und 10.000 Dollar. Demnach könnte das Programm in Volumen von gut 10 Milliarden Dollar erreichen.

Der Konzern hofft, die zurückgekauften Autos als Gebrauchtwagen wieder im US-Markt unterbringen und so einen Teil der Milliarden-Folgekosten der Dieselaffäre hereinholen zu können. Bislang haben die US-Umweltbehörden dies aber nur bei einem geringen Teil der Fahrzeuge erlaubt, bei dem sie davon ausgehen, dass VW eine technische Umrüstung in einen legalen Zustand gelingt.

Der Konzern hatte im September 2015 eingeräumt, mit Hilfe einer speziellen Software in großem Stil Stickoxidwerte manipuliert zu haben.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa/DJ

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