Wirtschaft

Weil die Konkurrenz schwächeltVW erobert Marktführerschaft in China

13.03.2026, 16:33 Uhr
00:00 / 02:47
QINGDAO-CHINA-FEBRUARY-28-Employees-work-on-the-assembly-line-of-vehicles-at-a-workshop-of-FAW-Volkswagen-on-February-28-2026-in-Qingdao-Shandong-Province-of-China
VW kann neue Autos nun nach eigenen Angaben vollständig in China entwickeln und dort bauen. (Foto: IMAGO/VCG)

Harte Zeiten für Europas größten Autobauer. Der VW-Gewinn bricht 2025 deutlich ein. Erfreuliche Nachrichten kommen nun ausgerechnet aus Fernost.

Volkswagen hat in den ersten beiden Monaten 2026 die Marktführerschaft auf dem weltgrößten Automarkt in China zurückerobert. VW löste den E-Auto-Hersteller BYD ab, dem sinkende Subventionen für umweltfreundlichere Autos zu schaffen machen. Auch die chinesische Volvo-Mutter Geely und der japanische Weltmarktführer Toyota liegen in China inzwischen vor BYD.

Nach Daten des chinesischen Pkw-Verbandes hielten die chinesischen Joint Ventures von VW mit FAW und SAIC zusammen einen Marktanteil von 13,9 Prozent, gefolgt von Geely mit 13,8 Prozent und den Joint Ventures von Toyota mit GAC und FAW mit insgesamt 7,8 Prozent. Erst danach kommt mit 7,1 Prozent BYD.

Ende 2025 hatte Volkswagen den Ausbau seines Technologie- und Innovationscenters in Hefei erfolgreich abgeschlossen. Der Konzern kann neue Autos nun nach eigenen Angaben vollständig in China entwickeln und dort bauen. "Durch den Ausbau unserer Kapazitäten in Hefei stärken wir unsere Fähigkeit, sehr schnell auf lokale Bedürfnisse zu reagieren", sagte VW-China-Chef Ralf Brandstätter im letzten November.

Für den deutschen Autobauer sind das erfreuliche Nachrichten in schwierigen Zeiten. Im vergangenen Jahr war der Nettogewinn um fast die Hälfte eingebrochen. Um die Kosten weiter zu senken, will der Konzern bis 2030 deshalb nun insgesamt 50.000 Stellen streichen.

Wie Europas größter Autobauer mitteilte, sank der Nettogewinn im vergangenen Jahr auf 6,9 Milliarden Euro. Das ist das niedrigste Ergebnis seit dem Dieselskandal im Jahr 2016. Verantwortlich für den Gewinneinbruch macht der Autobauer zudem Probleme bei der Sportwagentochter Porsche, die im Herbst angekündigt hatte, mehrere vollelektrische Modelle später als geplant auf den Markt zu bringen und stattdessen wieder stärker auf Verbrenner und Hybrid-Wagen zu setzen. Dieser Strategieschwenk hatte Volkswagen bereits im dritten Quartal, unter anderem durch Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert von Porsche, ein Milliardenminus beschert - der erste Quartalsverlust seit der Corona-Krise.

Quelle: ntv.de, mba/rts/dpa

VolkswagenChinaDeutsche Autobauer