Wirtschaft

Dividende steigt kräftig VW stellt Absatz- und Gewinn-Rekorde auf

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Den Absatzrekord des vergangenen Jahres will Volkswagen 2019 noch einmal steigern.

(Foto: REUTERS)

Altlasten aus dem Abgasskandal, Probleme mit dem neuen Abgastest und ein stockender Absatz in China: Die Liste der Probleme bei VW ist lang. Dennoch steigert der Autobauer 2018 Absatz und Gewinn erneut - und warnt für das laufende Jahr vor zunehmendem Gegenwind.

Der VW-Konzern hat im vergangenen Jahr trotz der Folgen des Dieselskandals und der Probleme mit dem neuen Abgastest WLTP Rekorde bei Absatz, Umsatz und operativem Ergebnis aufgestellt. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Milliarden auf 235,8 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen lag mit 17,1 Milliarden Euro minimal über dem Vorjahresniveau von 17,0 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern stieg allerdings auf 15,6 Milliarden Euro nach 13,7 Milliarden Euro im Vorjahr.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 178,42

An der guten Gewinnentwicklung will VW auch die Aktionäre beteiligen. Die Dividende für Vorzugsaktien soll auf 4,86 Euro von 3,96 Euro steigen. "Wir haben uns 2018 ordentlich geschlagen, gerade vor dem Hintergrund der WLTP-Umstellung, die zu erheblichen Verwerfungen in unserer Absatzentwicklung geführt hat", wird Volkswagen-CEO Herbert Diess in der Mitteilung zitiert.

Volkswagen musste im Gesamtjahr vor allem für die Bewältigung der Dieselkrise wie ein Jahr zuvor Sonderkosten von 3,2 Milliarden Euro verbuchen. Neben den Problemen um neue Abgas- und Verbrauchstests, wegen denen VW und die Tochtermarken Audi und Porsche viele Modellvarianten teils monatelang nicht anbieten konnten, lief auch der wichtigste Einzelmarkt China vor allem im zweiten Halbjahr nicht mehr so rund wie zuvor.

Angesichts einer Vielzahl von Unwägbarkeiten, wie drohende Einfuhrzölle in den USA, und hohen Aufwendungen für Zukunftsthemen gab der Dax-Konzern einen vorsichtigen Ausblick auf das laufende Jahr. Die Auslieferungen sollen leicht über dem Absatzrekord des Vorjahres liegen. Der Umsatz soll um bis zu 5 Prozent steigen, die Rendite wird weiter zwischen 6,5 und 7,5 Prozent gesehen. "Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden", warnt Diess.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa/rts