Wirtschaft

Unzufriedenheit am Arbeitsplatz Viele planen nach Pandemie Jobwechsel

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Viele Angestellte wollen ihren Job wechseln, weil sie in ihrem Unternehmen keine Aufstiegschancen sehen.

(Foto: imago images/Westend61)

Die vergangenen Wochen und Monate sind für Arbeitnehmer herausfordernd gewesen und haben einige darin bestärkt, dass es möglicherweise an der Zeit ist, den Job zu wechseln. Wenige Aufstiegsmöglichkeiten, geringe Wertschätzung oder Gehaltskürzungen - die Gründe sind vielfältig.

Offenbar haben viele Menschen die vergangenen Monate nicht nur dazu genutzt, sich neue Skills draufzupacken oder neue Hobbys zu entwickeln: Eine neue Studie von Personio lässt darauf schließen, dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer intensiv mit ihrer Job- und Karrieresituation auseinandergesetzt haben – und nun Veränderungen anstreben. Denn laut der Studie planen im DACH-Raum 13 Prozent der Befragten in den kommenden sechs Monaten einen Jobwechsel.

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Dabei gaben 30 Prozent der Befragten an, dass ein Grund dafür zu wenige Aufstiegsmöglichkeiten seien. Damit nimmt diese Aussage die Top-Position für Unzufriedenheit und Wechselabsicht ein. Direkt dahinter: Ein Viertel sagte, dass die Wertschätzung der geleisteten Arbeit nicht ausreiche. Interessant: Im DACH-Raum gaben lediglich 8 Prozent an, dass Gehaltskürzungen ein Grund sei. In der Region UK und Irland dagegen ganze 23 Prozent. Für viele offenbar nicht zu verschmerzen: 13 Prozent im DACH-Raum sagten, dass ein gestrichener Bonus für die Abkehr verantwortlich ist, 8 Prozent trauern über weniger Corporate Benefits.

Unternehmensseitig will man die Abwanderungswilligen nicht gehen lassen – zumindest nicht so richtig. Im DACH-Raum sagten 34 Prozent der befragten HR-Managerinnen und -Manager, dass das Halten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "Top-Priorität" habe. In Spanien ist man offenbar für ein Stühlerücken mehr bereit: Gerade mal 18 Prozent der Unternehmen wollen unbedingt Personalveränderung verhindern.

Zwei Punkte stechen hervor: In der DACH-Region gaben 16 Prozent der Befragten an, dass sie kündigen wollen, weil selbst für die Zeit nach der Pandemie eine Remote-only-Kultur im Unternehmen gepflegt wird. Die Sehnsucht nach den Kolleginnen und Kollegen und der persönliche Austausch ohne Bildschirm und Hardware-Ruckelei scheint enorm. In den Niederlanden gibt jede Fünfte dies als Grund zur Kündigungsabsicht an.

Die andere bemerkenswerte Zahl, die daran anknüpft: Im DACH-Raum sagten 27 Prozent der Befragten, dass sie kündigen wollen, weil Kolleginnen und Kollegen gekündigt wurde. Mag man über toxische Arbeitsumfelder sagen und schreiben, was man will, eine schöne Erkenntnis aus der Studie ist, dass der Zusammenhalt unter Angestellten eines Unternehmens recht stark zu sein scheint.

Dieser Artikel ist zuerst bei Business Punk erschienen.

Quelle: ntv.de, Business Punk

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