Wirtschaft

Nach neuen Bestmarken Wall Street geht die Puste aus

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach den Kursrekorden zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Biden legen die US-Aktien eine Atempause ein. Der Leitindex Dow Jones Industrial und auch der marktbreite S&P 500 erreichen zwar im Handelsverlauf erneut Höchststände, am Ende sind die Gewinne aber wieder Makulatur.

Nach zunächst neuen Bestmarken ist der Wall Street am Tag nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten, Joe Biden, die Luft ausgegangen. Dow-Jones-Index, die Nasdaq-Indizes und auch der marktbreite S&P-500 markierten kurz nach der Eröffnung neue Allzeithochs. Zwar stieg die Wahrscheinlichkeit, dass das vom Markt erhoffte US-Konjunkturpaket die Legislative passieren wird, da mittlerweile auch einige Abgeordnete der Republikaner ihre Zustimmung signalisiert hatten. "Wir wissen, dass ein Deal kommen wird, die Zeichen sind ziemlich klar", sagte Chef-Stratege Luca Paolini von Pictet Asset Management.

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Doch sei schon sehr vieles eingepreist und der neue US-Präsident Joe Biden müsse nun die hohen Erwartungen erfüllen. Sein angekündigter beherzter Kampf gegen die Corona-Pandemie deute aber daraufhin, dass mehr Restriktionen drohten, die die Wirtschaft zunächst belasteten, so Stimmen aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index drehte 12 Zähler ins Minus auf 31.176 Punkte - der S&P-500 gewann einen Punkt und der Nasdaq-Composite hielt Aufschläge von 0,5 Prozent.

United Airlines stürzt ab

Während Alcoa um 12,4 Prozent einbrachen, stürzten United Airlines um 5,7 Prozent ab. Der Aluminiumverhütter Alcoa hatte zwar im vierten Quartal dank höherer Preise den Verlust verringert und besser abgeschnitten als erwartet, das Unternehmen warnte aber, dass sich die Ertragslage wieder verschlechtern könne, falls sich die Absatzmärkte nicht erholten. United Airlines fuhr im vierten Quartal einen Milliardenverlust ein und rechnete mit einer weiterhin schwachen Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie.

Ford
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Ford schnellten um 6,2 Prozent in die Höhe. Der Kurs erklomm den höchsten Stand seit Januar 2018. Das Unternehmen hatte zuletzt erhebliche Gelder für die Tochter eingeworben, die sich mit dem autonomen Fahren befasst. Zudem hatte die Deutsche Bank gemutmaßt, Ford könnte bei Vorlage der Quartalszahlen einen positiver als gedacht ausfallenden Ausblick präsentieren.

Nach Viertquartalszahlen sanken die Aktie des Ölfelddienstleisters Baker Hughes um 1,5 Prozent - trotz guter Geschäftszahlen. Auf bereinigter Basis verbuchte der Konzern rote Zahlen. Das auf Krebsmedikamente spezialisierte Unternehmen Celsion hatte den Aktienkaufvertrag mit Lincoln Park Capital gekündigt. Dieser hatte im September 2020 vorgesehen, dass Celsion über einen Zeitraum von 36 Monaten Aktien im Wert von bis zu 26 Millionen US-Dollar an LPC verkauft. Sie Titel schossen um 36,5 Prozent nach oben.

Quelle: ntv.de, hny/rts