Wirtschaft

Dow Jones weiter über 35.000 Wall Street setzt Rekordjagd fort

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Gute Laune an der Wall Street: Die Leitindizes setzen ihren positiven Trend fort.

(Foto: AP)

Bereits zum Ende der vergangenen Woche sorgen gute Unternehmenszahlen für Rekordstände an der Wall Street. Die Leitindizes setzen nun ihre Rekordjagd mit neuen Allzeithochs fort. Quartalsausweise von Technologie-Giganten wie Alphabet, Amazon, Apple, Facebook und Microsoft könnten weiter für Schub sorgen.

Die Aussicht auf starke Firmenbilanzen lockt weitere Anleger an die Wall Street. Erneute Kursstürze bei US-Aktien chinesischer Firmen dämpften die Kauflaune allerdings. Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent höher bei 35.144 Punkte, der S&P-500 legte ebenfalls um 0,2 Prozent zu (4422 Punkte). Der Nasdaq-Composite notierte indessen nahezu unverändert bei 14.840 Punkten.

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Allzu starken Rückenwind für den Gesamtmarkt sollten sich Investoren von den Geschäftszahlen der Unternehmen nicht versprechen, mahnte Volkswirt Oliver Jones vom Research-Haus Capital Economics. Positive Überraschungen seien wegen der hohen Erwartungen schwierig. Mit Spannung warteten Börsianer auf die Quartalsergebnisse von des Elektroautobauers Tesla, dessen Aktien 3,7 Prozent gewannen. "Sie werden sicher in der laufenden Woche den Ton für die Technologiebranche setzen, prognostizierte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Am Dienstag öffnen unter anderem Apple, Microsoft und die Google-Mutter Alphabet ihre Bücher.

Unterdessen brockten erneute Panik-Verkäufe den Titeln der chinesischen Nachhilfe-Schulen Gaotu, Tal und New Oriental Education Kursverluste von bis zu 33 Prozent ein. Das von den Behörden verhängte Verbot von Wochenend- und Ferienkursen treffe die Unternehmen besonders hart, weil diese 80 Prozent der Umsätze einbrächten, konstatierten die Analysten von Goldman Sachs. Außerdem müssen die Firmen ihr Gewinnstreben aufgeben und gemeinnützig werden. Die hohen Gebühren für die Nachhilfe-Stunden sind der Regierung in Peking ein Dorn im Auge. Sie gelten als ein Hindernis für die angestrebte höhere Geburtenrate. Die Branche machte bislang einen Jahresumsatz von 120 Milliarden Dollar.

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Unter Verkaufsdruck gerieten auch chinesische Technologiefirmen wie der Online-Händler Alibaba und der Suchmaschinen-Betreiber Baidu, deren Aktien bis zu sieben Prozent verloren. Auch in dieser Branche ziehen die chinesischen Behörden die Daumenschrauben an. So verbot die Regierung dem Technologie-Konzern Tencent, Exklusiv-Verträge für seinen Musikstreaming-Dienst Tencent Music abzuschließen. Dessen in den USA notierten Papiere brachen um drei Prozent ein.

Gleichzeitig rissen sich Investoren um Bitcoin, nachdem eine britische Zeitung berichtet hatte, der Online-Händler Amazon könnte bald Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren. Bitcoin stieg daraufhin in der Spitze um gut 21 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 39.778,95 Dollar.

"Die Bullen sind zurück und offenbar mit Macht", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses Avatrade. An der Börse symbolisiert der Bulle Optimismus. Die USA schienen weniger Vorbehalte gegen Kryptowährungen zu haben als noch vor einigen Jahren, fügte Aslam hinzu. Daher werde die Zulassung eines börsennotierten Bitcoin-Fonds (ETF) durch die US-Aufsichtsbehörde SEC wahrscheinlicher.

Vor diesem Hintergrund griffen Investoren auch bei Werten aus dem Kryptowährungssektor und bei Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, beherzt zu. Die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon und Silvergate gewannen an der Wall Street bis zu 21 Prozent. Prozentual zweistellige Kursgewinne gab es auch bei der Softwarefirma Microstrategy, die Milliarden in Bitcoin investiert hat. Amazon-Aktien gewannen 1,1 Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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