Wirtschaft

Verpatztes DebütWestwing-Aktie rutscht nach Börsenstart ab

09.10.2018, 15:53 Uhr

Fehlstart für Möbelriese Westwing an der Frankfurter Börse. Nach einem leichten Kursplus am Morgen, ging es für die Papiere des Online-Händlers steil nach unten. Dabei will das Münchner Unternehmen mit dem Börsengang seine internationale Expansion finanzieren.

Das Börsendebüt des Online-Möbelhändlers Westwing ist misslungen. Zwar lag der erste Kurs mit 26,49 Euro noch über dem Ausgabepreis von 26 Euro. Doch dann gingen die Papiere an der Frankfurter Börse auf Talfahrt und stürzten um bis zu 13 Prozent auf 22,51 Euro ab. Am Mittag lagen sie mit 23,29 Euro nur knapp über dem unteren Rand der Preisspanne, die von 23 bis 29 Euro gereicht hatte.

Damit droht der Erlös aus der Emission für das junge Münchner Unternehmen um bis zu 18 Millionen Euro geringer auszufallen. Denn wenn die Aktie unter den Ausgabepreis rutscht, kaufen die begleitenden Banken Aktien aus der Platzierungsreserve, um den Kurs zu stützen. Mit dem Emissionserlös in Höhe von 114 bis 132 Millionen Euro will Westwing die Internationalisierung finanzieren.

Das 2011 gegründete Unternehmen gehört nach dem Börsengang noch zu knapp 23 Prozent dem Startup-Investor Rocket Internet, der sich, wie die anderen Alteigentümer, zunächst nicht von Westwing-Aktien getrennt hat.

Westwing bietet seinen Kunden auf seiner Internet-Plattform ausgewählte Möbel und Accessoires an und erwirtschaftete damit im vergangenen Jahr 220 Millionen Euro Umsatz. Initiatorin war die ehemalige "Elle"-Redakteurin Delia Fischer.

Quelle: jpe/dpa

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