Wirtschaft

Plattform kündigt Änderungen anX lenkt im Streit mit der EU-Kommission ein

16.07.2026, 11:25 Uhr
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"Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", teilt die EU-Kommission zu den versprochenen Änderungen mit. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Der Onlinedienst von Elon Musk macht nach einer hohen Geldstrafe Zugeständnisse an Brüssel. Das umstrittene Abomodell von X wird umbenannt, und es soll mehr Transparenz bei Werbung geben. Der juristische Konflikt um die Strafzahlung ist damit aber noch nicht aus der Welt.

Nach einer EU-Strafe gegen den Onlinedienst X hat das Unternehmen von US-Milliardär Elon Musk Zusagen gemacht und sich mit der EU-Kommission auf Änderungen geeinigt. "Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", teilte ein Kommissionssprecher mit. X will demnach mehr Informationen über bezahlte Werbung veröffentlichen und hat sein Abomodell mit dem blauen Haken umbenannt.

Die EU-Kommission hatte bemängelt, dass der blaue Haken hinter Profilen für Verwirrung sorgte. X nannte Nutzende mit dem blauen Haken "verifiziert", obwohl dahinter lediglich zahlende Abonnenten steckten. Das Unternehmen hat sein Abomodell inzwischen in "Premium" umbenannt und Brüssel damit besänftigt.

Das EU-Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) schreibt X außerdem vor, Daten zu seinem Algorithmus und den Geldgebern hinter bezahlter Werbung auf der Plattform offenzulegen. Die Kommission war mit dem Anzeigenregister bislang aber nicht zufrieden. X sagte nun zu, das Register übersichtlicher und einfacher durchsuchbar zu machen. Außerdem sollen Wissenschaftler einen besseren Zugang zu den Daten bekommen.

X hat nun sechs Monate Zeit, die versprochenen Änderungen umzusetzen. Der Streit mit der EU-Kommission ist damit aber nicht beendet. Das Unternehmen hat vor Gericht Beschwerde gegen die 120 Millionen Euro schwere Strafe eingelegt, die Brüssel im Dezember wegen der Verstöße gegen EU-Recht verhängt hatte. Außerdem laufen Verfahren wegen weiterer möglicher Verstöße, unter anderem wegen der Verbreitung sexualisierter KI-Bilder über den Chatbot Grok.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

EU-KommissionX (früher Twitter)