Wirtschaft
Der saisonal übliche Rückgang der Erwerbszahlen in den Wintermonaten fiel im ersten Quartal 2018 geringer aus als üblich.
Der saisonal übliche Rückgang der Erwerbszahlen in den Wintermonaten fiel im ersten Quartal 2018 geringer aus als üblich.(Foto: picture alliance / Jochen Lübke/)
Montag, 14. Mai 2018

Dank anhaltendem Aufschwung: Zahl der Erwerbstätigen steigt kräftig

Der Wirtschaftsboom in Deutschland hält an - und bringt im Vergleich zum Vorjahr noch einmal knapp über 600.000 Menschen zusätzlich in Arbeit. Vor allem in der Dienstleistungsbranche und der Industrie ist die Nachfrage nach Fachkräften groß.

Die starke Nachfrage nach Arbeitskräften bei den Dienstleistern und in der Industrie treibt die Beschäftigung nach oben. Im ersten Quartal hatten 44,3 Millionen Personen ihren Arbeitsort in Deutschland. Das sind 609.000 oder 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Verglichen mit dem Vorquartal habe es zwar einen saisonal üblichen Rückgang um 316.000 oder 0,7 Prozent gegeben, aber dieser sei geringer ausgefallen als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre mit 422.000.

"Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal war auch im ersten Vierteljahr 2018 überwiegend auf die Dienstleistungsbereiche zurückzuführen", erklärte das Statistikamt. Allein im Bereich der Öffentlichen Dienstleister, Erziehung und Gesundheit gab es ein Plus von 210.000 Personen oder 1,9 Prozent, bei den Unternehmensdienstleistern von 131.000 oder 2,2 Prozent.

Im Produzierenden Gewerbe stieg die Zahl der Beschäftigten um 107.000 oder 1,3 Prozent, im Baugewerbe um 45.000 oder 1,9 Prozent. In der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei sank die Erwerbstätigenzahl gegen den Trend um 18.000 Personen (minus 3,1 Prozent). Auch die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger schrumpfte, und zwar um 67.000 (minus 1,6).

Grund für die wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften ist der anhaltende Aufschwung. Der Bundesregierung zufolge wird die Wirtschaft 2018 nicht nur das neunte Jahr in Folge wachsen, sondern zugleich so kräftig wie seit 2011 nicht mehr. Dadurch soll die Zahl der Beschäftigten bis 2019 um knapp eine Million zulegen.

Quelle: n-tv.de