Wirtschaft

"Hohe Arbeitsnachfrage" Zahl der freien Stellen klettert auf Rekordhoch

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In vielen Bereichen wird Verstärkung gesucht.

(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

So viele freie Stellen wie im Zeitraum von April bis Juni 2022 gab es noch nie. In fast allen Bereichen auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrscht in der ersten Jahreshälfte Personalbedarf. Ob das so bleibt, ist jedoch ungewiss.

Die Zahl der freien Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt liegt auf einem Rekordhoch. Eine Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab für das zweite Quartal des Jahres 1,93 Millionen offene Stellen. Das seien elf Prozent mehr als im ersten Quartal, teilte das Institut in Nürnberg mit. Zieht man den Vergleichszeitraum des Vorjahres heran, so stieg die Zahl der offenen Stellen sogar um 66 Prozent. So viele freie Stellen wie im Zeitraum April bis Juni 2022 gab es nach IAB-Angaben noch nie seit Beginn der Erhebung für das gesamte Bundesgebiet 1992.

Das IAB befragt regelmäßig Betriebe nach dem gesamten Stellenangebot - und erfasst somit auch offene Stellen, die nicht bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind. Im zweiten Quartal 2022 lagen dem Institut Antworten von rund 7500 Arbeitgebern aus allen Wirtschaftsbereichen vor.

"Personalbedarf in fast allen Branchen"

"Trotz erheblicher Rezessionsgefahren ist die Zahl der offenen Stellen weiter stark angestiegen und liegt auf einem außergewöhnlich hohen Niveau", sagte IAB-Experte Alexander Kubis. "Die Fach- und Arbeitskräfteengpässe äußern sich deutlich in den Angaben der Betriebe und führten im ersten Halbjahr zu einem steigenden Personalbedarf in fast allen Branchen."

Jedoch sei die weitere Entwicklung ungewiss: "Der Arbeitsmarkt signalisiert eine hohe Arbeitsnachfrage, dennoch bestehen für die nahe Zukunft gravierende Risiken, zum Beispiel im Hinblick auf einen möglichen Stopp der Gaslieferungen aus Russland."

Quelle: ntv.de, can/dpa

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