Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag 17 Goldman-Sachs-Banker vor Anklage in Milliardenskandal

Es war wohl einer der größten Raubzüge der Geschichte: 4,5 Milliarden Dollar wurden mutmaßlich im Zuge der als 1MDB-Skandal bekannt gewordenen Veruntreuung entwendet. Malaysia hat in der Korruptionsaffäre jetzt weitere Strafanzeigen gegen Mitarbeiter von Goldman Sachs gestellt. Den 17 amtierenden und ehemaligen Mitarbeitern der US-Investmentbank drohen wegen ihrer Verwicklung in den Fall um ungeklärte Mittelabflüsse aus dem malaysischen Staatsfonds hohe Bußgelder bis hin zu Freiheitsstrafen, wie Generalstaatsanwalt Tommy Thomas am Freitag mitteilte.

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Veruntreute Gelder aus dem malaysischen Fonds flossen unter anderem in Leonardo Di Caprios oscarprämierten Film "Wolf of Wall Street".

(Foto: REUTERS)

Goldman Sachs hat ein Fehlverhalten in dem Fall erneut abgestritten. "Wir glauben, dass die heute angekündigten Anklagen (...) in die falsche Richtung führen und wir werden uns energisch verteidigen", sagte ein Bank-Sprecher in Hongkong der Nachrichtenagentur Reuters.

Aus dem 2009 aufgelegten Fonds 1MDB, mit dem eigentlich die malaysische Wirtschaft angekurbelt werden sollte, sollen nach Erkenntnissen des US-Justizministeriums hochrangige Fonds-Mitarbeiter und ihre Partner mehr als 4,5 Milliarden Dollar veruntreut haben. Mit den Geldern sollen Regierungsbeamte bestochen, schwarze Kassen des damaligen Ministerpräsidenten Najib Razak finanziert und Schmuck, Gemälde und Immobilien für Hunderte Millionen Dollar gekauft worden sein. Razaks Nachfolger Mahathir Mohamad verhandelt mit mindestens sechs Ländern, um das Geld zurückzubekommen.

Quelle: n-tv.de