Der Börsen-TagAnleger müssen KI-Absturz verarbeiten
Mit einem ruhigen Start an Europas Börsen rechnen Händler. Der globale Kursabsturz der KI-Aktien hat das Öl als Problemthema abgelöst. Der Kospi-Index in Korea bricht um 10 Prozent ein. In Europa wird KI zwar diskutiert, betrifft aber hierzulande nur wenige Spezialwerte.
Klar im Fokus steht die Fahrt aufnehmende Berichtssaison. Unter anderem stehen Zahlen von Schwergewichten aus allen Branchen an wie Mercedes-Benz, Unilever, Kering, GSK, Barclays, Safran und viele andere. Dies dürfte für viele Alleingänge bei den Kursbewegungen in beide Richtungen sorgen, heißt es im Handel. Die Bedeutung von Index-Ausschlägen werde daher geringer sein. Dies zeigen die Dax-Terminkontrakte, die nur 30 Punkte höher notieren.
Als gesamte Branche unter Druck gesehen werden nur die KI-abhängigen Technologiewerte. Hier traf sich am Vortag die schon immer vorhandene Skepsis über Zirkelgeschäfte mit aktuellen Belastungsfaktoren. So die Meldung von Insiderverkäufen von Nvidia-Chef Huang über 1,8 Milliarden Dollar, der gigantische Börsengang von Chinas Chip-Hersteller CXMT und Berichte über Erfolge der chinesischen Konkurrenz bei der Chip-Lithographie. Sorgen über Chinas Erfolge kamen bereits in der Vorwoche auf, als ein KI-Agent von Open AI einen Cyber-Angriff ausübte, der nur durch ein chinesisches Modell gestoppt werden konnte.