Der Börsen-TagAus für zwei Werke, jeder vierte Job weg: Lenzing-Aktie stürzt ab
Der österreichische Faserhersteller Lenzing hat einen tiefgreifenden Konzernumbau angekündigt und damit die Anleger verschreckt. Die Aktie verliert am Vormittag bis zu 19 Prozent und notiert zuletzt mit einem Minus von rund 15 Prozent. Damit steuert das Papier auf den stärksten Tagesverlust seit 2022 zu. Das Unternehmen hatte am Vorabend angekündigt, sich künftig stärker auf Vliesstoffe zu konzentrieren, zwei Werke zu schließen und weltweit Stellen abzubauen. Zur Finanzierung der Neuausrichtung will sich Lenzing über eine Kapitalerhöhung und neue Kredite bis zu 600 Millionen Euro frisches Geld besorgen.
Die weltweite Belegschaft von zuletzt rund 8100 Mitarbeitern dürfte bis Ende 2027 deutlich schrumpfen. Lenzing-Chef Georg Kasperkovitz sprach der Nachrichtenagentur APA zufolge von rund 2000 wegfallenden Stellen, davon 600 in der Verwaltung.