Der Börsen-TagBange DAX-Blicke Richtung USA
Die 13.000er-Marke hat der DAX zur Wochenmitte bereits zeitweise wieder unterschritten, das Tagestief markierte der deutsche Börsenleitindex bei 12.952 Zählern. Am Ende schaffte es der Index aber, die 13.000 Punkte zu halten, schloss mit einem Abschlag von 161 Stellen oder 1,2 Prozent und einem Stand von 13.028 Punkten. Auch heute wird es darum gehen, die 13.000er-Marke zu halten und sich darüber zu stabilisieren. Aktuell sieht es so aus, als ob das zumindest zum Handelsstart gelingen könnte: Der DAX wird aktuell mit Kursen um 13.065 Zähler taxiert, wohl auch deshalb, weil der Dow-Jones-Index aus dem Mittwochsgeschäft mit einem Mini-Aufschlag herausgekommen war.
Nach der deutlichen Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) und den verunsichernden US-Inflationsdaten sollte heute das Augenmerk auf der Bank of England (BoE) und deren Zinsentscheidung liegen. Doch wegen der Trauerphase nach dem Tod der Königin wurde sie verschoben. Die an den Finanzmärkten mit Spannung erwartete geldpolitische Sitzung der Bank of England (BoE) wird Donnerstag in einer Woche stattfinden. Die Regierung hatte zuvor offiziell den Beginn der nationalen Trauerphase wegen des Todes von Königin Elizabeth II. ausgerufen. Diese gilt bis zum Ende des Tages, an dem das Staatsbegräbnis stattfindet.
Statt auf die Insel richten sich die Blicke der Anleger wieder über den Atlantik: Zahlreiche US-Konjunkturdaten stehen an, unter anderem die als Hinweisgeber für die wirtschaftliche Entwicklung geltenden Einzelhandelsumsätze. Experten gehen davon aus, dass die US-Verbraucher aufgrund der zuletzt deutlich gefallenen Energiepreise wieder etwas mehr konsumiert haben dürften: " Die US-Einzelhandelsumsätze werden am Donnerstag veröffentlicht. Der Konsum der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.
Daneben kommen aus den USA am Nachmittag auch Daten zu den Import- und Exportpreisen, zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zu den Lagerbeständen und zur Industrieproduktion. Zudem steht der Empire State Manufacturing Index auf dem Programm. Am Morgen und Vormittag werden bereits die deutschen Großhandelspreise sowie die EU-Handelsbilanz veröffentlicht.
Von Unternehmensseits geht es da schon spürbar ruhiger zu: Umsatzzahlen für das dritte Quartal legt etwa der Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) vor. Nach US-Börsenschluss stehen dann Ergebniszahlen von Adobe auf der Agenda.
Und hier der Schlussbericht unserer Börsen-Reporter in New York: