Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagBrückeneinsturz im Baltimore-Hafen könnte deutschen Handel treffen

27.03.2024, 13:33 Uhr

Die Sperrung des Hafens von Baltimore im US-Bundesstaat Maryland nach dem Einsturz einer Autobrücke kann Experten zufolge den Warenaustausch mit Deutschland beeinträchtigen. "Der Handel mit Deutschland dürfte von Umleitungen betroffen sein", sagt Commerzbank-Handelsexperte Vincent Stamer angesichts der erwarteten Störungen im Handel der Metropolregion Washington. "Denn der Hafen von Baltimore hat sich auf das Löschen von Pkw spezialisiert." Vermutlich müssten die entsprechenden Schiffe nach New York und Florida umgeleitet werden, was zu Verzögerungen führen könnte.

Nach Angaben der Hafenverwaltung von Maryland wurden 2023 mehr als 750.000 Autos und Kleinlaster über die staatlichen Terminals abgefertigt.

Größere Störungen der Lieferketten erwarten Experten nicht. "Insgesamt hat der Hafen von Baltimore eine geringe Bedeutung für den Handel der USA", so Stamer. "Der Hafen fällt nicht einmal unter die drei größten der US-Ostküste." Die Häfen von New York/Newark, Savannah und der Port of Virginia seien teils erheblich bedeutender. Logistikexperten gehen davon aus, dass konkurrierende Häfen an der US-Ostküste reichlich freie Kapazitäten haben.

Quelle: ntv.de