Börsen-TagChina sanktioniert Rheinmetall und 13 weitere Firmen
Als Reaktion auf die neuen Russland-Sanktionen der EU hat Peking Exportkontrollen gegen insgesamt 14 Unternehmen aus der EU und der Sonderverwaltungszone Hongkong verhängt. Darunter befinden sich auch drei deutsche Firmen. Laut chinesischem Handelsministerium stehen folgende Unternehmen auf der Liste: der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall, die Antraco Chemie Handelsgesellschaft aus Duisburg und die Firma Sindlhauser Materials aus Kempten im Allgäu. Die übrigen elf Firmen kommen aus Italien, Frankreich, Polen und anderen EU-Staaten sowie aus Hongkong.
Den betroffenen Firmen ist ab sofort der Export von sogenannten Dual-Use-Gütern aus China untersagt. Dual-Use-Güter sind Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Beispiele hierfür sind bestimmte Chemikalien, Halbleiter, Maschinen oder Software. Zudem dürfen ausländische Personen und Organisationen diesen Firmen keine Dual-Use-Güter mit Ursprung in China mehr liefern.
Auslöser ist, dass die EU am Donnerstag mit dem 21. Sanktionspaket 51 "Einrichtungen" auf eine Exportverbotsliste gesetzt hat. Sie sollen Russlands Militär- und Rüstungsindustrie im Ukraine-Krieg unterstützen. Viele davon haben ihren Sitz in China und Hongkong.