Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDAX ist charttechnisch angeschlagen

31.05.2024, 06:30 Uhr

Der DAX steuert auf eine Verlustwoche zu. Der deutsche Börsenleitindex beschloss das Donnerstagsgeschäft knapp unter der 18.500er Marke. Diese wird von Chartanalysten als wichtig erachtet. Der Grund: Sollte der DAX sich nachhaltig darunter bewegen, käme das einer Topbildung gleich, was wiederum für einen Abwärtstrend spricht. An der Wall Street gaben die Kurse ebenfalls nach, gedrückt von BIP-Daten und Salesforce-Zahlen.

Heute blicken die Anleger am Vormittag auf die Verbraucherpreisdaten der Eurozone für den Monat Mai. Fachleute erwarten einen Anstieg auf 2,5 von 2,4 Prozent im April. Die EZB, die auf eine Zinswende auf ihrer Sitzung am 6. Juni zusteuert, peilt einen Wert von zwei Prozent für den Euroraum an. Zwischen den einzelnen Euro-Ländern waren die Unterschiede zuletzt weiter erheblich. Während die Inflation in Finnland im April 0,6 Prozent betrug, wies Belgien eine Rate von 4,9 Prozent auf.

Am Nachmittag stehen US-Daten zu den Verbraucherausgaben und zu einem Inflationsmaß an, auf das die Notenbank Fed besonders achtet. Experten erwarten, dass die Konsumenten im April weniger spendabel waren als im März und ihre Ausgaben nur um 0,3 Prozent gesteigert haben. Im Vormonat sprang noch ein Plus von 0,8 Prozent heraus - und dies trotz starken Preisauftriebs. Ein Inflationsmaß, das die Fed mit Blick auf ihre Zinspolitik stark beachtet, bilden die persönlichen Ausgaben der Verbraucher. Anhand eines Korbs von Konsumgütern wird damit der sogenannte PCE-Index erstellt. Er stieg im März auf Jahressicht um 2,7 Prozent. Für April wird eine Stagnation auf diesem Niveau erwartet, was gegen eine frühe Zinswende sprechen dürfte.

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Quelle: ntv.de