Der Börsen-TagDAX zwischen Inflationssorgen und Zinshoffnungen
Im Mittwochsgeschäft schafft es der DAX auf ein neues Jahreshoch jenseits der 15.800er-Marke. Verantwortlich dafür ist eine deutlich zurückgegangene Inflationsrate in den USA. Sie liegt bei 5,0 Prozent nach zuvor 6,0 Prozent. Allerdings legte die Kerninflation im Vormonatsvergleich leicht zu, sodass der Schwung am deutschen Aktienmarkt ebenso verpuffte wie an der Wall Street. Dennoch wird der deutsche Börsenleitindex aktuell zum Start mit Kursen um die 15.800 taxiert.
Nach den US-Inflationsdaten folgen am heutigen Nachmittag die US-Erzeugerpreise. Auch hiervon erhoffen sich Anleger Hinweise auf die künftige Politik der US-Notenbank. Bereits am Morgen werden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für den März veröffentlicht: vorläufigen Zahlen zufolge verteuerten sich Waren und Dienstleistungen durchschnittlich um 7,4 Prozent - die niedrigste Inflation binnen sieben Monaten. Insbesondere niedrigere Benzin- und Heizölpreise bremsten die Teuerung. Die endgültigen Daten verschaffen einen umfassenden Einblick mit einer größeren Detailschärfe.
Daneben stehen aus Großbritannien Daten zur Entwicklung der dortigen Industrieproduktion ebenso auf der Agenda wie zur Handelsbilanz. Zahlen zur Industrieproduktion kommen auch aus der EU. Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe werden am Nachmittag veröffentlicht.
Unternehmensseitig herrscht Ruhe vor dem Sturm: Bevor am Freitag die US-Berichtssaison mit diversen Quartalsergebnissen von Großbanken startet, legt heute der Symrise-Rivale Givaudan Erstquartalszahlen vor. Beiersdorf lädt seine Aktionäre zur Hauptversammlung.