Der Börsen-TagDax schwebt der 26.000er Marke entgegen
Spekulationen auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen in den USA haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt erneut in Rekordlaune versetzt. Der Dax kletterte zum Wochenschluss in der Spitze um 0,9 Prozent auf ein Allzeithoch von 25.826,78 Punkten, den Handel verließ er 0,8 Prozent höher bei 25.779 Stellen. Schon am Donnerstag hatte der Leitindex eine Bestmarke erzielt, auf Wochensicht legte er gut vier Prozent zu. "Der Dax hat eindrucksvoll den Turbo gezündet", konstatierte Jürgen Molnar von RoboMarkets. Er steige nach einer monatelangen Konsolidierungsphase "wie Phoenix aus der Asche". Auch der EuroStoxx50 schwang sich auf zu neuen Höhen und stieg bis auf 6420,44 Zähler. Am Abend notierte er 0,9 Prozent höher bei 6419 Stellen.
Der US-Arbeitsmarkt hatte sich im Juni massiv abgekühlt und damit die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank Fed gedämpft. Laut Daten der LSEG preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 35 Prozent für eine Zinserhöhung bei der September-Sitzung ein, gegenüber 55 Prozent vor der Veröffentlichung der Daten.
Trotz der jüngsten Kursgewinne im Dax warnten einige Analysten jedoch vor zu viel Übermut. "Ob der Rekordlauf den Beginn einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung markiert oder sich am Ende nur als Strohfeuer entpuppt, bleibt angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren abzuwarten", sagte Timo Emden von Emden Research. Die Unwägbarkeiten der Geldpolitik und Geopolitik sowie die hohen Erwartungen an den KI-Sektor blieben unverändert bestehen.