Meta-Chef Zuckerberg bekommt einen KI-Avatar als Chef-Double
Meta entwickelt eine auf KI-basierte Version von CEO Mark Zuckerberg, die an seiner Stelle mit Mitarbeitern interagieren kann. Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Projektes, mit dem der Big-Tech-Konzern rund um das Thema KI neu aufgestellt werden soll. Wie die "Financial Times" berichtet, geht es dabei um fotorealistische, KI-gestützte 3D-Charaktere, mit denen Nutzer in Echtzeit interagieren können. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen einer Zuckerberg-KI-Figur Priorität eingeräumt.
Der Avatar des Meta-Chefs wird mit seinen Eigenheiten, Tonfall und öffentlich zugänglichen Aussagen trainiert. Mitarbeiter sollen so künftig die Gelegenheit haben, mit ihm Gespräche zu führen und Feedback einzuholen. Der Meta-Chef soll persönlich in das Training und Testen seiner animierten KI involviert sein.
Dax startet mit komfortablem Plus
Der Dax verbucht Gewinne zum Handelsauftakt. Der Dax startet 0,9 Prozent höher bei 23.950 Punkten. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA am Wochenende hatte der deutsche Leitindex am Montag um 0,3 Prozent auf 23.742 Punkte nachgegeben.
Die größten Gewinner im Dax sind Continental (+2,0%), MTU (+1,9%) und Siemens Energy (+1,8%).
Iran-Krieg lässt Großhandelspreise in die Höhe schnellen
Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im März und damit nach Ausbruch des Iran-Krieges kräftig gestiegen. Zum Vorjahresmonat legten sie um 4,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Von Dezember bis Februar hatte die Veränderungsrate jeweils bei 1,2 Prozent gelegen. Ein größerer Zuwachs als im März wurde im Vorjahresvergleich zuletzt im Februar 2023 verzeichnet, wie Destatis weiter mitteilte: "Ausschlaggebend für den hohen Preisanstieg im März 2026 waren die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöhten."
Dies zeigt sich insbesondere bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen hier im Durchschnitt um 17,8 Prozent über denen vom März 2025. Gegenüber dem Vormonat Februar 2026 stiegen sie ebenfalls deutlich (+18,8 Prozent). Wie Destatis weiter mitteilt, stiegen die Großhandelspreise in Deutschland insgesamt im März gegenüber Februar um 2,7 Prozent.
Hier greifen Anleger vorbörslich zu
Rückenwind bekommen heute Morgen der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines sowie der Autozulieferer Continental. Beide Titel steigen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um rund 2,5 Prozent und gehören damit zu den stärksten Dax-Werten. Hintergrund sei bei MTU Aero die Aufnahme der Bewertung durch Exane BNP mit der Empfehlung "Outperform". Bei Continental sorge die Hochstufung durch die Analysten von Barclays auf "Overweight" von zuvor "Equal-Weight" für Rückenwind.
Ringen um Hunderte Entwicklerstellen in Rüsselsheim: Opel-Betriebsrat kritisiert Stellantis scharf
Der Betriebsrat von Opel übt scharfe Kritik an der Ankündigung des Mutterkonzerns Stellantis, in Rüsselsheim 650 Ingenieurstellen abzubauen. Die Arbeitnehmervertreter seien am Freitag erst kurz vor der Benachrichtigung von Belegschaft und Medien über die Pläne informiert worden, heißt es in einem am Vortag an die Opel-Mitarbeiter verteilten Schreiben, das der "FAZ" vorliegt. "Den avisierten Abbau werden wir nicht einfach hinnehmen", heißt es in dem Papier, das von den IG-Metall-Vertretern im Rüsselsheimer Betriebsrat verfasst wurde. "Statt Stellen zu streichen, "sollte das bestehende Know-how genutzt werden, um den aktuell existierenden Vorsprung chinesischer Hersteller schnellstmöglich aufzuholen". Nötig sei eine faire Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Entwicklungszentren im Stellantis-Konzern.
Produzenten im Nahen Osten erklären "Force Majeure" - Aluminiumpreis klettert
Der Aluminiumpreis legt im frühen asiatischen Handel zu. Der Dreimonatskontrakt an der London Metal Exchange steigt um 0,7 Prozent auf 3633,50 US-Dollar je Tonne. Das Metall führe die Gewinne im Basismetallkomplex an, da die Blockade der Straße von Hormus durch US-Präsident Donald Trump die Sorgen über weitere Lieferunterbrechungen verstärkt habe, schreiben die Analysten von ANZ Research in einer Research Note.
Mehrere Produzenten im Nahen Osten hätten "Force Majeure" erklärt, da sie nicht in der Lage seien, Lieferungen zu erfüllen. Die erhöhten Preise könnten jedoch bereits die Nachfrage dämpfen, fügt ANZ hinzu. Auf die Region entfallen neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion. "Force Majeure", übersetzt höhere Gewalt, bezeichnet unvorhersehbare, von außen kommende und unabwendbare Ereignisse, die Vertragspflichten temporär oder permanent unmöglich machen.
Was macht der Dax?
Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA am Wochenende hatte der deutsche Leitindex am Vortag um 0,3 Prozent auf 23.742 Punkte nachgegeben.
An der Wall Street hatten die drei wichtigsten Indizes nach anfänglichen Verlusten im Handelsverlauf dagegen ins Plus gedreht, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, der Iran wolle eine Einigung. Im Fokus der Anleger ist weiter die für den weltweiten Energiehandel bedeutende Straße von Hormus. US-Vizepräsident JD Vance sagte in einem Interview mit Fox News, dass Fortschritte in den Verhandlungen erzielt worden seien und die USA davon ausgingen, dass der Iran die Schifffahrtsstraße wieder öffnen werde.
Auf Unternehmensseite legt BMW als letzter deutscher Autobauer am Vormittag seine Absatzzahlen für das erste Quartal vor. Wie bei der Konkurrenz aus Stuttgart oder Ingolstadt dürften dabei die US-Zölle und die hartnäckige Flaute auf dem chinesischen Markt ihre Spuren hinterlassen haben. Besser dürfte es dagegen in Europa aussehen. Nach Goldman Sachs präsentieren im Tagesverlauf die US-Großbanken JPMorgan und Citigroup ihre Bilanzen für das erste Quartal. Analysten rechnen dank eines florierenden Investmentbankings mit höheren Gewinnen. Im Fokus der Anleger steht jedoch, wie die Geldhäuser angesichts der Folgen des Iran-Kriegs die Zukunft einschätzen. Wie stark der Nahost-Krieg die Weltwirtschaft ausbremst, sollen neue Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen. Fest steht bereits, dass es weniger Wachstum, dafür aber eine höhere Inflation geben wird. Das genaue Ausmaß ist aber noch nicht bekannt.
Prognose: Ölpreis bleibt 2026 über 90 Dollar
Die höheren Ölpreise dürften sich laut den ANZ-Strategen Daniel Hynes und Soni Kumari halten. Sie schätzen, dass aufgrund des Krieges im Iran täglich etwa 10 Millionen Barrel Öl vom Markt genommen wurden – verglichen mit ihrer Basisprognose vom Januar.
Eine Erholung des Angebots werde bis Mitte 2026 wahrscheinlich nur langsam, unvollständig und ungleichmäßig verlaufen. Je länger sich der Konflikt hinzieht, desto mehr verfestigen sich die hohen Preise. heißt es in einer Research Note. Die ANZ hob ihre Rohölprognose. Sie rechnet nun damit, dass der Ölpreis für den Rest des Jahres über 90 US-Dollar pro Barrel bleiben wird.
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee am Morgen um 1,4 Prozent auf 97,98 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,1 Prozent schwächer bei 97,01 Dollar. Aktuell gaben die Ölpreise nach, da die Erwartungen einer diplomatischen Lösung die Sorgen über Lieferunterbrechungen überwogen.
Dämpfer durch Nahost-Konflikt: Chinas Exporte brechen ein
Chinas Exportmotor ist im März ins Stottern geraten. Die Ausfuhren legen nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich zu und verfehlen damit die Erwartungen deutlich, wie die Zollbehörde mitteilte. Ökonomen hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit einem Plus von 8,6 Prozent gerechnet. Der Einbruch folgt einem kräftigen Wachstum von 21,8 Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres. Die Importe überraschen dagegen positiv mit einem Anstieg um 27,8 Prozent - erwartet worden waren nur 11,2 Prozent. Die schwachen März-Zahlen sind der erste echte Test dafür, ob die starke Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz - und den dafür benötigten Chips und Servern - die Folgen des Iran-Kriegs ausgleichen kann.
In Asien regiert das Prinzip Hoffnung
Die Anleger an den asiatischen Börsen hoffen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt. Nach Angaben der US-Regierung laufen trotz der am Wochenende gescheiterten Friedensgespräche weiterhin Verhandlungen mit Teheran. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, der Iran habe "heute Morgen angerufen" und wolle eine Einigung erzielen. Die USA begannen parallel eine Blockade iranischer Häfen, um den Druck auf Teheran zu erhöhen.
Die japanische Börse legte zu: In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,4 Prozent auf 57.849,02 Punkte und der breiter gefasste Topix notierte 1,0 Prozent höher bei 3.760,65 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,5 Prozent auf 4.007,76 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,9 Prozent auf 4.686,02 Punkte.
Dax im Sog von Geopolitik und Konzernzahlen
Der deutsche Aktienmarkt hat nach den US-iranischen Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unter Abgabedruck gestanden. Die Gespräche am Wochenende sind ohne Ergebnis beendet worden. Mit dem Dax ging es Montag nach unten. Am Nachmittag konnte er die Verluste reduzieren. Die Anleger setzten weiterhin auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran zum Krieg im Nahen Osten, und zwar eher früher als später.
Wie stark bremst der Iran-Krieg die Weltwirtschaft? Neue Schätzungen dazu wird am Nachmittag der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington veröffentlichen. Fest steht bereits, dass es weniger Wachstum, dafür aber eine höhere Inflation geben wird. Das genaue Ausmaß ist aber noch nicht bekannt. Vor allem ärmere Schwellen- und Entwicklungsländer dürften unter den höheren Energiepreisen und Lieferkettenproblemen leiden. Im Januar hatte der IWF für 2026 noch ein globales Wachstum von 3,3 Prozent und für 2027 von 3,2 Prozent vorausgesagt.
Als letzter deutscher Autobauer legt BMW seine Absatzzahlen für das erste Quartal vor. Wie bei der Konkurrenz aus Stuttgart oder Ingolstadt dürften dabei die Zölle von US-Präsident Donald Trump und die hartnäckige Flaute auf dem chinesischen Markt ihre Spuren hinterlassen haben. Besser dürfte es dagegen in Europa aussehen.
Derweil geht in den USA die Berichtssaison weiter. Die Großbanken JPMorgan und Citigroup legen ihre Bilanzen für das erste Quartal vor. Analysten rechnen dank eines florierenden Investmentbankings mit höheren Gewinnen.