Dax kommt wieder in Schwung
Die Aussicht auf weitere Verhandlungen zwischen den USA und Iran hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zuversichtlich gestimmt. Nach dem schwachen Wochenauftakt angesichts der zunächst gescheiterten Friedensverhandlungen kletterte der Dax nun um 1,3 Prozent auf 24.044 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 1,3 Prozent höher bei 5983 Zählern.
"Die Aussicht auf weitere Gespräche zwischen dem Iran und den USA befeuert den Risikoappetit der Marktakteure", konstatierte Timo Emden von Emden Research. "An den Märkten keimt wieder Hoffnung auf eine diplomatische Lösung auf." Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten nach Reuters-Informationen im Laufe dieser Woche für weitere Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Ein genaues Datum stehe aber noch nicht fest.
Gut liefen heute Stahlaktien. So gewannen Salzgitter 5,2 Prozent, Thyssenkrupp verteuerten sich um 3,3 Prozent. Die Europäische Union hat sich vorläufig darauf geeinigt, die Stahlimporte nahezu zu halbieren und Zölle von 50 Prozent auf überschüssige Lieferungen zu erheben. Die Maßnahmen sollen die Stahlindustrie der EU vor Überproduktion aus anderen Ländern schützen.
Luxusbranche leidet unter Iran-Krieg
Der Krieg im Nahen Osten setzt auch den Herstellern von Luxusgütern stark zu. Selbst etablierte Luxuskonzerne bleiben davon nicht verschont. Wen es besonders trifft und wo sich erste Chancen auf eine Erholung abzeichnen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von BNP Paribas.
Nemetschek tätigt seine bislang größte Übernahme
Der Münchner Bau- und Architektur-Softwarekonzern Nemetschek stemmt mit dem Kauf der texanischen Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) die größte Übernahme der Firmengeschichte. Im Gegenzug steigt der US-Finanzinvestor Thoma Bravo, dem HCSS bisher gehört, bei der Bausoftware-Sparte von Nemetschek ein.
"HCSS ist eines der attraktivsten Unternehmen, das man bei Bausoftware findet. Diese Übernahme bringt uns in dem Segment in eine viel stärkere Position", sagte Vorstandschef Yves Padrines. HCSS werde bei der Übernahme mit deutlich mehr als zwei Milliarden Dollar bewertet, sagten zwei Insider.
Nordex mit guten Auftragseingängen zu Jahresbeginn
Nordex hat nach Einschätzung von Jefferies für das erste Quartal etwas niedrigere, aber dennoch gute Auftragseingänge gemeldet. Mit 1,869 Gigawatt Volumen seien sie um 14 Prozent unter dem Rekord aus dem ersten Quartal 2025 geblieben, merken die Analysten an. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei mit einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen, was auf Projektumfänge und regionalen Mix zurückzuführen sei.
Mit einer gesunden Auftragspipeline in Europa und Nordamerika sei das Management zuversichtlich für die Auftragsdynamik im Jahr 2026. Die Analysten erwarten eine gewisse Volatilität vor dem Hintergrund eines saisonal schwächeren ersten Quartals nach einer Reihe von übertroffenen Erwartungen.
ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt
Letzte Chance: Heute endet das 27-Euro-Angebot
Nur noch heute bis 23:59 Uhr gilt der Einführungspreis von 27 Euro für die ETF Masterclass. Ab morgen kostet der Zugang wieder 54 Euro. Ob dieses Angebot erneut verfügbar sein wird, ist offen. Wenn Sie sich aktuell mit Ihrer privaten Altersvorsorge beschäftigen, ist heute der richtige Zeitpunkt zu handeln.
US-Dollar drohen weitere Verluste - Status als Hochzinswährung verloren
Der US-Dollar könnte sich weiter abschwächen, da die jüngsten Entwicklungen auf einen Höhepunkt der Kriegsrisiken im Iran hindeuten, während der Hochzinsstatus der Währung weggefallen ist, schreibt George Saravelos von der Deutschen Bank in einem Kommentar. Die Federal Reserve dürfte die Zinsen in diesem Jahr stabil halten, während andere Zentralbanken die Zinsen anheben. Unterdessen seien die US-Verbraucher im Vergleich zu den asiatischen Volkswirtschaften, in denen die Fiskalpolitik unterstützend wirke, von einem größeren Einkommensverlust betroffen, meint er. Zudem gebe es eine Verlagerung hin zum chinesischen Yuan, um Öl anstelle des Dollars zu bewerten und zu handeln.
"Wir empfehlen den Verkauf des DXY-Dollar-Index in Erwartung einer breit angelegten Dollarschwäche auf neue Zyklustiefs und eines eventuellen Durchbruchs des Euro über 1,20 US-Dollar." Der DXY-Dollar-Index fällt um 0,3 Prozent auf 98,058. Der Euro steigt um 0,3 Prozent auf 1,1797 US-Dollar.
Wall Street startet etwas fester
Die US-Börsen werden weiter von der Hoffnung getragen, dass die am Wochenende abgebrochenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran wiederaufgenommen werden. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach Handelsbeginn 0,1 Prozent auf 48.274 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,4 Prozent zu. Der Nasdaq-Composite steigt um 0,9 Prozent. Am Montag hatten die Aktienkurse an der Wall Street fester geschlossen, nachdem beide Kriegsparteien Bereitschaft zur Fortsetzung der Gespräche signalisiert hatten.
Daneben nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf. Zahlen zum ersten Quartal haben die drei Großbanken JP Morgan (JPM), Wells Fargo und Citigroup veröffentlicht. Alle drei haben mehr verdient als erwartet. Die Kursreaktionen fallen jedoch unterschiedlich aus. JPM geben um 0,8 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hat. Wells Fargo verlieren 4,2 Prozent. Zwar fiel der Gewinn höher aus als angenommen, doch enttäuschten die Einnahmen. Die Aktien der Citigroup gewinnen 2,8 Prozent.
IWF senkt Prognosen für Weltwirtschaft und Deutschland
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem etwas schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft als bislang. "Erneut droht die Weltwirtschaft aus der Bahn zu geraten", heißt es anlässlich des neuesten Ausblicks der Organisation. Nun würde das eingebrochene Angebot von Rohstoffen infolge der blockierten Straße von Hormus belasten.
Bei vielen Nationen korrigierte der IWF seine Prognosen nach unten - die Annahmen seien allerdings nur dann gültig, sofern der Krieg in Dauer, Intensität und Umfang begrenzt bleibe und die wirtschaftlichen Störungen bis Mitte 2026 abklingen würden. Für Deutschland bedeutete dies nur ein Vierteljahr nach der jüngsten Anhebung wieder eine Korrektur nach unten: 2026 dürfte die deutsche Wirtschaft nun um 0,8 Prozent wachsen - noch im Januar hatten die Konjunkturexperten ihre Erwartungen auf 1,1 Prozent nach oben gehievt.
Amazon bietet Milliarden für Globalstar
Amazon will seinen Vorstoß ins All mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Globalstar beschleunigen. Der weltgrößte Online-Händler und Cloud-Anbieter baut gerade einen eigenen Satelliten-Internetdienst mit dem Namen Leo auf, der mit Starlink von Elon Musks SpaceX konkurrieren soll. Mit den Satelliten von Frequenzen von Globalstar werde man mit der Zeit unter anderem Satellitenkommunikation direkt auf Geräten der Nutzer ohne zusätzliche Empfänger anbieten können, hieß es.
Amazon bietet den Globalstar-Anteilseignern pro Aktie entweder 90 Dollar in bar oder 0,32 eigene Papiere im Wert von bis zu 90 Dollar. Es ist ein Aufschlag von mehr als 23 Prozent auf den Schlusskurs von Montag. Der Deal ist damit mehr als elf Milliarden Dollar schwer.
US-Erzeugerpreise steigen schwächer als prognostiziert
Der Preisdruck auf der Erzeugerebene in den USA hat im März zwar zugenommen, allerdings weniger als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Produzentenpreise um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 4,0 (Vormonat: 3,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 1,1 Prozent prognostiziert.
Die Kernerzeugerpreise ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie kletterten lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und erhöhten sich auf Jahressicht um 3,8 (3,9) Prozent. Ökonomen hatten einen monatlichen Anstieg von 0,5 Prozent prognostiziert.
Citigroup mit Gewinnsprung
Die Citigroup hat ihren Gewinn im ersten Quartal stärker gesteigert als erwartet. Wie ihre Konkurrenten profitierte die US-Bank von starken Handels- und Investmentbanking-Geschäften. Der Nettogewinn stieg um 42 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,06 Dollar. Analysten hatten mit 2,63 Dollar gerechnet. Die Erträge kletterten um 14 Prozent auf 24,6 Milliarden Dollar.
Im Handelsgeschäft "Markets" stiegen die Erträge um 19 Prozent auf 7,25 Milliarden Dollar. Die Erträge mit festverzinslichen Produkten kletterten um 13 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Im Aktienhandel legten sie um 39 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar zu. Im Investmentbanking stiegen die Einnahmen dank eines Anstiegs im Beratungs- und Emissionsgeschäft um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu. Auch im Wealth Management und im US-Kreditkartengeschäft nahm die Citigroup mehr ein.
Aktien von JPMorgan und Wells Fargo rot
Wie am Montag bei Goldman Sachs geben auch die Aktien von JPMorgan und Wells Fargo nach, obwohl beide US-Banken im ersten Quartal einen Gewinnanstieg eingefahren haben. Die Papiere von JPMorgan büßen im vorbörslichen US-Handel 2,6 Prozent ein. Das größte US-Kreditinstitut profitierte von einem starken Handelsgeschäft. Konzernchef Jamie Dimon warnte aber vor den "zunehmend komplexen Risiken", die mit den geopolitischen Spannungen und Kriegen verbunden seien. Die Titel von Wells Fargo geben vor US-Börsenstart ebenfalls mehr als zwei Prozent nach.
Neues vom Geldmarkt
Wieder beruhigt hat sich die Lage auch am Euro-Geldmarkt in Frankfurt. Die kurzfristigen Umschichtungen in den Geldmarkt aus Sorge vor einer Eskalation im US-Angriffskriegs gegen den Iran lassen nach. Ähnlich wie an den langlaufenden Bondmärkten setzen Anleger immer stärker auf eine Verhandlungslösung. Mehr Sorgen machen sich Investoren über die globalen Zinserwartungen. Denn wie die aktuelle Umfrage der Bank of America (BoA) in ihrer Global Fund Manager Survey zeigt, ziehen die Inflationserwartungen massiv an.
Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,91 - 2,11 (1,90 - 2,15), 1-Monats-Geld: 1,92 - 2,17 (1,95 - 2,05), 3-Monats-Geld: 2,19 - 2,24 (2,27 - 2,36), 6-Monats-Geld: 2,19 - 2,29 (2,42 - 2,57), 12-Monats-Geld: 2,57 - 2,72 (2,61 - 2,73), Euribors: 11.04. 10.04. 3 Monate: 2,2040 2,1980, 6 Monate: 2,4370 2,4530, 12 Monate: 2,7080 2,7150
JPMorgan mit besserem Ergebnis als erwartet
JPMorgan Chase hat im ersten Quartal von einem starken Investmentbanking und dem Handel mit Aktien und Anleihen profitiert. Die nach Bilanzsumme größte US-Bank steigerte den Gewinn deutlich und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn stieg um 13 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 5,94 Dollar. Analysten hatten mit 5,45 Dollar gerechnet. Die Erträge legten um zehn Prozent auf 49,8 Milliarden Dollar zu.
Wichtigster Gewinn- und Ertragstreiber war die Commercial & Investment Bank. Im Investmentbanking stiegen die Einnahmen um 28 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Im Handel mit festverzinslichen Produkten legten die Erträge um 21 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar zu, im Aktienhandel um 17 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar.
Blackrock erzielt weiter Zuflüsse bei Privatmarktanlagen
Blackrock hat trotz des Kapitalabflusses, der viele "Private Credit"-Fonds getroffen hat, weiterhin Nettozuflüsse in seinem Privatmarktgeschäft verzeichnet. Das Unternehmen habe Nettozuflüsse in Privatmarktanlagen von neun Milliarden US-Dollar verzeichnet, die "angeführt von 'Private Credit' und Infrastruktur seien, wo wir eine starke Dynamik bei der Mittelbeschaffung und dem Kapitaleinsatz haben", sagte CEO Laurence Fink.
Unabhängig davon teilte der Vermögensverwalter mit, dass er bei seinen iShares-ETFs Rekord-Nettozuflüsse in Höhe von 132 Milliarden Dollar erzielt habe. Dieses Geschäft habe auch "die neuen Nettobasisgebühren im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, da die Kunden zu unseren internationalen und präzisen Engagements rotiert sind", sagt Fink.
Bitcoin geht kräftig hoch
Mit Bitcoin geht es nach oben auf ein Vierwochenhoch, weil die Risikobereitschaft angesichts der Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran zunimmt. Die Verhandlungen zwischen den verfeindeten Ländern in Islamabad waren am Wochenende gescheitert, aber US-Präsident Donald Trump sagte, die "richtigen Leute" im Iran hätten sich gemeldet und wollten immer noch eine Einigung erzielen. Angesichts des Potenzials für weitere Gespräche blieben die Anleger hoffnungsvoll, dass eine Deeskalation erreicht werde, schreiben die Analysten der Deutschen Bank in einer Research Note. Der Markt erwarte weiterhin, dass der Konflikt nur vorübergehend sei, so die Analysten. Bitcoin steigt auf ein Hoch von 74.937 US-Dollar, wie Daten von LSEG zeigen. Derzeit notiert der Kurs bei 74.646 Dollar.
Novo Nordisk und OpenAI kooperieren in der Medikamenten-Entwicklung
Novo Nordisk und OpenAI wollen zusammenarbeiten und Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um neue Medikamente zu entdecken und die Effizienz zu steigern. Eine nun angekündigte strategische Partnerschaft sieht vor, dass die fortschrittlichen KI-Fähigkeiten von OpenAI in die gesamten Betriebsabläufe des Pharmakonzerns integriert werden. Dies soll den Beschäftigten helfen, Daten zu analysieren und neue Medikamentenkandidaten zu identifizieren.
"Die Integration von KI in unsere tägliche Arbeit gibt uns die Möglichkeit, Datensätze in einem bisher nicht möglichen Ausmaß zu analysieren, Muster zu erkennen, die wir bisher nicht sehen konnten, und Hypothesen schneller denn je zu testen", sagte Novo-Nordisk-CEO Mike Doustdar. "Das bedeutet, neue Therapien zu entdecken und sie schneller als je zuvor auf den Markt zu bringen."
Dax klar im Plus - Euro fest - Ölpreise uneinheitlich
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang deutlich in der Gewinnzone agiert. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 1,0 Prozent auf 23.970 Punkte. Der EuroStoxx50 kletterte um 1,1 Prozent auf 5970 Zähler. Der Euro lag 0,3 Prozent fester bei 1,1792 US-Dollar. Brent-Öl verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 98,61 Dollar, WTI-Öl gab dagegen um 0,8 Prozent auf 97,08 Dollar nach.
China zieht BMW beim Absatz kräftig runter
Schwache Verkäufe in China und bei Elektroautos haben BMW im ersten Quartal gebremst. Die Münchner melden einen Absatz von 565.748 Autos, das waren 3,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei der Kernmarke fiel der Rückgang mit 4,6 Prozent auf 496.050 sogar noch etwas stärker aus. Die Tochter Mini konnte dagegen um 5,9 Prozent auf 68.427 Autos zulegen. Rolls-Royce kam auf 1271 Autos, acht Prozent weniger als vor einem Jahr.
Entscheidend für den Rückgang war ein deutliches Minus von zehn Prozent in China auf 144.000 Fahrzeuge. Der US-Markt gab um 4,3 Prozent auf gut 90.000 nach. Sehr viel besser lief es in Deutschland mit einem Wachstum von 10,7 Prozent auf 68.000 Autos. Europa insgesamt lag mit gut 236.000 Autos drei Prozent im Plus.
Halbleiteraktien erholen sich
Die Aktien europäischer Halbleiterunternehmen steigen, da die USA und der Iran signalisieren, dass sie Raum für weitere Gespräche zur Beilegung des Konflikts sehen. Die Aktien des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML Holding und des kleineren Konkurrenten ASM International legen beide um 2,7 Prozent zu. Die Aktie des deutschen Chipherstellers Infineon legt um 1,5 Prozent zu. Die Aktie von STMicroelectronics - das Unternehmen beliefert Apple, Samsung Electronics und Tesla - legt um 1,9 Prozent zu.
Deutschland importiert mehr seltene Erden
Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr mehr seltene Erden importiert als im Jahr zuvor. Bei einer um 4,9 Prozent gewachsenen Einfuhrmenge von 5.500 Tonnen der begehrten Metalle ging aber der China-Anteil um gut zehn Punkte auf 55,4 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die deutschen Direkt-Importe aus China sind damit aber immer noch höher als der EU-Schnitt von 46,8 Prozent.
Nervosität weicht langsam aus dem Markt
Meta-Chef Zuckerberg bekommt einen KI-Avatar als Chef-Double
Meta entwickelt eine auf KI-basierte Version von CEO Mark Zuckerberg, die an seiner Stelle mit Mitarbeitern interagieren kann. Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Projektes, mit dem der Big-Tech-Konzern rund um das Thema KI neu aufgestellt werden soll. Wie die "Financial Times" berichtet, geht es dabei um fotorealistische, KI-gestützte 3D-Charaktere, mit denen Nutzer in Echtzeit interagieren können. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen einer Zuckerberg-KI-Figur Priorität eingeräumt.
Der Avatar des Meta-Chefs wird mit seinen Eigenheiten, Tonfall und öffentlich zugänglichen Aussagen trainiert. Mitarbeiter sollen so künftig die Gelegenheit haben, mit ihm Gespräche zu führen und Feedback einzuholen. Der Meta-Chef soll persönlich in das Training und Testen seiner animierten KI involviert sein.
Dax startet mit komfortablem Plus
Der Dax verbucht Gewinne zum Handelsauftakt. Der Dax startet 0,9 Prozent höher bei 23.950 Punkten. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA am Wochenende hatte der deutsche Leitindex am Montag um 0,3 Prozent auf 23.742 Punkte nachgegeben.
Die größten Gewinner im Dax sind Continental (+2,0%), MTU (+1,9%) und Siemens Energy (+1,8%).
Iran-Krieg lässt Großhandelspreise in die Höhe schnellen
Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im März und damit nach Ausbruch des Iran-Krieges kräftig gestiegen. Zum Vorjahresmonat legten sie um 4,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Von Dezember bis Februar hatte die Veränderungsrate jeweils bei 1,2 Prozent gelegen. Ein größerer Zuwachs als im März wurde im Vorjahresvergleich zuletzt im Februar 2023 verzeichnet, wie Destatis weiter mitteilte: "Ausschlaggebend für den hohen Preisanstieg im März 2026 waren die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöhten."
Dies zeigt sich insbesondere bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen hier im Durchschnitt um 17,8 Prozent über denen vom März 2025. Gegenüber dem Vormonat Februar 2026 stiegen sie ebenfalls deutlich (+18,8 Prozent). Wie Destatis weiter mitteilt, stiegen die Großhandelspreise in Deutschland insgesamt im März gegenüber Februar um 2,7 Prozent.
Hier greifen Anleger vorbörslich zu
Rückenwind bekommen heute Morgen der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines sowie der Autozulieferer Continental. Beide Titel steigen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um rund 2,5 Prozent und gehören damit zu den stärksten Dax-Werten. Hintergrund sei bei MTU Aero die Aufnahme der Bewertung durch Exane BNP mit der Empfehlung "Outperform". Bei Continental sorge die Hochstufung durch die Analysten von Barclays auf "Overweight" von zuvor "Equal-Weight" für Rückenwind.
Ringen um Hunderte Entwicklerstellen in Rüsselsheim: Opel-Betriebsrat kritisiert Stellantis scharf
Der Betriebsrat von Opel übt scharfe Kritik an der Ankündigung des Mutterkonzerns Stellantis, in Rüsselsheim 650 Ingenieurstellen abzubauen. Die Arbeitnehmervertreter seien am Freitag erst kurz vor der Benachrichtigung von Belegschaft und Medien über die Pläne informiert worden, heißt es in einem am Vortag an die Opel-Mitarbeiter verteilten Schreiben, das der "FAZ" vorliegt. "Den avisierten Abbau werden wir nicht einfach hinnehmen", heißt es in dem Papier, das von den IG-Metall-Vertretern im Rüsselsheimer Betriebsrat verfasst wurde. "Statt Stellen zu streichen, "sollte das bestehende Know-how genutzt werden, um den aktuell existierenden Vorsprung chinesischer Hersteller schnellstmöglich aufzuholen". Nötig sei eine faire Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Entwicklungszentren im Stellantis-Konzern.
Produzenten im Nahen Osten erklären "Force Majeure" - Aluminiumpreis klettert
Der Aluminiumpreis legt im frühen asiatischen Handel zu. Der Dreimonatskontrakt an der London Metal Exchange steigt um 0,7 Prozent auf 3633,50 US-Dollar je Tonne. Das Metall führe die Gewinne im Basismetallkomplex an, da die Blockade der Straße von Hormus durch US-Präsident Donald Trump die Sorgen über weitere Lieferunterbrechungen verstärkt habe, schreiben die Analysten von ANZ Research in einer Research Note.
Mehrere Produzenten im Nahen Osten hätten "Force Majeure" erklärt, da sie nicht in der Lage seien, Lieferungen zu erfüllen. Die erhöhten Preise könnten jedoch bereits die Nachfrage dämpfen, fügt ANZ hinzu. Auf die Region entfallen neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion. "Force Majeure", übersetzt höhere Gewalt, bezeichnet unvorhersehbare, von außen kommende und unabwendbare Ereignisse, die Vertragspflichten temporär oder permanent unmöglich machen.
Was macht der Dax?
Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA am Wochenende hatte der deutsche Leitindex am Vortag um 0,3 Prozent auf 23.742 Punkte nachgegeben.
An der Wall Street hatten die drei wichtigsten Indizes nach anfänglichen Verlusten im Handelsverlauf dagegen ins Plus gedreht, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, der Iran wolle eine Einigung. Im Fokus der Anleger ist weiter die für den weltweiten Energiehandel bedeutende Straße von Hormus. US-Vizepräsident JD Vance sagte in einem Interview mit Fox News, dass Fortschritte in den Verhandlungen erzielt worden seien und die USA davon ausgingen, dass der Iran die Schifffahrtsstraße wieder öffnen werde.
Auf Unternehmensseite legt BMW als letzter deutscher Autobauer am Vormittag seine Absatzzahlen für das erste Quartal vor. Wie bei der Konkurrenz aus Stuttgart oder Ingolstadt dürften dabei die US-Zölle und die hartnäckige Flaute auf dem chinesischen Markt ihre Spuren hinterlassen haben. Besser dürfte es dagegen in Europa aussehen. Nach Goldman Sachs präsentieren im Tagesverlauf die US-Großbanken JPMorgan und Citigroup ihre Bilanzen für das erste Quartal. Analysten rechnen dank eines florierenden Investmentbankings mit höheren Gewinnen. Im Fokus der Anleger steht jedoch, wie die Geldhäuser angesichts der Folgen des Iran-Kriegs die Zukunft einschätzen. Wie stark der Nahost-Krieg die Weltwirtschaft ausbremst, sollen neue Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen. Fest steht bereits, dass es weniger Wachstum, dafür aber eine höhere Inflation geben wird. Das genaue Ausmaß ist aber noch nicht bekannt.
Prognose: Ölpreis bleibt 2026 über 90 Dollar
Die höheren Ölpreise dürften sich laut den ANZ-Strategen Daniel Hynes und Soni Kumari halten. Sie schätzen, dass aufgrund des Krieges im Iran täglich etwa 10 Millionen Barrel Öl vom Markt genommen wurden – verglichen mit ihrer Basisprognose vom Januar.
Eine Erholung des Angebots werde bis Mitte 2026 wahrscheinlich nur langsam, unvollständig und ungleichmäßig verlaufen. Je länger sich der Konflikt hinzieht, desto mehr verfestigen sich die hohen Preise. heißt es in einer Research Note. Die ANZ hob ihre Rohölprognose. Sie rechnet nun damit, dass der Ölpreis für den Rest des Jahres über 90 US-Dollar pro Barrel bleiben wird.
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee am Morgen um 1,4 Prozent auf 97,98 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,1 Prozent schwächer bei 97,01 Dollar. Aktuell gaben die Ölpreise nach, da die Erwartungen einer diplomatischen Lösung die Sorgen über Lieferunterbrechungen überwogen.
Dämpfer durch Nahost-Konflikt: Chinas Exporte brechen ein
Chinas Exportmotor ist im März ins Stottern geraten. Die Ausfuhren legen nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich zu und verfehlen damit die Erwartungen deutlich, wie die Zollbehörde mitteilte. Ökonomen hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit einem Plus von 8,6 Prozent gerechnet. Der Einbruch folgt einem kräftigen Wachstum von 21,8 Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres. Die Importe überraschen dagegen positiv mit einem Anstieg um 27,8 Prozent - erwartet worden waren nur 11,2 Prozent. Die schwachen März-Zahlen sind der erste echte Test dafür, ob die starke Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz - und den dafür benötigten Chips und Servern - die Folgen des Iran-Kriegs ausgleichen kann.
In Asien regiert das Prinzip Hoffnung
Die Anleger an den asiatischen Börsen hoffen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt. Nach Angaben der US-Regierung laufen trotz der am Wochenende gescheiterten Friedensgespräche weiterhin Verhandlungen mit Teheran. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, der Iran habe "heute Morgen angerufen" und wolle eine Einigung erzielen. Die USA begannen parallel eine Blockade iranischer Häfen, um den Druck auf Teheran zu erhöhen.
Die japanische Börse legte zu: In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,4 Prozent auf 57.849,02 Punkte und der breiter gefasste Topix notierte 1,0 Prozent höher bei 3.760,65 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,5 Prozent auf 4.007,76 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,9 Prozent auf 4.686,02 Punkte.
Dax im Sog von Geopolitik und Konzernzahlen
Der deutsche Aktienmarkt hat nach den US-iranischen Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unter Abgabedruck gestanden. Die Gespräche am Wochenende sind ohne Ergebnis beendet worden. Mit dem Dax ging es Montag nach unten. Am Nachmittag konnte er die Verluste reduzieren. Die Anleger setzten weiterhin auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran zum Krieg im Nahen Osten, und zwar eher früher als später.
Wie stark bremst der Iran-Krieg die Weltwirtschaft? Neue Schätzungen dazu wird am Nachmittag der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington veröffentlichen. Fest steht bereits, dass es weniger Wachstum, dafür aber eine höhere Inflation geben wird. Das genaue Ausmaß ist aber noch nicht bekannt. Vor allem ärmere Schwellen- und Entwicklungsländer dürften unter den höheren Energiepreisen und Lieferkettenproblemen leiden. Im Januar hatte der IWF für 2026 noch ein globales Wachstum von 3,3 Prozent und für 2027 von 3,2 Prozent vorausgesagt.
Als letzter deutscher Autobauer legt BMW seine Absatzzahlen für das erste Quartal vor. Wie bei der Konkurrenz aus Stuttgart oder Ingolstadt dürften dabei die Zölle von US-Präsident Donald Trump und die hartnäckige Flaute auf dem chinesischen Markt ihre Spuren hinterlassen haben. Besser dürfte es dagegen in Europa aussehen.
Derweil geht in den USA die Berichtssaison weiter. Die Großbanken JPMorgan und Citigroup legen ihre Bilanzen für das erste Quartal vor. Analysten rechnen dank eines florierenden Investmentbankings mit höheren Gewinnen.