Der Börsen-Tag
24. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:39 Uhr

KI- und Zollsorgen haben Dax im Griff

Die unsichere Lage bei den US-Zöllen und die Auswirkungen von KI auf Unternehmensgewinne haben die Stimmung am deutschen Aktienmarkt über weite Strecken bestimmt. Nach einem schwachen Wochenstart entfernte sich der Dax zunächst weiter von der 25.000-Punkte-Marke und rutschte bis auf 24.878 Zähler runter. Mit Handelseröffnung an der Wall Street drehte der deutsche Leitindex aber in den positiven Bereich. Am Ende schloss der Dax kaum verändert bei 24.986 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls wenig verändert bei 6117 Stellen.

"Derzeit fällt es den Anlegern schwer, sich ein richtiges Bild über die Gesamtsituation an den Finanzmärkten zu machen", sagte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets. Heute nahm die Berichtssaison wieder langsam an Fahrt auf. Impulse könnten daneben von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump kommen. Sie findet aber erst in der Nacht zum Mittwoch statt. In dieser könnte er sich zum Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen seine Zölle äußern oder auch über das weitere Vorgehen im Iran.

Trotz überzeugender Zahlen verloren Fresenius Medical Care (FMC) 7,4 Prozent. Belastend wirkte der Ausblick. Der Dialysedienstleister sieht auch in diesem Jahr noch keine Trendwende auf dem für ihn so wichtigen US-Markt. Mit einem Minus von 6,6 Prozent reagierten MTU Aero empfindlich auf Geschäftszahlen. Belastend wirkte auch hier der Ausblick, speziell die Erwartung an den freien Cashflow.

SAP knüpften an die Verluste vom Montag an und fielen um weitere 1,2 Prozent. Anleger mieden die Aktie nach Einschätzung aus dem Handel weiterhin aus Sorge vor den möglichen disruptiven Auswirkungen von KI-Technologie auf das Geschäftsmodell.

KI- und Zollsorgen haben Dax im Griff
17:13 Uhr

Sind US-Aktien jetzt ein Klumpenrisiko?

Wer weltweit investiert, ist in der Regel automatisch stark in den USA investiert. Das kann eine Renditechance sein, aber auch ein ziemliches Risiko darstellen. Was das für globale Portfolios bedeutet und welche Anpassungen sinnvoll sein könnten, darüber spricht Patrick Dewayne mit Chris Holzheu vom ETF-Anbieter Xtrackers und Britta Weidenbach vom Auretas Family Trust.

Sind US-Aktien jetzt ein Klumpenrisiko?
16:54 Uhr

Lufthansa gibt neue Business-Class ab Ende März frei

Nach vielen Monaten des Wartens auf die Zulassung kann die Lufthansa auf einigen Langstreckenflügen ab Frankfurt ab Ende März ihre modernisierte Business Class füllen. Zum Start des Sommerflugplans am 29. März können Tickets der Premiumklasse in neuen Boeing 787-9 Jets gebucht werden, wie die Lufthansa mitteilte. Neue Maschinen des Boeing-Dreamliners kommen schon seit Oktober in die Lufthansa-Flotte am Flughafen Frankfurt.

Bisher mussten die 28 Business-Class-Sessel des neuen Ausstattungsprogramms Allegris aber gesperrt bleiben. Die US-Zulassungsbehörde FAA hatte die neu entworfene Bestuhlung mit ihren verschiedenen Varianten lange geprüft. Aktuell seien neun werksneue Dreamliner in Frankfurt angekommen, 20 weitere sollen bis Ende 2027 hinzukommen. Die zuletzt schwächelnde Kernmarke Lufthansa will mit neuen Flugzeugen, bequemerer Kabineneinrichtung und verbessertem Service Kunden anlocken, um profitabler zu werden.

Lufthansa gibt neue Business-Class ab Ende März frei
16:17 Uhr

Novo Nordisk verschärft Preiskampf mit Eli Lilly bei Abnehm-Medikamenten

Novo Nordisk plant, die US-Listenpreise für seine beliebten Medikamente zur Gewichtsabnahme und gegen Diabetes, Wegovy und Ozempic, ab dem kommenden Jahr um bis zur Hälfte zu senken und verschärft damit den Preiskampf mit dem Konkurrenten Eli Lilly. Die Unternehmen liefern sich einen Preiswettbewerb und senken die Nettopreise für die beliebten GLP-1-Medikamente zur Gewichtsabnahme durch Rabatte für Versicherer und Verbraucher, wozu auch jüngste Vereinbarungen mit der Trump-Regierung zählen. Beide Unternehmen haben zudem versucht, potenziellen Kunden den Zugang zu den Medikamenten zu erleichtern, indem sie ihre Medikamente direkt über Websites zum Verkauf anbieten.

Novo Nordisk verschärft Preiskampf mit Eli Lilly bei Abnehm-Medikamenten
15:52 Uhr

AMD-Aktie gewinnt nach Meta-Deal kräftig

Nach dem Kursabsturz zu Wochenbeginn zeigt sich die Wall Street kurz nach der Eröffnung stabilisiert. Doch die Unsicherheiten rund um die US-Zollpolitik und auch die Angst vor möglichen Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz (KI) bestehen weiter. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 49.092 Punkte. Der S&P-500 notiert wenig verändert und der Nasdaq-Composite steigt um 0,1 Prozent.

AMD schießen um 6,6 Prozent hoch. Der Konzern hat einen Deal mit Meta Platforms an Land gezogen. Meta verlieren 0,7 Prozent. Home Depot gewinnen 3,9 Prozent. Die US-Baumarktkette gab besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt.

AMD-Aktie gewinnt nach Meta-Deal kräftig
15:41 Uhr

Deutschen Spitzenkonzernen brechen China-Exporte weg

China ist vor nicht allzu langer Zeit noch das gelobte Land der deutschen Wirtschaft und der wichtigste Absatzmarkt. Mittlerweile brechen die Exporte erheblich ein. Autobauer wie BMW oder Audi sind im Besonderen betroffen, doch auch andere Firmen ächzen unter den Verlusten.

Deutschen Spitzenkonzernen brechen China-Exporte weg
15:36 Uhr

Salzgitter baut mit Zukauf Rüstungsgeschäft aus

Salzgitter will mit der Übernahme Firma Thyrolf & Uhle aus Dessau (Sachsen-Anhalt) sein Rüstungsgeschäft ausbauen. Das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern verfüge über eine hohe Kompetenz und die notwendigen Zertifikate zur Bearbeitung von Teilen aus Sicherheitsstählen für den zivilen und militärischen Fahrzeugbau, teilte Salzgitter mit. Jährlich könne Thyrolf & Uhle über 12.000 Tonnen Stahl verarbeiten. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Salzgitter baut mit Zukauf Rüstungsgeschäft aus
15:12 Uhr

US-Anleiherenditen steigen - Zollregime ändert sich

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen vor der Veröffentlichung von US-Daten zum Immobilienmarkt und zum Verbrauchervertrauen. Die neuen weltweiten Zölle von Präsident Donald Trump in Höhe von zehn Prozent sind um Mitternacht in Kraft getreten. Der Präsident der Chicago Fed, Goolsbee, sagte, die Zentralbank solle sich auf die Inflation konzentrieren, was die Erwartungen an eine längere Zinspause verstärkt. Laut CME preisen die Märkte eine Zinssenkung nicht vor Juli ein.

US-Anleiherenditen steigen - Zollregime ändert sich
14:56 Uhr

Kaum Veränderungen an der Wall Street erwartet

Nach dem Kursabsturz zu Wochenbeginn dürfte sich die Wall Street stabilisieren. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich kaum verändert. Damit bleiben die Unsicherheiten rund um die Zollpolitik in den USA und auch die Angst vor möglichen Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz (KI) bestehen. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf die Quartalszahlen von Nvidia nach Handelsende am Mittwoch geschaut. Dabei stehen vor allem Ausblick und KI-Investitionen im Fokus. Zuletzt hatten bei anderen großen Technologiekonzernen vor allem hohe KI-Ausgaben für Abgabedruck gesorgt.

Kaum Veränderungen an der Wall Street erwartet
14:37 Uhr

Novo Nordisk und United Lab erzielen Studienerfolg mit Adipositas-Mittel

Ein experimentelles Adipositas-Medikament, das Novo Nordisk gemeinsam mit der chinesischen United Laboratories International Holdings entwickelt, hat Patienten in einer klinischen Studie der mittleren Phase in China geholfen Gewicht zu verlieren. Wie Novo Nordisk mitteilte, hat das Medikament UBT251 in der Studie zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von bis zu 19,7 Prozent geführt.

In der Untersuchung, die von der United-Laboratories-Tochter United Biotechnology durchgeführt wurde, habe das Medikament ein sicheres und gut verträgliches Profil aufgewiesen, teilten die Unternehmen weiter mit. Es seien einige leichte bis mittelschwere gastrointestinale Nebenwirkungen aufgetreten, die im Laufe der Zeit abklangen.

Novo Nordisk und United Lab erzielen Studienerfolg mit Adipositas-Mittel
14:12 Uhr

Große Ford-Rückrufaktion in den USA

Der Autobauer Ford ruft in den USA mehr als 400.000 Fahrzeuge des Modells Explorer zurück. Grund sei ein Problem mit den Spurstangen der Hinterradaufhängung, die brechen und zu einem Verlust der Lenkkontrolle führen könnten, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mit. Die betroffenen Teile sollen in den Werkstätten kostenlos ausgetauscht werden. Zudem ruft Ford wegen Batterieausfällen und defekten Bremspedalen weitere 40.655 Fahrzeuge in den USA zurück. Auch hier bestehe ein erhöhtes Unfallrisiko.

Große Ford-Rückrufaktion in den USA
13:45 Uhr

AMD schnappt sich Mega-Auftrag von Meta

AMD hat den zweiten Multimilliarden-Auftrag zur Lieferung von KI-Prozessoren innerhalb weniger Monate an Land gezogen. Meta erhalte in den kommenden fünf Jahren Chips im Volumen von bis zu 60 Milliarden Dollar, teilte der Halbleiter-Hersteller mit. Gleichzeitig könne die Facebook-Mutter bis zu zehn Prozent der AMD-Anteile übernehmen. Im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen eine ähnliche Vereinbarung mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI geschlossen.

AMD wird Meta weiteren Angaben zufolge Prozessoren mit einer Leistungsaufnahme von insgesamt sechs Gigawatt liefern. Dies entspricht der Stromproduktion von vier bis sechs Atomkraftwerken. Neben Chips für den Betrieb bereits trainierter Künstlicher Intelligenz (KI) umfasse die Bestellung auch klassische Zentralprozessoren, sagte AMD-Chefin Lisa Su. Diese würden speziell an die Bedürfnisse von Meta angepasst. Als Reaktion auf den Meta-Deal stiegen AMD-Aktien im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast 15 Prozent, so stark wie zuletzt vor einem knappen halben Jahr.

AMD schnappt sich Mega-Auftrag von Meta
13:35 Uhr

Home Depot besser als erwartet - Aktie mit dickem Plus

Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot hat im Weihnachtsquartal dank einer robusten Nachfrage von Profi-Handwerkern die Markterwartungen übertroffen. Zudem hätten die preisbewussten Kunden mit ihren günstigeren Reparaturen die Geschäfte angeschoben, teilte der Branchenprimus mit. Der flächenbereinigte Umsatz stieg in den drei Monaten bis zum ersten Februar um 0,4 Prozent, während Analysten mit stagnierenden Erlösen gerechnet hatten. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der US-Konzern unverändert mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von null bis zwei Prozent. Das Unternehmen bestätigte zudem seine im Dezember abgegebene Jahresprognose. Die Aktie legte im vorbörslichen US-Handel um 3,5 Prozent zu.

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(Foto: AP)
Home Depot besser als erwartet - Aktie mit dickem Plus
13:11 Uhr

Ölpreis vor dem nächsten Sprung?

Seit Wochen steigt der Ölpreis wieder. Notierungen von 120 US-Dollar sind denkbar. Wie Trader die Schwankungen nutzen können, darüber spricht Patrick Dewayne mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

Ölpreis vor dem nächsten Sprung?
12:45 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Kaum verändert zeigen sich die Sätze am europäischen Geldmarkt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte erneut, dass es ihre Hauptannahme sei, ihre gesamte Amtszeit zu absolvieren. Sie machte außerdem deutlich, dass die politische Unabhängigkeit der EZB von entscheidender Bedeutung ist. Derweil hat die Nachfrage der Banken des Euroraums nach EZB-Liquidität beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft minimal zugenommen. Wie die EZB mitteilte, wurden 12,827 Milliarden Euro nach 12,432 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,15 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 64 (Vorwoche: 54) Instituten wurden voll bedient.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,80 - 2,10), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,80 - 2,10), 1-Monats-Geld: 1,96 - 2,14 (1,89 - 2,26), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,23 (1,95 - 2,30), 6-Monats-Geld: 2,06 - 2,26 (2,02 - 2,37), 12-Monats-Geld: 2,15 - 2,37 (2,09 - 2,44), Euribors: 23.02. 20.02. 3 Monate: 2,0340 2,0240, 6 Monate: 2,1450 2,1410, 12 Monate: 2,2050 2,2050

Neues vom Geldmarkt
12:24 Uhr

Mobilfunkfirma O2 schwächelt - Verlust von 1&1 wiegt schwer

Der Wegfall seines größten Kunden macht dem Mobilfunk-Anbieter O2 Telefónica schwer zu schaffen. Die Deutschlandtochter des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica teilte mit, dass ihr Umsatz im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Euro gesunken sei. Ihr bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) sackte um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro ab.

Jahrelang hatte sich Konkurrent 1&1 auf dem O2-Netz eingemietet und seine Kunden mit den O2-Antennen verbunden, dafür zahlte 1&1 viel Geld an den etablierten Netzbetreiber. Doch inzwischen ist 1&1 zu Vodafone gewechselt und hat rund zwölf Millionen Kunden auf dessen Netz umgebucht - dadurch bekommt O2 deutlich weniger Geld in die Kasse. O2 hat zwar neue Partner gewonnen, mit denen die große Lücke aber nicht geschlossen werden konnte.

Mobilfunkfirma O2 schwächelt - Verlust von 1&1 wiegt schwer
12:01 Uhr

Dax verharrt unter 25.000

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang nicht von seinen Verlusten vom Montag erholen können. Der deutsche Leitindex fiel am Mittag um 0,1 Prozent auf 24.960 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte dagegen 0,2 Prozent fester bei 6103 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1788 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI verharrten auf Vortagesniveau.

Dax verharrt unter 25.000
11:42 Uhr

MTU-Aktie tiefrot

Ein enttäuschender Ausblick auf den freien Cashflow schickt die Aktie von MTU Aero Engines auf Talfahrt. Die Papiere des Triebwerksbauers fallen 5,2 Prozent und steuern damit auf den größten Tagesverlust seit April 2025 zu. Ein Händler verwies darauf, dass die Prognose für den freien Cashflow (FCF) für 2026 die Erwartungen verfehle und auch für 2025 eher schwach ausfalle. Auch die Analysten von Berenberg bemängelten, der FCF liege unter den Konsensprognosen für 2026. "Die FCF-Prognose ist schwächer als erwartet, und die im Rahmen der Erwartungen liegende Ebit-Prognose für 2026 gleicht die positive Wirkung des über den Erwartungen liegenden vierten Quartals 2025 wahrscheinlich aus", konstatierte UBS.

MTU-Aktie tiefrot
11:34 Uhr

Ifo: Exporterwartungen drehen

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist im Februar ins Positive gedreht. Das Barometer für die Exporterwartungen stieg auf plus 2,6 Punkte, von minus 0,8 Punkten im Januar, wie das Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. "Die Exportwirtschaft startet mit etwas Rückenwind ins neue Jahr", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Von einer breit angelegten und dynamischen Erholung kann jedoch noch keine Rede sein."

Allerdings: Die erratische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump dürfte für neue Unsicherheit sorgen. Der Oberste Gerichtshof erklärte vergangenen Freitag bisher erhobene Zölle für illegal. Trump führte umgehend neue Zölle von zunächst zehn Prozent ein, die wenig später auf 15 Prozent erhöht wurden. "Die jüngsten Entscheidungen zur US-Zollpolitik sorgen für neue Unsicherheit", sagte Wollmershäuser. "Wenn sich Zollregelungen ständig ändern, erschwert das die Planung für die Unternehmen."

Ifo: Exporterwartungen drehen
11:18 Uhr

Deutz steigt beim Abwehrdrohnen-Start-up Tytan ein

Deutz baut sein Rüstungsgeschäft weiter aus. Der Kölner Motorenhersteller wird dazu mit Tytan Technologies bei der Entwicklung moderner Energie- und Antriebslösungen für die Abwehrdrohnen des Münchner Start-ups zusammenarbeiten, wie beide Seiten mitteilten. Ziel sei unter anderem die Bereitstellung geeigneter Antriebslösungen für KI-gesteuerte Interceptor-Drohnen sowie die Entwicklung und Lieferung von modularen, dezentralen Energiesystemen.

Deutz beteiligt sich auch an dem Münchner Drohnenabwehrspezialisten. Finanzielle Details wurden allerdings nicht genannt. "Deutz wird uns mit Industriewissen und Kapazitäten unterstützen, um unsere Lieferkette europäisch abzusichern, und die Produktion weiter hochzufahren", sagte Tytan-Chef und Mitgründer Balazs Nagy.

Deutz steigt beim Abwehrdrohnen-Start-up Tytan ein
10:52 Uhr

Post-Konkurrent DVS schlittert in die Insolvenz

Der Deutsche-Post-Konkurrent Deutscher Versand Service (DVS) und die Tochter Xendis GmbH haben Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund für die wirtschaftliche Schieflage seien das Umsatzsteuerprivileg der Deutschen Post, die angespannte Wettbewerbssituation im deutschen Markt für Brief- und Geschäftspost sowie deutlich gestiegene Personalkosten, teilten die Unternehmen mit. Sie zählen zu den größten Rivalen der Bonner im Briefmarkt und wollen sich nun in Eigenverwaltung sanieren. "Diesen Schritt haben wir bewusst gewählt, um unsere Unternehmen in einem geordneten und rechtlich klar definierten Verfahren zu stabilisieren und strategisch neu auszurichten", sagte Michael Mews, geschäftsführender Gesellschafter der DVS. Rechtsanwalt Markus Kier von der Kanzlei Piepenburg Rechtsanwälte wurde durch das Amtsgericht Düsseldorf zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Post-Konkurrent DVS schlittert in die Insolvenz
10:31 Uhr

MTU-Aktionäre bekommen kräftigen Schluck aus der Pulle

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Triebwerksbauer MTU Aero Engines hat im abgelaufenen Jahr einen Rekordgewinn erwirtschaftet und lässt seine Aktionäre daran teilhaben. Der bereinigte Umsatz stieg um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sogar um 29 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro, wie der Airbus- und Boeing -Zulieferer mitteilte. Daraus ergibt sich eine operative Umsatzrendite von 15,5 (2024: 14,0) Prozent. Unter dem Strich erwirtschaftete MTU ebenfalls einen Gewinn von 1,03 (0,64) Milliarden Euro.

"Wir haben die Marktchancen 2025 optimal genutzt und unseren Erfolgskurs trotz der anhaltenden Herausforderungen fortgesetzt", sagte der neue Vorstandschef Johannes Bussmann, der im September den zu Airbus gewechselten Lars Wagner abgelöst hatte. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 3,60 (2,20) Euro je Aktie erhalten. Das sei ein Schritt auf dem Weg zu einer Ausschüttungsquote von 40 Prozent, die MTU wegen des aufwendigen Rückrufs von Getriebefan-Triebwerken ausgesetzt hatte, sagte Finanzvorständin Katja Garcia Vila.

MTU-Aktionäre bekommen kräftigen Schluck aus der Pulle
10:14 Uhr

Nervosität wegen Iran-Krise an den Ölmärkten

Die Ölpreise steigen, da die Händler die Aussichten für die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewerten. Im frühen Handel legen die Rohölsorten Brent und WTI um jeweils 0,2 Prozent auf 71,24 US-Dollar beziehungsweise 65,95 US-Dollar je Barrel zu. "Rohöl wird weiterhin nervös in der Nähe der Mehrmonatshochs gehandelt, da die Welt darauf wartet, was nun geschehen wird, nachdem die USA eine enorme Militärpräsenz in der Nähe des Irans aufgebaut haben, während für Donnerstag Gespräche über das iranische Atomprogramm angesetzt sind", so die Analysten der Saxo Bank. Die Aufmerksamkeit des Marktes bleibt auf die Straße von Hormus gerichtet. Allerdings wurden die Rohölströme aus der Region bislang nicht unterbrochen, und die iranischen Exporte bleiben weiterhin hoch.

Nervosität wegen Iran-Krise an den Ölmärkten
09:50 Uhr

Edelmetallpreise geben nach

Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise zunächst zu: So verteuert sich etwa die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 72,06 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Goldpreis gibt dagegen 0,9 Prozent auf 5182,23 Dollar nach, während sich Silber 1,1 Prozent auf 87,28 Dollar verbilligt.

Edelmetallpreise geben nach
09:32 Uhr

150.000-Dollar-Abfindungen für UPS-Fahrer

United Parcel Service (UPS) treibt seinen Stellenabbau voran, nachdem ein US-Gericht den Eilantrag einer Gewerkschaft gegen ein Abfindungsprogramm abgelehnt hat. UPS werde Fahrern nun wie geplant Abfindungen in Höhe von 150.000 Dollar anbieten, teilte der US-Paketdienst mit. Zuvor wies eine Bundesbezirksrichterin in Boston den Antrag auf einstweilige Verfügung zurück. Die Gewerkschaft Teamsters hatte argumentiert, das Programm verstoße gegen den Tarifvertrag und umgehe Tarifverhandlungen.

Das aktuelle Programm mit dem Namen "Driver Choice" richtet sich an 105.000 Fahrer. Neben der Einmalzahlung von 150.000 Dollar umfasst es auch Zahlungen für Renten- und Krankenversicherungen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass mehr als 10.000 Mitglieder das Angebot annehmen könnten. Es ist bereits der zweite Versuch von UPS, Personal durch Abfindungen abzubauen: Ein früheres Programm im Juli 2025, das deutlich geringere Zahlungen vorsah, war nur von 3000 Mitarbeitern angenommen worden. UPS will bis zu 30.000 Stellen streichen und 24 Standorte schließen. Der Konzern reagiert damit auf einen Rückgang des Paketvolumens um 8,6 Prozent im vergangenen Jahr. Teamsters vertritt mehr als 320.000 UPS-Beschäftigte.

150.000-Dollar-Abfindungen für UPS-Fahrer
09:16 Uhr

"Anleger hören bei Trump-Rede sehr genau hin"

Der Dax startet nach einem schwachen Wochenauftakt fester in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern 1,1 Prozent niedriger mit 24.992 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell wieder im Bereich um die 25.000er-Marke - allerdings gut 50 Stellen darunter.

"Seit heute wird der 2025 von US-Präsident Donald Trump verhängte Alt-Zoll nicht mehr erhoben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondnt Friedhelm Tilgen. "Aber dafür gelten die neuen global eingeführten US-Zölle. Gleichzeitig gibt es Rückzahlungsforderungen von US-Konzernen über rund 130 Milliarden Dollar. Trump ist in einer wenig komfortablen Situation", so Tilgen. "Nach wie vor beschäftigt dasThema die Anleger, sorgt für Unsicherheit. Ob sich daran so schnell etwas ändert, bleibt abzuwarten. Die Anleger dürften aber sehr genau hinhören, wenn Trump seine diesjährige Rede zur Lage der Nation halten wird."

"Anleger hören bei Trump-Rede sehr genau hin"
08:39 Uhr

Speicherchip-Riesen sind gefragt

Die meisten asiatischen Aktienmärkte trotzen den herben Abgaben der Wall Street und legen vereinzelt sogar deutlich zu. Das gilt nach der Feiertagspause vor allem für die Börsen in Tokio und Shanghai, denen Händler Nachholpotenzial unterstellen. Die chinesischen Festlandsmärkte eröffnen erstmals nach den neuntägigen Neujahrsfeiertagen wieder und melden sich gestärkt zurück. Dabei stützt die Aussicht auf niedrigere US-Handelszölle gegenüber regionalen Volkswirtschaften, exportorientierte Sektoren in Japan, Südkorea und China legen daher zu.

Auffallend ist, dass die meisten Märkte im Verlauf tendenziell zulegen. Dies gilt auch für den Nikkei in Japan, der nach einem verhaltenen Beginn um 1,0 Prozent auf 57.386 Punkte steigt. Die Regierung Trump erwäge neue Zölle für ein halbes Dutzend Branchen, wie das WSJ berichtet. Japanische Aktien könnten profitieren, wenn politische Instabilität in den USA oder erhöhte geopolitische Risiken Kapitalflüsse aus den USA in andere Länder auslösten, urteilen die Citi-Analysten.

In China steigt der Shanghai Composite um 1,0 Prozent. Obwohl US-Präsident Donald Trump weitere Zölle unter einem anderen rechtlichen Rahmen ankündigte, waren diese nicht speziell gegen China gerichtet. Der HSI in Hongkong verliert dagegen nach den deutlichen Vortagesaufschlägen 2,1 Prozent. Hier schwappen die KI-Sorgen aus den USA vom Vorabend auf den Markt über. Der südkoreanische Kospi steigt erneut auf Rekordhoch und gewinnt 1,9 Prozent. Auch dieser Index baut die Gewinne im Verlauf kräftig aus - gestützt von Export- und Chipwerten. Samsung Electronics und SK Hynix legen um 3,5 und 5 Prozent zu - auch hier gibt es Rekordstände. Die KI-getriebene Nachfrage nach Halbleitern dürfte die Umsätze erheblich ankurbeln, heißt es. SK Hynix will die Produktion weiter hochfahren.

Speicherchip-Riesen sind gefragt
08:57 Uhr

Diese Aktie steht vorbörslich stark unter Druck

Der mit Bilanzierungsproblemen kämpfende Verpackungskonzern Gerresheimer büßt im vorbörslichen Handel vier Prozent ein. Hintergrund sei die Herabstufung der Aktie durch Analysten der UBS auf "Sell" von zuvor "Neutral", sagte ein Händler. Zugleich sei das Kursziel um mehr als die Hälfte auf 12,90 von zuvor 29 Euro zurückgeschraubt worden.

Diese Aktie steht vorbörslich stark unter Druck
08:22 Uhr

Ergebnissprung bei FMC

Fresenius Medical Care (FMC) hat im vergangenen Jahr von seinem Sparkurs und höheren Erstattungen im wichtigen US-Geschäft profitiert. Der bereinigte operative Gewinn stieg 2025 um 23 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro, wie der Dialysespezialist mitteilte. Im vierten Quartal legte das Ergebnis um 44 Prozent auf 705 Millionen Euro zu und übertraf damit die Analystenerwartungen von 633 Millionen Euro. Der Konzernumsatz kletterte im Gesamtjahr um zwei Prozent auf 19,63 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug das Plus fünf Prozent. Die Aktionäre sollen eine fünf Cent höhere Dividende von 1,49 Euro je Aktie erhalten.

Für 2026 rechnet FMC mit einem währungsbereinigten Umsatz auf Vorjahresniveau. Das bereinigte operative Ergebnis soll sich in einem Korridor zwischen einem Minus und einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen.

Ergebnissprung bei FMC
08:03 Uhr

Warten Kaufwillige auf noch tiefere Kurse?

Nach den Abgaben zu Wochenbeginn dürften Europas Börsen mit kleinen Aufschlägen in den Handel starten. Die US-Vorgaben sind schwach, im asiatischen Geschäft beruhigt sich indes das Geschäft. Die Unsicherheiten bleiben aber groß. Sie reichen vom neuen Zollchaos mit neu verkündeten Zöllen der US-Regierung über eine mögliche US-Militärintervention im Iran hin zu anhaltenden Sorgen über disruptive KI-Technologien. Citrini Research hatte am Wochenende ein hypothetisches Szenario veröffentlicht, in dem KI die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflusst. Die Analysten nannten darin zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen, deren Geschäftsmodell sie bedroht sehen.

Nach drei Handelstagen über der 25.000 hat der Dax gestern erstmals wieder darunter geschlossen. "Jetzt muss sich zeigen, welche Kaufschwellen die Mutigen auswählen. Zuletzt kamen bei Kursverlusten jedes Mal Käufer in den Markt. Es ist aber gut möglich, dass die wenigen Kaufwilligen auf tiefere Kurse warten", so Thomas Altmann von QC Partners.

Nach einem ruhigen Wochenbeginn nimmt die Berichtssaison am Dienstag wieder langsam an Fahrt auf. Impulse für die Märkte könnten von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Mittwoch ausgehen. In dieser könnte er sich zu dem jüngsten Urteil des Obersten Gerichtshofs äußern, das die bisherigen per Dekret erlassenen US-Zölle für verfassungswidrig erklärt hat oder auch über das weitere Vorgehen im Iran.

Warten Kaufwillige auf noch tiefere Kurse?
07:44 Uhr

Übernahmekampf, nächste Runde: Paramount legt bei Warner nach

Im Ringen um die Übernahme von Warner Bros Discovery hat Paramount Skydance sein Angebot erhöht und verschärft damit den Kampf gegen den Rivalen Netflix. Damit wolle das von David Ellison geführte und vom Oracle-Milliardär Larry Ellison unterstützte Unternehmen den bereits vereinbarten Verkauf an Netflix doch noch verhindern, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Bei dem Bieterstreit geht es um eines der wertvollsten Portfolios in Hollywood, zu dem die "Harry Potter"-Reihe, der Streamingdienst HBO Max und der Nachrichtensender CNN gehören.

Dem Insider zufolge soll das neue Gebot Bedenken von Warner Bros. hinsichtlich der Finanzierungssicherheit ausräumen. Eine genaue Summe wurde nicht bekannt. Das ursprüngliche Angebot von Paramount für das gesamte Unternehmen lag bei 108,4 Milliarden Dollar. Der von Warner Bros. favorisierte Bieter Netflix hatte hingegen 82,7 Milliarden Dollar in bar für die Studios und Streaming-Angebote geboten. Netflix hat nun die Möglichkeit, mit dem neuen Gebot von Paramount gleichzuziehen.

Übernahmekampf, nächste Runde: Paramount legt bei Warner nach
07:27 Uhr

Demokraten legen Gesetz zur Rückzahlung von Zolleinnahmen vor

Eine Gruppe von 22 Senatoren der US-Demokraten bringt einen Gesetzentwurf ein, der die Regierung von Präsident Donald Trump zur vollständigen Rückzahlung kassierter Zolleinnahmen verpflichten soll. Die Vorlage sieht vor, dass die Gelder innerhalb von 180 Tagen samt Zinsen erstattet werden. Die Erfolgsaussichten gelten als gering: Die Demokraten sind im Senat in der Minderheit, weshalb unklar ist, ob der Entwurf überhaupt zur Abstimmung zugelassen wird. Zudem kontrollieren die Republikaner das Repräsentantenhaus. Dessen Vorsitzender Mike Johnson winkte ab: Das Weiße Haus müsse die Situation klären, das Parlament sei vorerst nicht am Zug. Ökonomen des Penn-Wharton-Budgetmodells (PWBM) schätzen, dass es um potenzielle Rückerstattungen von mehr als 175 Milliarden Dollar geht.

Demokraten legen Gesetz zur Rückzahlung von Zolleinnahmen vor
06:53 Uhr

Amazon pumpt weitere Milliarden Dollar in Rechenzentren

Amazon will zwölf Milliarden Dollar in den Bau von Rechenzentren im US-Bundesstaat Louisiana investieren und dabei auf Bedenken wegen des Ressourcenverbrauchs eingehen. Der Onlinehändler sagte zu, sich aktiv an der Sicherung der Wasser- und Stromversorgung zu beteiligen. So soll ein 400 Millionen Dollar schwerer Fonds dem Ausbau der Wasserinfrastruktur dienen. Zudem werde Amazon sämtliche Kosten für die Projekte übernehmen und eng mit dem örtlichen Energieversorger Southwestern Electric Power Company zusammenarbeiten. Durch das Vorhaben im Nordwesten des Bundesstaates sollen 540 Vollzeitstellen entstehen.

Die Investition reiht sich in die massiven Ausgaben der Technologiebranche für Künstliche Intelligenz (KI) ein. Amazon hatte erst kürzlich angekündigt, in diesem Jahr voraussichtlich 200 Milliarden Dollar zu investieren, nach 131 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Die Summe hatte Anleger verschreckt und die Aktie belastet.

Amazon pumpt weitere Milliarden Dollar in Rechenzentren
06:35 Uhr

Sorgen über US-Zölle und KI-Ausverkauf - und Rekordstände in Asien

Die asiatischen Börsen stabilisieren sich nach einem wackeligen Start etwas. Die Nervosität der Anleger wird jedoch durch einen erneuten Ausverkauf bei KI-Aktien an der Wall Street, Sorgen über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und geopolitische Spannungen geschürt. In Tokio legt der Nikkei-Index 0,8 Prozent zu. Der chinesische CSI-Index gewinnt 1,3 Prozent. In Taiwan und Südkorea erreichen die Leitindizes Rekordstände.

Sorgen über US-Zölle und KI-Ausverkauf - und Rekordstände in Asien
06:19 Uhr

"China-Schock" trifft vor allem Autoindustrie

Schrumpfende Ausfuhren, steigende Importe: Im Handel mit China sieht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die deutsche Industrie gleich von zwei Seiten unter Druck. "Exportseitig geht an China hängende Wertschöpfung verloren", heißt es in einer Analyse des arbeitgebernahe Instituts mit Sitz in Köln. "Und importseitig steigt der Konkurrenzdruck durch chinesische Produkte, was nicht nur die Exportfirmen trifft, sondern die Industrie in der Breite." Besonders betroffen sei die Autoindustrie, aber auch der Maschinenbau als inzwischen wichtigste Branche beim China-Export.

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr Waren "Made in Germany" im Gesamtwert von 81,3 Milliarden Euro nach China geliefert. Das waren 9,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zugleich importierte Deutschland 8,8 Prozent mehr Waren aus chinesischer Produktion in einem Gesamtvolumen von 170,6 Milliarden Euro.

Eine Branche trifft der "China-Schock", wie IW-Forscher Jürgen Matthes es nennt, besonders hart: die Automobilindustrie. Sie ist für mehr als drei Viertel des gesamten deutschen Exportrückgangs im Geschäft mit China verantwortlich. "Verglichen mit dem Jahr 2022, als die Ausfuhren von Autos und Autoteilen auf ihrem historischen Höchststand noch fast 30 Milliarden Euro ausmachten, kam es zu einem Rückgang von über 54 Prozent auf nur noch 13,6 Milliarden Euro", heißt es in der IW-Analyse.

"China-Schock" trifft vor allem Autoindustrie
05:59 Uhr

Was reitet Trump heute?

Trump kills performance: Am Freitag noch mit 25.261 Punkten ins Wochenende gegangen, beschließt der Dax den Wochenstart mit einem Minus von 1,1 Prozent und mit 24.992 Punkten direkt wieder unter der 25.000er-Marke. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die globalen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump, der damit auf ein Urteil des US-Supreme-Courts gegen seine Abgabenpolitik reagierte. Das schüre Unsicherheit, hieß es von Marktteilnehmern dazu.

Und auch heute bleibt die Themenlage politisch. Dabei steht das Tageshighlight aber erst nach Börsenschluss hierzulande an, denn US-Präsident Trump hält am Abend (Nacht auf Mittwoch MEZ) vor beiden Kammern des Kongresses seine diesjährige Rede zur Lage der Nation. Mit Spannung wird erwartet, ob und wie sich der Republikaner zu Themen wie Zöllen, dem Iran und der wirtschaftlichen Lage im Land äußert.

Zudem bricht Bundeskanzler Friedrich Merz nach China auf. Dort wird er ab Mittwoch zahlreiche Termine wahrnehmen. In der Regel äußert sich Merz schon vor dem Abflug zu der jeweils anstehenden Reise. In Peking wird es unter anderem um Handelsfragen gehen. Merz wird von einer größeren Wirtschaftsdelegation begleitet.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

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