Dax schaukelt zu Zinsentscheiden - Horrortag für Qiagen-Aktie
Die stockenden Friedensbemühungen im Iran-Krieg und anziehende Ölpreise haben die europäischen Aktienmärkte weiter fest im Griff. An der Frankfurter Börse schaukelte der Dax weiter zwischen Plus und Minus. Der deutsche Leitindex ging 0,3 Prozent tiefer mit 24.018 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,3 Prozent leichter bei 5845 Stellen. "Während der Iran-Konflikt ungelöst und jederzeit eskalationsfähig ist, fehlt es gleichzeitig an klaren Signalen für eine nachhaltige Entspannung", konstatierte Timo Emden von Emden Research. "Die Märkte stecken derzeit in einer klassischen Hängepartie."
Für kurzzeitige Unruhe auf dem Parkett sorgte der angekündigte Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus dem Ölkartell Opec. Aber: Ein Austritt der VAE aus der Opec könnte den Weg für eine deutliche Produktionssteigerung ebnen, sobald die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen wird, meint David Oxley von Capital Economics. Immer stärker verlagerte sich zudem der Fokus auf die anstehenden Notenbank-Sitzungen. Den Auftakt machte die japanische Zentralbank, die zwar wie erwartet den Leitzins unverändert beließ, aber Spekulationen über eine Zinserhöhung im Juni schürte. Die US-Notenbank Fed und die EZB ziehen am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag nach.
Maue Aussichten sorgten bei Qiagen für Enttäuschung. Die Titel büßten 10,8 Prozent ein und waren damit der schwächste Dax-Wert. Der Diagnostikspezialist hat seine Prognose für 2026 gesenkt und erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa ein bis zwei Prozent statt bislang mindestens fünf Prozent. Das Wachstum sei fast vollständig verschwunden, kommentierte ein Händler.
Paukenschlag bei der OPEC - "Macht des Kartells verfällt"
Die OPEC, die Allianz der ölfördernden Staaten aus dem Nahen Osten, muss einen namhaften Rücktritt verzeichnen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Rückzug aus dem Bündnis verkündet. Der Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sieht darin ein Symbol für den Zerfall der 1960 gegründeten Vereinigung.
Neue Anlagen: BASF investiert in Ludwigshafen
BASF investiert in Ludwigshafen einen dreistelligen Millionenbetrag in zwei Anlagen für Menthol und Linalool. Wie das Dax-Unternehmen mitteilte, baue man zudem eine Anlage für Citral am neuen Verbundstandort in China.
Die Citral-Anlage in Zhanjiang soll demnach sowohl den lokalen Markt beliefern als auch die erweiterte nachgelagerte Produktion, inklusive Menthol und Linalool in Ludwigshafen. Menthol ist ein wichtiger Bestandteil von Minze, der zum Beispiel in Produkten für Mund- und Körperpflege verwendet wird. Linalool wiederum ist ein Lavendelaromastoff, der etwa in der Herstellung von Waschmitteln Anwendung findet.
Frisst Gier gerade Hirn?
Die Nasdaq kennt weiter neue Rekorde. Doch wie weit kann die Tech-Rally noch tragen - und was, wenn der größte Schub bereits gelaufen ist? Patrick Dewayne spricht mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley über Profiteure der Berichtssaison und die Frage, wann Discount-Zertifikate interessant werden.
KI- und Iran-Sorgen belasten Wall Street - Techwerte tief im Minus
Sorgen über die Wachstumsaussichten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) haben US-Technologiewerte auf Talfahrt geschickt und die US-Börsen gedrückt. Zusätzlich belastete die festgefahrene Situation im Iran-Krieg die Stimmung. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab zur Eröffnung um gut ein Prozent auf 24.603 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 verlor rund ein halbes Prozent auf 7137 Zähler. Allein der Dow-Jones-Index eröffnete leicht fester bei 49.340 Punkten.
Einen Tag vor den Quartalsergebnissen der großen Cloud-Anbieter sorgte ein Zeitungsbericht über ein enttäuschendes Wachstum bei OpenAI für Nervosität. Die Aktien von Oracle, CoreWeave und Nebius fielen zwischen 4,5 und acht Prozent. Die Titel von Microsoft, der Google-Mutter Alphabet und der AWS-Mutter Amazon gaben ebenfalls leicht nach. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch die neuen KI-Modelle des Erzrivalen Anthropic habe OpenAI mehrere Monate in Folge seine Umsatzziele verfehlt, meldete das "Wall Street Journal".
Kryptowährungen sind vor Fed-Zinssitzung unter Druck
Anleger in Kryptowährungen nehmen im Vorfeld der heute beginnenden zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank jüngste Gewinne mit. "Der Ausblick wird von entscheidender Bedeutung sein, insbesondere da die globalen Zentralbanken mit den Inflationsrisiken umgehen, die mit den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten verbunden sind", schreibt Konstantinos Chrysikos von Kudotrade in einer Research Note. "Eine vorsichtigere geldpolitische Haltung könnte die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe treiben und zinslose Vermögenswerte wie Bitcoin belasten."
In den vergangenen 24 Stunden sind laut Daten von CoinGlass Long-Positionen in Bitcoin im Wert von rund 93 Milliarden US-Dollar liquidiert worden. Bitcoin gibt laut Daten von LSEG um ein Prozent auf 76.212 US-Dollar nach, während Ethereum um 0,8 Prozent auf 2274 US-Dollar fällt.
Salzgitter verkauft eigene Aktien - Papier tiefrot
Salzgitter will den Freefloat und die Liquidität der Aktie mit dem Verkauf selbst gehaltener Aktien erhöhen. Wie der Stahlkonzern mitteilte, will er zunächst rund drei Millionen Aktien veräußern, was ohne Zeitdruck und marktschonend umgesetzt werden soll. Die Salzgitter AG hält derzeit rund zehn Prozent des Grundkapitals, das in insgesamt gut 60 Millionen Aktien eingeteilt ist. Der Konzern wird an der Börse derzeit mit knapp drei Milliarden Euro bewertet.
"Mit dem teilweisen Verkauf eigener Aktien verbessern wir gezielt die Liquidität unserer Aktie und reagieren damit auf Rückmeldungen aus dem Kapitalmarkt", sagte Vorstandschef Gunnar Groebler. "Zugleich erweitern wir unseren finanziellen Spielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns." Die Salzgitter-Aktie rauschte um 8,5 Prozent runter.
Umfrage lobt Deutschland als Investitionsstandort
Die Stimmung in deutschen Führungsetagen und der Wirtschaft allgemein ist seit Jahren eher mies. Eine Umfrage der Unternehmensberatung Kearney im Ausland zeichnet jedoch ein gänzlich anderes Bild - vor allem im Bereich des zu erwartenden Wachstums.
BYD hat mit massivem Gewinneinbruch zu kämpfen
Der Nettogewinn des chinesischen Automobilkonzerns BYD hat sich im ersten Quartal mehr als halbiert. Belastet wurde das Ergebnis durch eine schwache Entwicklung auf dem Heimatmarkt, trotz eines starken Wachstums im Ausland. Der Tesla-Konkurrent ist der erste der großen chinesischen Autobauer, der seine Ergebnisse in einem Umfeld widersprüchlicher Kräfte vorlegt. Während harter Wettbewerb und eine gedämpfte Verbraucherstimmung den Absatz von Elektrofahrzeugen in China gebremst haben, belebt der Anstieg der Energiepreise infolge des Krieges im Nahen Osten das weltweite Interesse an Elektrofahrzeugen wieder.
BYD, seit langem für seine breite Produktpalette und seine wettbewerbsfähigen Preise bekannt, erlebt eine wachsende Divergenz zwischen seinem Heimatmarkt und den Überseemärkten. Diese Entwicklung wird durch die steigenden Öl- und Gaspreise noch verstärkt. Der in Shenzhen ansässige E-Auto-Hersteller teilte mit, dass sein Nettogewinn in den drei Monaten bis Ende März im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent auf 4,08 Milliarden Yuan gesunken sei. Das entspricht 598 Millionen US-Dollar. Die schleppende Nachfrage auf dem Heimatmarkt belastete auch den Umsatz, der um zwölf Prozent auf 150,23 Milliarden Yuan zurückging.
US-Anleiherenditen steigen - Dollar legt zu
Die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar steigen, da die Ölpreise zulegen. Sorgen über mangelnde Fortschritte bei den diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran hätten die Nachfrage nach sicheren Häfen verstärkt, schreibt Abdelaziz Albogdady von FXEM in einer Research Note. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe steigt laut Tradeweb um 2,2 Basispunkte auf 4,357 Prozent. Der DXY-Dollarindex legt um 0,2 Prozent auf 98,712 zu.
Bertelsmann tätigt eine der größten Transaktionen der Unternehmensgeschichte
Bertelsmann verstärkt sein Musikgeschäft und seine Präsenz in den USA mit einem Milliardendeal. Wie der Medien- und Dienstleistungskonzern, zu dem auch die RTL Group mit ntv gehört, mitteilte, schließt er seine Musiktochter BMG mit dem US-Label Concord des Investors Great Mountain Partners zusammen. Es ist für Bertelsmann eine der größten Transaktionen der Unternehmensgeschichte. Der Gütersloher Konzern zahlt 1,16 Milliarden US-Dollar in bar und wird nach Abschluss der Transaktion 67 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten.
Bertelsmann geht davon aus, dass das neue Unternehmen 2026 auf Pro-Forma-Basis einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 730 Millionen Dollar erzielen wird. Es wird über ein Repertoire von mehr als 4 Millionen Songs verfügen. BMG allein hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 900 Millionen Euro und ein bereinigtes Ebitda von 284 Millionen Euro erzielt. "Mit der heute bekanntgegebenen Transaktion stärken wir unser Medien- und Inhaltegeschäft weiter und bauen unsere Präsenz in den USA aus, dem größten und innovativsten Entertainment-Markt der Welt", sagte Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe.
Emirate wollen Opec verlassen - Dax tief im Minus
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Austritt aus dem Öl-Kartell Opec sowie der Opec+ angekündigt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien. Derweil rutschte der Dax tiefer in die Verlustzone und verlor 0,7 Prozent auf 23.923 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 0,5 Prozent auf 5827 Stellen ab.
Wo jetzt noch richtig Potenzial steckt
Der Dax startet stark in die Berichtssaison. Doch welche Branchen liefern noch Potenzial - und wo wird es kritisch? Patrick Dewayne spricht mit Kemal Bagci von BNP Paribas über Chemie, Defense und Chancen mit Knock-out-Zertifikaten.
Bericht: Google schließt KI-Pakt mit dem Pentagon
Google hat offenbar einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium über den Einsatz seiner KI-Modelle für die Arbeit mit Verschlusssachen geschlossen. Die Vereinbarung erlaube dem Pentagon, die Google-KI für "jeden rechtmäßigen Zweck der Regierung" zu nutzen, berichtete die Zeitung "The Information" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Damit würde sich Google den Konkurrenten OpenAI und xAI von Elon Musk anschließen, die ebenfalls Verträge mit dem Pentagon über den Einsatz von KI-Modellen in geheimen Bereichen haben.
Das Pentagon hatte bereits 2025 Verträge im Wert von jeweils bis zu 200 Millionen Dollar mit großen KI-Anbietern wie Anthropic, OpenAI und Google geschlossen. Das Ministerium will sich damit Flexibilität im Verteidigungsbereich sichern und sich nicht durch Warnungen der Technologie-Entwickler vor dem Einsatz unzuverlässiger Künstlicher Intelligenz (KI) in Waffensystemen einschränken lassen.
Neues vom Geldmarkt
Deutlich höher wird am europäischen Geldmarkt der 12-Monatssatz gestellt, während die Euribor höher gefixt wurden. Der Ölpreis tickert immer weiter nach oben. Die Inflationserwartungen von Konsumenten im Euroraum sind derweil im März unter dem Eindruck des Iran-Krieges gestiegen, die kurzfristigen sogar sehr deutlich.
Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,91 - 2,21 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,20 (2,00 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,20 - 2,30 (2,14 - 2,24), 12-Monats-Geld: 2,78 - 3,08 (2,54 - 2,64), Euribors: 27.04. 26.04. 3 Monate: 2,1700 2,1630, 6 Monate: 2,4650 2,4590, 12 Monate: 2,7630 2,7350
UPS mit Gewinn- und Umsatzrückgang
United Parcel Service (UPS) hat im ersten Quartal einen geringeren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass die kürzlich abgeschlossenen Transformationsinitiativen es ihm ermöglichen dürften, künftig wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Der US-Paketdienstleister wies einen Gewinn von 864 Millionen Dollar oder 1,02 Dollar je Aktie aus, verglichen mit 1,19 Milliarden Dollar oder 1,40 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal.
Bereinigt um einmalige Kosten lag der Gewinn bei 1,07 Dollar je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit einem bereinigten Gewinn von 1,01 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz sank um 1,6 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar und lag damit über den Prognosen der Wall Street von 20,98 Milliarden Dollar.
Wall Street von steigenden Ölpreisen belastet
Auch wenn der Iran-Konflikt im Bewusstsein der Anleger an Bedeutung verliert, können die US-Börsen diesen nicht gänzlich abstreifen. Angesichts erneut steigender Ölpreise auf die höchsten Stände des Monats deutet der Aktienterminmarkt einen etwas leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Investoren befürchten, dass eine Fortsetzung der Rekordjagd am US-Aktienmarkt schwierig sein wird, falls es bei den Friedensgesprächen keine weiteren Fortschritte gibt.
Anleger halten sich auch angesichts der jüngsten Rekorde bei Nasdaq und S&P-500 etwas zurück. Denn mit dem Ergebnis der aktuellen Notenbanksitzung am Mittwoch und anstehenden Geschäftsausweisen großer Technologiekonzerne im Wochenverlauf stehen wichtige Impulsgeber noch aus. Bis dahin wollen sich Anleger eher bedeckt halten.
Große Sorge an Börsen wegen Stagflationsgefahr
"Irgendwie drücken sich die Börsen noch immer um das Unwort des Jahres herum - Stagflation", sagt ein Händler. Denn weltweit stiegen die Inflationsprognosen, während das Wachstum unter Druck gerate. Eine Situation wie in den 1970er Jahren sei denkbar. Aktuell hat die Bank of Japan (BOJ) ihre Leitzinsen unverändert belassen, zugleich aber die Inflationsprognosen erhöht und die Wachstumsaussichten gesenkt. Sie warnte vor Inflationsdruck durch den Ölpreisanstieg als Folge des Iran-Kriegs.
Mit Blick auf die Entscheidung der EZB am Donnerstag meint Konstantin Veit, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Pimco: "Im Umfeld der außerordentlichen Unsicherheit dürfte die EZB bei der anstehenden Sitzung die Zinsen unverändert belassen und ihren vorsichtigen, aber wachsamen Kurs beibehalten. Die Risiken sind derzeit für Wachstum und Inflation gleichermaßen erhöht, sodass die Währungshüter wahrscheinlich lieber die Juni-Projektionen abwarten, bevor sie potenzielle geldpolitische Anpassungen vornehmen."
Dax tritt auf der Stelle
Update von der Frankfurter Börse: Nach dem mauen Wochenauftakt treten Dax-Anleger weiter auf der Stelle. Der deutsche Leitindex gewann am Mittag 0,1 Prozent auf 24.110 Punkte, zuvor war er bis auf 23.990 Zähler abgesackt. Der EuroStoxx50 legte um 0,3 Prozent auf 5880 Stellen zu. Der Euro lag 0,2 Prozent tiefer bei 1,1696 US-Dollar. Brent-Öl verbilligte sich um 3,7 Prozent auf 104,36 Dollar. WTI-Öl verteuerte sich um 3,2 Prozent auf 99,65 Dollar pro Barrel.
Pharma-Aktien geraten nach Novartis-Zahlen in Sippenhaft
Die Aktien europäischer Pharmaunternehmen notieren niedriger, nachdem der Schweizer Pharmakonzern Novartis für das erste Quartal des Jahres einen Rückgang des Umsatzes und des operativen Kerngewinns verbucht hat. Der Wettbewerb durch Generika habe die Ergebnisse belastet, teilte Novartis mit, bestätigte jedoch seine Prognose für das Gesamtjahr. "Wir sehen ... bessere Chancen an anderer Stelle im Sektor," meint UBS-Analyst Matthew Weston. Die Aktie von Novartis fällt um 2,6 Prozent auf 111,10 Schweizer Franken. Auch die Papiere der Konkurrenten, darunter die in London notierten GSK und AstraZeneca, die deutsche Merck KGaA und die schweizerische Sandoz, geben nach.
Aldi Süd streicht Hunderte Stellen bei IT- und Digitalsparte
Bemerkenswertes abseits des Börsengeschehens: Der Discounter Aldi Süd streicht einem Medienbericht zufolge massiv Stellen in Mülheim an der Ruhr. Der größte Teil davon entfällt demnach auf die internationale IT- und Digitalsparte Aldi DX. "Ziel ist es, perspektivisch rund 1250 Stellen bis Ende 2027 abzubauen", teilte der Discounter der "Lebensmittel Zeitung" mit. "Aldi Süd optimiert seit jeher Prozesse und Strukturen." In diesem Zusammenhang habe das Unternehmen nun angekündigt, im Bereich Aldi International Services erstmals ein Freiwilligenprogramm umzusetzen. Auch im internationalen Einkauf fallen dem Bericht zufolge Stellen weg.
Bei Aldi DX sind laut Internetseite rund 3900 Menschen beschäftigt. Bereits im Januar war bekannt geworden, dass Aldi Süd Hunderte Stellen in seiner Deutschlandzentrale streicht. Betroffen waren Arbeitsplätze in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Einkauf. Zu den Gründen äußerte sich der Konzern damals nicht konkret.
Bund forciert Uniper-Reprivatisierung
Der Bund könnte Insidern zufolge schon bald die Reprivatisierung des Energiekonzerns Uniper einleiten. Eine Fusion des verstaatlichten Unternehmens mit der ebenfalls verstaatlichen früheren Gazprom-Tocher Sefe sei unwahrscheinlicher geworden, sagten zwei Insider gegenüber Reuters. Der Prozess, der zu einem Verkauf oder einer Börsennotierung des Unternehmens führen dürfte, könnte demnach noch vor dem Sommer mit einer offiziellen Ausschreibung gestartet werden. Damit würde ein monatelanges Rätselraten darüber beendet, was der Bund mit den beiden Unternehmen vorhat, die während der Energiekrise 2022 für insgesamt fast 20 Milliarden Euro verstaatlicht wurden.
Eine mögliche Fusion der Gas-Sparten von Uniper und Sefe werde als langwierig und komplex angesehen, sagte eine der Personen. Daher verfolgten beide Konzerne die Reprivatisierung, für die Brüssel eine Frist bis Ende 2028 gesetzt hat, nun voraussichtlich unabhängig voneinander. Darauf deute auch der Vorschlag von Sefe aus der vergangenen Woche hin, Kapital in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro aufzunehmen, um den Verkaufsprozess voranzutreiben.
Bayer-Aktie tiefrot
Anleger werfen Bayer-Aktien aus ihren Depots, nachdem der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern bei der Anhörung vor dem Obersten US-Gerichtshof im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat auf gemischte Reaktionen gestoßen war. Die Anteilsscheine des Dax-Konzerns sanken in der Spitze um 6,5 Prozent, derzeit notiert das Papier drei Prozent im Minus.
Ölpreis-Hausse sorgt für Rekorde bei BP
Dank eines starken Handelsgeschäfts hat der britische Ölkonzern BP zum Jahresauftakt einen unerwartet hohen Gewinnsprung geschafft. Das bereinigte Ergebnis erreichte im ersten Quartal 3,2 Milliarden US-Dollar nach 1,38 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 2,67 Milliarden Dollar gerechnet. Getragen wurde das Ergebnis vor allem vom Kunden- und Produktgeschäft samt dem Ölhandel, der mit einem Vorsteuergewinn von 3,2 Milliarden Dollar die Schätzungen von 2,5 Milliarden deutlich übertraf. Durch den Irak-Krieg und die Sperrung der für Schiffe wichtigen Straße von Hormus sind die Öllieferungen ins Stocken geraten und die Kraftstoffpreise entsprechend nach oben geschossen.
Die Ergebnisse in den Bereichen Gas und kohlenstoffarme Energien sowie Ölförderung blieben hingegen leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Nettoverschuldung von BP stieg auf 25,3 Milliarden Dollar von gut 22 Milliarden im Vorquartal. Die BP-Aktie stieg um drei Prozent.
Startup-Milliarden - Deutschland bei Wagniskapital im Rückstand
Die Bundesregierung und die staatliche Förderbank KFW sehen ihre im Herbst 2024 gegründete Initiative zur Finanzierung junger Wachstumsunternehmen auf Kurs. Seit deren Gründung sind im Rahmen des Programms für Wachstums- und Innovationskapital (WIN) 2,64 Milliarden Euro für junge Unternehmen mobilisiert worden. Das geht aus dem ersten Jahresbericht hervor, den die KFW vorlegte. Die Initiative, an der sich Ministerien, die KFW sowie Unternehmen und Verbände beteiligen, soll bis 2030 zwölf Milliarden Euro an Kapital für den Markt aktivieren.
Das Vorhaben soll den Rückstand Deutschlands bei der Finanzierung junger Unternehmen aufholen. Trotz der Fortschritte liegt Deutschland laut dem Report bei Wagniskapital weiter deutlich hinter wichtigen Vergleichsländern zurück. Die Investitionen in diesem Bereich beliefen sich demnach 2025 gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf 0,16 Prozent. In Frankreich habe die Quote 0,29 Prozent betragen, in Großbritannien 0,63 Prozent und in den USA 0,90 Prozent.
Wall Street schlägt den Dax
Der Dax bleibt sich zum Start ins heutige Geschäft vorerst treu – und bewegt sich wie bereits zu Wochenbeginn kaum. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.035 Punkten, nachdem er gestern mit 24.084 Zählern geschlossen hatte.
"Die US-Börsen schlagen sich derzeit besser als der Dax", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Friedhelm Tilgen. "Der S&P kommt auf ein Plus in diesem Jahr von fast 30 Prozent, beim Dax sind es etwas mehr als 7 Prozent", erläutert er. "Nach wie vor blicken die Anleger auf die Lage im Nahen Osten und die Entwicklung der Ölpreise."
Brent kratzt an der 110-Dollar-Marke
Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten weiter an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 1,0 Prozent auf 109,31 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 0,9 Prozent fester bei 97,27 Dollar.
Dax-Anleger sind mehrfach gefordert
Der Dax wird mit Gewinnen in den Handel starten. Zum Wochenauftakt hatte der deutsche Leitindex um 0,2 Prozent auf 24.084 Punkte nachgegeben. Die US-Börsen hatten sich gestern vor einer ereignisreichen Woche kaum von der Stelle bewegt.
Neben den Friedensbemühungen im Iran-Krieg rückt auch die Geldpolitik zunehmend in den Fokus der Anleger. Heute beginnt die zweitägige Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Es wird allgemein erwartet, dass die Währungshüter die Leitzinsen unverändert lassen. Auch die japanische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, wie von den meisten Analysten vorhergesagt, nicht angetastet. Allerdings stimmten drei der neun Ratsmitglieder für eine Anhebung und verwiesen auf den Inflationsdruck infolge des Konflikts in Nahost.
Auf Unternehmensseite blicken Anleger unter anderem auf Bayer. Im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat hatte sich der Oberste Gerichtshof der USA zum Auftakt der Anhörung gespalten gezeigt. Die Richter befassten sich am Montag mit dem Versuch von Bayer, Tausende Klagen abzuwenden, in denen dem Konzern unzureichende Warnhinweise vor Krebsrisiken vorgeworfen werden. Investoren versuchen nun, die Folgen für den Agrar- und Pharmakonzern abzuschätzen. Eine Entscheidung wird bis Ende Juni erwartet.
Qiagen senkt Jahresprognose
Qiagen hat nach einem gemischten Start ins Jahr seine Prognose für 2026 gesenkt. Der Diagnostikspezialist erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa ein bis zwei Prozent statt bislang mindestens fünf Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll mindestens 2,43 Dollar erreichen, zuvor waren mindestens 2,50 Dollar angepeilt. Als Gründe nannte Qiagen eine schwächere Nachfrage nach QuantiFERON-Tests für Immigrationsuntersuchungen, Vorsicht bei US-Kunden im Bereich Life Sciences und geopolitische Unsicherheiten.
Im ersten Quartal stieg der vorläufige Konzernumsatz auf berichteter Basis um zwei Prozent auf 492 Millionen Dollar, währungsbereinigt sank er jedoch um ein Prozent. Qiagen hatte zuvor mindestens ein Prozent Wachstum zu konstanten Wechselkursen erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,54 Dollar im Rahmen der Erwartungen. Für das zweite Quartal rechnet Qiagen mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von etwa zwei Prozent und einem bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 0,60 Dollar.
Wind bei Tech-Aktien dreht
An den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich keine einheitliche Tendenz ausmachen. Übergeordnet dämpfen der Iran-Krieg und der wieder gestiegene Ölpreis die Stimmung. Brent-Öl kostet fast 110 Dollar, ungeachtet eines neuen Angebots des Iran, unter Bedingungen die Blockade der Straße von Hormus zu beenden.
Während der Kospi in Seoul ein neues Rekordhoch erreicht, dreht der Nikkei-Index in Tokio ins Minus. Wie erwartet hat die Bank of Japan (OoJ) den Leitzins unverändert belassen, zugleich aber Zinserhöhungen in Aussicht gestellt für den Fall, dass sich die heimische Wirtschaft im Einklang mit ihren Prognosen entwickelt.
Technologiewerte stehen in der Region meist unter Druck. Händler verweisen auf einen Bericht des "Wall Street Journal", der Zweifel an der Monetarisierung von KI-Investitionen befeuere. Dem Bericht zufolge hat OpenAI die eigenen Umsatz- und Nutzerziele verfehlt. Das habe bei Führungskräften des Unternehmens Befürchtungen geweckt, die massiven Ausgaben für Rechenzentren möglicherweise nicht mehr tragen zu können. Auch ein möglicher Börsengang könnte dadurch in Frage gestellt werden.
Deutsche Börse profitiert von Krisen-Volatilität
Die Turbulenzen und volatilen Kurse an den Finanzmärkten haben der Deutschen Börse zum Jahresauftakt kräftig Rückenwind gegeben. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um elf Prozent auf 1,82 Milliarden Euro, wie der Dax- am mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um zehn Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu. Unter dem Strich stand ein um elf Prozent höherer Nettogewinn von 585 Millionen Euro. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen. Finanzchef Jens Schulte bekräftigte die Prognose: "Mit diesem guten Jahresauftakt sind wir voll auf Kurs, unsere ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen."
Die militärische Eskalation im Nahen Osten und die Sorge vor einer Ölverknappung führten zu einer starken Nachfrage nach Absicherungsprodukten bei Aktien und Anleihen, wie der Börsenbetreiber erläuterte. Auch der Handel mit Strom und Gas zog deutlich an. Dämpfend wirkte sich dagegen das gesunkene Zinsumfeld aus, wodurch das Ergebnis aus der Anlage von Kundengeldern (Treasury) auf 204 Millionen Euro von zuvor 230 Millionen zurückging.
Bank of Japan lässt Leitzins unverändert
Die japanische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs nicht angetastet. Die Währungshüter ließen ihn - wie von den meisten Analysten erwartet - unverändert bei 0,75 Prozent. Allerdings sieht sich die Bank von Japan (BOJ) mit wachsendem Druck aus den eigenen Reihen für eine straffere Geldpolitik konfrontiert. Drei der neun Ratsmitglieder stimmten für eine Anhebung und verwiesen auf den Inflationsdruck infolge des Konflikts in Nahost. Die Notenbank korrigierte ihre Inflationsprognosen deutlich nach oben und signalisierte eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten. Durch den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs steigt tendenziell die Inflationsgefahr in dem rohstoffarmen Fernostland.
Koch: Mit Klage "hat Musk indirekt schon gewonnen"
SpaceX-Chef Elon Musk zerrt OpenAI vor Gericht, weil der ChatGPT-Entwickler jetzt profitorientiert arbeitet. Auch wenn Musk juristisch einen "sehr schwierigen Kampf zu führen" haben dürfte, sitze er am längeren Hebel, kommentiert Börsenkorrespondent Markus Koch.
Gegenwind für Bayer bei Glyphosat-Klagen
Im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat hat sich der Oberste Gerichtshof der USA gespalten gezeigt.Die Richter befassten sich mit dem Versuch von Bayer, Tausende Klagen abzuwenden, in denen dem Konzern unzureichende Warnhinweise vor Krebsrisiken vorgeworfen werden. Zum Auftakt der Anhörung am Montag argumentierte der Anwalt des Agrar- und Pharmakonzerns, Paul Clement, dass Bundesrecht die Klagen nach dem Recht einzelner Bundesstaaten ausschließen müsse. "Eine Jury in Missouri hat eine Krebswarnung vorgeschrieben, die die (US-Umweltschutzbehörde) EPA nicht verlangt", sagte Clement vor dem Supreme Court. Diese zusätzliche Anforderung sei unzulässig. Wenn die klaren Vorgaben des Kongresses ignoriert würden, öffne dies die Tür für eine "erdrückende Haftung" und untergrabe die Interessen der Landwirte, die auf zugelassene Pestizide angewiesen seien.
Die neun Richter äußerten sich in der Anhörung aber uneinheitlich. Der konservative Richter Neil Gorsuch hinterfragte, warum Klagen auf Bundesstaatsebene zwingend im Widerspruch zu Bundesgesetzen stehen sollten. Der Vorsitzende Richter John Roberts gab zu bedenken, dass Bundesstaaten eine Möglichkeit haben müssten, auf neue Gefahrenhinweise zu reagieren, während die Bundesbehörden den Sachverhalt noch prüften. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump stellte sich in dem Verfahren auf die Seite von Bayer.
Asien-Börsen auf Richtungssuche
Die Anleger in Asien halten sich zurück. Im Fokus stehen die geopolitische Lage im Nahen Osten sowie eine Reihe von Zinsentscheiden wichtiger Notenbanken, allen voran die der japanischen Zentralbank im weiteren Tagesverlauf. Während die USA einen Vorschlag Teherans zur Beilegung des Nahost-Konflikts prüfen, herrsche weiter Stillstand an der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 60.238,21 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,8 Prozent auf 3765,31 Zähler zulegt. Die chinesischen Börsen tendieren ebenfalls schwächer. Der Shanghai Composite verliert 0,1 Prozent.
Yen-Entwicklung steht unter Beobachtung
Am Devisenmarkt steht der japanische Yen unter Beobachtung. Er notiert bei 159,50 zum Dollar und damit weiter in der Nähe der Marke von 160, ab der Händler eine Intervention der japanischen Regierung befürchten. Der Euro notiert fast unverändert bei 1,1710 Dollar.
VW stößt Tesla vom Thron
Teslas Model Y ist nicht mehr das häufigste Elektroauto auf deutschen Straßen. Der VW ID.3 hat seinen Konkurrenten vom Thron gestoßen, wie aus aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Zum 1. Januar 2026 waren demnach 116.053 ID.3 in Deutschland zugelassen aber nur 106.184 Model Y. Ein Jahr zuvor hatte das Model Y die Nase noch vorne. Seit Jahresbeginn wurden nun zwar wieder etwas mehr Model Y neu zugelassen, allerdings bei weitem nicht genug, um den Vorsprung des ID.3 auszugleichen.
Beide Modelle überschritten im vergangenen Jahr als erste reine Stromer die Hunderttausender-Schwelle bei den Bestandszahlen in Deutschland. Ein drittes Modell dürfte in Bälde folgen oder hat dies vielleicht bereits getan - zumindest wenn man, wie das KBA, ID.4 und ID.5 zusammenzählt. Zu Jahresbeginn waren 97.120 Fahrzeuge dieses Modells in Deutschland zugelassen. Gut 5.000 wurden im ersten Quartal neu zugelassen. Auch wenn es im Bestand typischerweise einen gewissen Schwund gibt, weil Autos kaputtgehen, stillgelegt oder ins Ausland verkauft werden, ist es plausibel, dass dies reicht, um sechsstellig zu werden.
Der Zins und ein möglicher 150-Milliarden-Schaden
Mit leichten Verlusten ist der Dax in die "Woche der Zentralbanken" gestartet. Der deutsche Börsenleitindex schloss gestern 0,1 Prozent schwächer mit 24.084 Punkten. Positive Vorgaben aus Asien konnten die Märkte in Europa nicht durchweg halten.
Mit Spannung blicken die Finanzmärkte heute auf den Zinsentscheid in Japan. Viele Ökonomen rechnen damit, dass die Notenbank den geldpolitischen Schlüsselsatz bei 0,75 Prozent halten wird. Doch auch eine Erhöhung gilt manchen Experten durchaus als realistische Option. Denn durch den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs steigt tendenziell die Inflationsgefahr in dem rohstoffarmen Fernostland. Die Blicke richten sich zugleich auf den Auftritt von Notenbankchef Kazuo Ueda im Anschluss an den Zinsentscheid und mögliche Hinweise auf den weiteren Kurs.
Im Verfahren zwischen dem Milliardär Elon Musk und dem ChatGPT-Entwickler OpenAI werden die Eröffnungsplädoyers erwartet. Musk wirft Altman und dem OpenAI-Großaktionär Microsoft vor, beim Umbau des von ihm mitgegründeten Startups aus San Francisco den ursprünglichen Zweck - Künstliche Intelligenz (KI) zum Wohl der Menschheit zu entwickeln - aufgegeben zu haben. Das Startup solle zur Gemeinnützigkeit zurückkehren. Insidern zufolge fordert Musk zudem 150 Milliarden Dollar Schadenersatz.
Unternehmensseitig legt T-Mobile als Letzter der großen US-Mobilfunker Geschäftszahlen vor. Die Ergebnisse spielen jedoch nur eine untergeordnete Rolle, weil der Mutterkonzern Deutsche Telekom eine Fusion mit T-Mobile erwägt. Dadurch entstünde der gemessen am Börsenwert weltgrößte Telekomanbieter. Börsianer erhoffen sich Hinweise über den Stand der Dinge.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.