Der Börsen-Tag
4. Juli 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

Dem DAX fehlen die Impulse - Super-Tag für Immobilienwerte

Der deutsche Aktienmarkt hat heute mit erneut moderaten Verlusten an seinen bereits schwächeren Wochenauftakt angeknüpft. Der Handel verlief weitgehend in zähen Bahnen, da wichtige Impulse aus Übersee fehlten. Die Wall Street blieb wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen, nachdem bereits am Vortag dort verkürzt gehandelt worden war. Viele Marktteilnehmer seien daher dem Geschehen ferngeblieben, hieß es. Auch die Konjunkturagenda lieferte keine Treiber.

Am Ende ging der DAX 0,3 Prozent leichter mit 16.039 Punkten aus dem Handel, sein Tageshoch lag bei 16.104 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 4391 Stellen.

Nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Tage könne sich das Börsenbarometer weiterhin nicht richtig nach oben absetzen, schrieb Jürgen Molnar von Robomarkets. Er hob hervor, dass andererseits ein deutlicher Kursrutsch bisher ausgeblieben sei.

Auf Unternehmensseite bewegten vor allem Analystenstimmen. Dabei hatten europaweit die Immobilienwerte die Nase weit vorn. Unter anderem eine positive Einschätzung der Berenberg Bank zu LEG Immobilien machte Hoffnung auf eine Wiederbeteiligung der Aktionäre in Form von Dividenden. Die Papiere verteuerten sich an der MDAX-Spitze um 4,3 Prozent, während Vonovia den DAX mit 4,7 Prozent Kursplus anführten und Aroundtown den SDAX mit 6,6 Prozent.

Adidas kletterten um 1,1 Prozent auf 178,64 Euro, nachdem ebenfalls die Berenberg Bank sich positiv geäußert hatte. Analyst Graham Renwick setzte für die Papiere der Herzogenauracher mit 220 Euro das höchste Kursziel am Markt an. Im günstigsten Fall hält der Experte sogar einen Kursgewinn von 70 Prozent für möglich - das wäre ein Anstieg auf rund 300 Euro.

Im MDAX setzten Wacker Chemie ihren guten Lauf fort. Nach einer Kaufempfehlung der HSBC waren die Papiere zu Handelsbeginn auf ein Hoch seit Ende Mai gestiegen, zuletzt standen noch 1,6 Prozent Kursgewinn zu Buche.

Dem DAX fehlen die Impulse - Super-Tag für Immobilienwerte
17:10 Uhr

Tesla verkauft mehr Autos in China - aber zu einem hohen Preis

Die Auslieferungen des Elektroautobauers Tesla sind im wichtigen Markt China im Juni angestiegen. Die US-Amerikaner brachten 93.680 Autos an die Kundschaft, wie der Branchenverband PCA auf Basis vorläufiger Zahlen in Peking mitteilte. Das sind rund ein Fünftel mehr als im Vormonat Mai.

Tesla muss sich in China zunehmend harter Konkurrenz einheimischer Elektroautobauer wie BYD, Nio und Xpeng erwehren, vor allem BYD setzt den Kaliforniern mit günstigen Angeboten zu. Tesla hat in den vergangenen Quartalen daher auch in der Volksrepublik seine Preise gesenkt.

Tesla verkauft mehr Autos in China - aber zu einem hohen Preis
16:20 Uhr

Übernahmefantasie weicht bei Covestro - Aktie zeitweise unter großem Druck

Der Covestro-Aktienkurs ist zeitweise mit einem von vier Prozent auf 46,01 Euro nach unten gerutscht. Momentan notiert die Aktie 2,8 Prozent tiefer bei 46,59 Euro. Auslöser der Verkäufe ist eine sogenannte Kreise-Meldung von Bloomberg, wonach Abu Dhabi und die österreichische OMV einen Zusammenschluss von Borouge plc und Borealis AG prüfen sollen, um ein Chemie- und Kunststoffunternehmen mit einem Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar zu schaffen.

Am 22. Juni hatte ebenfalls Bloomberg berichtet, dass die staatlichen Abu Dhabi National Oil Co. (Adnoc) Übernahmeinteresse am deutschen Kunststoffkonzern Covestro habe, wobei am Markt über einen Preis im mittleren 50er-Bereich spekuliert wurde. Das hatte seinerzeit die Aktie stark beflügelt. Eine solche Übernahme wird an der Börse nun als weniger wahrscheinlich eingestuft.

Übernahmefantasie weicht bei Covestro - Aktie zeitweise unter großem Druck
16:01 Uhr

Lieferkürzungen wirken am Ölmarkt - Preise gehen hoch

Die Ölpreise sind am Nachmittag angezogen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete 75,65 US-Dollar, das waren 1,0 Prozent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI zur August-Lieferung stieg um 0,9 Prozent auf 70,77 Dollar.

Zu Wochenbeginn hatten die beiden Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland weitere Schritte zur Stabilisierung der fragilen Erdölpreise verkündet. Saudi-Arabien will seine Förderung auch im August um eine Million Barrel je Tag kürzen. Bisher hatte die Kürzung nur für Juli gegolten. Russland verkündete, seine Ölausfuhr im August um 500.000 Barrel je Tag zu verringern. Die beiden Länder führen den großen Ölverbund OPEC+ an, dem mehr als 20 Förderstaaten angehören.

Brent Rohöl

Lieferkürzungen wirken am Ölmarkt - Preise gehen hoch
15:51 Uhr

Mit Substanz und langem Atem: Investieren in Infrastruktur

Aktien gelten als ein idealer Schutz vor Inflation – zumindest auf lange Sicht. Aber auch die passende Branche kann eine Rolle spielen. Warum dabei gerade langfristig orientierte Investments sinnvoll sein können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Rainer Fritzsche vom Finanzdienstleister Ovidpartner.

Mit Substanz und langem Atem: Investieren in Infrastruktur
15:20 Uhr

Ex-Audi-Chef Stadler geht in Revision

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Rupert Stadler (Foto: via REUTERS)

Der Prozess gegen Audi-Manager wegen Abgasmanipulationen geht in die zweite Runde. Der ehemalige Vorstandschef des Ingolstädter Autobauers, Rupert Stadler, und seine beiden Mitangeklagten haben Revision gegen die Urteile des Landgerichts München eingelegt, wie das Gericht mitteilte.

Stadler war nach einem Deal zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen Betrugs verurteilt worden. Zudem soll er 1,1 Millionen Euro zahlen. Der ehemaligen Audi-Motorenchef und spätere Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz war zu zwei Jahren auf Bewährung und einer Buße von 400.000 Euro verurteilt worden, der Ingenieur Giovanni P. zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten sowie 50.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft will das Urteil gegen Hatz ebenfalls nicht auf sich beruhen lassen. Sie legte dagegen Revision ein.

Ex-Audi-Chef Stadler geht in Revision
14:55 Uhr

Exportrückgang trübt Stimmung - "Wir müssen uns in Demut üben"

Unerwartet vermeldet der deutsche Export sinkende Zahlen. Dirk Jandura erklärt, wie die sinkenden Zahlen gerade im Bezug auf die Partner USA und China zu erklären sind. Der BGA-Präsident rechnet erst zum Ende des zweiten Halbjahres wieder mit besseren Zahlen.

Exportrückgang trübt Stimmung - "Wir müssen uns in Demut üben"
14:33 Uhr

DAX leicht im Minus - kein Handel in den USA

Kurzes Update von der Frankfurter Börse: Am Tag ohne US-Handel hat sich der DAX bislang nur wenig bewegt. Der Leitindex gab um 0,2 Prozent auf 16.046 Punkte nach. Der EUROSTOXX50 notierte kaum verändert bei 4400 Zählern.

DAX leicht im Minus - kein Handel in den USA
13:57 Uhr

Rheinmetall trifft Standortentscheidung für Bau von F-35-Teilen

Rheinmetall hat gemeinsam mit seinen US-Partnern eine Standortentscheidung für die Fertigung von Rumpfmittelteilen für den US-Kampfjet F-35A Lightning II getroffen. Wie der DAX-Konzern mitteilte, soll im nordrhein-westfälischen Weeze eine Fabrik zur Produktion dieser Teile entstehen. Die Fertigung soll 2025 beginnen.

In dem Werk sollen mindestens 400 F-35A-Rumpfmittelteile für die Luftwaffe und andere befreundete Nationen produziert werden. Mehr als 400 neue Mitarbeiter werden in der von Rheinmetall Aviation Services GmbH betriebenen Fabrik eine hochmoderne Montagelinie betreiben.

Rheinmetall trifft Standortentscheidung für Bau von F-35-Teilen
13:25 Uhr

Ende einer Rekordfahrt: Warum Goldanleger nicht zu viel erwarten sollten

Der Goldpreis hat zuletzt ordentlich Gegenwind bekommen. Hauptgrund sind die gestiegenen Zinsen und die zurückgehende Inflation. Worauf sich Goldanleger jetzt einstellen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Ende einer Rekordfahrt: Warum Goldanleger nicht zu viel erwarten sollten
13:02 Uhr

Extreme Gier als DAX-Kontra-Indikator

Das primäre Ziel lautet für den DAX weiterhin, die 16.000 zu verteidigen. "Ein schneller Rückfall unter die 16.000 würde die Stimmung unter den Anlegern deutlich dämpfen", heißt es bei QC Partners. Ein stabiler Boden oberhalb der 16.000 könnte dagegen als Sprungbrett für einen neuen Anlauf auf das bisherige Allzeithoch wahrgenommen werden.

Auch wenn die US-Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen bleiben, lohnt sich dennoch ein Blick auf den "Fear & Greed"-Index. Mit 85 von 100 maximal möglichen Punkten sei der Index noch weiter in den Bereich der extremen Gier vorgedrungen. "Als Kontra-Indikator mahnt der 'Fear & Greed'-Index damit zu erhöhter Vorsicht. Übertriebene Gier war am Aktienmarkt in der Vergangenheit noch nie gesund."

Extreme Gier als DAX-Kontra-Indikator
12:30 Uhr

Leitzinsen steigen rasant - Was Sparer wissen sollten

Der Leitzins kennt derzeit nur eine Richtung. Doch laut einer aktuellen Studie geben viele Banken die Zinsen an ihre Kunden noch nicht weiter. Ein Viertel der Geldhäuser, operiert weiter mit Nullzinsen auf dem Tagesgeldkonto. Doch es gibt deutliche Lichtblicke für Sparer.

Leitzinsen steigen rasant - Was Sparer wissen sollten
12:02 Uhr

Immobilienwerte laufen sehr stark

Fest haben sich bislang die Immobilienwerte präsentiert. Neue fundamentale Nachrichten zu dem Sektor gibt es nicht, die Anleger hoffen auf einen baldigen Zinsgipfel. "Neues Spiel, neues Glück", so ein Händler mit Blick auf das gerade begonnene zweite Halbjahr. Vonovia gewannen an der DAX-Spitze 3,2 Prozent. Im MDAX legten LEG 3,4 Prozent und TAG 2,7 Prozent zu. Aroundtown standen mit plus 6,3 Prozent an der SDAX-Spitze.

Immobilienwerte laufen sehr stark
11:47 Uhr

100 wertvollste Konzerne - zwei deutsche neu dabei

Den zu Jahresbeginn noch etwas schwächelnden Tech-Giganten verleiht der KI-Hype neuen Rückenwind. Sie führen die Liste der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt an, mit Apple an der Spitze. Auch zwei deutsche Konzerne können sich einreihen.

100 wertvollste Konzerne - zwei deutsche neu dabei
11:39 Uhr

Geschäftsklima in Chemiebranche bricht ein

Die Stimmung in den Chefetagen der exportstarken deutschen Chemieindustrie ist im Juni eingebrochen. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 28,3 Punkte, nach minus 12,5 im Mai, wie das IFO-Institut zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilt. Besonders die Aussichten für die kommenden sechs Monate haben sich weiter verschlechtert: Dieses Barometer fiel auf minus 25,6 Punkte, nach minus 5,5 Punkten im Mai. "Es sind nicht nur die hohen Energie- und Produktionskosten, die die Geschäfte der Chemie belasten", sagt IFO-Branchenexpertin Anna Wolf. "Auch die Auftragslage vieler Unternehmen hat sich weiter verschlechtert, denn die globale Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen ist immer noch schwach."

Auch die aktuelle Geschäftslage wird nun noch schlechter beurteilt: Der Indikator fiel auf minus 31 Punkte und somit auf den tiefsten Wert seit Juni 2020. Eine der wenigen positiven Entwicklungen stellt dem IFO-Institut zufolge die Versorgung mit Vorprodukten dar: Nur noch 12,5 Prozent der Unternehmen meldeten hier Engpässe. Das ist der niedrigste Wert seit 2021.

Geschäftsklima in Chemiebranche bricht ein
11:11 Uhr

"Die Erwartungen an den Export sind gedämpft"

Der deutsche Export sinkt überraschend und das sorgt bei Finanzexperten für Ernüchterung. ntv-Reporterin Sabrina Marggraf berichtet vom Frankfurter Parkett über die neue Rolle Chinas als Handelspartner und gedämpfte Erwartungen.

"Die Erwartungen an den Export sind gedämpft"
10:56 Uhr

Autoverband schlägt Alarm wegen Abwanderungen

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnt vor Abwanderungen der Branche. "Immer mehr Unternehmen planen eine Investitionsverlagerung ins Ausland", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"In Berlin und Brüssel hat man noch keine Antwort auf den zunehmenden internationalen Standortwettbewerb gefunden, verliert sich stattdessen immer weiter in einem Regulierungs-Dschungel", beklagte sie. Es fehle ein strategisches Gesamtkonzept, und "die konkreten Schritte der Transformation werden dramatisch unterschätzt", sagte Müller weiter. Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen könne Deutschland wettbewerbsfähig bleiben.

Autoverband schlägt Alarm wegen Abwanderungen
10:47 Uhr

Yahoo will zurück an die Börse

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(Foto: dpa)

Der Internetkonzern Yahoo plant seine Rückkehr an die Börse. Das erklärte der Chef des Web-Pioniers Jim Lanzone gegenüber der "Financial Times". Damit will er dem im Silicon Valley ansässigen Unternehmen wieder zu altem Glanz verhelfen, so seine Begründung. Yahoo sei "finanziell bereit" und sehr profitabel, hieß es in dem Bericht.

Yahoo wurde erstmals 1996 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und schnell zu einer der beliebtesten Websites weltweit. 2017 übernahm dann der US-Telekomkonzern Verizon das schwächelnde Portal. Die Marke hatte deutliche Einbußen im Wettbewerb mit Tech-Riesen wie Google und Facebook hinnehmen müssen. Seit 2021 gehört Yahoo dem Finanzinvestor Apollo.

Yahoo will zurück an die Börse
10:29 Uhr

"Das gierige Biest Inflation gilt es zu erlegen"

m Kampf gegen die Inflation erhöht die EZB stetig die Zinsen. Doch die Erhöhung kommt noch nicht bei allen Kunden an. Joachim Nagel hält eine leichte Verzögerung für gewöhnlich und rechnet fest damit, "dass das der Wettbewerb regelt". Beim Thema Rezession ist der Bundesbank-Chef optimistisch.

"Das gierige Biest Inflation gilt es zu erlegen"
10:12 Uhr

Niedrigere Energiepreise belasten Air Liquide

Nach ersten Indikationen für das erste Halbjahr geben Air Liquide 0,6 Prozent nach. Wie Bernstein anmerkt, hätten die niedrigeren Energiepreise stärker als erwartet die Umsätze belastet. Der negative Effekt sei mit rund 7 Prozent im zweiten Quartal höher als die Erwartung von 6,2 Prozent ausgefallen, heißt es. Der Konzern wird die Zahlen am 27. Juli veröffentlichen.

Niedrigere Energiepreise belasten Air Liquide
09:53 Uhr

Australische Notenbank legt nur kurze Pause ein

Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihre Zinsen unverändert gelassen. Die Analysten der Deutschen Bank erwarten aber trotzdem, dass die RBA ihre Geldpolitik weiter straffen wird. "Die hawkishe Rhetorik deutet darauf hin, dass sie ihre Zinsen sowohl im August als auch im September anheben wird", so die Experten.

Australische Notenbank legt nur kurze Pause ein
09:36 Uhr

Wertvollste Börsenkonzerne: Eine Firma bricht US-Top-Ten

Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) hat die Position der US-Konzerne an den Börsen gestärkt. An der Spitze der 100 wertvollsten börsennotierten Firmen der Welt steht erneut Apple mit einem Wert von gut 3 Billionen Dollar zum Stichtag 30. Juni, wie aus einer Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Auf Platz zwei folgt Microsoft mit rund 2,5 Billionen Dollar. Zwei deutsche Konzerne schafften es immerhin wieder unter die Top 100.

Der deutsche Software-Konzern SAP kam mit einem Börsenwert von 159 Milliarden Dollar auf Rang 71, Siemens kletterte mit gut 132 Milliarden Dollar von Platz 115 auf Rang 91. Der Industriegasekonzern Linde, der seit der Fusion mit Praxair seinen Hauptsitz in Irland hat, belegte Platz 57. Ende vergangenen Jahres war Deutschland gar nicht unter den Top 100 vertreten.

Mit Ausnahme des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco haben die zehn höchstbewerteten Firmen EY zufolge ihren Hauptsitz in den USA. Darunter sind Tech-Giganten wie die Google-Muttergesellschaft Alphabet, der Online-Riese Amazon, der Chiphersteller Nvidia und der Facebook-Konzern Meta.

Wertvollste Börsenkonzerne: Eine Firma bricht US-Top-Ten
09:10 Uhr

"DAX muss sich heute allein durch den Handel schlagen"

Der DAX startet verhalten in das Dienstagsgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert kurz nach Handelsstart bei Kursen um 16.080 Zähler. Aus dem Montagshandel hatte sich der Index mit einem Minus von 0,4 Prozent und 16.081 Punkten verabschiedet. An der Wall Street war nur verkürzt gehandelt worden, heute bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen. "Der DAX startet über der 16.000, muss sich heute aber ganz allein durch den Handel schlagen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf.

"DAX muss sich heute allein durch den Handel schlagen"
08:52 Uhr

Amazon liefert mit Rivian-Vans in Europa aus

Amazon bekommt in Kürze die ersten elektrischen Lieferwagen für Europa von Rivian Automotive ausgeliefert. Mehr als 300 dieser speziell auf Amazon zugeschnittenen Fahrzeuge für die Auslieferung von Paketen auf der letzten Meile werden in den nächsten Wochen nach München, Berlin und Düsseldorf kommen, teilt der Online-Händler mit. Amazon hat bereits eine Flotte von Tausenden elektrisch betriebener Lieferwagen in Europa im Einsatz.

Im vergangenen Jahr erklärte das Unternehmen, es werde mehr als 1 Milliarde Euro in die Elektrifizierung seines europäischen Transportnetzes investieren. In den USA war das Fahrzeug von Rivian im vergangenen Sommer für Amazon an den Start gegangen. Bis 2030 will Amazon weltweit 100.000 elektrische Lieferfahrzeuge von Rivian auf die Straße bringen. Amazon gehört zu den anfänglichen Geldgebern des Herstellers.

Amazon liefert mit Rivian-Vans in Europa aus
08:32 Uhr

Deutsche Exporte sinken überraschend

Die deutschen Exporte sind im Mai wegen der sinkenden Nachfrage aus der EU und den USA überraschend gefallen. Sie sanken um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 130,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Ökonomen hatten hingegen mit einem Wachstum von 0,3 Prozent gerechnet. Die Importe legten dagegen um 1,7 Prozent auf 116,1 Milliarden Euro zu.

"Nachlassende Impulse aus den USA fallen besonders ins Gewicht", kommentiert der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG, Alexander Krüger, die negative Entwicklung bei den Ausfuhren. "Stand jetzt wird der Exportsektor ein weiteres Quartalsminus einfahren."

Die Ausfuhren in die EU-Staaten sanken im Mai um 1,5 Prozent zum Vormonat auf 70,3 Milliarden Euro. Abnehmerland Nummer eins blieben die USA: Dorthin wurden Waren im Wert von 12,7 Milliarden Euro verkauft, ein Rückgang von 3,6 Prozent. Die Exporte nach China wuchsen dagegen um 1,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, die nach Großbritannien legten sogar um 5,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu. Die Ausfuhren nach Russland fielen wegen der westlichen Sanktionen infolge des Krieges gegen die Ukraine um 7,4 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro.

Deutsche Exporte sinken überraschend
08:16 Uhr

Twitter beschränkt "TweetDeck"-Zugang

Twitter beschränkt den Zugang zu seinem Produkt "TweetDeck" in Zukunft auf verifizierte Nutzer. Dies kündigt das Social-Media-Netzwerk an. Die neuen Regeln sollen in 30 Tagen in Kraft treten.

Verifizierte Nutzer müssen Gebühren für die Nutzung des Kurznachrichtendienstes bezahlen. "TweetDeck" ermöglicht es Twitter-Nutzern, unterschiedliche Accounts, denen sie folgen, in Kolumnen einzuteilen, um sich so eine bessere Übersicht zu verschaffen. Der Zugang zu "TweetDeck" war bisher für alle Twitter-Nutzer kostenlos.

Das Produkt wird vor allem von Unternehmen und Medien genutzt. Die geplanten Gebühren für "TweetDeck" könnten Twitter neue Einnahmen bringen. Das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk hat unter seiner Führung Werbeeinnahmen verloren. Musk ist seit Herbst 2022 Eigentümer des Social-Media-Netzwerks, das er sich 44 Milliarden Dollar kosten ließ.

Twitter beschränkt "TweetDeck"-Zugang
07:59 Uhr

Kleine Gewinnmitnahmen an Asien-Börsen

An den Börsen in Ostasien und Australien kommt es vielerorts zu kleineren Gewinnmitnahmen, für die Beobachter wieder aufkeimende Konjunktursorgen verantwortlich machen. Der am Vortag nach Börsenschluss in Asien veröffentlichte ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA hatte sich unerwartet im Juni nochmals verschlechtert.

Gegen die regionale Tendenz halten sich die chinesischen Börsen leicht im Plus. Hier stützt die Hoffnung auf weitere Stimuli der chinesischen Notenbank, nachdem am Montag der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China im Juni einen Rückgang aufgewiesen hatte. In Shanghai gewinnt der Composite-Index 0,1 Prozent, in Hongkong legt der Hang-Seng-Index um 0,5 Prozent zu. Im Fokus stehen der Handelsstreit mit den USA und am Montag von Peking verhängte Exportbeschränkungen für bestimmte Mineralien, die in der Chipherstellung Verwendung finden. Die Aktien von Yunnan Chihong Zinc & Germanium und Yunnan Lincang Xinyuan Germanium Industrial sprangen daraufhin gleich zu Handelsbeginn um das Tageslimit von zehn Prozent nach oben.

Um 0,9 Prozent abwärts geht es dagegen mit dem Nikkei in Tokio. Verkauft werden Aktien von Maschinenbauunternehmen und Handelskonzernen. Der Kurs des Pharmakonzerns Daiichi Sankyo sackt um rund 15 Prozent ab. Ein Medikament des Unternehmens zur Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs hat nach Angaben von Daiichi in einer Phase-III-Studie positive Ergebnisse gezeigt. Die Analysten der UBS bemängeln aber, dass Daiichi entgegen sonstiger Gewohnheiten das "progressionsfreie Überleben" nicht quantifiziert habe.

In Sydney dreht der S&P/ASX-200 ins Plus, nachdem die Reserve Bank of Australia den Leitzins unverändert bei 4,1 Prozent belassen hat. Der australische Dollar gibt zu seinem US-Pendant in Reaktion auf den Zinsentscheid nach.

Kleine Gewinnmitnahmen an Asien-Börsen
07:43 Uhr

US-Feiertag bremst DAX ein

Der deutsche Aktienmarkt dürfte wenig verändert ins Dienstagsgeschäft starten. Im Handel stellt man sich angesichts des Nationalfeiertags in den USA, an dem die dortigen Börsen geschlossen bleiben, auf ein sehr ruhiges Geschäft ein. Auch ist die Nachrichtenlage extrem dünn. Die australische Notenbank hat den Leitzins bestätigt. Im Vorfeld hatten einige Beobachter eine Erhöhung nicht ausgeschlossen. Viele Marktteilnehmer dürften dem Handel heute fernbleiben und erst wieder am Mittwoch aktiv werden.

US-Feiertag bremst DAX ein
07:25 Uhr

Nikola liquidiert Vermögenswerte

Elektro-LKW-Hersteller Nikola beginnt weniger als ein Jahr nach dem Kauf des Batterieherstellers Romeo Power mit der Liquidierung der Vermögenswerte des Unternehmens. "Nikola stellt den Betrieb von Romeo Power ein und hat ein Verfahren nach dem kalifornischen Assignment for the Benefit of Creditors-Gesetz eingeleitet", sagt ein Unternehmenssprecher.

Nikola liquidiert Vermögenswerte
07:12 Uhr

Nikkei mit Verlusten nach 33-Jahreshoch

Der japanische Aktienindex Nikkei ist von seinem Höchststand gesunken. In der vorangegangenen Sitzung hatte der japanische Leitindex ein 33-Jahreshoch erreicht. Der Nikkei fiel zunächst 1,1 Prozent auf 33.389,28, nachdem er am Montag mit 33.753,33 den höchsten Schlussstand seit März 1990 erreicht hatte. Der breiter gefasste Topix-Index gibt 0,6 Prozent auf 2307 Zähler nach. Der Shanghai Composite notiert unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen tritt auf der Stelle.

Ein Börsenfeiertag in den USA trug zur Vorsicht der Anleger in Asien bei: "Angesichts des heutigen Rückgangs des Nikkei und der Feiertage an den US-Märkten ist es kaum zu erwarten, dass die Anleger proaktiv neue Positionen eingehen", sagt Maki Sawada, Stratege bei Nomura Securities. Zudem hätten die Anleger nach dem gestrigen Höchststand des Nikkei Gewinne mitgenommen.

Nikkei mit Verlusten nach 33-Jahreshoch
06:57 Uhr

Fitch stuft Deutsche Bank herauf

Die Ratingagentur Fitch hat die Deutsche Bank hochgestuft. Das Langfristrating der Bank steige auf "A-" von "BBB+", der Ausblick sei stabil, teilt Fitch mit. Die Agentur verweist auf den 2019 begonnenen Umbauprozess, durch den die Bank ihre Kostensituation verbessert und einen ausgewogeneren Erlösmix erreicht habe. Firmen- und Privatkundengeschäft sollten ausreichend Reserven erwirtschaften, um die Schwankungen des Kapitalmarktgeschäfts auszugleichen.

Fitch stuft Deutsche Bank herauf
06:41 Uhr

Euro kämpft um 1,09er-Marke

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 144,58 Yen und stagniert bei 7,2398 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,8964 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0903 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 0,9775 Franken nach. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,2688 Dollar.

Euro / Dollar

Euro kämpft um 1,09er-Marke
06:30 Uhr

Ohne Wall Street - powert der DAX

Der Start in die neue Handelswoche ist für den DAX nach hinten losgegangen: Der deutsche Börsenleitindex gab 0,4 Prozent ab, schloss bei 16.081 Punkten. An der Wall Street, die verkürzt handelte, kletterten die Kurse allerdings. Durch die positiven Vorgaben aus den USA wird der DAX zum Start ins Dienstagsgeschäft aber fester taxiert.

Bei den Konjunkturdaten stehen heute die Zahlen zum deutschen Außenhandel im Mai an. Die Exporte waren zum Start ins zweite Quartal überraschend gestiegen. Doch Wirtschaftsvertreter sehen darin noch keine Trendwende. Hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und eine gedämpfte Nachfrage belasten das Auslandsgeschäft. Laut dem Münchner IFO-Institut ist die Stimmung in der Export-Industrie so schlecht wie seit Ende 2022 nicht mehr. Zudem veröffentlicht auch der Branchenverband HDE Zahlen in seiner Halbjahresbilanz.

Unternehmensseitig blicken Anleger auf Meta Platforms: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheidet, ob Kartellbehörden bei ihren Wettbewerbsprüfungen auch die Einhaltung der Datenschutzvorschriften untersuchen dürfen. Das Bundeskartellamt hatte 2019 entschieden, dass Facebook seine Marktmacht missbrauchte, indem es bestimmte Daten von Nutzern ohne deren ausdrückliche Zustimmung sammelte. Die Facebook-Muttergesellschaft Meta geht gegen diese Entscheidung juristisch vor und argumentiert, die Behörde überschreite ihre Kompetenzen und missachte die Zuständigkeit der irischen Datenschutzbehörde. Das Oberlandesgericht Düsseldorf legte den Fall dem EuGH vor. Dessen Generalanwalt kam im September zu dem Schluss, dass das Bundeskartellamt rechtmäßig gehandelt hat. In der Regel folgt der EuGH der Argumentation des Generalanwalts.

Da die Wall Street heute feiertagsbedingt geschlossen bleibt, ist mit einem dünnen Handel zu rechnen. Weitere Wochentermine finden Sie hier.

Ohne Wall Street - powert der DAX