Dax macht kurz vor den 25.000 kehrt
Der Dax hat seinen Höhenflug zunächst fortgesetzt. Dabei stieg er bis knapp unter die Marke von 25.000 Zählern, wobei ihm die im Dezember hierzulande stärker als erwartet gesunkene Inflation jedoch keinen zusätzlichen Schub verlieh.
Zeitweise fehlten nur noch rund 30 Punkte, bevor ihm am Nachmittag im Zuge eines abebbenden Schwungs an den US-Börsen die Luft wieder ausging. So schließt der deutsche Leitindex letztlich mit einem nur kleinen Plus von 0,09 Prozent auf 24.892,20 Punkte. Doch auch wenn der Dax die Hürde von 25.000 Punkte noch nicht überwinden kann, rechnen Marktexperten damit, dass er sie in dieser Woche erneut in Angriff nehmen wird.
Der MDax der mittelgroßen Werte legt um 0,69 Prozent auf 31.670,42 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50, der seinen Rekordlauf wie der Dax fortsetzt, gewinnt 0,14 Prozent. Außerhalb des Euroraums erreichten auch der Schweizer SMI und der britische FTSE 100 neue Bestmarken und beendeten den Tag im Plus.
Gold- und Silberpreis steigt weiter
Der Goldpreis baut die kräftigen Vortagesgewinne noch leicht aus. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,6 Prozent auf 4.474 Dollar. Silber legt um weitere 3,6 Prozent zu. Der Fokus liege auf den anstehenden US-Daten im weiteren Wochenverlauf, die Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten, heißt es.
Meta verschiebt Europa-Start seiner smarten Brille wegen "beispielloser Nachfrage" in den USA
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat die Einführung seines neuesten Smartglasses-Modells in Ländern außerhalb der USA aufgeschoben und das mit der hohen Nachfrage amerikanischer Kunden begründet.
Das intelligente Brillenmodell "Ray-Ban Display", das in Zusammenarbeit mit dem französisch-italienischen Brillenkonzern Essilorluxottica entwickelt wurde, sollte ursprünglich Anfang dieses Jahres in Kanada, Frankreich, Großbritannien und Italien in den Verkauf gehen. Aufgrund der hohen Nachfrage und begrenzter Lagerbestände werde sich die Markteinführung jedoch verzögern, schrieb Meta-Kommunikationsmanagerin Lisa Brown Jaloza in einem Blogbeitrag auf der Website des Technologiekonzerns.
"Seit der Markteinführung [des Modells] im vergangenen Herbst haben wir ein überwältigendes Interesse festgestellt, sodass die Wartelisten für das Produkt nun bis weit ins Jahr 2026 reichen", schrieb Brown Jaloza. "Aufgrund dieser beispiellosen Nachfrage und der begrenzten Lagerbestände haben wir beschlossen, unsere geplante internationale Expansion vorübergehend auszusetzen."
"Grob noch zehn Prozent" - Experte prophezeit weiteren Goldpreisanstieg
US-Dienstleistungssektor wächst langsamer
Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche ist laut einer Umfrage von S&P Global im Dezember langsamer als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 52,5 von 54,1 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 53,0 vorhergesagt. Vorläufig war für Dezember ein Wert von 52,9 ermittelt worden. Auch insgesamt ist die US-Wirtschaft im Dezember langsamer gewachsen. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 52,7 von 54,2 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
Dollar legt leicht zu
Der Dollar legt erneut leicht zu - der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Das US-Geopolitik könnte eine Abkehr vom Dollar als Weltreservewährung beschleunigen, so Jefferies-Ökonom Mohit Kumar. "Die neue politische Ordnung wird dazu führen, dass die Länder ihre Abhängigkeit vom Dollar als Reservewährung verringern", ergänzt er. Jefferies bevorzuge Gold und Metalle im Allgemeinen als beste Möglichkeit zur Diversifizierung weg vom Dollar, so der Ökonom.
Ölpreise steigen weiter
Die Ölpreise bauen ihre Vortagesgewinne aus. Der WTI-Preis erhöht sich um 0,5 Prozent. Die US-Intervention in Venezuela ändert nichts an den Ölpreisprognosen von Morningstar. Venezuela werde Jahre umfangreicher Kapital-Investitionen benötigen, um seine Ölinfrastruktur zu modernisieren, so Analyst Joshua Aguilar. Morningstar hält an seinen mittelfristigen Ölpreisprognosen von 65 US-Dollar pro Barrel für Brent und 60 US-Dollar pro Barrel für WTI fest. Es könnte zwar eine gewisse Aufwärtsbewegung der Preise geben, diese werde aber wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.
Wall Street startet mit leichten Gewinnen
Mit einer leicht positiven Tendenz ist die Wall Street in den Handel gestartet. Nachdem der Dow-Jones-Index zu Wochenbeginn auf ein neues Rekordhoch geklettert war, kommt es zu einer Verschnaufpause, heißt es. Unterstützung kam von einem schwächeren ISM-Index, der Zinssenkungsspekulationen neue Nahrung gab. Die Entwicklungen um Venezuela belasten die Stimmung weiterhin nicht. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent auf 49.004 Punkte. Der S&P-500 steigt ebenfalls um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite erhöht sich um 0,2 Prozent.
Ökonom: Inflation dürfte noch weiter sinken
ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski rechnet nach dem unerwartet deutlichen Rückgang der deutschen Inflationsrate im Dezember damit, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Monaten tendenziell fortsetzen und die Inflationsrate unter 2 Prozent bleiben wird. "Auf kurze Sicht werden inflationsdämpfende Faktoren überwiegen, wie der stärkere Euro und günstige Basiseffekte bei der Energie", schreibt er in einem Kommentar. Hinzu kämen in- und ausländische Unternehmen, die Produkte zu Dumpingpreisen aus den USA nach Europa umleiteten. "Dieses Szenario wird auch durch den anhaltenden Rückgang der Erzeuger- und Importpreise gestützt, normalerweise ein guter Frühindikator für die Gesamtinflation", erläutert der Ökonom.
Brzeski nimmt aber zugleich an, dass langfristig die kommenden fiskalischen Impulse zu neuem Inflationsdruck führen werden, zumindest in bestimmten Sektoren. "Was das deutsche Inflationsbild etwas verkompliziert, sind jüngste politische Maßnahmen. Die Mehrwertsteuersenkung für Lebensmittelumsätze im Gastgewerbe dürfte eher die Gewinnmargen in der Branche verbessern, als die Inflation zu senken. Der jüngste Anstieg des Mindestlohns könnte unterdessen langfristigen Inflationsdruck anheizen", kalkuliert er.
Inflationsdaten geben Dax neuen Schwung
Der Dax nimmt Anlauf zum Sprung über die Marke von 25.000 Punkten. Der deutsche Leitindex treibt die Gewinne weiter voran und zieht 0,4 Prozent auf bis zu 24.969 Punkte vor. "Die 25.000-Punkte-Marke ist zum Greifen nah", konstatierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Ein Run auf Aktien von Rüstungsfirmen nach dem US-Militärschlag gegen Venezuela hatte den Dax am Montag erstmals über seine im Oktober aufgestellte bisherige Bestmarke getrieben.
Nach Absatzeinbruch im Vorjahr: 500.000 neue E-Autos auf Deutschlands Straßen
Die Nachfrage nach Elektroautos hat im vergangenen Jahr wieder deutlich angezogen. Mehr als 545.000 reine Batterieautos (BEV) sind im Gesamtjahr 2025 neu auf die Straße gekommen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Das waren demnach 45 Prozent mehr als im äußerst schwachen Vorjahr. Damals war wegen des überraschenden Aus für die sogenannte Umweltprämie der Absatz eingebrochen.
Fachleute sehen deshalb noch keinen echten Hochlauf bei der Elektromobilität in Deutschland. "Die Zahlen deuten auf den ersten Blick auf einen Elektro-Boom hin", teilte Verkehrsexperte Constantin Gall von der Beratungsgesellschaft EY mit. "Tatsächlich aber gleicht das starke Wachstum des Jahres 2025 nur den Absatzeinbruch des Jahres 2024 aus." Im Vergleich zu 2023 liege die Steigerung bei lediglich rund vier Prozent.
Inflationsrate fiel im Dezember auf 1,8 Prozent
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Dezember überraschend stark gefallen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Im Oktober und November lag die Teuerung bei jeweils 2,3 Prozent, nachdem sie im September mit 2,4 Prozent einen Jahreshöchststand markiert hatte. Von November auf Dezember stagnierten die Verbraucherpreise.
Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung um durchschnittlich 2,2 Prozent an.
Einzelhändler, Telemedizin-Anbieter, Weight Watchers: Neue Abnehmpille treibt Rally an
Die Markteinführung der neuen Abnehmpille von Novo Nordisk in den USA ermuntert Anleger zum Einstieg beim dänischen Pharmakonzern. Die Titel springen an der Börse in Kopenhagen um fast sieben Prozent nach oben und erreichen mit 365,45 Kronen den höchsten Stand seit fast drei Monaten. Die neue Darreichungsform der Abnehmspritze Wegovy sei nun bei Einzelhändlern wie Costco sowie über die Telemedizin-Anbieter Ro, LifeMD, WeightWatchers und GoodRx erhältlich, teilte Novo mit. Die Titel der Unternehmen stiegen nach der Ankündigung am Montagabend um rund 2,5 bis zwölf Prozent. Novo will mit der Tablette dem US-Rivalen Eli Lilly Marktanteile im lukrativen Geschäft mit Abnehmmedikamenten abjagen. Lilly hatte zuvor erklärt, im März mit einer Entscheidung über die Zulassung seiner eigenen Abnehmpille zu rechnen. Die Aktien des Konzerns aus Indiana schlossen am Montag 3,6 Prozent tiefer.
25.000-Punkte-Marke bleibt in Schlagweite des Dax
Trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen sind die Anleger an den europäischen Aktienmärkten weiter in Kauflaune. Der Dax nahm die 25.000-Punkte-Marke ins Visier, nachdem der deutsche Leitindex zum Wochenstart die im Oktober aufgestellte Bestmarke übersprungen hatte. In den ersten Handelsminuten zog der Dax um bis zu 0,2 Prozent erneut auf ein frisches Rekordhoch von 24.916,42 Punkten. "Damit rückt die magische Schallmauer von 25.000 Zählern in unmittelbare Reichweite – ein Meilenstein, der bereits am heutigen Dienstag fallen könnte", sagte Frank Sohlleder, Analyst bei ActivTrades.
Die Aussichten für die Wirtschaft stimmten Anleger zuversichtlich. "Wir erwarten, dass die expansive Fiskalpolitik Deutschlands das BIP-Wachstum 2026 deutlich ankurbeln wird", sagten Analysten der Deutschen Bank. Deutschland werde einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des europäischen Wachstums leisten und Spillover-Effekte in andere Länder das Wachstum in Europa zusätzlich beschleunigen.
Schub für Deutschlands Automarkt zum Jahresende
Der Automarkt in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gewachsen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen lag mit 2,9 Millionen Fahrzeugen 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte. Der Dezember brachte mit einem Plus von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat der schleppenden Entwicklung einen Schub. Die Nachfrage hat sich vom Einbruch durch die Corona-Pandemie vor fünf Jahren aber weiter nicht durchgreifend erholt - 2019 rollten noch 3,6 Millionen Neuwagen auf die Straßen.
Analysten setzen dieser Aktie zu
Eine Herabstufung durch die US-Bank Morgan Stanley setzt die Aktie von Brenntag unter Druck. Die Papiere des Chemikalienhändlers geben rund zwei Prozent nach. Die Analysten von Morgan Stanley setzten die Aktie auf "Underweight" von zuvor "Equal Weight" und stutzten das Kursziel auf 50 von zuvor 63 Euro.
VW muss Hunderttausende Autos in den USA zurückrufen
Nach Porsche sind auch VW und Audi im Volkswagen-Konzern von einem umfangreichen Rückruf in den USA betroffen. Die beiden Autobauer müssen nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zusammen knapp 357.000 Fahrzeuge der Baujahre 2019 bis 2026 zurückrufen. Grund ist ein möglicher Ausfall der Rückfahrkamera infolge von Softwareproblemen, der das Unfallrisiko erhöhe. In der vergangenen Woche wurde bereits Porsche zu einem Rückruf von rund 174.000 Autos aus dem gleichen Grund verpflichtet.
Kupferpreis ist in Rekordstimmung
Die Ölpreise geben zunächst leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 19 Cent auf 61,57 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 22 Cent schwächer bei 58,10 Dollar. Der Goldpreis notiert unverändert bei rund 4449 Dollar je Feinunze. Kupfer erreicht wegen Sorgen über Lieferengpässe nach einem Streik in einer chilenischen Mine ein Rekordhoch.
Inflationsrate fällt in mehreren Bundesländern unter Zwei-Prozent-Marke
Die Teuerung hat am Jahresende 2025 in mehreren Bundesländern deutlich nachgelassen. Sowohl in Nordrhein-Westfalen (1,8 Prozent) als auch in Niedersachsen und Sachsen (jeweils 1,9 Prozent) fiel die Inflationsrate im Dezember unter die Zwei-Prozent-Marke, wie die Statistischen Landesämter mitteilten. Im Oktober und November lag der bundesweite Wert noch bei jeweils 2,3 Prozent, nachdem im September mit 2,4 Prozent ein Jahreshöchststand markiert wurde. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen für Dezember mit einem Rückgang auf 2,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt will dazu am Nachmittag eine erste Schätzung veröffentlichen.
Gedämpft wurde der Preisdruck in Nordrhein-Westfalen von nicht mehr so stark steigenden Kosten für Nahrungsmittel. Diese verteuerten sich um durchschnittlich 1,0 Prozent, wobei einzelne Produkte wie Butter (minus 28,7 Prozent) deutlich billiger zu haben waren als im Dezember 2024. Bei den Haushaltsenergien wurden die Verbraucher ebenfalls entlastet. Kundinnen und Kunden von Gas (minus 0,1 Prozent) und Heizöl (minus 7,4 Prozent) profitierten in NRW von Preisrückgängen.
Hamburger Hafen soll von der Börse verschwinden
Die Hauptaktionärin der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) will die Minderheitsaktionäre hinausdrängen. Wie die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE (PoH) mitteilte, strebt sie die Übertragung der A-Aktien der HHLA-Minderheitsaktionäre auf die PoH "gegen eine angemessene Barabfindung" ("Squeeze Out") an. Die PoH, deren Anteile von der Freien und Hansestadt Hamburg und der MSC Group gehalten werden, hält den weiteren Angaben nach mehr als 95 Prozent der HHLA-Aktien.
Deutscher Dienstleistungssektor verliert an Schwung
Die Geschäftsaktivität im deutschen Servicesektor ist im Dezember langsamer als zuvor gewachsen. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 52,7 von 53,1 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Vorläufig war für Dezember ein Wert von 52,6 ermittelt worden. Insgesamt hat sich das Wachstum in Deutschlands Wirtschaft im Dezember verlangsamt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 51,3 von 52,4 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
"Das Expansionstempo hat zwar leicht abgenommen, kann aber immer noch als relativ robust bezeichnet werden. Die Unternehmen sehen sich weiterhin veranlasst, mehr Personal einzustellen als im vergangenen Monat, nachdem man in 2025 zeitweise sogar die Beschäftigung reduziert hatte", kommentierte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, die Entwicklung im Dienstleistungssektor. Die moderaten Zuwächse beim Neugeschäft wiesen zudem darauf hin, dass der Start ins neue Jahr zufriedenstellend ausfallen könnte.
Daimler Truck springen an die Dax-Spitze
Bei den Einzelwerten springen Daimler Truck um bis zu 5,6 Prozent an die Dax-Spitze.
Hintergrund seien überraschend hohe Lkw-Verkäufe in den USA, sagt ein Händler. Dort wurde nach den sehr schwachen Vormonaten für Dezember 2025 ein kräftiges Plus vermeldet, vor allem bei schweren Class-8-Lastern. Rund 42.000 Aufträge wurden erteilt.
Auch die Analysten der Citi hatten sich danach positiv zum Sektor geäußert und Volvo als ihre erste Wahl herausgestellt. Selbst für Europa werden sie optimistisch und erhöhen ihre Absatzerwartung auf plus 1 Prozent 2026 nach zuvor minus 4 Prozent. Wegen besserer Trends der Book-to-Bill-Ratio bevorzugen sie Volvo vor Daimler und Traton.
Kursrutsch bei Adidas - Analysten sehen 20-jährigen Modetrend beendet
Deutlichen Druck auf Adidas sehen Händler nach einer gleich doppelten Abstufung durch Bank of America. Die Aktien fallen um 7,4 Prozent. JD Sports werden von den Analysten auf "Neutral" gesenkt. Grund sei der ausbleibende Aufwärtszyklus im Sportartikelsektor, lautet die Begründung der Analysten. Der Abwärtszyklus halte seit dem zweiten Quartal 2023 an. Es gebe neue Rahmenbedingungen in der Gesellschaft: Der rund 20jährige Trend zur lässigen "Casual"-Mode scheine beendet, das Wachstum im Sektor dürfte sich halbieren auf mittlere einstellige Prozentwerte. Nur bei Puma bleibe man "Neutral".
Steigende Autopreise erwartet
Händler von Volkswagen und Audi erwarten 2026 weiter steigende Autopreise. "Wir sehen zunehmenden Preisdruck, gleichzeitig steigen die Kosten", sagte Alexander Sauer-Wagner, Vorsitzender des VW- und Audi-Partnerverbands, dem "Handelsblatt". Gestiegene Zinsen, höhere Energie- und Personalkosten sowie wachsende Bürokratie lasteten auf den Autohäusern. "Wir arbeiten heute mehr, dokumentieren mehr, berichten mehr – aber am Ende bleibt weniger hängen", sagte Sauer-Wagner. Die Listenpreise würden "in der Tendenz deshalb eher steigen".
Für E-Autos sieht der Verbandschef dennoch Verkaufspotenzial. Maßgeblich sei nicht primär der Listenpreis, sondern die monatliche Leasingrate. "Elektromobilität läuft heute fast ausschließlich über Leasing. Wenn wir mit der Rate unter das Niveau eines vergleichbaren Verbrenners kommen, funktioniert der Verkauf." Für 2026 halte er eine Annäherung der Leasingraten von Elektro- und Verbrennermodellen für möglich.
"Dax nimmt Kurs auf die 25.000"
Das neue Börsenjahr ist noch jung, aber der Dax will offenbar schnell Nägel mit Köpfen machen und setzt zum Sprung über die 25.000er-Marke an. Nachdem er zum Wochenstart bereits 1,3 Prozent zugelegt, bei 24.873 Punkten ein neues Allzeithoch markiert und am Ende dann mit 24.869 Zählern nahe des Rekordes geschlossen hatte, notiert er aktuell im Bereich von 24.890 Stellen. Der nächste Höchststand.
"Der Dax nimmt Kurs auf die 25.000", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf die anhaltende Rally bei Technologiewerten. "Nvidia hat seine neue KI-Chip-Generation vorgestellt – und will auch in den Bereich autonomes Fahren groß einsteigen", erläutert sie. "Zudem steigen nach der US-Intervention in Venezuela auch die Rüstungstitel."
Tech-Rally lebt von KI-Fantasie
An den asiatischen Aktienmärkten geht es in der Breite weiter nach oben. Der japanische Nikkei steigt um 1,2 Prozent auf 52.431 Punkte. Der Index liegt damit nur noch knapp unter seinem Rekordhoch, der Topix baut sein Rekordhoch vom Vortag aus, ebenso der Kospi. Auch an den chinesischen Börsen steigen die Kurse.
In der gesamten Region führen wieder Aktien von Technologie-, insbesondere Chipunternehmen mit der weiter gespielten KI-Fantasie die Gewinnerlisten an. Die Märkte setzten weiter auf eine steigende Nachfrage nach KI, insbesondere aus Rechenzentren, heißt es. Dazu komme Angebotsknappheit, was für Preissetzungsmacht der Chipanbieter spreche und entsprechend die Gewinnerwartungen ankurbele.
Unter den Einzeltiteln gewinnen in Seoul SK Hynix 3 Prozent, in Tokio Advantest 1,9, Renesas 4,2 und Softbank 2,4 Prozent, in Hongkong steigen SMIC um 0,6, JD.com um 2,6 und Tencent um 2,1 Prozent, in Taipeh ziehen TSMC um 1,5 Prozent an. Samsung Electronics liegen lediglich behauptet im Markt. Hier agieren die Anleger vorsichtiger, weil der koreanische Technologieriese im späteren Wochenverlauf Geschäftszahlen präsentieren wird.
RAM-Krise treibt Chip-Aktien
Erneut mit kräftigen Kursgewinnen im Technologiebereich rechnen Händler im heutigen Geschäft. "In den Fokus rückt immer stärker die 'KI-Inflation', die sich durch die enormen Investitionen immer weiter ausbreitet", sagt ein Stratege. Das deutlichste Beispiel sei die Preisexplosion bei RAM-Speichern, die die Kosten von KI immer stärker auf Endverbraucher umlegten. Seit Herbst 2025 haben sie sich teilweise vervierfacht. Daher habe sich Micron schon Anfang Dezember entschlossen, die Consumer-Sparte Crucial einzustellen, und nur noch "Chips an Wohlhabende" zu verkaufen, also an KI-Ausrüster.
Dadurch seien die RAM-Preise auch für private Computer explodiert: "Um die Privatkundenpreise unten zu halten, werden Verbrauchern Computer verkauft, die zu wenig RAM haben, um den Speicherhunger von Windows 11 zu decken". Bei Herstellern von Spielekonsolen wie Playstation oder Xbox wird über eine Verschiebung von Nachfolgemodelle spekuliert. Das Problem dürfte sich auf sämtliche Konsumprodukte bis hin zu Kühlschränken ausdehen. Für Aktien des Speicherherstellers Hynix geht es 3,5 Prozent höher.
"Wir haben immer einen Plan B"
Im Übernahmepoker um die Stahltochter von Thyssenkrupp fordert die IG Metall den indischen Bieter Jindal auf, aktiv zu werden. "Wir glauben weiterhin, dass ein Einstieg von Jindal Steel im Sinne der Beschäftigten bei Thyssenkrupp Steel funktionieren kann", sagte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender IG Metall, der "Rheinischen Post". "Dafür müssen den Worten jetzt aber Taten folgen", fügte er hinzu. "Jindal muss die zu Anfang gemachten unverbindlichen Zusagen nun konkretisieren und glaubwürdig weiterverfolgen, insbesondere was die Investitionen am Standort Duisburg angeht." Dafür brauche es ein transparentes Finanzierungskonzept.
Anfang Dezember hatte Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez gesagt, die Gespräche mit dem indischen Konzern über eine Übernahme der Stahlgeschäfte kämen gut voran. Derzeit prüfe Jindal die Bücher. Wie lange die Gespräche mit Jindal dauern würden, könne er nicht sagen. "Jindal ist ein idealer Fit", betonte der Manager. Auf die Frage nach Alternativen entgegnete er: "Wir haben immer einen Plan B."
Zwei Sektoren heizen Kursrally an
Erneut aufwärts dürfte es mit Europas Börsen gehen. Der Dax-Future hat am Morgen bereits die magische 25.000er-Marke überboten, der Kassa-Index dürfte ihm schon bald folgen. Kurstreiber sind dabei die gleichen Branchen wie am Vortag - Technologie- und Rüstungswerte. In Asien setzen TSMC mit 1,5 Prozent Plus und Hynix mit 2,7 Prozent ihre Rally fort. Noch stärker geht es nach der Entführung von Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro mit Rüstungsaktien nach oben. Die US-Intervention dürfte vor allem kleineren Ländern klargemacht haben, dass sie sich militärisch besser schützen müssen.
Maschinenbau will junge Ingenieure mit KI-Kompetenz
Angehende Ingenieure können ihre Einstellungschancen mit Kenntnissen zur Künstlichen Intelligenz deutlich verbessern. Laut einer Umfrage des Maschinenbauverbandes VDMA halten 86 Prozent der Unternehmen entsprechende Kompetenzen für wichtig. Gleichzeitig sind die Unternehmen sehr skeptisch, wenn es um die Qualität der Ausbildung an den Hochschulen in diesem Punkt geht: Nur 23 Prozent halten die Vorbereitung des Nachwuchses zu KI für gut, während 49 Prozent der Meinung sind, dass die Ausbildung schlecht oder eher schlecht sei.
Grundsätzlich bleibe der Maschinenbau ein attraktiver Arbeitgeber. Immerhin wollten 77 Prozent der kleineren Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten die Zahl ihrer Ingenieure halten und 17 Prozent sogar ausbauen. Bei den größeren Firmen gehen nur 56 Prozent von einer stabilen Entwicklung aus, während 18 Prozent zusätzliche Ingenieure einstellen wollen. Eine ähnliche Tendenz ergibt sich bei den Fachkräften.
USA befeuern Rüstungsrally
Die Rally der Rüstungswerte geht in die nächste Runde. Die US-Intervention in Venezuela dürfte vor allem vielen kleineren Ländern klargemacht haben, dass sie ihre Verteidigung gegenüber übergriffigen Großmächten stärken müssen. "Das dürfte eine globale Aufrüstungsspirale auslösen, die weit über die des Ukraine-Problems hinausgeht", kommentierte ein Stratege. Mit einem Griff nach Grönland würden die USA zudem das erfolgreichste Friedensprojekt der Nachkriegszeit zum Einsturz bringen, die Verwerfungen wären immens. Kurzfristig hätten die USA auch China signalisiert, dass ein Griff nach Taiwan nur logisch wäre.
In Japan springen Rüstungsriesen wie Mitsubishi Heavy und Kawasaki Heavy um 2,4 bis 6,2 Prozent an. In Südkorea steigt der Basket aus Wehrtechnikaktien rund um Hanwha um 3,3 Prozent. Damit dürften auch die deutschen Rüstungsaktien Rheinmetall, Hensoldt und Renk wieder in den Fokus der Anleger rücken.
Globale Mindeststeuer: USA setzen sich durch
Rund 145 Länder haben sich auf eine Änderung des globalen Mindeststeuerabkommens von 2021 geeinigt und damit Bedenken der USA ausgeräumt, die Regeln könnten US-Konzerne benachteiligen. Das neue Maßnahmenpaket bewahrt den Rahmen für eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilte. Damit soll sichergestellt werden, dass große multinationale Unternehmen überall dort, wo sie tätig sind, eine Mindeststeuer entrichten. Die Überarbeitung umfasst Vereinfachungen und Ausnahmeregelungen, um die US-Mindeststeuergesetze an die globalen Standards anzugleichen.
Rekordlaune an Asien-Börsen
Die asiatischen Aktienmärkte setzen ihre Rekordjagd fort und knüpfen an die positiven Vorgaben der Wall Street an. Dort hatten Kursgewinne bei Öl- und Finanzwerten dem Dow-Jones-Index zu einem Allzeithoch verholfen. Die Aktien großer US-Ölkonzerne profitierten von der Nachricht, dass das US-Militär am Wochenende den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro gefangen genommen hat.
Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans klettert auf ein Rekordhoch. Der japanische Topix-Index erreicht ebenfalls eine neue Bestmarke. Die Börsen in Hongkong, Festlandchina und Australien legen ebenfalls zu, während der südkoreanische Kospi leicht von seinem gestern erreichten Rekordhoch nachgibt.
"Vera Rubin" heißt der neue KI-Chip-Standard
Nvidia hat den Start der Massenproduktion seiner nächsten Chip-Generation angekündigt, die eine deutlich höhere Leistung bei Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) verspricht. Die Chips der neuen Plattform namens "Vera Rubin" befinden sich Nvidia-Managern zufolge bereits in den Laboren des Unternehmens und werden von KI-Firmen getestet. Diese könne die fünffache Leistung bei KI-Anwendungen wie Chatbots liefern, sagte Firmenchef Jensen Huang. Mit der neuen Plattform reagiert Nvidia auf den zunehmenden Wettbewerb durch Wettbewerber wie AMD und eigene Großkunden wie Google, die ebenfalls an eigenen KI-Chips arbeiten.
Die "Vera Rubin"-Plattform, die aus sechs separaten Nvidia-Chips besteht, soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Ein Flaggschiff-Server soll 72 der Grafikprozessoren und 36 der neuen Zentralprozessoren des Unternehmens enthalten. Um die Leistungssteigerung zu erzielen, nutzen die "Rubin"-Chips Huang zufolge ein von Nvidia entwickeltes Datenformat. "Auf diese Weise konnten wir eine so gigantische Leistungssteigerung erzielen, obwohl wir nur die 1,6-fache Anzahl an Transistoren haben", sagte Huang. Die Effizienz bei der Erzeugung sogenannter "Token", der Grundeinheit von KI-Systemen, könne um das Zehnfache verbessert werden. Zudem soll eine neue Speichertechnologie namens "Context Memory Storage" Chatbots helfen, bei langen Unterhaltungen schnellere Antworten zu geben.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar zunächst wenig verändert. Er notiert bei 156,47 Yen und 1,1724 Dollar je Euro. Das Pfund Sterling wird mit 1,3539 Dollar bewertet. Der Dollar-Index, der die Währung zu sechs wichtigen Konkurrenten misst, gibt leicht auf 98,291 Punkte nach.
Zweiter Handelstag, erster Dax-Rekord - und nun?
Am Freitag trippelt sich der Dax noch warm, zieht nur leicht an und schließt über der 24.500er-Marke. Gestern dann schlägt der deutsche Börsenleitindex das erste Mal in diesem Jahr zu und markiert ein frisches Rekordhoch: 24.873 Zähler, gute 100 Punkte über dem bisherigen Höchststand aus 2025. Am Ende verabschiedete sich der Dax mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent und 24.869 Stellen aus dem Geschäft.
Und heute? Die Zeichen stehen gut, dass er direkt das nächste Allzeithoch hinterherschickt, denn an der Wall Street zog zum Wochenstart auch der Dow-Jones-Index auf ein neues Hoch. Die noch etwas dünnen Umsätze könnten ebenfalls helfen.
Die Agenda ist noch nicht prall gefüllt. Heute richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf die Inflation in Deutschland. Diese dürfte Ende 2025 gesunken sein. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Preisdaten für Dezember. Ökonomen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate auf 2,0 Prozent gefallen sein dürfte, nach 2,3 Prozent im November. Dies wäre der niedrigste Stand seit Juli 2025.