Wirtschaft

Abflachen im DezemberInflation im Gesamtjahr 2025 bei 2,2 Prozent

06.01.2026, 14:04 Uhr
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Der Einkauf ist im vergangenen Jahr wieder teurer geworden. (Foto: IMAGO/Martin Wagner)

Jahrelang steigen die Preise im Handel und für Dienstleistungen stark an. Das scheint jetzt ein Ende zu haben. Die Inflation in Deutschland pendelt sich auf einem niedrigeren Niveau ein als noch zu Corona-Zeiten oder zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Experten erwarten weitere Besserung.

Die Verbraucherpreise sind im vergangenen Jahr genauso stark gestiegen wie im Vorjahr. Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung um durchschnittlich 2,2 Prozent an. Für das neue Jahr prognostiziert das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) einen Rückgang auf 1,8 Prozent. Entlastet werden die Verbraucher etwa durch den Wegfall der Gasumlage und geringere Netzentgelte.

Im Dezember flachte der Preisauftrieb laut Statistischem Bundesamt deutlich ab: Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Oktober und November lag die Teuerung bei jeweils 2,3 Prozent, nachdem sie im September mit 2,4 Prozent einen Jahreshöchststand markiert hatte. Befragte Ökonomen hatten für Dezember nur einen Rückgang auf 2,1 Prozent vorhergesagt. Von November auf Dezember stagnierten die Verbraucherpreise.

Für Energie mussten Verbraucher im Dezember 1,3 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor (November: -0,1 Prozent). Dienstleistungen verteuerten sich erneut um 3,5 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel zogen um 0,8 Prozent an, nach 1,2 Prozent im November. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag bei 2,4 Prozent (November: 2,7).

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt in der Währungsunion mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate lag im Dezember exakt bei 2,0 Prozent. Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 achtmal auf aktuell zwei Prozent gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sie ihren Leitzins in den kommenden Monaten nicht verändern wird.

Quelle: ntv.de, mpa/rts/AFP

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