Der Börsen-Tag
16. April 2026
imageHeute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Iran-Sorgen bremsen Dax beim Aufstieg

Trotz möglicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtig geblieben. Der Dax verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent und schloss bei 24.154 Punkten, sein Tageshoch lag bei 24.260 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 5937 Stellen.

"Die Märkte befinden sich aktuell im 'Standby-Modus'", resümierte Timo Emden von Emden Research. "Investoren warten ab, ob sich die Lage im Nahen Osten weiter beruhigt oder erneut eskaliert." Anleger hofften nun auf eine Verlängerung der Waffenruhe und einen dauerhaften Frieden, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Doch selbst ein Friedensschluss bedeute nicht die unmittelbare Rückkehr zum Vorkriegsstatus, warnte der Experte. "Hier werden gestörte Lieferketten, beschädigte und heruntergefahrene Förderanlagen und hohe Energiekosten noch lange für Belastungen sorgen."

Auf der Unternehmensseite konnten im Dax Zalando mit einem Plus von 3,0 Prozent punkten. Im MDax legten Redcare Pharmacy um 9,5 Prozent zu. Im Kleinwerte-Index SDax zündeten Gerresheimer ein Kursfeuerwerk, die Titel gewannen 19,4 Prozent. Der angeschlagene Verpackungskonzern hat von seinen Banken und Schuldschein-Gläubigern mehr Zeit für die Lösung seiner Bilanzierungsprobleme bekommen. 

Iran-Sorgen bremsen Dax beim Aufstieg
17:21 Uhr

China setzt auf neue Taiwan-Strategie

Während die Politik von Donald Trump weltweit für Turbulenzen sorgt, präsentiert sich China zunehmend als strategischer Gegenpol. Doch was bedeutet das konkret für Anleger? Lohnt sich ein Investment in China überhaupt und wie lässt sich das umsetzen? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kay-Peter Tönnes von Antecedo.

China setzt auf neue Taiwan-Strategie
16:42 Uhr

Heidelberger-Druck-Aktie tiefrot

Nach ihrem zuletzt rasanten Kursanstieg ist die Aktien von Heidelberger Druck deutlich abgerutscht. Der Titel fiel um 12,4 Prozent und hielt damit die rote Laterne im SDax. Der Druckmaschinenhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 sein Ergebnisziel verfehlt. Das seien keine besonders erfreulichen Nachrichten, sagt ein Händler. Der Startschuss für den Einstieg von Heidelberger Druckmaschinen in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen bescherte der Aktie zuletzt noch deutlich Auftrieb. Allein am Mittwoch waren die Titel um knapp sieben Prozent in die Höhe geschnellt.

Heidelberger-Druck-Aktie tiefrot
16:19 Uhr

Bitcoin gibt deutlich nach

Bitcoin gibt nach. Sorgen über anhaltende Störungen der Energieversorgung aufgrund des Iran-Krieges und die Unsicherheit über mögliche Friedensgespräche dämpfen die Risikobereitschaft. Der zentrale Vermittler Pakistan teilte mit, dass für eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran noch kein Datum festgelegt worden sei. Der Iran habe gedroht, als Reaktion auf eine US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus die Schifffahrt im Persischen Golf, im Golf von Oman und im Roten Meer zu blockieren. Positiver ist, dass US-Präsident Donald Trump mitteilte, die Staats- und Regierungschefs von Israel und dem Libanon würden heute miteinander sprechen. Bitcoin fällt nach früheren Gewinnen um 1,2 Prozent auf 73.916 US-Dollar, wie Daten von LSEG zeigen.

Bitcoin gibt deutlich nach
16:01 Uhr

Grünlicher Beginn an der Wall Street

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Die Aussichten auf weitere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges in Nahost sorgen an der Wall Street für leichte Gewinne zur Eröffnung. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,3 Prozent auf 48.619 Punkte. Der S&P-500 klettert um 0,2 Prozent während sich der Nasdaq-Composite kaum verändert zeigt. Sowohl der S&P-500 als auch der Nasdaq-Composite hatten am Mittwoch neue Rekordstände markiert.

Bei den Einzelwerten gibt erneut die Berichtssaison den Takt vor. Die Maßnahmen zur Neuausrichtung der Snack-Sparte haben sich für Pepsico ausgezahlt. Der US-Konzern steigerte im ersten Quartal Gewinn und Umsatz stärker als erwartet. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Die Aktie gewinnt 0,4 Prozent. Der Versicherer Travelers hat für das erste Quartal einen höheren Gewinn gemeldet. Allerdings wird die Erhöhung der Dividende mit leichter Enttäuschung aufgenommen. Die Aktie reduziert sich um 1,3 Prozent.

Grünlicher Beginn an der Wall Street
15:45 Uhr

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt

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ETFs gewinnen als Baustein der privaten Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig fällt vielen der Einstieg schwer: Begriffe, Auswahlmöglichkeiten und unterschiedliche Strategien sorgen schnell für Unsicherheit. Die ETF Masterclass von ntv zeigt Schritt für Schritt, wie sich das Thema strukturiert und verständlich angehen lässt – von den Grundlagen bis zur eigenen Anlagestrategie.

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ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt
15:31 Uhr

Philly-Fed-Index überrascht positiv

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im April wider Erwarten leicht aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 26,7 Punkte von plus 18,1 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 12,0 erwartet. Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion.

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Blick auf Philadelphia. (Foto: imago/Loop Images)
Philly-Fed-Index überrascht positiv
15:19 Uhr

Insider: Bundesregierung halbiert BIP-Wachstumserwartung für 2026 

Die Bundesregierung rechnet als Folge des Iran-Krieges für dieses und das kommende Jahr mit einem deutlich geringeren Wirtschaftswachstum und höherer Inflation. Im Entwurf des neuen Konjunkturausblicks senke das Wirtschaftsministerium die Wachstumserwartung für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 von 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent, erfuhr Reuters von einem Insider. Für 2027 gehe die Regierung laut dem Entwurf von einem BIP-Wachstum um 0,9 Prozent aus. Für das Gesamtjahr 2026 lege die Regierung dabei eine Preissteigerung von 2,7 Prozent zugrunde, für 2027 von 2,8 Prozent. Das sind für 2026 0,6 Prozentpunkte und für 2027 0,8 Prozentpunkte mehr als noch im Januar angenommen.

Das Wirtschaftsministerium lehnte eine Stellungnahme zu den Insider-Informationen ab. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will die alljährliche Frühjahrsprojektion am 22. April dem Kabinett vorlegen.

Insider: Bundesregierung halbiert BIP-Wachstumserwartung für 2026 
15:06 Uhr

Abbott-Aktie nach Prognosesenkung rot

Die Aktien von Abbott geben im vorbörslichen US-Handel um mehr als vier Prozent nach. Der Medizintechnikkonzern senkt wegen der Belastungen aus dem 23 Milliarden Dollar schweren Zukauf des Krebstest-Herstellers Exact Sciences seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Abbott rechnet für 2026 nun mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 5,38 und 5,58 Dollar, nach zuvor 5,55 bis 5,80 Dollar. Trotz der Einbußen füge die Übernahme dem Portfolio ein wachstumsstarkes Geschäft hinzu, sagt Firmenchef Robert Ford.

Abbott-Aktie nach Prognosesenkung rot
14:42 Uhr

Türkei verliert bei Lira-Stützung rapide Devisenreserven

Die Bemühungen der türkischen Zentralbank, die Abwertung der Lira während des Iran-Krieges einzudämmen, hätten im vergangenen Monat zu einem erheblichen Schwund der Devisenreserven geführt, schreibt Tatha Ghose von der Commerzbank in einer Research Note. "Dieses Unterfangen ist nicht nachhaltig", meint er. Sollte der Iran-Krieg andauern, müssten die politischen Entscheidungsträger möglicherweise stärkere Kursverluste der Lira zulassen.

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die türkische Lira habe sich bereits vor dem Krieg auf einem klaren Abwertungskurs befunden. Dies verschärfe die bereits bestehenden Anfälligkeiten der Zahlungsbilanz und könnte die bereits hohe Inflation aufgrund höherer Energiepreise weiter anheizen. Der US-Dollar hat laut LSEG-Daten zuvor ein Rekordhoch von 44,8428 Lira erreicht. Die Commerzbank erwartet, dass er bis Dezember 55,00 Lira erreichen wird.

Türkei verliert bei Lira-Stützung rapide Devisenreserven
14:26 Uhr

Pepsico übertrifft Erwartungen - Preissenkungen bei Snacks wirken

Die Maßnahmen zur Neuausrichtung der Snack-Sparte haben sich für Pepsico ausgezahlt. Der US-Konzern steigerte im ersten Quartal Gewinn und Umsatz stärker als erwartet. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Snack- und Getränkehersteller. Der Nettogewinn stieg auf 2,33 Milliarden Dollar von 1,83 Milliarden im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 1,61 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 1,54 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Dollar. Der Konsens hatte auf 18,95 Milliarden gelautet. Das organische Wachstum betrug 2,6 Prozent.

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(Foto: imago/Levine-Roberts)

Pepsico hat daran gearbeitet, die Kunden für sein Snackgeschäft zurückzugewinnen, unter anderem durch Preissenkungen im gesamten Portfolio und die Neupositionierung einiger seiner größten Marken, wie Lay's Kartoffelchips und Gatorade.

Pepsico übertrifft Erwartungen - Preissenkungen bei Snacks wirken
14:16 Uhr

Lufthansa legt erste Flugzeuge still

Die Lufthansa legt als Reaktion auf Streiks und hohe Kerosinkosten erste Flugzeuge still. Als Erstes sollen ab Samstag die 27 älteren Flugzeuge der Regionaltochter Cityline am Boden bleiben, wie das MDax-Unternehmen mitteilt.

Lufthansa legt erste Flugzeuge still
14:09 Uhr

Bosch macht erstmals seit Jahren Verlust, will aber schnell wieder auf die Sonnenseite

Der Technologiekonzern Bosch ist 2025 zum ersten Mal seit Jahren in die roten Zahlen gerutscht. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 400 Millionen Euro, wie Bosch-Finanzchef Markus Forschner bei der Bilanzvorlage sagte. 2024 hatte der Nachsteuergewinn von Bosch noch bei rund 1,3 Milliarden Euro gelegen. Bosch will aber die ersten Früchte seines Sparprogramms ernten. Der Stiftungskonzern sagte für 2026 eine Gewinnmarge von vier bis sechs Prozent voraus, das ist zwei- bis dreimal so viel wie im vergangenen Jahr.

Forschner sagte, dabei spiele eine Rolle, dass anders als 2025 keine hohen Rückstellungen wegen des Stellenabbaus mehr nötig seien. Zudem wirkten sich die Restrukturierungsmaßnahmen sukzessive positiv auf das Ergebnis aus. " Auch wenn wir unsere Zielrendite von sieben Prozent 2026 noch nicht erreichen – wir sind auf dem richtigen Weg und kommen ein großes Stück voran." Beim Umsatz traut sich Bosch ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent zu. Das wirtschaftliche Umfeld dürfte dabei schwierig bleiben, sagte Forschner. 

Bosch macht erstmals seit Jahren Verlust, will aber schnell wieder auf die Sonnenseite
13:53 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Weiter entspannt zeigt sich die Lage am Euro-Geldmarkt in Frankfurt. Der Overnight-Satz wird breit gestellt bei 1,87 zu 2,07 Prozent. Die Euribor-Sätze waren angesichts der Entspannung im Nahen Osten bereits zurückgekommen. Diskutiert werden weiter die Aussichten auf eventuelle Zinsschritte nach oben. Analysten zeigen sich hier zunehmend entspannt, nicht nur mit Blick auf die EZB, sondern auch die Bank of England.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,83 - 2,13 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,20 (2,00 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,18 - 2,23 (1,99 - 2,29), 6-Monats-Geld: 2,14 - 2,24 (2,16 - 2,26), 12-Monats-Geld: 2,51 - 2,63 (2,51 - 2,81), Euribors: 15.04. 14.04. 3 Monate: 2,2400 2,2430, 6 Monate: 2,4680 2,4750, 12 Monate: 2,7560 2,7670 

Neues vom Geldmarkt
13:29 Uhr

Diese Autos kauft der deutsche Otto Normalverbraucher

Der deutsche Neuwagenmarkt ist ein Dienstwagenmarkt. Schaut man rein auf die privaten Neuzulassungen in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), ergibt sich eine ganz andere Bestseller-Liste als auf dem Gesamtmarkt. Statt dem VW Golf steht im ersten Quartal dann das Model Y von Tesla an der Spitze der Beliebtheit (7.440 Neuzulassungen). Absatz-Garanten wie VW Tiguan, Opel Corsa, VW Passat, Skoda Octavia und Mercedes GLC schaffen es nicht in die Privatmarkt-Top-Ten. Dafür finden sich dort Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis wie Hyundai Tucson oder Dacia Sandero.

Auch der Mercedes CLA platziert sich überraschend stark - offenbar trifft er mit seiner Mischung aus Hightech-E-Antrieb, Prestige und halbwegs überschaubarem Preisniveau eine interessante Lücke im Privatmarkt. Allerdings fließen hier auch noch die Abverkäufe des Vorgängermodells in die KBA-Daten ein. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten knapp 700.000 Pkw neu zugelassen, gut 228.000 davon gingen an private Halter.

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Das beliebteste Auto bei Privatkunden war im ersten Quartal das Tesla Model Y. (Foto: sp-x/KBA)
Diese Autos kauft der deutsche Otto Normalverbraucher
13:05 Uhr

EU bereitet Energiesparpaket vor: Verbrauch von Öl und Gas sollen schneller sinken

Die EU-Kommission will im Kampf gegen die Folgen der Energiekrise den Verbrauch von Öl und Gas reduzieren und die Strompreise drücken. Das geht aus einem Entwurf der Europäischen Kommission hervor, der in der kommenden Woche vorgestellt werden soll und dem "Handelsblatt" vorliegt.

In dem Papier rät die Kommission ihren Mitgliedsländern, nicht Steuern auf Benzin und Diesel zu senken, sondern den öffentlichen Nahverkehr, Strom, Wärmepumpen und E-Autos zu fördern, um schneller von Öl und Gas unabhängig zu werden. Dem Papier zufolge will die Kommission noch im Mai einen Gesetzesvorschlag vorlegen. EU-Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strom günstiger zu besteuern als fossile Energien.

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EU bereitet Energiesparpaket vor: Verbrauch von Öl und Gas sollen schneller sinken
12:40 Uhr

ETF-Käufe brechen im März um 80 Prozent ein

Der Irankrieg hat die Finanzmärkte im März unter großen Stress gesetzt. Besonders deutlich war das auf dem Markt für ETFs zu spüren: viele Anleger hielten sich mit Käufen zurück. Welche Bereiche am meisten betroffen waren, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Antje Schiffler von Morningstar.

ETF-Käufe brechen im März um 80 Prozent ein
12:18 Uhr

Alibaba Group bringt KI-Weltmodell Happy Oyster auf den Markt

Die Alibaba Group hat Happy Oyster auf den Markt gebracht. Damit verstärkt das Unternehmen seine Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und schließt sich Google beim Vorstoß in Weltmodelle an. Die Einführung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem das chinesische Unternehmen ein KI-Modell zur Erstellung von Videos veröffentlicht hat. Dieses Modell führt eine weltweite Rangliste an. Happy Oyster kann über die einfache Videogenerierung hinausgehen. Es kann die physische Realität simulieren. Dies lässt sich auf Videospiele und die Filmindustrie anwenden. Forscher hoffen zudem, dass die Technologie humanoide Roboter intelligenter machen wird.

Alibaba Group bringt KI-Weltmodell Happy Oyster auf den Markt
12:08 Uhr

Dax fester - Öl wieder deutlich teurer

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich an einem nachrichtenarmen Tag vorerst für den Weg nach oben entschieden. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,5 Prozent im Plus bei 24.177 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,3 Prozent auf 5961 Stellen. Der Euro lag etwas leichter bei 1,1776 US-Dollar. Brent- und WTI-Öl verteuerten sich deutlich um 1,6 beziehungsweise 1,3 Prozent auf 96,30 beziehungsweise 92,46 Dollar je Barrel.

Dax fester - Öl wieder deutlich teurer
11:54 Uhr

Iran-Krieg macht Easyjet zu schaffen - Aktie bricht ein

Der britische Billigflieger Easyjet rechnet wegen der stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Nahost-Krieges mit einem deutlich höheren Verlust. Im ersten Geschäftshalbjahr werde ein Vorsteuerverlust zwischen 540 und 560 Millionen Pfund erwartet, teilte das Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus bei 394 Millionen Pfund. Die Easyjet-Aktie brach in London bis um rund sieben Prozent ein und zog auch die Papiere des Konkurrenten Wizz Air mit nach unten.

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran verunsichert Passagiere und dämpft die Nachfrage für den Sommer. Für das dritte Quartal sind nach Angaben von Easyjet bislang 63 Prozent der Tickets verkauft nach 65 Prozent im Vorjahr. Kunden mieden derzeit Ziele wie die Türkei, Ägypten und Zypern.

Iran-Krieg macht Easyjet zu schaffen - Aktie bricht ein
11:26 Uhr

Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum in die Höhe

Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Krieges treibt die Inflation im Euroraum sprunghaft nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat auf Basis endgültiger Daten mitteilte. In einer vorläufigen Schätzung war von 2,5 Prozent die Rede. Noch im Februar hatte die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent unter dem Ziel der EZB von 2,0 Prozent gelegen. Diese ist vor ihrer nächsten Zinssitzung Ende des Monats mit Blick auf die Inflationsgefahr auf der Hut.

Laut EZB-Chefin Christine Lagarde ist die Zentralbank bereit zu handeln, wenn es die Datenlage erfordert. Nach Ansicht des estnischen Ratsmitglieds Madis Müller verfügt die EZB Ende des Monats womöglich jedoch noch nicht über ausreichende Daten, um die Notwendigkeit einer Zinserhöhung beurteilen zu können. Bundesbankchef Joachim Nagel plädiert dafür, flexibel zu bleiben. Damit habe die Zentralbank etwas Handlungsspielraum.

Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum in die Höhe
11:02 Uhr

Schokoladenhersteller-Aktie stürzt ab

Die Aktie von Barry Callebaut ist stark eingebrochen, nachdem der Schokoladenhersteller vor einer Gewinnbelastung gewarnt hatte. Diese resultiert aus dem Plan des neuen Vorstandsvorsitzenden, eine schnellere Rückkehr zum Umsatzwachstum zu erreichen. Die Aktie des Schweizer Unternehmens fiel im europäischen Handel um 16 Prozent, liegt aber im Vergleich zum Vorjahr immer noch 44 Prozent im Plus.

Schokoladenhersteller-Aktie stürzt ab
10:41 Uhr

DocMorris dank E-Rezepten auf Kurs zur Gewinnschwelle

Die Online-Apotheke DocMorris ist dank des boomenden Geschäfts mit E-Rezepten mit Schwung ins Jahr gestartet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 11,7 Prozent auf 303,8 Millionen Franken. Treiber war das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx), das um gut 30 Prozent zulegte. Zugleich machte DocMorris Fortschritte auf dem Weg in die Gewinnzone: Der bereinigte operative Verlust (Ebitda) schrumpfte auf 6,3 Millionen Franken von 16,1 Millionen vor Jahresfrist. Der Vorstand bekräftigte, im laufenden Jahr beim bereinigten Ebitda die Gewinnschwelle zu erreichen.

DocMorris dank E-Rezepten auf Kurs zur Gewinnschwelle
10:16 Uhr

"Ohne China kann Europa nicht mal Zahnpasta herstellen"

Allen politischen Reibereien zum Trotz bleibt China einer der wichtigsten Handelspartner für Europa. Der Chef der EU-Handelskammer in Peking, Jens Ekel, warnt eindringlich vor den Folgen der wirtschaftlichen Abhängigkeit. Chinas Regierung könnte etwa Exportkontrollen als Druckmittel einsetzen.

"Ohne China kann Europa nicht mal Zahnpasta herstellen"
09:42 Uhr

TSMC liefert: Aktie gewinnt 180 Prozent auf Jahressicht

35,7 Milliarden US-Dollar Umsatz in nur drei Monaten. Das ist ein Umsatzsprung von exakt 35,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) liefert zum Start ins Jahr 2026 damit die Zahlen, die der Markt erhofft hat. Der weltgrößte Auftragsfertiger profitiert dabei massiv vom unstillbaren Hunger nach KI-Infrastruktur.

Besonders der März stach mit einem Plus von über 45 Prozent heraus. Damit landet TSMC am oberen Ende der eigenen Prognose. An der Börse spiegelt sich diese Dominanz wider. Die Aktie notiert mit 375,10 US-Dollar nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein massiver Kursgewinn von über 181 Prozent zu Buche.

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TSMC liefert: Aktie gewinnt 180 Prozent auf Jahressicht
09:27 Uhr

Weiterer Streiktag bei der Lufthansa - so reagiert die Aktie

Rund 20 Starts und ebenso viele Ankünfte wurden am Hauptstadtflughafen BER gestrichen, wie aus den Fluginformationen auf der Internetseite des Flughafens hervorgeht. Außerdem fallen rund die Hälfte der Verbindungen der Lufthansa-Tochter Eurowings aus. Die Aktie verliert am Morgen 0,2 Prozent.

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Weiterer Streiktag bei der Lufthansa - so reagiert die Aktie
09:12 Uhr

Umfrage: Stimmung in der deutschen Wirtschaft auf neuem Tiefpunkt

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist noch schlechter als vor einem Jahr. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 964 Unternehmen hervor, die im März stattgefunden hat und dem "Handelsblatt" vorliegt. 43 Prozent der befragten Unternehmen berichten demnach von einer schlechteren Lage als vor einem Jahr, nur 14 Prozent von einer besseren.

"Die nicht überwundene wirtschaftliche Krise in Deutschland zeigt sich nach wie vor in der insgesamt schlechten Geschäftslage der deutschen Unternehmen", heißt es in der Analyse. In Industrie, Dienstleistungssektor und Bauwirtschaft werde die aktuelle Lage "unterm Strich negativ bewertet". So erwarten 35 Prozent der Firmen für 2026 einen Rückgang der Produktion, während nur 21 Prozent mit einem Anstieg rechnen.  "Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft in der längsten Phase negativer Unternehmenserwartungen seit 20 Jahren – zumindest seit der Ausweisung gesamtdeutscher Ergebnisse ab dem Jahr 2005", heißt es in der IW-Analyse.

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Umfrage: Stimmung in der deutschen Wirtschaft auf neuem Tiefpunkt
09:05 Uhr

Dax gibt sich einen Ruck

Der deutsche Aktienindex startet mit Mini-Aufschlägen in den Handel. Der Dax wagt sich 0,1 Prozent vor auf 24.095 Punkte. Für Rückenwind sorgen die Anzeichen für eine Annäherung der kriegsführenden Parteien im Nahen Osten.

Die größten Gewinner sind am Morgen Infineon (+1,0%), BASF (+0,9%) und Heidelberg Materials (+0,7%).

Dax gibt sich einen Ruck
08:56 Uhr

Nikkei schließt auf Allzeithoch - alle Verluste durch Iran-Krieg aufgeholt

Der japanische Nikkei 225 schließt 2,4 Prozent höher bei einem Rekordstand von 59.518,34 Punkten. Damit hat er alle Verluste wieder wettgemacht, die er durch den Iran-Krieg und die Befürchtungen einer Verknappung von Energie und petrochemischen Produkten erlitten hatte. Elektronikaktien führten die Gewinne an, da sich der Fluss von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus seit der US-Blockade iranischer Häfen verbessert hat. 

Nikkei schließt auf Allzeithoch - alle Verluste durch Iran-Krieg aufgeholt
08:35 Uhr

So weit hinkt der Dax dem S&P 500 hinterher - dieser Titel ist wie Blei

Während der S&P 500 am Vortag einen neuen Rekordstand markierte, liegt der Dax noch rund 1500 Punkte unter dem im Januar erreichten Allzeithoch von 25.507 Punkten. Der Grund hierfür liegt laut Einschätzung aus dem Handel einerseits an der wesentlich höheren Energieabhängigkeit Europas vom Nahen Osten. Zum anderen stellt die Entwicklung des Dax-Schwergewichts SAP einen Bremsklotz für den Index dar. Die SAP-Aktie liegt wegen Sorgen vor KI-Disruptionen seit Jahresbeginn knapp 30 Prozent hinten.

So weit hinkt der Dax dem S&P 500 hinterher - dieser Titel ist wie Blei
08:29 Uhr

Dax dürfte höher starten

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag höher starten. Trotz zunehmender Hoffnungen auf weitere Verhandlungen im Iran-Krieg hatten die Anleger am Mittwoch Aktien nur mit spitzen Fingern angefasst. Der Dax schloss bei 24.066 Punkten quasi unverändert.

An der Wall Street verbuchten Nasdaq und S&P Schlussrekorde. Die Indizes stiegen um 1,6 und 0,8 Prozent. Der Dow Jones bewegte sich kaum vom Fleck. Im Mittelpunkt steht weiter der Krieg in Nahost. Der Iran zieht in den Verhandlungen mit den USA Insidern zufolge eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus in Erwägung. 

Dax dürfte höher starten
08:09 Uhr

Am Ölmarkt regiert die Skepsis - Preise steigen

Zweifel an einem baldigen Frieden in Nahost schieben den Ölpreis etwas an. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuern sich jeweils um rund ein halbes Prozent auf 95,29 beziehungsweise 91,70 Dollar je Fass. "Obwohl Hoffnungen auf eine Deeskalation bestehen, bleiben viele Investoren skeptisch, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran immer wieder gescheitert sind, selbst nachdem sie scheinbar Fortschritte erzielt hatten," sagt Toshitaka Tazawa, Analyst bei Fujitomi Securities.

Bis ein Friedensabkommen erzielt und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederhergestellt sei, dürften die WTI-Preise voraussichtlich weiterhin zwischen 80 und 100 Dollar schwanken, prognostiziert der Experte.

Der Krieg in Nahost hat zu der bislang größten Unterbrechung der weltweiten Öl- und Erdgasversorgung geführt. Insidern zufolge zieht der Iran in den Verhandlungen mit den USA nun eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus in Erwägung. Damit rückt die Islamische Republik erstmals von Maximalforderungen ab. Bislang wollte die Regierung in Teheran Gebühren für die Durchfahrt durch die internationale Wasserstraße erheben und die Souveränität über die Meerenge beanspruchen. Seit dem 8. April gilt eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran. 

Am Ölmarkt regiert die Skepsis - Preise steigen
07:46 Uhr

Großbrand in wichtiger Ölraffinerie bringt Australien unter Druck 

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Betroffen ist den Angaben zufolge vor allem die Benzinproduktion, während die Herstellung von Diesel und Kerosin aus Sicherheitsgründen auf reduziertem Niveau weiterläuft. (Foto: picture alliance/dpa/AAP)

Ein Großbrand in einer Ölraffinerie im australischen Geelong hat die Treibstoffproduktion vorübergehend beeinträchtigt und sorgt für zusätzliche Unsicherheit bei der Versorgung mit Kerosin. Das gewaltige Feuer mit mehreren Explosionen in der Anlage des Energieunternehmens Viva Energy war am späten Mittwochabend (Ortszeit) ausgebrochen. Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle.

Die Anlage in der Nähe von Melbourne ist eine von nur zwei großen Ölraffinerien im Land. Sie deckt laut Viva Energy über 50 Prozent des Kraftstoffbedarfs des Bundesstaates Victoria und 10 Prozent des gesamten australischen Kraftstoffbedarfs. Die Raffinerie kann nach Unternehmensangaben bis zu 120.000 Barrel Öl pro Tag verarbeiten. Das Unglück trifft Australien schwer, weil Fluggesellschaften ohnehin bereits mit stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus zu kämpfen haben.

Großbrand in wichtiger Ölraffinerie bringt Australien unter Druck 
07:31 Uhr

Uniper prüft LNG-Käufe von kanadischer Westküste

Europäische Energiekonzerne wie Uniper erwägen laut Insidern den Kauf von Flüssigerdgas (LNG) von der kanadischen Westküste, um ihre Lieferketten breiter aufzustellen.

Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges und der Sperrung der Straße von Hormus liefen Gespräche mit dem geplanten Exportterminal Ksi Lisims LNG, zitiert Reuters mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Ein Transport durch den Panamakanal nach Europa sei zwar mit höheren Kosten und längeren Fahrzeiten verbunden. Die Käufer seien jedoch bereit, dies für eine sichere Versorgung aus einem demokratischen Land in Kauf zu nehmen. Uniper lehnte eine Stellungnahme ab.

Im vergangenen Jahr stammten 96 Prozent der deutschen LNG-Importe aus den USA. Das kanadische Projekt bietet nun eine Möglichkeit zur Diversifizierung, auch wenn es keine kurzfristige Lösung für den europäischen Energiebedarf darstellt. Bis zur Fertigstellung des Terminals dürften noch Jahre vergehen. 

Uniper prüft LNG-Käufe von kanadischer Westküste
07:24 Uhr

Höhere Dieselpreise treiben auch Eisenerzpreise nach oben

Auch die Eisenerzpreise notieren im frühen asiatischen Handel höher, wahrscheinlich ebenfalls gestützt durch Chinas robustes Wirtschaftswachstum im ersten Quartal. Höhere Dieselpreise aufgrund des Nahost-Konflikts würden zudem die Produktions- und Transportkosten erhöhen und die Eisenerzpreise in die Höhe treiben, schreibt Galaxy Futures in einem Kommentar. "Sofern der Konflikt zwischen den USA und dem Iran nicht extrem eskaliert, ist es unwahrscheinlich, dass sich die Preislogik einer lockeren Angebots- und Nachfragesituation umkehrt." Der meistgehandelte Eisenerz-Kontrakt an der Dalian Commodity Exchange notiert 2,2 Prozent höher bei 776 Yuan pro Tonne.

Höhere Dieselpreise treiben auch Eisenerzpreise nach oben
07:17 Uhr

Wetten auf ein Ende des Iran-Kriegs: Kupferpreis steigt 

Der Kupferpreis steigt im frühen asiatischen Handel. Die Aussicht auf ein Ende des Nahost-Konflikts habe die Sorgen vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums gemildert, während Signale auf eine stärkere Kupfernachfrage in China hindeuteten, schreibt das Research-Team der ANZ in einer Research Note. Die Importe von Kupfererz und -konzentrat seien im März im Jahresvergleich um 6,6 Prozent gestiegen, was auf eine starke Nachfrage der heimischen Hütten trotz ungünstiger Schmelz- und Raffinierlöhne hindeute. Unterdessen hätten auch die chinesischen Verarbeiter ihre Käufe ausgeweitet, um die jüngsten niedrigen Preise zu nutzen, stellt ANZ fest. Dies habe zu einem Rückgang der Kupferbestände in China geführt. Der Dreimonatskontrakt für Kupfer an der LME notiert 0,5 Prozent höher bei 13.313,50 US-Dollar je Tonne.

Wetten auf ein Ende des Iran-Kriegs: Kupferpreis steigt 
07:10 Uhr

Starke China-Daten machen Anleger in Asien vorerst mutig

Unerwartet starke Konjunkturdaten aus China und die Hoffnung auf eine Beilegung des Iran-Konflikts geben den asiatischen Aktienmärkten Rückenwind. Die Börse Shanghai gewinn 0,4 Prozent auf 4043,64 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,6 Prozent auf 4713,95 Punkte.

Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im ersten Quartal mit 5,0 Prozent stärker als von Analysten erwartet. "Der solide Jahresauftakt dank einer starken Exportleistung deutet darauf hin, dass die direkten Auswirkungen des Nahost-Konflikts vorerst begrenzt bleiben", sagte Junyu Tan, regionaler Ökonom für Nordasien bei Coface in Hongkong. Die Aussichten seien jedoch "trotz der relativen Widerstandsfähigkeit Chinas bei den Unterbrechungen der Energielieferketten nicht nur rosig. Der Exportmotor könnte bei einem Andauern des Konflikts durch eine schwächere globale Nachfrage gebremst werden."

In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,4 Prozent auf 59.549,59 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 1,3 Prozent höher bei 3820,66 Zählern. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 0,3 Prozent zu und steuerte damit auf den dritten Gewinntag in Folge zu. Die Analysten vom Goldman Sachs sind für die Aktien der Schwellenländer "insgesamt positiv gestimmt". Die Gewinne in der Region würden von der KI-bezogenen Nachfrage angetrieben, die von den direkten Auswirkungen des Ölschocks abgeschirmt sein dürfte, heißt es.

Starke China-Daten machen Anleger in Asien vorerst mutig
07:03 Uhr

Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Chinas Konjunktur ist nach einem schwachen vierten Quartal 2025 zu Jahresbeginn trotz neuer globaler Konflikte stärker gewachsen als erwartet. In den ersten drei Monaten legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Daten um 5,0 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum zu, wie die Statistikbehörde in Peking mitteilte. Analysten hatten ein geringeres Wachstum von bis zu 4,8 Prozent prognostiziert. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte im vierten Quartal 2025 lediglich einen BIP-Anstieg von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbucht. Dies war das schwächste Quartalswachstum seit Ende des Corona-Lockdowns drei Jahre zuvor. 

China plagen seit längerem Wirtschaftsprobleme wie eine schwache Nachfrage gepaart mit einem Überangebot in vielen Branchen. Peking will den Konsum in China fördern, um damit zum Wirtschaftswachstum beizutragen. Doch Konflikte wie der Iran-Krieg und steigende Kosten etwa durch höhere Ölpreise sorgen für Unsicherheit.

Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
06:59 Uhr

Was traut sich der Dax?

Stehen die Anleger wieder an der Seitenlinie oder wagen sie sich vor? Am Vortag war der Dax mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 24.066,70 Punkte aus dem Handel gegangen, womit er sich immerhin weiter über der Marke von 24.000 Zählern behauptete. Im Fokus steht weiterhin der Nahost-Konflikt. "Solange es keine dauerhafte Lösung des Konflikts gibt und die Straße von Hormus nicht frei befahrbar ist, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Markterholung", kommentieren die Experten der Landesbank Helaba.

Was steht heute an? Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesbank-Präsident Joachim Nagel wollen sich in Washington anlässlich der IWF-Frühjahrstagung vor der Presse äußern. Dabei dürfte es um den richtigen Weg gehen, wie die Europäische Zentralbank auf die höhere Inflation im Zuge des Nahost-Krieges reagieren sollte. Auch die geplanten und möglichen weiteren Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung von Verbrauchern und Wirtschaft dürften Thema werden.

Chinas Wirtschaft dürfte ihr Wachstumstempo zu Jahresbeginn gesteigert haben. Experten erwarten einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal von 4,8 Prozent, nach einem Plus von 4,5 Prozent Ende 2025. Damit wäre konjunkturell in der Volksrepublik alles im grünen Bereich.

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch präsentiert seine ausführliche Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Im Januar hatte der Stiftungskonzern vorläufige Zahlen vorgelegt, deshalb dürften die Aussichten für das laufende Jahr im Mittelpunkt stehen. Wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Weltwirtschaft dürfte das Jahr erneut schwierig werden.

Lufthansa strapaziert auch heute weiter die Nerven der Reisenden. Neben dem Kabinenpersonal treten auch die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa aller Voraussicht nach in den Ausstand. Denn in dem Streit mit der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sind die Fronten verhärtet, beide Seiten konnten sich nicht auf Bedingungen für eine Schlichtung in dem Konflikt einigen. VC hatte einen Streik der Piloten bei der Kernmarke Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Regionalgesellschaft Cityline für Donnerstag und Freitag angekündigt. Dazu befinden sich die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und der Cityline, vertreten durch die Gewerkschaft Ufo, weiter im Streik.

Zahlen für das erste Quartal gibt es heute ferner vom weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC. Experten erwarten einen Gewinnsprung von 50 Prozent. Der weltgrößte Streaming-Anbieter Netflix eröffnet wie üblich die Bilanzsaison der großen US-Technologiewerte. Börsianer erwarten Aussagen zur künftigen Strategie, nachdem sich das Unternehmen aus dem Übernahmekampf mit Paramount Skydance um Warner Bros zurückgezogen hatte.  

Was traut sich der Dax?