Der Börsen-Tag
26. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Dax müht sich nach oben

Trotz der überzeugenden Nvidia-Zahlen ist der deutsche Aktienmarkt nur mühsam vom Fleck gekommen. Der Dax legte um 0,5 Prozent zu und schloss bei 25.289 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 6161 Stellen, zuvor hatte er mit 6200 Zählern ein frisches Rekordhoch erreicht. "Die Top-Zahlen von Nvidia reichen nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen", konstatiert Thomas Altmann von QC Partners. "Die Anleger bleiben vorsichtig."

Anleger spekulieren, dass durch KI bestehende Geschäftsmodelle oder Arbeitsweisen grundlegend verändert oder durch effizientere Alternativen ersetzt werden. Aktien vieler Branchen verzeichneten daher in den vergangenen Wochen deutliche Kursverluste.

Doch nicht nur die Bilanzen von US-Konzernen, auch zahlreiche deutsche Unternehmen bewegten an der Frankfurter Börse die Gemüter. Im Dax konnte die Allianz nach einem Rekordgewinn bei den Anlegern punkten, die Papiere gewannen 0,8 Prozent. Laut einem Börsianer enttäuschte das Ergebnisziel für 2026, das der Versicherer üblicherweise auf dem im Vorjahr erwirtschafteten operativen Gewinn aufsetzt. Im Minus notierten dagegen Munich Re, sie gaben um 0,7 Prozent nach.

Bei Puma regte dagegen ein geringerer Betriebsverlust als erwartet die Kauflaune an. Die Titel rückten im MDax um 9,8 Prozent vor.

Dax müht sich nach oben
17:14 Uhr

Wie groß ist die Crash-Gefahr?

Die jüngsten Zollkapriolen haben die politische Unsicherheit in den USA weiter verstärkt. Die Aktienmärkte scheint das allerdings weitestgehend kalt zu lassen. Wie groß ist die Gefahr, dass es doch noch zu einem Crash kommt und wie können Anleger sich dagegen wappnen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kay-Peter Tönnes von der Fondsgesellschaft Antecedo.

Wie groß ist die Crash-Gefahr?
17:00 Uhr

Aixtron-Aktie im Plus

Trotz eines schwachen Ausblicks auf das laufende Jahr ist es für die Aixtron-Aktie um 1,1 Prozent nach oben gegangen. Dieser impliziert laut JP Morgan eine Abwärtsrevision bei den Umsatzschätzungen am Markt von etwa zwei Prozent und etwa fünf Prozent beim Ebit. Die Viertquartalszahlen seien besser als erwartet ausgefallen. Im Besonderen heben die Analysten sehr starke Auftragseingänge hervor.

Aixtron-Aktie im Plus
16:24 Uhr

Weniger Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe als erwartet

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 21. Februar zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 4000 auf 212.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 215.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 208.000 von ursprünglich 206.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 750 auf 220.250.

Weniger Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe als erwartet
16:05 Uhr

Nvidia-Aktie verliert trotz starker Zahlen deutlich

Keine klare Richtung gibt es an der Wall Street: Der Dow-Jones-Index legt kurz nach der Startglocke um 0,4 Prozent auf 49.691 Punkte zu. Dagegen reduziert sich der S&P-500 um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite fällt um 0,5 Prozent. Im Fokus stehen die am Vorabend nach der Schlussglocke veröffentlichten Geschäftszahlen von Nvidia und deren Einordnung. Der Chip-Hersteller hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung und einen Rekordumsatz erzielt und damit die Sorgen wegen einer möglichen Blase bei Künstlicher Intelligenz (KI) zerstreut. Nettogewinn und Umsatz übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf die Schätzungen des Marktes.

Trotzdem geht es mit der Nvidia-Aktie um 3,6 Prozent nach unten. Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Ergebnisse von Nvidia andauern, erläutert Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen, so die Strategin. Es könnten sich die KI-Wegbereiter entlang der Lieferkette, von der Stromversorgung über die Kühlung bis hin zur Vernetzung, als widerstandsfähiger erweisen. Ein Marktteilnehmer verweist zudem auf vage Aussagen zum China-Absatz bei Nvidia.

Nvidia-Aktie verliert trotz starker Zahlen deutlich
15:43 Uhr

Bitcoin fällt

Mit dem Kurs des Bitcoin geht es wieder nach unten. Die Marktstimmung werde weiterhin von Sorgen über die Renditen von Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) sowie über die potenzielle Disruption von Branchen durch die Technologie belastet, schreibt der Jefferies-Ökonom Mohit Kumar in einer Research Note. Der Rückgang bei Kryptowährungen seit Oktober sei mit einem ähnlichen Rückgang bei Technologieaktien einhergegangen, meint er. "Wir glauben, dass die Verbindung zwischen Krypto- und Technologieaktien in den kommenden Monaten bestehen bleiben wird." Bitcoin fällt um 1,4 Prozent auf 67.917 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch ein Hoch von 69.847 US-Dollar erreicht hatte. Ether gibt um 1,7 Prozent auf 2064 Dollar nach, nachdem am Mittwoch ein Zweiwochenhoch von 2135 Dollar erreicht wurde.

Bitcoin fällt
15:12 Uhr

Große Ford-Rückrufaktion in den USA

Ford ruft in den USA 4,3 Millionen Pick-up-Trucks und SUVs wegen eines Softwarefehlers zurück. Dieser könne zum Ausfall von Bremsen und der Außenbeleuchtung führen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Beim Ziehen eines Anhängers könne ein Modul die Kommunikation mit dem Fahrzeug verlieren. Dies habe den möglichen Ausfall der Brems- und Blinkleuchten oder der Bremsfunktion zur Folge. Betroffen von dem Rückruf seien die Modelle F-150 der Baujahre 2021 bis 2026, die Modelle F-250 SD, Lincoln Navigator, Expedition und Maverick der Baujahre 2022 bis 2026 sowie einige Ranger- und E-Transit-Fahrzeuge. Ford will das Problem durch ein Software-Update beheben.

Große Ford-Rückrufaktion in den USA
14:46 Uhr

Versorger-Aktie schießt nach Milliardendeal hoch

Eine milliardenschwere Übernahme in Großbritannien beflügelt die Aktien des französischen Energiekonzerns Engie. Die Papiere stürmen um 8,5 Prozent nach oben auf ein 17-Jahres-Hoch. Engie will UK Power Networks für 10,5 Milliarden Pfund (umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro) von der in Hongkong notierten CK Infrastructure Holdings erwerben. UKPN beliefert den Südosten und Osten Englands einschließlich Londons. Die Transaktion sei "transformativ", schrieben die Analysten von Jefferies. Engie sichere sich damit einen Anteil an den wachsenden Einnahmen von Großbritanniens größtem Versorger.

Versorger-Aktie schießt nach Milliardendeal hoch
14:24 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt treten auf der Stelle. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte zum Auftakt einer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments die Kernaussagen des jüngsten Statements des EZB-Rats und lieferte damit nichts Neues, mithin keine Impulse für den Geldmarkt. Derweil hat sich das Wachstum der Geldmenge M3 zu Jahresanfang beschleunigt und die Konsensschätzung wurde dabei klar überschritten. Für die Marktstrategen der Helaba entwickelt sich die monetäre Expansion insgesamt weiterhin moderat, von ihr lassen sich weder Inflationssorgen noch Konjunktureuphorie ableiten.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,80 - 2,10), Wochengeld: 1,92 - 2,12 (1,80 - 2,10), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,15 (1,89 - 2,26), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,22 (1,95 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,02 - 2,37), 12-Monats-Geld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Euribors: 25.02. 24.02. 3 Monate: 2,0410 2,0110, 6 Monate: 2,1390 2,1490, 12 Monate: 2,2080 2,2060

Neues vom Geldmarkt
13:58 Uhr

Hensoldt-Aktien nach Zahlen tiefrot

Ein Jahresumsatz leicht unter den Markterwartungen macht Hensoldt zu schaffen. Die Aktien des Rüstungszulieferers geben im MDax um 8,2 Prozent nach. Im abgelaufenen Jahr stieg der Umsatz um knapp zehn Prozent auf 2,46 Milliarden Euro - die Konsensprognose lag bei 2,50 Milliarden Euro. Die Zahlen seien gemischt ausgefallen, daher dürften die Anleger Kasse machen, sagt ein Händler. Seit Anfang 2025 hat sich der Kurs der Hensoldt-Papiere mehr als verdoppelt.

Hensoldt-Aktien nach Zahlen tiefrot
13:23 Uhr

Wall Street nach Nvidia-Zahlen seitwärts erwartet

Wenig verändert dürfte die Wall Street in den Handel starten. Im Fokus stehen die am Vorabend nach der Schlussglocke veröffentlichten Geschäftszahlen von Nvidia und deren Einordnung. Der Chip-Hersteller hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung und einen Rekordumsatz erzielt und damit die Sorgen wegen einer möglichen Blase bei Künstlicher Intelligenz (KI) zerstreut. Nettogewinn und Umsatz übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf die Schätzungen des Marktes.

Gleichwohl geht es mit der Nvidia-Aktie lediglich um 1,2 Prozent nach oben. Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Ergebnisse von Nvidia anhalten, erläutert Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen, so die Strategin. Auf der Konjunktur-Agenda stehen am Berichtstag lediglich die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Wall Street nach Nvidia-Zahlen seitwärts erwartet
13:01 Uhr

EZB macht Milliardenverlust

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist 2025 nicht mehr so stark in die roten Zahlen geraten wie im Vorjahr. Der Verlust lag bei 1,254 Milliarden Euro 2025, wie die Notenbank mitteilte. 2024 hatte der Fehlbetrag noch bei 7,94 Milliarden Euro gelegen. "Die Zinsaufwendungen im Jahr 2025 waren deutlich niedriger als im Jahr 2024", hieß es dazu weiter. Mit dem Fehlbetrag fällt allerdings die Gewinnausschüttung an die nationalen Notenbanken der Eurozone abermals aus. Der Verlust von 2025 wird, wie die Fehlbeträge der Vorjahre, in der Bilanz der EZB verbleiben und mit künftigen Gewinnen verrechnet werden. Die Zentralbank erwartet, dass sie 2026 oder im darauffolgenden Jahr wieder Gewinne erzielen wird.

Dies hänge jedoch von der zukünftigen Entwicklung der EZB-Leitzinsen und Wechselkurse sowie von der Größe und Zusammensetzung der EZB-Bilanz ab, hieß es weiter: "Die EZB kann in jedem Fall effektiv arbeiten und ihr Hauptmandat der Preisstabilität unabhängig von etwaigen Verlusten erfüllen."

EZB macht Milliardenverlust
12:45 Uhr

Rolls-Royce mit guter Bilanz - Aktie steigt kräftig

Rolls-Royce hat nach einem Gewinnwachstum im vergangenen Jahr die Aktionärsrenditen mit einem mehrjährigen Aktienrückkaufprogramm von bis zu rund zwölf Milliarden US-Dollar erhöht und seine Ziele für 2028 angehoben. Der britische Triebwerkshersteller teilte mit, dass seine starke Bilanz es ihm erlaube, für die Jahre 2026 bis 2028 ein Rückkaufprogramm im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund (9,49 Milliarden bis 12,20 Milliarden Dollar) aufzulegen. Davon sollen in diesem Jahr Aktienrückkäufe im Wert von 2,5 Milliarden Pfund abgeschlossen werden.

Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem Rolls-Royce ein Rückkaufprogramm angekündigt hat, nach einem Jahrzehnt ohne ein solches. Im vergangenen Jahr kaufte das Unternehmen Aktien im Wert von 1 Milliarde Pfund zurück. Die Aktie legt um 5,1 Prozent zu.

Rolls-Royce mit guter Bilanz - Aktie steigt kräftig
12:37 Uhr

Roboter und Rüstung stehen bei Schaeffler hoch im Kurs

Der vor allem für die Autoindustrie tätige Zulieferer Schaeffler will künftig große Teile seines Geschäfts außerhalb des traditionellen Tätigkeitsbereichs erwirtschaften. Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld nannte der dpa etwa den Bau von Teilen für humanoide Roboter sowie Produkte für die Verteidigungsindustrie als neue Betätigungsfelder.

"Wir haben uns vorgenommen, dass wir 2035 zehn Prozent unseres Umsatzes aus neuen Aktivitäten erzielen wollen", sagte Rosenfeld. "Wenn wir 2035 bei etwa 30 Milliarden Euro Umsatz liegen, dann müssen wir 3 Milliarden Umsatz aus neuen Wachstumsfeldern erzielen", betonte er. Dazu zählten zum Beispiel humanoide Roboter, aber auch die Verteidigungsindustrie oder die Raumfahrt. "Die 3 Milliarden werden wir hinbekommen."

Das Thema humanoide Roboter sei derzeit sehr gefragt. "Wir können uns aktuell vor Interesse nicht retten." Es gebe mehr als 28 Aufträge für Prototypen. Schaeffler müsse sich hierfür nicht neu erfinden, sondern könne seine Erfahrungen aus der Präzisionsmechanik oder aus der Leistungselektronik einsetzen.

Roboter und Rüstung stehen bei Schaeffler hoch im Kurs
12:18 Uhr

"Vernunft in Nvidia-Geschäftsmodell und Aktie eingezogen"

Nach der Bekanntgabe des neuen Rekordquartals von Nvidia, berichtet Patrick Dewayne von den Reaktionen an der Börse. Die Zusammenfassung: "To the moon war gestern".

"Vernunft in Nvidia-Geschäftsmodell und Aktie eingezogen"
11:59 Uhr

Dax dreht ins Plus - Öl deutlich billiger

Update von der Frankfurter Börse: Nach rotem Beginn ist der Dax wieder in den positiven Bereich gedreht. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent fester bei 25.237 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 6196 Stellen. Der Euro lag etwas niedriger bei 1,1795 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI sanken deutlich um 1,6 beziehungsweise 2,0 Prozent.

Dax dreht ins Plus - Öl deutlich billiger
11:40 Uhr

KI-Firma Anthropic rückt in Trump-Fokus

Das Pentagon hat führende US-Rüstungskonzerne aufgefordert, ihre Abhängigkeit vom KI-Unternehmen Anthropic zu bewerten. Boeing und Lockheed Martin sollen laut Reuters darlegen, inwieweit sie auf Dienste der KI-Firma angewiesen sind. Der Schritt könnte ein erster Schritt zu einer möglichen Einstufung von Anthropic als "Risiko für die Lieferkette" sein, meldete das Nachrichtenportal Axios. Ein Sprecher von Lockheed Martin bestätigte gegenüber Axios, vom Kriegsministerium bezüglich einer Analyse der Abhängigkeit von Anthropic kontaktiert worden zu sein.

Das für seinen Chatbot Claude bekannte Unternehmen hat bis Freitag Zeit, auf die Forderungen der Regierung zu reagieren. Das Pentagon will KI-Modelle verstärkt in geheimen Netzwerken einsetzen. Mit seiner ablehnenden Haltung bildet Anthropic eine Ausnahme in der Branche: Konkurrenten wie die Google-Mutter Alphabet, das von Tesla-Chef Elon Musk geführte Unternehmen xAI und der ChatGPT-Entwickler OpenAI haben bereits Abkommen mit der Regierung geschlossen.

KI-Firma Anthropic rückt in Trump-Fokus
11:17 Uhr

Bilanzchaos bei Gerresheimer - Aktie rauscht in den Keller

Neue Zweifel an den Bilanzen von Gerresheimer könnten juristische Probleme für den Verpackungshersteller nach sich ziehen. Die Aktionärsvereinigung DSW teilte mit, sie wolle Schadenersatzansprüche prüfen. Betroffene Aktionäre sollten sich melden, so die DSW. Die Aktie setzte ihre seit Jahren anhaltende Talfahrt fort und gab zeitweise fast 20 Prozent nach. Gerresheimer war damit der mit Abstand schwächste Wert im SDax. "Eine unendliche Geschichte, und es wird schlimmer", hieß es bei einem Händler. Die Aktie sei "uninvestierbar". Seit September 2023 hat das Papier mehr als 85 Prozent seines Wertes verloren.

Am Mittwochabend hatte Gerresheimer mitgeteilt, die Finanzaufsicht BaFin wolle ihre Bilanzprüfung ausweiten. Die Prüfer hätten konkrete Anhaltspunkte gefunden, dass im Abschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 weitere Fehler gemacht wurden. Außerdem untersuche die BaFin nun auch den Halbjahresbericht 2024/25. Bisher hatte sich die Finanzaufsicht vor allem am Umgang mit sogenannten "Bill-and-hold"-Verträgen gestört, bei denen Gerresheimer Umsätze und die damit verbundenen Gewinne zu früh gebucht habe.

Bilanzchaos bei Gerresheimer - Aktie rauscht in den Keller
11:02 Uhr

Nach Rekordgewinn will Nvidia kräftig investieren

Chipriese Nvidia kann erneut Rekordumsätze und -gewinne verzeichnen. Das dürfte die Sorge vor einer Blasenbildung in der KI-Branche fürs Erste beruhigen. Um die hohe Nachfrage bedienen zu können, plant der Nvidia nun weitere Investitionen.

Nach Rekordgewinn will Nvidia kräftig investieren
10:42 Uhr

Das bringt die Dividendensaison 2026

Einmal im Jahr können sich viele Aktionäre auf eine Dividendenzahlung freuen. Und in diesem Jahr dürfte die Dividende bei so einigen Dax-Unternehmen sogar noch höher ausfallen als im Vorjahr. Was Aktionäre erwarten können, darüber spricht Patrick Dewayne mit Anja Schneider von der Société Générale.

Das bringt die Dividendensaison 2026
10:24 Uhr

Freenet-Aktie stürzt ab

Die Anleger haben enttäuscht auf die Geschäftszahlen von Freenet reagiert. Die Aktie des Mobilfunk- und TV-Anbieters brach zeitweise um mehr als zwölf Prozent ein, so stark wie zuletzt vor einem Dreivierteljahr. Der operative Gewinn und der Free Cash Flow seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, kommentierte Analyst Shekhan Ali von der Berenberg Bank. Der Grund sei ein schwächelndes Mobilfunkgeschäft. Die Sparte Waipu.tv habe sich dagegen besser entwickelt als gedacht. Ein anderer Börsianer wies darauf hin, dass Anleger auf eine deutliche Dividendenanhebung gehofft hätten. Der Ausblick für 2026 enttäusche ebenfalls.

Freenet-Aktie stürzt ab
10:16 Uhr

Studie: Nur 21 Firmen halten Chip-Welt in der Hand

Der vor allem für die Autoindustrie tätige Zulieferer Schaeffler will künftig große Teile seines Geschäfts außerhalb des traditionellen Tätigkeitsbereichs erwirtschaften. Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld nannte etwa den Bau von Teilen für humanoide Roboter sowie Produkte für die Verteidigungsindustrie als neue Betätigungsfelder.

Studie: Nur 21 Firmen halten Chip-Welt in der Hand
09:51 Uhr

Weitere Atomgespräche schieben Ölpreise an

Am Rohstoffmarkt klettern die Ölpreise zunächst. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,3 Prozent auf 71,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent höher bei 65,55 Dollar. Die Sorge vor einer Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor einer dritten Gesprächsrunde stützt die Preise.

Weitere Atomgespräche schieben Ölpreise an
09:32 Uhr

Allianz-Ausblick überzeugt nicht

Als Schwachpunkt in dem Geschäftsbericht der Allianz machen die Analysten von RBC den Ausblick auf das laufende Jahr aus. Der Versicherer stelle einen operativen Gewinn von 17,4 Milliarden Euro in Aussicht, wobei eine Abweichung von 1 Milliarde Euro nach oben oder unten möglich sei. Der Konsens liege aber bei 18,1 Milliarden, so die Analysten. Allerdings habe das Dax-Unternehmen einen positiven "track record" beim Übertreffen der Ziele, heißt es einschränkend.

Allianz-Ausblick überzeugt nicht
09:15 Uhr

"Starke Zahlen" sind nicht genug

Etwas schwächer startet der Dax in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.100 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er 0,8 Prozent fester geschlossen bei einem Stand von 25.176 Zählern.

"Im Blick haben die Anleger heute die Geopolitik und mehrere Geschäftsberichte", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne. "So hat das KI-Chip-Schwergewicht Nvidia sich nicht lumpen lassen", erläutert er. "Und auch die Deutsche Telekom hat starke Zahlen geliefert."

"Starke Zahlen" sind nicht genug
08:57 Uhr

Zwei Chip-Schwergewichte feiern Rekordstände

Nach den jüngsten Rekordständen in Tokio, Seoul und Sydney marschieren die asiatischen Börsen weiter nach oben. Die wegen der hohen Erwartungen mit Erleichterung aufgenommenen Geschäftszahlen der US-KI-Ikone Nvidia halten die Technologie-Rally an ausgewählten Märkten am Laufen. Dies betrifft vor allem die Börse in Südkorea, wo der positive Zahlenausweis von Nvidia die Aktien der Chiphersteller weiter befeuert. In China ist die Luft nach einer zweitägigen Wiedereröffnungsrally nach den Neujahresfeierlichkeiten ausgelaufen. Obwohl Nvidia Gewinne und Prognosen über Konsens veröffentlichte, bleiben einige Zweifel bezüglich ihrer Lagerbestände und des China-Geschäfts bestehen.

Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Geschäftszahlen von Nvidia anhalten, urteilt Chef-Anlagestrategin Charu Chanana von Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen. "Der Markt konzentriere sich zunehmend auf die Qualität der Nachfrage, den Mix, die Preissetzungsmacht und darauf, wie schnell das 'leichte Geld' mit zunehmendem Wettbewerb verschwinde", fügt sie hinzu.

Nach den Rekordhochs kommt der Nikkei von seinen Tageshochs zurück und steigt nur noch um 0,1 Prozent auf 58.634 Punkte.

Der Shanghai Composite stagniert und der HSI in Hongkong verliert 0,7 Prozent. Der Kospi in Seoul erreicht erneut Allzeithochs und klettert um 3,1 Prozent. Obwohl der Nvidia-Kurs nachbörslich in den USA leicht zurückkam, lösen die Geschäftszahlen eine Erleichterungsrally bei Samsung Electronics (plus 5,7 Prozent) und SK Hynix (plus 3,6 Prozent) aus - beide Werte bauen ihre Rekordhochs der Vortage damit weiter aus. Die Unternehmen sind wichtige Lieferanten von Speicherchips für Nvidia.

Zwei Chip-Schwergewichte feiern Rekordstände
08:39 Uhr

Salesforce enttäuscht: Wie reagiert die SAP-Aktie?

Enttäuscht hat die Börse auf den Geschäftsbericht des SAP-Konkurrenten Salesforce reagiert. Für das Papier ging es nachbörslich rund 5 Prozent nach unten. Die Quartalszahlen fielen zwar besser als erwartet aus, der Ausblick blieb auf der Umsatzseite aber unter der Markterwartung. CEO Marc Benioff betonte in einer Telefonkonferenz, er lasse sich von dem Ausverkauf bei Softwareunternehmen in den letzten Wochen nicht beirren. "Dies ist nicht unsere erste SaaS-Apokalypse", so Benioff. "Wir werden auch diese überstehen, also ist dies eine großartige Marketing- und Kaufgelegenheit."

Salesforce enttäuscht: Wie reagiert die SAP-Aktie?
08:20 Uhr

Deutsche Telekom mit sehr starken Zahlen

Ein robustes Auslandsgeschäft gibt der Deutschen Telekom Rückenwind. Daher legte der Konzern einen überraschend optimistischen Ausblick vor. "Wir liefern weiterhin verlässliches und nachhaltiges Wachstum", sagte Firmenchef Tim Höttges. Umsatz und operativer Gewinn stiegen 2025 um jeweils knapp drei Prozent auf 119,08 beziehungsweise 44,24 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr peilt die Telekom einen Anstieg des Betriebsgewinns um etwa sieben Prozent auf 47,4 Milliarden Euro an.

Wachstumstreiber für die Telekom war im vergangenen Jahr erneut die US-Tochter T-Mobile. Sie steigerte ihren Umsatz um 4,1 Prozent. Die europäischen Auslandsgesellschaften legten um 2,5 Prozent zu. Auf dem deutschen Heimatmarkt musste der Konzern dagegen einen Rückgang um 0,4 Prozent hinnehmen.

Deutsche Telekom mit sehr starken Zahlen
08:03 Uhr

Hält die 25.000er-Marke?

Europas Börsen dürften mit kleinen Verlusten in den Handel starten. Die mit großer Spannung erwarteten Zahlen von Nvidia kommen offenbar nicht wie eine Art erhoffter Befreiungsschlag an. Zwar sind die Quartalszahlen und auch der Ausblick des Chipherstellers besser ausgefallen als erwartet. Sie scheinen aber nicht auszureichen, um die Zweifel der Anleger über die Nachhaltigkeit zukünftiger KI-Investitionen zu zerstreuen.

Akzente könnten am Berichtstag von der Geopolitik ausgehen. Vertreter der USA und des Irans treffen sich wieder zu Gesprächen in Genf. Washington unterstellt dem Iran, das Atomprogramm wieder aufzubauen und droht mit einem militärischen Eingriff. Der "geopolitische Risikoaufschlag könnte jeden Moment in die Höhe schnellen" angesichts des US-Militäraufbaus im Nahen Osten, so Nikos Tzabouras von Tradu. Der Ölpreis zieht am Morgen leicht an, der Goldpreis zieht ebenso leicht an.

Hält die 25.000er-Marke?
07:44 Uhr

Dank Bundeswehr: Hensoldt meldet Auftragsboom

Hensoldt erwartet angesichts der Aufrüstung in Europa weiteres Wachstum. Allein im vergangenen Jahr schnellte der Auftragseingang um 62 Prozent auf 4,71 Milliarden Euro, wie der Sensoren- und Radar-Spezialist mitteilte. Zum Jahresende 2025 saß Hensoldt auf Aufträgen über 8,83 Milliarden Euro, ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Europa investiere zwangsläufig in seine Verteidigungsfähigkeit, erklärte Vorstandschef Oliver Dörre. "Das sehen wir nicht nur in steigenden Budgets, sondern seit dem letzten Halbjahr auch in beschleunigten und konkreten Beschaffungsentscheidungen."

Vor allem die Nachfrage aus der Bundeswehr - unter anderem für Luftverteidigungsradare und für Optronik für die Panzer-Plattformen Luchs 2 und Leopard 2 habe den Auftragseingang nach oben getrieben. Im abgelaufenen Jahr stieg der Umsatz um knapp zehn Prozent auf 2,46 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um zwölf Prozent auf 452 Millionen Euro. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) lag mit 18,4 (2024: 18,1) Prozent über der Zielmarke von mindestens 18,0 Prozent.

Dank Bundeswehr: Hensoldt meldet Auftragsboom
07:27 Uhr

Klimaschutz verliert in Unternehmen an Priorität

Das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit verliert in den Unternehmen in Deutschland an Nachdruck. Laut einer von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Studie geben fast 60 Prozent der über 800 befragten Unternehmen an, dass das Thema Nachhaltigkeit intern an Priorität verloren habe. Im Jahr davor waren es nur 14 Prozent. Die Studie Sustainability Transformation Monitor wird in Kooperation mit der Stiftung Mercator erstellt.

Zwar ist wie im Vorjahr bei 73 Prozent der Unternehmen aus der Real- und Finanzwirtschaft die Verantwortung für die Nachhaltigkeit weiterhin auf Vorstands- und Geschäftsführerebene verankert. Auch halten die Befragten an den eigenen Zielen fest. Dennoch schalten die Verantwortlichen einen Gang zurück. Laut den Autoren der Bertelsmann Stiftung empfinden die Betriebe die unsicheren politischen Rahmenbedingungen sowie fehlende Marktanreize als stärkste Hemmnisse für mehr Transformation. Hier gab es ein Plus von 30 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich.

Der Anteil der Unternehmen, die angaben, das Thema Nachhaltigkeit in Planung zu haben, ging um 7 Prozentpunkte zurück. "Ohne klare, verlässliche Signale aus Politik und Märkten droht die Transformation in eine Phase der Stagnation zu geraten", analysiert Jakob Kunzlmann, Nachhaltigkeitsexperte der Bertelsmann Stiftung.

Klimaschutz verliert in Unternehmen an Priorität
07:08 Uhr

"Phänomenales Quartal" von SAP-Rivalen 

Eine gestiegene Nachfrage nach KI-gestützter Firmensoftware hat Salesforce zu überraschend starken Geschäftszahlen verholfen. Daraufhin kündigte der SAP-Rivale einen 50 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkauf an und erhöhte die Zwischendividende auf 0,44 Dollar je Aktie. "Wir haben ein phänomenales Quartal zum Abschluss eines Rekordgeschäftsjahres hingelegt", sagte Konzernchef Marc Benioff. Die jährlichen wiederkehrenden Umsätze mit der KI-Plattform Agentforce seien um fast 170 Prozent auf 800 Millionen Dollar gestiegen.

Im vierten Quartal stiegen die Konzernerlöse den Angaben zufolge währungsbereinigt um zehn Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Die Gesamtjahreserlöse legten ähnlich stark auf 41,5 Milliarden Dollar zu. Für das laufende Vierteljahr stellte das US-Unternehmen einen Umsatz von 11,03 bis 11,08 Milliarden Dollar in Aussicht. Dieser Wert übertraf die Analystenprognosen ebenfalls.

"Phänomenales Quartal" von SAP-Rivalen 
06:52 Uhr

Asien-Anleger feiern Nvidia-Zahlen

Die asiatischen Börsen legen nach überzeugenden Quartalszahlen des Chipherstellers Nvidia zu. Der US-Konzern prognostizierte für das erste Quartal einen Umsatz über den Markterwartungen und setzte auf die ungebrochenen Ausgaben der Tech-Giganten für seine KI-Prozessoren. Dies beruhigte Anleger, die sich zuletzt über die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz und deren Rentabilität gesorgt hatten.

In Tokio erreicht der Nikkei-Index im frühen Handel ein Rekordhoch und notiert zuletzt 0,6 Prozent höher bei 58.923,46 Punkten. Der breiter gefasste Topix legt 1,4 Prozent auf 3895,00 Zähler zu. In Südkorea gewinnt der Kospi zwei Prozent. Der Shanghai Composite zeigt sich kaum verändert bei 4144,08 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gibt 0,2 Prozent auf 4727,71 Punkte nach.

Asien-Anleger feiern Nvidia-Zahlen
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 156,01 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,8401 Yuan nach. Die japanische Währung leidet unter Zweifeln über den geldpolitischen Kurs der Bank of Japan, nachdem zwei als taubenfreundlich geltende Kandidaten für den Zentralbankrat nominiert wurden. Zur Schweizer Währung notiert der Dollar kaum verändert bei 0,7720 Franken. Der Euro stie 0,1 Prozent auf 1,1824 Dollar und zieht zum Franken auf 0,9128 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:18 Uhr

Anleger sind von Nvidia verzückt

Der anhaltend hohe Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat Nvidia erneut zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Der Umsatz sei um 73 Prozent auf ein Rekordhoch von 68,1 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der weltgrößte Chipkonzern mit. Der bereinigte Gewinn habe sich auf 1,62 Dollar je Aktie nahezu verdoppelt. "Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst exponentiell", sagte Konzernchef Jensen Huang. Mit der kommenden Prozessorgeneration Vera Rubin werde das Unternehmen seine führende Marktposition ausbauen. Nvidia-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 3,5 Prozent.

Für das laufende Quartal peilt Nvidia Erlöse von 78 Milliarden Dollar an, bei einer Schwankungsbreite von zwei Prozent. Die bereinigte operative Gewinnmarge werde voraussichtlich bei 74,9 bis 75 Prozent liegen. Im abgelaufenen Quartal lag sie bei 75,2 Prozent.

Anleger sind von Nvidia verzückt
06:00 Uhr

Im Bann von Trump und anderen Großkopferten

Zur Wochenmitte hat der Dax endlich Nägel mit Köpfen gemacht und sich die 25.000er-Marke zurückerobert. Er beendete den gestrigen handel mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent und 25.176 Punkten. Marktteilnehmern zufolge ließen sowohl die GFK-Konsumdaten, als auch die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump die Anleger großteils kalt.

Heute blicken die Anleger sowohl auf die China-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz, als auch auf die weiterführenden Gespräche im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran. Zudem spricht EZB-Chefin Christine Lagarde vor dem Europäischen Parlament. Sie steht dabei den Abgeordneten im Ausschuss für Wirtschaft und Währung Rede und Antwort. Dabei könnten auch die jüngsten Gerüchte über einen vorzeitigen Rückzug der Französin vom Chefposten der Europäischen Zentralbank zur Sprache kommen. In Interviews hat sie signalisiert, dass sie ihre volle Amtszeit auszuschöpfen gedenkt. Diese läuft bis Ende Oktober 2027.

Abseits der Geopolitik liefern einige Dax-Konzerne ihre Geschäftsberichte ab etwa die Deutsche Telekom. Nach dem ermutigenden Ausblick der US-Tochter T-Mobile erwarten Börsianer vom Bonner Mutterkonzern ebenfalls optimistische Aussagen. Zudem hoffen sie auf weitere Details zu den KI-Ambitionen. Die Deutsche Telekom sieht ihr kürzlich in Betrieb genommenes KI-Rechenzentrum als Referenzprojekt für eine Bewerbung um den Bau einer deutschen KI-Gigafactory. Vom Unternehmen befragte Analysten haben für das abgelaufene Quartal einen Telekom-Umsatz von 31,3 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 10,7 Milliarden Euro prognostiziert.

Und auch die Allianz öffnet die Bücher, die Geschäfte laufen blendend. Erst im Herbst hatte der Münchner Versicherungsriese, der seine Zahlen für 2025 vorlegt, die Prognose auf einen operativen Gewinn von 17,0 bis 17,5 Milliarden von 16 Milliarden Euro 2024 nach oben geschraubt. Die Analysten trauen der Allianz im Mittel knapp 17,4 Milliarden Euro zu. Angesichts dessen dürfte die Dividende kräftig steigen – wenn es nach den Experten geht, auf 17,10 Euro je Aktie. Erwartet wird zudem der nächste Aktienrückkauf, zumal Vorstandschef Oliver Bäte zuletzt mehrfach klargemacht hatte, dass Deutschlands größter Versicherer keine großen Übernahmen plant.

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Im Bann von Trump und anderen Großkopferten