Euro fällt gegenüber Dollar - Fed könnte Zinsen anheben
Der Euro ist auf ein Fünf-Wochen-Tief gegenüber dem US-Dollar gefallen, da sich die kurzfristigen Zinsdifferenzen gegen den Wechselkurs verschieben, wie Francesco Pesole von ING in einer Research Note schreibt. Erhöhte Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges und die in dieser Woche höher als erwartet ausgefallenen US-Preisdaten hätten die Märkte dazu veranlasst, auf eine Wende der Federal Reserve hin zu Zinserhöhungen zu wetten.
Die Spanne der zweijährigen Swap-Sätze zwischen Euro und US-Dollar habe sich ausgeweitet und liege nun nahe der Niveaus von vor dem Iran-Krieg, so Pesole. Dies beseitige einen wichtigen Treiber für die Widerstandsfähigkeit des Euro gegenüber dem US-Dollar während des Konflikts, meint er. Der Euro fällt zeitweise bis auf 1,1617 Dollar, erholt sich dann wieder auf 1,1744 Dollar.
UK-Premier Starmer vor dem Sturz? Pfund belastet, Bond-Renditen steigen sprunghaft
Die Furcht vor einer Führungskrise macht die Anleger in Großbritannien immer nervöser. Das Pfund fiel um bis zu 0,5 Prozent auf 1,3332 US-Dollar, den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Seit Montag ist die Währung - zusätzlich belastet durch die jüngste Dollar-Rally - um zwei Prozent eingebrochen. An den Anleihemärkten stiegen die Renditen britischer Staatsbonds sprunghaft an. "Der Premierminister Keir Starmer scheint schwer angeschlagen und es ist fraglich, ob er sich noch lange im Amt halten kann", schreibt Commerzbank-Analyst Michael Pfister in einem Kommentar.
Starmer kämpft nach dem Wahldebakel seiner Labour-Partei bei den jüngsten Kommunalwahlen um den Machterhalt. Am Donnerstag trat der britische Gesundheitsminister Wes Streeting zurück und erhöhte damit den Druck auf den Premierminister.
Rotlicht an der Wall Street - Öl teurer - Anleiherenditen steigen
Mit einem deutlichen Minus dürfte die Wall Street in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,9 Prozent. Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Zu den Themen Iran-Krieg, technologische Vorherrschaft und Taiwan habe es keine Fortschritte gegeben, so UBS-Volkswirt Paul Donovan. Auch zur Straße von Hormus zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Die Ölpreise quittieren dies mit einem kräftigen Plus. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 3,1 Prozent auf 109,04 US-Dollar.
Dazu kommen die kräftig steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Auslöser sind die jüngsten Preisdaten, die eine noch höhere Inflation zeigen als ohnehin wegen des Energiepreisschocks in Folge des Iran-Kriegs schon erwartet.
Neues vom Geldmarkt
Kaum verändert zeigen sich die Sätze am Frankfurter Euro-Geldmarkt. Nach Christi Himmelfahrt gebe es einige Ausreißer, die aber lediglich auf Liquiditätsanpassungen zurückgingen, heißt es von Disponenten. Dazu verstärkt sich die Erwartung von Zinserhöhungen durch die EZB im Jahresverlauf. Spannend ist der Blick in Richtung USA, wo mit dem neuen Notenbankchef Kevin Warsh eine geldpolitische Taube ans Ruder gekommen ist.
Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,96 - 2,01 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,20 (1,95 - 2,16), 3-Monats-Geld: 2,16 - 2,41 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,25 - 2,35 (2,24 - 2,37), 12-Monats-Geld: 2,67 - 2,76 (2,67 - 2,79), Euribors: 14.05 13.05. 3 Monate: 2,2390 2,2520, 6 Monate: 2,5480 2,4850, 12 Monate: 2,8210 2,7980
Toyota investiert Milliarden für Montagelinie in Texas
Toyota will in der Nähe seines Werks im texanischen San Antonio für zwei Milliarden Dollar eine weitere Fahrzeugmontage errichten. Der Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden, die Produktion im Jahr 2030 beginnen, wie aus Antragsunterlagen hervorgeht, die der japanische Automobilhersteller für ein staatliches Wirtschafts-Förderprogramm eingereicht hat. Das Projekt würde laut Einreichung beim Texas Comptroller of Public Accounts 2000 Arbeitsplätze schaffen.
Der weltgrößte Autohersteller will seine Produktionskapazitäten in den USA deutlich hochfahren. Im März kündigte das Unternehmen an, eine Milliarde Dollar in seine Werke in den Bundesstaaten Kentucky und Indiana zu investieren. Diese Investition war Teil eines im November angekündigten Plans, in den nächsten fünf Jahren bis zu zehn Milliarden Dollar in den USA zu investieren.
Hier investierte Trump Millionen vor seiner China-Reise
Vor seiner China-Reise hat Donald Trump Millionen in Apple investiert - dessen Chef Tim Cook hat ihn begleitet. Auch in andere Konzerne investiert der US-Präsident kräftig. ntv-Börsenreporter Frank Meyer analysiert die Aktiendeals und hat Zweifel, was eigentlich Trumps Hauptjob ist.
Was den KI-Hype von der Dotcom-Blase unterscheidet
Die Frage, ob sich eine KI-Blase bildet, lässt sich nicht eindeutig beantworten, schreibt Dirk Schluter von DWS in einer Research Note. Ein wesentlicher Unterschied zur Dotcom-Ära bestehe darin, dass große US-Unternehmen heute profitabler seien als vor 25 Jahren, so der Anlagestratege.
Nachteilig sei jedoch, dass die Investitionsausgaben im Durchschnitt um rund 20 Prozent gestiegen seien, während die Einnahmen im Durchschnitt um 10 Prozent zugelegt hätten. Ein weiteres Risiko sei die kürzere wirtschaftliche Lebensdauer der Investitionen. Schluter verweist dabei auf die Lebensdauer von Servern von drei bis sechs Jahren im Vergleich zu früheren Investitionsbeispielen wie Kraftwerken mit einer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Positiv sei hingegen, dass die Unternehmen den Großteil ihrer Investitionen aus dem eigenen Cashflow finanzierten, fügt er hinzu.
Hunderte Punkte weg: Dax stürzt in Richtung 24.000er-Marke
Nach dem von den Ergebnissen her enttäuschenden chinesisch-amerikanischen Gipfel in Peking hat der Verkaufsdruck an den Börsen zugenommen. Der Dax rauschte um 1,8 Prozent oder rund 450 Punkte runter. Am Vormittag notierte der deutsche Leitindex bei 24.008 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 1,6 Prozent auf 5838 Punkte.
Gold und Silber unter Druck - steigende Anleiherenditen belasten
Der Goldpreis fällt unter 4600 US-Dollar je Feinunze, belastet von einem stärkeren Dollar und steigenden Renditen von Staatsanleihen, da ein kräftiger Anstieg der US-Inflation die Furcht vor höheren Zinsen schürt. Im frühen Handel fällt der Gold-Future in New York um 2,2 Prozent auf 4.580,80 US-Dollar je Feinunze, während Silber um sieben Prozent auf 79,33 Dollar je Unze einbricht.
"Der unerwartet starke Anstieg der Verbraucher- und Erzeugerpreise hat die Sorge geweckt, dass die Fed die Zinsen kurzfristig anheben muss", so die Analysten von ANZ. Unterdessen sind die Renditen der zwei- und zehnjährigen US-Staatsanleihen auf ihre höchsten Stände seit Februar beziehungsweise Juli 2025 geklettert, was die Nachfrage nach zinslosen Anlagen wie Gold und Silber reduziert.
Trump erreicht nur wenig bei Xi - Ölpreise gehen hoch
Die Ölpreise legen um mehr als 1,5 Prozent zu, nachdem das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping mit nur wenigen konkreten Vereinbarungen endete. "Die Straße von Hormus blieb praktisch geschlossen, was die Unterbrechungen der globalen Energieversorgung verlängert und die Märkte in Atem hält", meint Soojin Kim von MUFG. "Der anhaltende Angebotsschock verstärkt zudem die weltweiten Inflationssorgen, da die Energievorräte weiter schrumpfen."
Im frühen europäischen Handel steigt der Preis für Rohöl der Sorte Brent um 1,3 Prozent auf 107,10 US-Dollar pro Barrel, während die WTI-Futures um 1,6 Prozent auf 98,48 US-Dollar pro Barrel zulegen. Beide Referenzsorten steuern auf Wochengewinne von 5,8 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent zu.
Lufthansa-Streik macht Frankfurter Flughafen zu schaffen
Sechs Streiktage bei der Lufthansa haben den Frankfurter Flughafen im April rund eine halbe Million Passagiere gekostet. Der Betreiber Fraport registrierte für den Monat etwa 4,8 Millionen Passagiere und damit einen Rückgang um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Flugbewegungen gingen um 11,6 Prozent auf 34.623 Starts und Landungen zurück, wie der MDax-Konzern mitteilte. Eine kleine Rolle spielten auch die Osterferien, die 2026 nicht komplett in den April fielen wie im Vorjahr.
Auch das Fracht-Volumen litt unter den Arbeitsniederlegungen der Piloten und Flugbegleiter. Die Ladung sank um 0,6 Prozent auf 168.526 Tonnen. Es fehlten die Beilademöglichkeiten in den Lufthansa-Passagiermaschinen. Zudem hatten die Piloten auch die Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo bestreikt. Weniger Flüge und Passagiere bedeuten für den Flughafen geringere Einnahmen.
Dax startet im Minus
Nach dem starken Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt ist es für den Dax wieder abwärtsgegangen. Der deutsche Leitindex verlor kurz nach dem Auftakt 0,85 Prozent auf 24.248 Punkte.
Im Iran-Krieg warten Anleger weiter auf eine Lösung, die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau, und in Asien prägten vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen, insbesondere bei den stark gelaufenen Halbleiterwerten, das Bild. Eher skeptisch betrachten die Anleger bislang auch das Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Peking.
Die Inflationsproblematik werde immer klarer und zum anderen verliefen die Gespräche zwischen China und den USA in Bezug auf die Importe von wichtigen KI-fähigen Halbleitern nicht so wie erwartet, erklärte Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets.
Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 1,19 Prozent auf 31.514 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1 Prozent.
Bundesregierung prophezeit "deutlichen Dämpfer" für deutsche Wirtschaft
Die Bundesregierung rechnet im Frühjahr infolge des Iran-Kriegs mit einem Rückschlag für die Konjunktur in Deutschland. "Aktuelle Indikatoren deuten auf einen deutlichen Dämpfer im zweiten Quartal hin", heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasteten die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten.
In den kommenden Monaten sei weiterhin mit hoher Volatilität an den Energie-, Rohstoff- und Finanzmärkten zu rechnen. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauert und Handelswege sowie Produktionskapazitäten beeinträchtigt bleiben", erwartet das Ministerium. Aber auch nach einer Entspannung der Lage dürften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch länger spürbar sein.
Zinsspekulationen treiben Dollar nach oben
Zunehmende Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA treiben die US-Währung nach oben. Der Dollar-Index steigt um bis zu 0,4 Prozent auf 99,20 Punkte, den höchsten Stand seit fast drei Wochen. Seit Montag gewann er mehr als ein Prozent.
Der Euro fiel um 0,3 Prozent auf 1,1631 Dollar und markierte damit ein Fünf-Wochen-Tief. Die durch den Nahost-Krieg explodierenden Ölpreise haben die Inflation in den USA zuletzt angeheizt. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen Investoren nun eine Wahrscheinlichkeit von knapp unter 40 Prozent ein, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im Dezember anheben könnte, verglichen mit einer Wahrscheinlichkeit von 22,5 Prozent vor einer Woche. Die unabhängige Fed beließ den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, auch wenn US-Präsident Donald Trump immer wieder auf Senkungen dringt.
Stimmung im Wohnungsbau bricht massiv ein
Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im April massiv verschlechtert. Das entsprechende Barometer für das Geschäftsklima fiel von minus 19,3 Punkten im Vormonat auf minus 28,4 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit vier Jahren, als der russische Einmarsch in die Ukraine belastete. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen trübten sich deutlich ein, aber auch die laufenden Geschäfte wurden schlechter beurteilt.
"Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Mit fragilen Lieferketten und steigenden Finanzierungskosten kommen mehrere Risiken gleichzeitig auf den Bau zu."
Staatskonzern soll für Stellantis Jeeps in China bauen
Der Autokonzern Stellantis will mit einem milliardenschweren Joint Venture mit dem chinesischen Staatskonzern Dongfeng seine Präsenz in China ausbauen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen im Volumen von einer Milliarde Euro sei am Freitag unterzeichnet worden, teilte der Opel-Mutterkonzern mit. Der eigene Beitrag von Stellantis belaufe sich auf rund 130 Millionen Euro. In dem Dongfeng-Werk in Wuhan sollen ab 2027 zwei Geländewagen der Marke Jeep mit alternativen Antrieben für den Weltmarkt hergestellt werden. Zudem sollen in dem Werk ab demselben Jahr zwei Fahrzeuge der Marke Peugeot für den chinesischen Markt vom Band laufen.
Chinesische Schiffe nach Texas und Alaska? Trump heizt Ölpreis an
Die Ölpreise sind in der Nacht zweitweilig um mehr als einen Dollar je Fass gestiegen. US-Präsident Donald Trump hatte in einem Interview angekündigt, China wolle Öl aus den USA kaufen. Er werde chinesische Schiffe nach Texas, Louisiana und Alaska schicken.
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 107,28 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 102,76 Dollar.
Dax dürfte schwach in den Freitag starten
Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten.
Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex 1,3 Prozent höher bei 24.456,26 Punkten geschlossen. An der Wall Street ging es ebenfalls bergauf, zum Teil verbuchten die Indizes erneut Rekordschlussstände. Für steigende Kurse an den Börsen sorgten Gewinne im Technologiesektor und die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Friedensbemühungen im Nahen Osten.
Da der ersehnte Durchbruch bei den Iran-Verhandlungen jedoch bislang ausblieb, dürfte es mit den Kursen zum Wochenschluss wieder bergab gehen. Auch das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping brachte diesbezüglich keine Fortschritte.
30-Milliarden-Dollar-Spritze macht Anthropic wertvoller als OpenAI
KI-Entwickler Anthropic hat sich auf die Bedingungen für eine Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar geeinigt, die das Unternehmen mit 900 Milliarden Dollar bewerten und voraussichtlich noch in diesem Monat abgeschlossen werden soll. Damit würde das Unternehmen seinen Rivalen OpenAI bei der Bewertung überholen.
Die Investoren Dragoneer, Greenoaks, Sequoia Capital und Altimeter Capital haben vereinbart, die Runde gemeinsam anzuführen, was die Bewertung des KI-Labors - das frische Kapital nicht eingerechnet - fast verdreifachen würde, wie die Financial Times berichtet.
Keine Waffen oder KI: Adidas-Chef erklärt schwachen Aktienkurs
Adidas-Chef Björn Gulden gibt sich angesichts des schwachen Verlaufs der Adidas-Aktie gelassen. "Man muss das aktuelle Umfeld betrachten. Wenn man nicht gerade Waffen oder KI verkauft, vertritt man zurzeit keine attraktive Branche am Kapitalmarkt", sagte Gulden im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. "Der gesamte Konsumgütersektor ist angesichts der zahlreichen Unsicherheiten derzeit nicht sehr beliebt." Er sei überzeugt: "Wenn wir unser Geschäft weiterhin so erfolgreich betreiben, bekommen wir den Aktienkurs nach oben."
Die Sorge um höhere Inflation und Konsumzurückhaltung spielte Gulden, der seit Anfang 2023 an der Spitze des Sportartikelkonzerns steht, herunter. Man sei im ersten Quartal um 14 Prozent gewachsen. "Wir verkaufen in vielen Ländern, in denen die Inflation gigantisch ist, die aber super gut laufen: Türkei, Argentinien, Brasilien. Adidas musste damit schon immer umgehen - und die Kollektion und Preislagen anpassen."
Panzerbauer könnte Mercedes-Werk bei Berlin übernehmen
Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS verhandelt mit Mercedes-Benz darüber, das Werk des Stuttgarter Autoherstellers in Ludwigsfelde südlich von Berlin zu übernehmen. Mercedes-Benz produziert in Ludwigsfelde seine sogenannten offenen Baumuster, insbesondere Fahrgestelle, für den Transporter Sprinter. Allerdings soll der Sprinter voraussichtlich von 2030 an im polnischen Jawor hergestellt werden. Damit liefe die Fertigung in Ludwigsfelde aus.
Mit KNDS soll Mercedes nun darüber sprechen, das Werk sowie einen Teil der rund 2.000 Mitarbeiter zu übernehmen. Im Gespräch ist offenbar auch, vor einer Komplettübernahme zunächst einen Teil des Werks zu mieten und Militärfahrzeuge von KNDS sowie Vans von Mercedes parallel zu produzieren. Eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts ist jedoch noch nicht gefallen.
Inflation macht Japans Anlegern Sorgen
Wachsende Inflationssorgen und die Aussicht auf eine mögliche US-Zinserhöhung setzen die asiatischen Aktienmärkte unter Druck. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,3 Prozent, nachdem Daten zeigten, dass die Großhandelsinflation im April mit 4,9 Prozent so stark gestiegen war wie seit drei Jahren nicht mehr. Dies schürte Erwartungen, dass die japanische Zentralbank die Zinsen anheben könnte.
An den chinesischen Aktienmärkte blicken die Anleger mit Spannung auf den zweiten Tag des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Das Treffen brachte bislang nur wenige Überraschungen. Xi sagte am Donnerstag zu Trump, die Verhandlungen über Handelsfragen hätten "ausgewogene und positive Ergebnisse" erzielt. Details nannte er jedoch nicht. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte am Freitag dem Sender Bloomberg TV, es sei noch nicht entschieden, ob der Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China nach seinem Auslaufen im Laufe des Jahres verlängert werde.
Die Börse Shanghai verlor 0,4 Prozent auf 4.160,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,6 Prozent auf 4.885,94 Punkte.
Was heute wichtig wird für den Dax
Die Augen sind auch heute wieder auf China gerichtet, wo der Gipfel zwischen Staatschef Xi und US-Präsident Trump fortgesetzt wird – inklusive illustrer Wirtschaftsdelegation unter anderem mit Elon Musk Nvidia-Chef Jensen Huang. Mit dem US-chinesischen Handelsstreit, Bemühungen um die Beendigung des Iran-Kriegs, sowie möglichen Milliarden-Deals für Unternehmen wie Boeing, Nvidia und andere stehen dabei einige der wichtigsten Themen de Weltwirtschaft auf der Tagesordnung.
Viel steht an diesem Brückentag sonst nicht im Kalender der Börsianer. Aus der zweiten und dritten Reihe der Konzerne stehen allerdings ein paar interessante Termine an: Unter anderem meldet Fraport Verkehrszahlen für den April, das heißt für den zweiten Monat des Iran-Kriegs. Der Impfstoff- und Biotechkonzern Biontech lädt zur Hauptversammlung, nachdem die Gründer gerade von Bord gegangenen sind und die Verlagerung seiner Produktion weg aus Deutschland bekannt gegeben wurde.