Dax macht am Hexensabbat keine großen Sprünge
Die Dax-Anleger haben es am letzten großen Verfallstag des Jahres eher ruhig angehen lassen. Der deutsche Leitindex kam erst gegen Handelsende etwas in Bewegung. Investoren hofften, dass der Dax nach dem sogenannten Hexensabbat noch Luft nach oben hat. Wieder aufgeflammte Zinssenkungsfantasien in den USA hatten den deutschen Leitindex am Donnerstag über die 24.000-Punkte-Marke geschoben und machten Lust auf mehr: "Vielleicht wird es jetzt doch noch einen versöhnlichen Ausklang des Jahres geben", resümierte Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Der Dax ging mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 24.288 Punkte ins vorweihnachtliche Wochenende. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 5769 Stellen. Der Euro lag stabil bei 1,1716 US-Dollar.
Zu den Gewinnern im Dax zählten Siemens Energy mit einem Plus von 0,5 Prozent. Auf der Verliererseite standen im Dax Adidas und im MDax Puma, die Papiere verloren 1,2 beziehungsweise 3,5 Prozent.
Im SDax fielen Hornbach (minus 1,8 Prozent) mit ihren Quartalszahlen bei den Anlegern durch. Der Konzernumsatz legte im dritten Quartal um 2,2 Prozent auf 1,538 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ebit schrumpfte jedoch auf 27,3 (34,6) Millionen Euro.
Fährt die Autoindustrie in eine bessere Zukunft?
Die EU will das für 2035 geplante Verbrenner-Aus kippen. Wie sich das auf die Zukunft der Auto-Branche auswirkt und welche Konsequenzen sich für Anleger ergeben, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale.
Trüberes Konsumklima in Euroland
Die Stimmung unter den Verbrauchern in der Eurozone hat sich am Jahresende überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima fiel im Dezember auf minus 14,6 Punkte, von minus 14,2 Zählern im November, wie die EU-Kommission zu ihrer Umfrage mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem leichten Anstieg auf minus 14,0 Punkte gerechnet. Der Indikator verharrt damit deutlich unter seinem langjährigen Durchschnitt.
TKMS meldet Rekordauftrag für Torpedos
Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS meldet einen großen Torpedo-Auftrag der Bundeswehr. Mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sei ein Rahmenvertrag über die Lieferung von Schwergewichtstorpedos für die U-Boote der Klasse 212 CD unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. "Dieser Auftrag stellt den bisher größten Torpedo-Auftrag in unserer Konzerngeschichte dar", sagte Michael Ozegowski, Executive Vice President der TKMS-Sparte Atlas Elektronik. Über den Auftragswert und das Auftragsvolumen sei Stillschweigen vereinbart worden. Von den U-Booten der Klasse 212 CD hat die Deutsche Marine insgesamt sechs Stück bei TKMS bestellt. Sechs weitere Boote gehen nach Norwegen.
US-Aktienindizes starten klar im Plus
Nach den teils kräftigen Vortagesaufschlägen hält sich die positive Stimmung an der Wall Street. Jüngster Stimmungsaufheller ist die wieder etwas entfachte Zinssenkungsspekulation, nachdem US-Preisdaten zuletzt etwas Entspannung auf der Inflationsseite gezeigt haben. Für die US-Notenbanksitzung im April wird am Zinsterminmarkt bereits wieder mit knapp 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssenkung gesetzt. Im frühen Handel steigt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 48.209 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,5 beziehungsweise 0,7 Prozent zu.
Unternehmensseitig stehen FedEx und Nike mit neuen Geschäftszahlen im Blickpunkt sowie Oracle. Die Oracle-Aktie zieht um 5,2 Prozent an, nachdem die TikTok-Mutter Bytedance Berichten zufolge Vereinbarungen zur Gründung eines neuen US-Gemeinschaftsunternehmen formalisiert hat. FedEx hat die Erwartungen für das abgelaufene Quartal übertroffen und auch die Jahresprognose angehoben, allerdings nur das untere Ende. Die Aktie gibt um 4,5 Prozent nach. Nike knicken um 9,0 Prozent ein. Der Sportartikelriese rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatzrückgang angesichts des weiter schwach laufenden Geschäfts in China. Dazu sank die Bruttomarge im vergangenen Quartal, weil Zölle die Produktkosten in die Höhe trieben.
Milliardendeal in Biotech-Branche
Das US-Biotechunternehmen Biomarin Pharmaceutical verstärkt sich mit einem milliardenschweren Zukauf. Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt es Amicus Therapeutics für rund 4,8 Milliarden US-Dollar in bar. Biomarin zahlt 14,50 Dollar je Aktie für Amicus, was einer Prämie von 33 Prozent auf den Schlusskurs von Donnerstag entspricht. Der Deal soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Oracle-Aktie im grünen Bereich
Für Oracle geht es nach dem gestrigen nachbörslichen Verlust um 3,6 Prozent nach oben, nachdem die TikTok-Mutter Bytedance Vereinbarungen zur Gründung eines neuen US-Joint-Venture formalisiert hat, an dem ein Konsortium neuer Investoren 50 Prozent halten wird, darunter auch Oracle, wie das "Wall Street Journal" berichtet.
Mehr Kupferminen in der EU gefordert
Für mehr europäische Unabhängigkeit bei wichtigen Rohstoffen wie Kupfer sind aus Sicht des schwedischen Konzerns Viscaria und des deutschen Produzenten Aurubis mehr Minen auf dem Kontinent nötig. Trotz eigener reicher Vorkommen importiere Europa rund die Hälfte des benötigten Kupfers aus Drittstaaten, vor allem aus Lateinamerika, sagte Viscaria-Chef Jörgen Olsson. "Das sind 12.000 Kilometer mit dem Schiff mit einer riesigen Menge an CO2-Emissionen."
Die Kosten für Minenprojekte in Europa seien derzeit zu hoch, sagte Olsson. Zudem gebe es zu viele Vorbehalte, vor allem mit Blick auf den Umweltschutz. Diese Umstände müssten sich ändern, um mehr Kupfer in Europa fördern zu können. Er betonte die eigenen hohen Sozial- und Umweltstandards bei der Förderung und verwies auf das gut ausgebaute Wasserstoffnetz in Schweden. Die benötigte Energie der Anlage werde nahezu vollständig mit Wasserstoff bedient.
Viscaria ist derzeit dabei, in Nordschweden eine einst stillgelegte Kupfermine zu reaktivieren. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Rund die Hälfte der jährlich erwarteten 25.000 Tonnen liefert das Unternehmen dann an den Hamburger Kupferproduzenten Aurubis.
Testresultate für Leber-Arznei befeuern Pharma-Aktie
Ermutigende Testergebnisse eines experimentellen Medikaments zur Behandlung von Fettleber geben Altimmune Rückenwind. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen Geschäft der Wall Street um mehr als 15 Prozent. Die Arznei gehört zur selben Gruppe wie die Abnehmmittel Wegovy oder Ozempic. Daher untersuchen Experten in einer separaten Studie den Einfluss des Altimmune-Medikaments auf den Gewichtsverlust von Patienten.
Nike-Aktie vorbörslich tiefrot
Die Nike-Aktie bleibt weiter in schwerem Fahrwasser. Das Papier rauscht vorbörslich um 11,9 Prozent nach unten. Der Sportartikelriese rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatzrückgang angesichts des weiter schwach laufenden Geschäfts in China. Dazu sank die Bruttomarge im vergangenen Quartal, weil Zölle die Produktkosten in die Höhe trieben.
Gute Stimmung an der Wall Street
Nach den teils kräftigen Gewinnen am Donnerstag zeichnet sich für den heutigen Handelsstart an der Wall Street eine weiter freundliche Stimmung ab. Jüngster Treiber ist die am Vortag wieder etwas entfachte Zinssenkungsspekulation, nachdem neue US-Preisdaten etwas Entspannung auf der Inflationsseite zeigten. Für das Zinstreffen der US-Notenbank im April wird am Zinsterminmarkt bereits wieder mit knapp 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssenkung gesetzt.
Konjunkturseitig sind kaum Impulse zu erwarten. Veröffentlich wird lediglich der Index der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan - allerdings bereits in zweiter Lesung. Ökonomen rechnen mit einem Wert von 53,5 nach 53,3 in der ersten Lesung.
Zinssenkung in Russland
Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins wegen der nachlassenden Inflation erneut gesenkt. Er werde von 16,5 auf 16,0 Prozent zurückgenommen, teilten die Währungshüter in Moskau mit. Wegen der hohen Inflation hatte die Bank Rossii den Leitzins im vergangenen Jahr bis auf 21 Prozent angehoben - den höchsten Stand seit Anfang der 2000er-Jahre. Seit Juni haben die Notenbanker ihre Geldpolitik dann schrittweise gelockert. Ökonomen hatten die Entscheidung so erwartet. Sie gehen davon aus, dass der Leitzins im kommenden Jahr nach und nach bis auf zwölf Prozent gesenkt wird.
Risikoprämien fallen nach EZB und US-Preisdaten
Mit den Risikoprämien geht es am europäischen Kreditmarkt nach unten. Höhere EZB-Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre, vor allem aber günstige US-Verbraucherpreise stützen die Stimmung. Die US-Verbraucherpreise stiegen im November gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent und im Kern um 2,6 Prozent und blieben damit weit unter den Erwartungen von 3,1 beziehungsweise 3,0 Prozent.
Die Börsen feierten die Daten, und das obgleich Ökonomen warnen, dass die Daten wegen des US-Regierungs-Shutdown verzerrt worden seien. Die November-Lesung basierte offenbar vor allem auf Daten aus der zweiten November-Hälfte, die typischerweise von Black-Friday-Angeboten geprägt ist.
Dax tritt auf der Stelle
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich am großen Verfallstag bislang richtungslos präsentiert. Am Mittag lag der Leitindex kaum verändert bei 24.193 Punkten. Der EuroStoxx50 lag 0,1 Prozent tiefer bei 5735 Stellen. Der Euro präsentierte sich etwas schwächer bei 1,1712 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je 0,5 Prozent.
Dicker Schützenpanzer-Auftrag für Rheinmetall und KNDS
Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und KNDS haben von der Bundeswehr einen Auftrag für 200 Schützenpanzer erhalten. Rheinmetall zufolge hat die Order ein Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 2,1 Milliarden auf KNDS und 2,1 Milliarden Euro auf die Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Landsysteme GmbH. Die ersten Fahrzeuge sollen Mitte 2028 ausgeliefert werden.
Anfang 2023 hatte die Bundeswehr bereits einen Rahmenvertrag zur Lieferung des Schützenpanzers Puma unterzeichnet und gleichzeitig die ersten 50 Exemplare bestellt. Dieser Vertrag wurde nun erweitert.
Neues vom Geldmarkt
Sehr ruhig zeigt sich der Frankfurter Euro-Geldmarkt. Nach den Zinsentscheidungen und Ausblicken von Europäischer Zentralbank (EZB), Bank of England, Bank of Japan und US-Notenbank sind die wichtigsten geldpolitischen Pfeiler für die nächste Zeit eingeschlagen. Über den Jahreswechsel dürfte nun das reine Liquiditätsmanagement dominieren, heißt es von Disponenten. Im kommenden Jahr könnte aber wieder die Spekulation auf eine weitere Zinssenkung der EZB aufkommen, falls die deutschen Konjunkturdaten weiterhin so schwach ausfallen. Stützung für die größte Volkswirtschaft Europas kommt jedenfalls nicht vom Konsum, wie ein sehr schwaches GfK-Konsumklima zeigt.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,80 - 2,15), Wochengeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,19 (1,77 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,01 - 2,22 (2,01 - 2,22), 6-Monats-Geld: 2,06 - 2,29 (2,02 - 2,42), 12-Monats-Geld: 2,19 - 2,41 (2,18 - 2,40), Euribors: 18.12. 17.12. 3 Monate: 2,0350 2,0490, 6 Monate: 2,1340 2,1440, 12 Monate: 2,2640 2,2910
Maersk schickt wieder Schiff durchs Rote Meer
Erstmals seit fast zwei Jahren hat ein Schiff der dänischen Reederei Maersk wieder das Rote Meer durchquert. Das Schiff habe am Morgen die Meerenge Bab al-Mandab passiert, teilte das Unternehmen mit. Dies sei ein bedeutender Schritt nach vorn, aber es sei noch zu früh für die Wiederaufnahme des regulären Verkehrs durch den Suezkanal, erklärte Maersk. Derzeit seien keine weiteren Fahrten durch das Rote Meer geplant.
Seit Januar 2024 leiten Maersk und andere Reedereien ihre Schiffe wegen Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf der Route durch das Rote Meer um. Die Miliz hatte ihre Überfälle auf Schiffe mit der Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen begründet. Die Schiffe nahmen stattdessen die längere Route um das Kap der Guten Hoffnung.
Bundesbank erwartet Anziehen des Wachstums ab dem zweiten Quartal 2026
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Aussage der Deutschen Bundesbank in den nächsten Jahren verstärken, wobei die Inflation deutlich höher als bisher erwartet bleiben dürfte. Wie die Bundesbank im Rahmen ihrer gesamtwirtschaftlichen Prognose mitteilte, rechnet sie für 2026 mit einem Anstieg des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 (Juni-Prognose: 0,7) Prozent. Für 2027 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 (1,2) Prozent prognostiziert und für 2028 von 1,1 Prozent. Im laufenden Jahr wird das BIP laut Bundesbank-Schätzung um 0,2 (0,0) Prozent steigen.
"Die deutsche Wirtschaft macht im Jahr 2026 wieder Fortschritte: zunächst noch verhalten, aber dann geht es langsam aufwärts", erklärte Bundesbankpräsident Joachim Nagel anlässlich der neuen Deutschland-Prognose der Bundesbank. Ab dem zweiten Quartal 2026 verstärke sich das Wirtschaftswachstum merklich, getragen vor allem von staatlichen Ausgaben und wieder anziehenden Exporten. Erste Anzeichen für vermehrte Staatsaufträge sind nach Aussage der Bundesbank schon jetzt erkennbar, deutlicher stützen werde der expansive Ausgabenkurs jedoch erst im Verlauf des kommenden Jahres. "Dann lassen zusätzliche Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben die Staatsnachfrage stark steigen", so die Bundesbank. Sie erwartet, dass die Exporte im Verlauf des kommenden Jahres wieder auf Expansionskurs gehen und die Investitionen im privaten Wohnungsbau anziehen werden.
Warum aktive ETFs 2026 den Unterschied machen könnten
Das Börsenjahr geht in einigen Tagen zu Ende und es ist trotz einiger Unsicherheiten ein insgesamt starkes Jahr gewesen. Werden die kommenden Monate da mithalten können? Warum es turbulenter werden könnte und weiche Vorteile gerade aktive ETFs dabei ausspielen könnten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thomas Wiedenmann von der Fondsgesellschaft Amundi und Achim Plate von Laiqon.
Renault-Aktie nach besserer Bonitätsnote im Aufwind
Die Anhebung des Kreditratings von Renault durch S&P Global Ratings schiebt die Aktie des französischen Autoherstellers an. Das Papier gewinnt an der Pariser Börse bis zu 2,7 Prozent. Laut Unternehmensangaben hat S&P das langfristige Kreditrating auf "BBB-" angehoben - damit erhält das Unternehmen das Gütesiegel "Investment Grade". Das Upgrade, das durch Renaults überarbeitete Modellpalette und die Expansion außerhalb Europas motiviert worden sei, komme unerwartet, sagt ein Händler.
Was passiert eigentlich am Hexensabbat?
Heute, am sogenannten Hexensabbat, werden an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. An diesem dreifachen Verfallstermin kommt es häufig zu scheinbar unerklärlichen Kursverwerfungen - weshalb Börsianer auf das Bild tanzender Hexen zurückgreifen. Schon im Vorfeld versuchen Profi-Anleger, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu schieben, weil sie mit den Terminkontrakten auf bestimmte Kursstände zu vorher festgelegten Zeiten spekulieren. Im Folgenden die wichtigsten Fakten:
- Am Hexensabbat verfallen am selben Tag drei Arten von Anlagen: Optionen auf Einzelaktien, Optionen auf Indizes und Terminkontrakte auf Indizes. Daher spricht man vom Großen Verfallstermin.
- Optionen auf Einzelaktien und Indizes verfallen alle vier Wochen. Das nennen Börsianer den Kleinen Verfall. Den Kleinen Verfallstermin gibt es jeden dritten Freitag eines Monats, außer im jeweils letzten Monat eines Quartals: Dann verfallen auch Terminkontrakte auf Börsenindizes wie Dax, MDax oder EuroStoxx50, und es kommt zum Großen Verfall.
- Die Preise für Aktien-Optionen werden zum Xetra-Handelsschluss festgestellt, die für die Index-Optionen und -Futures schon ab 13.00 Uhr.
- Die Umsätze sind an Verfallstagen meist relativ hoch. Beim vorangegangenen Hexensabbat im September wurden Aktien von Dax-Unternehmen im Volumen von etwa 12,5 Milliarden Euro gehandelt. In den vergangenen Tagen lag das Handelsvolumen im Schnitt bei etwas mehr als drei Milliarden Euro.
Dax-Futures deutlich erholt von Tagestiefs
Der März-Kontrakt des Dax-Futures ist 9.57 Uhr um 74 auf 24.379 Punkte gestiegen. Das Tageshoch liegt bislang bei 24.403 Zählern und das Tagestief bei 24.266 Punkten. Umgesetzt wurden bisher 4956 Kontrakte.
GfK-Konsumklima ist "heftiger Nackenschlag zur Weihnachtszeit"
Im deutlichen Rückgang des GfK-Konsumklimas sieht Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, einen "heftigen Nackenschlag zur Weihnachtszeit". Er schreibt weiter in einem Kommentar: "Die Aussicht auf Engel und Hirten hat die Stimmung nicht heben können. Ein Gradmesser für den Einzelhandel ist das Konsumklima zwar nicht. Die Laune ist aber derart schlecht, dass es nach Bescherung nicht aussieht." Auch die seit der Finanzkrise höchste Sparneigung sei vielsagend. Arbeitsplatzsorgen und der unklare Politikkurs sorgten für Unsicherheit. Es dürfte vorerst weiter an Impulsen fehlen, um Verbraucher aus der Lethargie zu lösen.
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich zum Jahreswechsel deutlich eingetrübt. Der von GfK und NIM ermittelte Konsumklima-Indikator prognostiziert für Januar im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um 3,5 Zähler auf minus 26,9 Punkte. Damit verfehlt der Index die Hoffnungen auf eine Erholung deutlich. Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 23,0 Zähler erwartet. Vor allem die spürbar gestiegene Sparneigung sowie Verluste bei den Einkommensaussichten und der Anschaffungsneigung belasten das Klima zum Start in das neue Jahr.
Hier greifen Anleger in Asien zu
Unter den asiatischen Einzelwerten geht es vor allem bei den Halbleiteraktien aufwärts. In Tokio ziehen die Titel von Advantest, Renesas und Tokyo Electron um bis zu 3,2 Prozent an. In Hongkong gewinnen SMIC-Aktien 1,6 Prozent, in Seoul SK Hynix 1,5 Prozent.
Erst ein "Novum", dann der "Große Verfall"
Der Dax trippelt in das heutige Geschäft. Nachdem er gestern 1,0 Prozent auf 24.200 Punkte zugelegt hatte, notiert der deutsche Börsenleitindex aktuell im Bereich von 24.175 Zählern. Positiv aufgenommene US-Inflationsdaten hatten den gestrigen Handel gestützt.
"Heute blicken die Anleger auf den anstehenden 'Großen Verfall' und die Zinsentscheidung der Bank of Japan", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne. "Es gab eine Anhebung um 25 Basispunkte auf nun 0,75 Prozent. Das ist ein Novum, war aber weitestgehend so erwartet worden", erläutert er und führt weiter aus: "Damit liegt das Zinsniveau in Japan so hoch wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig zeigt sich die Inflation hartnäckig, liegt aktuell bei drei Prozent."
Nike-Kurssturz - und die Folgen für Adidas
Die enttäuschend aufgenommenen nachbörslich veröffentlichten Geschäftszahlen von Nike könnten Adidas belasten. Die Ergebnisse von Nike für das zweite Quartal seien alles andere als ein überzeugender Beweis für eine funktionierende Trendwende, meint eToro-Analyst Farhan Badami. Während der Umsatz um etwa ein Prozent gestiegen sei, seien Gewinn und Margen aufgrund höherer Preisnachlässe und anhaltender Verschiebungen im Vertriebskanalmix gesunken, so Badami. Die Nike-Aktie brach nachbörslich um 10,5 Prozent ein.
Fedex liefert überzeugend ab
Fedex hat im zweiten Geschäftsquartal dank eines höheren Sendungsaufkommens mehr umgesetzt und verdient. Der US-Logistikkonzern übertraf die Erwartungen der Analysten. Fedex hob das untere Ende des Prognosekorridors an, worauf die Aktie im nachbörslichen Handel in einer ersten Reaktion um 2,5 Prozent stieg.
Der Umsatz stieg um 6,8 Prozent auf 23,5 Milliarden US-Dollar von 22 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 22,8 Milliarden gerechnet. Der Nettogewinn stieg auf 956 Millionen Dollar von 741 Millionen im Vergleichszeitraum. Auf bereinigter Basis verdiente der Konzern pro Aktie 4,82 Dollar. Analysten hatten 4,12 Dollar erwartet.
Freundlicher Wochenschluss an Asien-Börsen
Freundlich geht es zum Wochenausklang an den Aktienmärkten in Ostasien zu. Dazu tragen gute Vorgaben der Wall Street bei, während zugleich die Zinserhöhung der japanischen Notenbank wie erwartet gekommen und ausgefallen ist und deswegen kaum belastet. Sie erhöhte - wie schon seit geraumer Zeit avisiert - den Leitzins von 0,50 auf 0,75 Prozent.
Marktteilnehmer berichten von einer Erholung der Technologiewerte, die im Wochenverlauf unter Druck gestanden hätten. Dazu seien deren US-Pendants am Vortag gesucht gewesen, auch nachdem schwächer als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank am Leben gehalten hätten.
In Tokio geht es für den Nikkei um 1,2 Prozent nach oben auf 49.584 Punkte. Der Kospi in Seoul legt um 0,8 Prozent zu, Shanghai gewinnt ebenso 0,6 Prozent wie Hongkong. In Sydney ist der Handel bereits beendet, dort ging es um 0,5 Prozent nach oben.
Nach Vortagesrally drohen Gewinnmitnahmen
Europas Börsen dürften mit kleineren Abgaben in den Handel starten. Nach der Vortagesrally dank erhöhter Wachstumsprognosen der EZB, vor allem aber infolge günstiger Preisdaten aus den USA, dürfte es an den Aktienmärkten zunächst mit den Kursen etwas nach unten gehen. Die US-Verbraucherpreise stiegen im November gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent und im Kern um 2,6 Prozent und blieben damit weit unter der Erwartung von 3,1 bzw 3,0 Prozent. Die Börsen feierten die Daten, und das obgleich Ökonomen warnen, dass die Daten wegen des US-Regierungs-Shutdown verzerrt worden seien.
Derweil hat die Bank of Japan erwartungsgemäß die Leitzinsen auf 0,75 von zuvor 0,50 Prozent erhöht. Der Ausblick wird als eher falkenhaft beschrieben. Die "hawkishe" Botschaft des Gremiums deute darauf hin, dass der Straffungszyklus noch weiterlaufen werde, so Capital Economics. Das Gremium habe darauf hingewiesen, dass die Unternehmensgewinne voraussichtlich insgesamt auf hohem Niveau bleiben werden.
EZB rechnet für 2026 mit stabilen Zinsen
Die Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) rechnen Insidern zufolge für das kommende Jahr mit stabilen Zinsen. Eine Zinssenkung sei aber nicht ganz vom Tisch, sagten drei mit den Beratungen vertraute Personen. Die EZB hatte am Donnerstag die Zinsen erwartungsgemäß stabil bei 2,0 Prozent gehalten, während zugleich einige ihrer Wachstums- und Inflationsprognosen nach oben korrigiert wurden. Anleger werteten dies als ein Zeichen dafür, dass die Tür für weitere Zinssenkungen geschlossen sei. Die Notenbank hatte zuletzt im Juni die Zinsen gesenkt.
Den Insidern zufolge gab es bei der Sitzung keine Neigung, das Ende der Lockerungspolitik zu verkünden. Das wahrscheinlichste Szenario sei, dass die Zinssätze im Laufe des kommenden Jahres unverändert blieben, hieß es von allen drei Personen. Das würde den Erwartungen am Finanzmarkt entsprechen.
Anleger strafen Nike ab
Nike hat im zweiten Geschäftsquartal den Umsatz leicht gesteigert. Der Gewinn ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. Ergebnis und Umsatz übertrafen die Erwartungen von Analysten, doch die Schwäche des China-Geschäfts erwies sich als hartnäckig. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel in einer ersten Reaktion um fünf Prozent.
Im Dreimonatszeitraum per Ende November sank der Nettogewinn auf 792 Millionen Dollar von 1,16 Milliarden im Vorjahresquartal. Je Aktie betrug der Gewinn0,53 Dollar nach 0,78 im Vorjahr. Analysten hatten das Ergebnis je Aktie im Schnitt auf 0,37 Dollar geschätzt. Der Umsatz betrug 12,43 Milliarden Dollar verglichen mit 12,4 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten mit einem Umsatz von 12,21 Milliarden Dollar gerechnet. Das Umsatzwachstum von 0,6 Prozent war vor allem dem Nordamerika-Geschäft zu verdanken; in Großchina, der Region Asien-Pazific und in Lateinamerika ging der Umsatz jedoch erneut zurück.
Japans Inflation ist hartnäckig – Zinsen angehoben
(Die Verbraucherpreisinflation in Japan ist im November deutlich über dem Zielwert der Notenbank von zwei Prozent geblieben und hat der Bank of Japan (BOJ) damit eine weitere Rechtfertigung für ihre Zinserhöhung geliefert. Die Kernverbraucherpreise, die frische Lebensmittel ausklammern, lagen im November 3,0 Prozent über Vorjahr und blieben damit auf dem Niveau vom Oktober, wie aus den Regierungsdaten hervorgeht.
Die BOJ hob ihren Leitzins von 0,50 auf 0,75 Prozent an, der damit nun auf einem Niveau liegt, das Japan seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hat. Die Entscheidungsträger der Notenbank hatten seit Januar keine Straffung der Geldpolitik vorgenommen und warteten auf Anzeichen für eine starke Lohnentwicklung, bevor sie ihren nächsten Schritt unternahmen.
RWE verkauft Offshore-Windentwicklungsprojekt
RWE verkauft sein Offshore-Windentwicklungsprojekt F.E.W. Baltic II in der polnischen Ostsee an PGE. Eine entsprechende Vereinbarung dazu sei mit dem polnischen Versorger unterzeichnet worden, teilte dez (Reuters) - Der Energiekonzern mit. Der Windpark mit einer geplanten Kapazität von 350 Megawatt soll etwa 50 Kilometer vor der Küste nördlich der polnischen Stadt Ustka entstehen. Der Abschluss des Geschäfts wird für das erste Quartal 2026 erwartet. Zudem hätten die Parteien sich auf die Übertragung der Umweltgenehmigung sowie der zugehörigen Daten für den angrenzenden Offshore-Standort 44.E.1. an PGE verständigt.
Blackrock knackt Zehn-Billionen-Marke
Die an den weltweiten Kapitalmärkten investierten Billionen wachsen nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft Strategy& weit schneller als die reale Wirtschaft. Von 2019 bis 2024 hat sich demnach das von den 38 global führenden Vermögensverwaltern angelegte Geld um 37 Prozent vermehrt. An erster Stelle der Auswertung steht das US-Unternehmen Blackrock, dessen Kundengelder innerhalb dieser sechs Jahre um 57 Prozent auf 10,4 Billionen Euro gewachsen sind. Strategy& ist die Beratung der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC.
Vermögensverwalter - in der Finanzbranche Asset Manager genannt - sind Unternehmen, die Geld im Auftrag ihrer Kundschaft in Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen und sonstige Finanzprodukte investieren. Anders als Banken vergeben Asset Manager keine Kredite. Zur Klientel zählen Pensionsfonds, Betriebsrentenkassen und Unternehmen ebenso wie wohlhabende Privatanleger.
Erfolgreichstes beziehungsweise größtes europäisches Unternehmen der Branche ist laut Strategy& die Allianz auf Platz sechs der Liste. Der Münchner Dax-Konzern hatte Ende 2024 demnach insgesamt 2,4 Billionen Euro angelegt. Auf den ersten fünf Rängen stehen sämtlich US-Unternehmen.
Die 24.000 steht, oder?
Der Dax meldet sich rechtzeitig zum Wochenschluss zurück: Im gestrigen Geschäft legte der deutsche Börsenleitindex 1,0 Prozent auf 24.200 Punkte zu. Er eroberte damit die 24.000er-Marke klar zurück. Zum einen erholten sich die Technologiewerte und machten einen Großteil ihrer zur Wochenmitte erlittenen Verluste wett. Zum anderen beließ die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins unverändert – wie erwartet. Positiv wurden frische Preisdaten aus den USA am Markt aufgenommen.
Und zum Wochenschluss? Da heißt es noch einmal Konjunktur und Geldpolitik. Nach der EZB und der Bank of England entscheidet auch die Bank of Japan (BOJ) über ihre Geldpolitik. Die meisten Marktteilnehmer in Tokio erwarten, dass die japanische Notenbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent anheben wird. Der Fokus der Märkte dürfte daher auf dem künftigen Kurs der BOJ liegen. Mit Spannung wird erwartet, ob Notenbank-Gouverneur Kazuo Ueda auf der anschließenden Pressekonferenz seine eher restriktive Haltung bestätigt.
Zudem fühlen die Marktforscher der GFK erneut den Puls der Verbraucher in Deutschland und legen ihr Barometer für die Kauflaune vor. Aus einer Umfrage im Dezember unter rund 2000 Menschen berechnen die Nürnberger Fachleute das Konsumklima für Januar. Dieses dürfte unverändert auf niedrigem Niveau bei minus 23,2 Punkten bleiben, wie Ökonomen erwarten. Zuletzt hatte der Geschäftsklimaindex des IFO-Instituts gezeigt, dass sich die Stimmung der Unternehmen im Dezember den zweiten Monat in Folge verschlechtert hat.