DAX stemmt die 16.000 - schwarzer Tag für Telekom-Aktie
Mit den deutschen Aktienindizes ist es zum Wochenabschluss weiter nach oben gegangen. Die Börsen honorierten damit, dass in den USA nun auch der Senat der Aussetzung der Schuldenobergrenze bis Anfang 2025 zugestimmt hat. Damit wurde auf dem Frankfurter Parkett zwar bereits gerechnet, das bestehende Restrisiko wurde nun aber ausgepreist. Die US-Wirtschaft hat derweil im Mai mit 339.000 viel mehr Stellen geschaffen als die von Volkswirten erwarteten 190.000. Allerdings nahm auch die Arbeitslosigkeit stärker zu als prognostiziert.
Die Erwartungen an einen Zinsschritt im Juni durch die US-Notenbank Fed zogen nach den Daten leicht an - wenn auch nur um ein paar Punkte. Allerdings hielten sich die Reaktionen am Devisen- wie auch am Anleihemarkt in Grenzen.
Der DAX ging mit einem Plus von 1,25 Prozent auf 16.051 Punkte ins Wochenende. Damit legte der deutsche Leitindex auf Wochensicht leicht zu. Der EUROSTOXX50 notierte 1,6 Prozent höher bei 4327 Stellen
Deutsche Telekom gerieten am Nachmittag unter erheblichen Abgabedruck und stürzten um 9,1 Prozent ab. Wie Bloomberg mit Verweis auf sogenannte informierte Kreise berichtete, soll Amazon erwägen, ins Mobilfunkgeschäft einzusteigen. Amazon habe Pläne, ein Billig- oder sogar völlig kostenfreies Mobilfunkangebot für Prime-Abonnenten anzubieten.
Adidas und Puma legten um 5,8 beziehungsweise 6,4 Prozent zu. Positiv wurde der Jahresauftakt sowie der Ausblick des kanadischen Einzelhändlers für Sportbekleidung, Lululemon Athletica, gewertet. Das Unternehmen erhöhte seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn.
Ceconomy gewannen im SDAX 0,4 Prozent. Der Markt freute sich über die neuen Planzahlen. Die Media-Markt-Mutter erwartet einen Anstieg der Bruttomargen auf rund 20 Prozent. Zudem soll ein Umsatzwachstum leicht oberhalb des Marktes erreicht werden.
Ehemaliger Wirecard-Aktionär verklagt Commerzbank
Ein ehemaliger Aktionär des insolventen Finanzdienstleisters Wirecard hat seine Hausbank, die Commerzbank, auf Schadensersatz verklagt. Laut "Spiegel" wirft der Mann der Bank vor, ihn trotz erheblicher Zweifel an der Seriösität von Wirecard nicht vor dem Kauf der Aktien gewarnt zu haben. Stattdessen habe eine Analystin der Commerzbank den Kauf der Aktie noch im Frühjahr 2020 empfohlen - also kurz vor der Pleite.
Die Commerzbank selbst hatte bereits 2019 eine umfangreiche Verdachtsmeldung bei der Anti-Geldwäsche-Behörde Financial Intelligence Unit (FIU) eingereicht. Der Vorstand der Bank stoppte daraufhin den Zahlungsverkehr und schloss die Commerzbank-Konten des Finanzdienstleisters. Der Kläger kaufte dem Nachrichtenmagazin zufolge danach noch Aktien im Wert von 30.000 Euro. Die Klage auf 60.000 Euro Schadensersatz ist demnach vor dem Landgericht Koblenz anhängig.
Silver Economy: die Macht der Älteren
Durch den demografischen Wandel könnten bestimmte Branchen stärker in den Anlegerfokus rücken. Welche das sind und wie Anlegerinnen und Anleger auf sie setzen können, darüber spricht Anne-Kathrin Cyrus mit Anja Schneider von der Société Générale.
Telekom-Aktie bricht ein - Amazon will angeblich ins Mobilfunkgeschäft
Die Aktie der Deutschen Telekom ist am Nachmittag unter erheblichen Abgabedruck geraten und ist um 7,3 Prozent abgesackt. Wie Bloomberg mit Verweis auf sogenannte Kreise berichtet, soll Amazon erwägen, ins Mobilfunkgeschäft einzusteigen.
Der US-Internetriese habe Pläne, ein Billig- oder sogar völlig kostenfreies Mobilfunkangebot für Prime-Abonnenten anzubieten. Amazon befinde sich diesbezüglich in Preisverhandlungen mit Verizon, T-Mobile US sowie Dish Network, heißt es. T-Mobile, die Cashcow der Deutschen Telekom, verlor in New York sieben Prozent.
Wall Street im grünen Bereich
Die Absegnung des US-Schuldendeals und die jüngsten US-Jobdaten stimmen die Anleger an der Wall Street vorsichtig optimistisch. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,4 Prozent höher bei 33.188 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann ein halbes Prozent auf 4241 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,7 Prozent auf 13.190 Punkte.
Bei den Einzelwerten beflügelte eine Erhöhung der Jahresprognose die Aktie des Yoga-Bekleidungsherstellers Lululemon. Die Papiere gewannen 15 Prozent. Auch die Anteilsscheine des Konkurrenten Nike kletterten um gut drei Prozent. Ein Ausblick über den Analystenerwartungen stützte ebenfalls die Aktien des Chipherstellers Broadcom, die nach einem knappen vorbörslichen Verlust um 2,5 Prozent vorrückten.
Experten erwarten stürmische Zeiten im DAX
Der DAX hat in den letzten Monaten kräftig an Fahrt aufgenommen. Doch viele Experten trauen dem Aufschwung nicht, sprechen von einer Korrektur und fürchten einen Absturz auf 12.000 Punkte. Worauf sollten Anlegerinnen und Anleger also achten, um ihr Depot sommerfest zu machen? ntv fragt nach.
Kartellamt prüft mögliche Behinderung von 1&1 bei Netzaufbau
Im Streit um den schleppenden Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes kann 1&1 einen Etappensieg verbuchen. Das Bundeskartellamt kündigte an, eine mögliche Behinderung des Unternehmens durch den Rivalen Vodafone und dessen Funkturm-Beteiligung Vantage Towers zu prüfen. Vodafone wies den Vorwurf einer Behinderung zurück.
1&1 will sich als vierter Mobilfunknetz-Betreiber in Deutschland etablieren. Von den bis Ende 2022 geforderten 1000 Funkmasten steht bislang aber nur ein Bruchteil. Verantwortlich hierfür sei der Vertragspartner Vantage, der seine Verpflichtungen beim gemeinsamen Netzaufbau nicht erfüllt und weitere Verzögerungen signalisiert habe. Daher hatte 1&1 Beschwerde beim Kartellamt eingelegt.
Biontech kommt bei Leberkrebs-Therapie voran
Die Konzern Biontech macht Fortschritte im Bereich der Leberkrebs-Therapie. Wie das Mainzer Unternehmen mitteilte, hat es mit seinem Partner OncoC4 positive vorläufige Ergebnisse in einer Phase-1/2-Studie mit einem Antikörperkandidaten mit der Bezeichnung "BNT316/ONC-392" bei Patienten mit metastasiertem, PD-(L)1-resistentem, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom erzielt.
"Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom haben mit einer Fünf-Jahres-Überlebensrate von nur neun Prozent eine sehr schlechte Prognose", sagte Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci. Die Gesamtansprechrate der 27 Patienten in der Studie habe bei 29,6 Prozent und die Kontrollrate der Krankheit bei 70,4 Prozent gelegen, einschließlich eines Patienten mit einer vollständigen Remission, sieben Patienten mit teilweisem Ansprechen und elf Patienten, bei denen die Erkrankung stabil gewesen sei.
"Wir kommen hoffentlich in eine Sommerflaute"
Arbeitslosigkeit steigt in den USA stärker als erwartet
In den USA ist die Arbeitslosigkeit im Mai von niedrigem Niveau aus spürbar gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 3,4 Prozent im Vormonat auf 3,7 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Quote von 3,5 Prozent gerechnet. Laut Ministerium ist die Zahl aller Arbeitslosen um 440.000 auf 6,1 Millionen gestiegen.
Die Arbeitslosenquote liegt schon seit einiger Zeit auf sehr niedrigem Niveau. Zahlreiche Arbeitnehmer bleiben dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen Gründen fern, scheinen aber wieder stärker auf Arbeitssuche zu gehen. Viele Unternehmen haben seit längerer Zeit Probleme, geeignetes Personal zu finden. Der US-Notenbank Fed ist der Zustand ein Dorn im Auge, weil er für höhere Löhne sorgt. Die ohnehin hohe Inflation kann dadurch zusätzlich angefacht werden.
Schweizer Notenbank: Inflation greift auf weitere Bereiche über
Inflationssorgen auch in der Schweiz: Die dortige Notenbank (SNB) ist bereit, ihre Geldpolitik weiter zu straffen. Damit könne man den Inflationsdruck bekämpfen, der sich auf zusätzliche Bereiche der Schweizer Wirtschaft ausweite, sagte SNB-Direktoriums-Vizepräsident Martin Schlegel. "Wir haben zunehmend Anzeichen dafür, dass die Inflation auf andere Güter und Dienstleistungen übergreift, die nicht mit Energie und Versorgungsengpässen zusammenhängen."
Die SNB sei auch bereit, bei Bedarf an den Devisenmärkten zu intervenieren, um ihr Preisstabilitätsziel einer Teuerung von null bis zwei Prozent zu gewährleisten, so Schlegel weiter.
Wall Street freundlich gestimmt
Die Hoffnung auf eine Zinspause im Juni durch die US-Notenbank sorgt an der Wall Street weiter für Kauflaune. Der Aktienterminmarkt lässt auf eine freundliche Handelseröffnung schließen, nachdem die US-Börsen bereits im späten Vortagesgeschäft von dieser Hoffnung getrieben worden waren.
Dass der US-Senat das Schuldendrama beendet und den drohenden Zahlungsausfall der Regierung in letzter Minute verhindert hat, wird wohlwollend zur Kenntnis genommen. Doch hatte der Markt nach dem klaren Votum im Repräsentantenhaus eine Zustimmung des Senats bereits als "sicher" vorausgesetzt. Insofern stützt die Aussetzung der Schuldenobergrenze nur noch sehr verhalten den Aktienmarkt.
Spannung vor OPEC-Sitzung - Ölpreise gehen deutlich hoch
Die Ölpreise haben am frühen Nachmittag an Fahrt gewonnen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete 75,35 US-Dollar, das waren 1,5 Prozent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung stieg um 1,4 Prozent auf 71,18 Dollar.
Am Rohölmarkt herrscht Spannung vor der Sitzung des Ölverbunds OPEC+ am Wochenende. Zwar rechnen die meisten Fachleute mit einer unveränderten Förderpolitik des Kartells. Doch Vorsicht ist geboten: Vor etwa zwei Monaten hatten mehrere OPEC-Länder kurz vor einer ähnlichen Zusammenkunft ihre Produktion überraschend reduziert. Hinzu kommen uneinheitliche Äußerungen aus den Reihen des Verbunds. Aus Saudi-Arabien waren zuletzt warnende Worte an Spekulanten zu vernehmen, nicht auf fallende Erdölpreise zu wetten. Russland hatte sich verhaltener geäußert und angedeutet, dass wohl keine neuen Beschlüsse des Ölverbunds zu erwarten seien.
Brent Rohöl
Uniper-Aktie mutiert an der Börse zur Zockerbude - heute im freien Fall
Nachdem die Aktie von Uniper ohne Nachrichten am Donnerstag in die Höhe getrieben worden ist, folgt nun der freie Fall. "Es sind nur noch Spekulanten in dem Wert unterwegs", so ein Börsianer zu den Schwankungen in dem Wert.
Nach der Rettung des Konzerns durch den Bund sei es schade, dass die Aktie eine Zockerbude an der Börse geworden sei. Aktuell handelt die Aktie 22,7 Prozent tiefer bei 6,09 Euro nach einem Hoch am Vortag bei 8,05 Euro.
Steinbrück gibt EZB Mitschuld an der hohen Inflation
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die Geldpolitik der EZB mitverantwortlich gemacht für die hohe Inflation. "In meinen Augen hat die EZB zu spät reagiert. Sie hat lange die Liquiditätspumpe bedient", sagte der SPD-Politiker am Rande des Mallorca-Wirtschaftsforums zu ntv.
Dass die Notenbank die Leitzinsen erhöht hat, sei richtig und er rechne mit weiteren Erhöhungen. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass im Laufe dieses Jahres mindestens 4,00 oder 4,25 Prozent erreicht werden", so Steinbrück.
Experte sieht EZB fast am Zinsgipfel
Die EZB ist aus Sicht von Notenbankdirektor Fabio Panetta auf ihrem Straffungskurs bereits nah am Zinsgipfel angelangt. "Mein Gefühl sagt mir, dass wir das Ende unseres Zinserhöhungszyklus noch nicht erreicht haben, obwohl wir nicht mehr weit davon entfernt sind", sagt das Mitglied des sechsköpfigen EZB-Führungsteams der "Le Monde". Die geldpolitische Debatte werde sich bald von der Frage "wie hoch?" auf die Frage "wie lange?" verlagern. Es gebe einen beträchtlichen Spielraum, um die Inflation zu bekämpfen, indem die Zinsen so lange wie nötig hoch gehalten werden.
"Ich glaube nicht, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, um die Zinssätze übereilt anzuheben, da wir bereits einen beträchtlichen Weg zurückgelegt haben", merkt Panetta an. Die EZB hat seit der Zinswende im Juli 2022 die Schlüsselzinsen bereits sieben Mal in Folge angehoben. Mehrere Währungshüter hatten unlängst zwei weitere Schritte nach oben um je 0,25 Prozentpunkte im Juni und im Juli für wahrscheinlich gehalten.
DAX springt locker über die 16.000er Latte
Die abgewendete US-Zahlungsunfähigkeit hat dem deutschen Aktienmarkt weiteren Auftrieb gegeben. Der DAX überwand wieder die Marke von 16.000 Punkten und gewann am Mittag 1,2 Prozent auf 16.039 Zähler. Der EUROSTOXX50 notierte 1,1 Prozent höher bei 4306 Stellen.
Bei den Einzelwerten profitierten Adidas und Puma von unerwartet starken Quartalszahlen des US-Sportartikelanbieters Lululemon. Adidas stiegen um 4,5 Prozent und Puma um 4,4 Prozent.
Neue Daten vom Geldmarkt
Die Euribors mit 3- und 6-monatiger Laufzeit sind am europäischen Geldmarkt höher gefixt worden, der 12-Monats-Euribor wurde allerdings auf unverändertem Niveau gefixt. Eine weitere Erhöhung der Zinsen auf der Juni-Sitzung der EZB um 25 Basispunkte wird an den Märkten als das wahrscheinlichste Szenario angesehen. Wie die Commerzbank anmerkt, wird der Zinsgipfel in der Zwischenzeit aber bei leicht unter 3,75 Prozent gesehen. Die an den Finanzmärkten eingepreiste Erwartung von Investoren, dass die EZB ihre Zinsen 2024 schon wieder senken wird, muss derweil nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot möglicherweise korrigiert werden. Ihm zufolge sollten die Zinsen, wenn sie ihr zyklisches Hoch erreicht haben, für eine "signifikante Zeit" dort bleiben.
Hier die aktuellen Daten: Tagesgeld: 3,08 - 3,43 (3,13 - 3,33), Wochengeld: 3,08 - 3,43 (3,14 - 3,34), 1-Monats-Geld: 3,08 - 3,50 (3,25 - 3,50), 2-Monats-Geld: 3,22 - 3,62 (3,35 - 3,55), 3-Monats-Geld: 3,31 - 3,71 (3,45 - 3,65), 6-Monats-Geld: 3,57 - 3,97 (3,70 - 3,90), 12-Monats-Geld: 3,70 - 4,10 (3,75 - 4,00) Euribors: 3 Monate: 3,4900 (3,4620), 6 Monate: 3,7280 (3,7210), 12 Monate: 3,8750 (3,8750)
Derzeitige Gasspeicher-Füllstände beruhigender als ein Jahr zuvor
Na, das sieht doch gut aus: Die Erdgasspeicher in Deutschland haben das erste Speicherziel der kommenden Heizperiode von 75 Prozent Füllstand erreicht - drei Monate früher als vorgesehen. Am Morgen des 1. Juni waren sie nach Angaben des europäischen Gasspeicherverbandes GIE zu 74,97 Prozent gefüllt.
Zum 1. Oktober sollen die Speicher demnach zu 85 Prozent, zum 1. November zu 95 Prozent gefüllt sein. Die Füllstände steigen seit dem 4. Mai jeden Tag. Der bislang geringste Füllstand des laufenden Jahres war am 17. März mit 63,58 Prozent verzeichnet worden. Ein Jahr zuvor, am 17. März 2022 waren die deutschen Speicher nur zu 24,56 Prozent gefüllt. Der größte deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden verzeichnete am Donnerstagmorgen einen Füllstand von gut 88 Prozent.
Rally beim Nasdaq 100: Tech-Werte schon wieder auf Rekordjagd
Die High-Tech-Börse Nasdaq befindet sich nach den jüngsten Kurssteigerungen schon wieder nah an einem Zwölf-Monatshoch. Wie nachhaltig das ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
Immobilienwerte präsentieren sich ganz stark
Die Immobilienwerte haben sich zum Wochenschluss auf Erholungskurs befunden. Im DAX legten Vonovia um fünf Prozent zu und lagen damit an der Index-Spitze. Im MDAX rückten TAG Immobilien und LEG Immobilien um 5,8 und 5,3 Prozent vor. Aroundtown kamen auf plus 2,7 Prozent.
Dem Sektor machten zuletzt vor allem die Folgen der gestiegenen Zinsen und die nach oben geschossenen Baukosten zu schaffen. Seit Jahresbeginn kommen etwa Vonovia und LEG Immobilien auf ein Minus von mehr als 20 Prozent.
Europas Volkswirte sorgen sich wegen US-Gesetz gegen Inflation
Volkswirte in großen europäischen Ländern sind einer Umfrage zufolge besonders kritisch gegenüber dem US-Gesetz zur Bekämpfung der Inflation (IRA) und machen sich für bessere Investitionsbedingungen stark. Die Umfrage des IFO-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik zeigt zudem, dass in vielen Ländern Südamerikas die Auswirkungen des IRA auf die heimische Wirtschaft insgesamt positiv gesehen wird.
Laut Umfrage befürchten per saldo 83 Prozent der Experten in Frankreich negative Auswirkungen des IRA auf die heimische Wirtschaft, 78 Prozent erwarten eine Abwanderung von Unternehmen und 65 Prozent empfehlen, dass die Politik etwas gegen den IRA unternimmt. In Deutschland lauten die Zahlen 64, 51 und 59 Prozent. Für die Schweiz lauten die Zahlen 52, 33 und 15 Prozent, für Österreich 51, 27 und 30 Prozent.
Twitters Anti-Fake-News-Chefin wirft hin
Mitten in der Diskussion um laxes Vorgehen gegen Hassrede und Falschinformationen hat Twitter seine Chefin für Vertrauen und Sicherheit verloren. Sie habe ihren Job als Verantwortliche für die Moderierung der Inhalte bei dem Kurznachrichtendienst aufgegeben, sagt Ella Irwin. Weitere Angaben machte sie nicht. Irwin hatte ihren Posten vor etwa einem Jahr übernommen.
Vergangene Woche war Twitter aus einem freiwilligen EU-Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Falschinformationen ausgestiegen. An die dort festgelegten Verpflichtungen bleibe das Unternehmen aber gebunden, warnte EU-Industriekommissar Thierry Breton. "Sie können weglaufen, aber sie können sich nicht verstecken."
Musk, der selbsternannte "Absolutist der Meinungsfreiheit", hatte den Kurznachrichtendienst im Oktober 2022 übernommen und anschließend auf links gedreht. Neben Massen-Entlassungen sorgte eine Amnestie für zuvor gesperrte Nutzer wie den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für Aufsehen. Mit seinen Entscheidungen verschreckte der Milliardär zahlreiche Werbetreibende.
Wie macht man sein Depot sommerfest?
Dell-Umsatz sackt erneut ab
Der PC-Hersteller Dell hat das dritte Quartal in Folge einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Im ersten Geschäftsquartal (bis zum 5. Mai) fielen die Erlöse um 20 Prozent auf 20,92 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern bekanntgab. Damit übertraf Dell die Analystenerwartungen von 20,27 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn betrug 578 Millionen Dollar. Im Vorjahr lag er bei 1,07 Milliarden Dollar. Hintergrund der Entwicklung ist der Rückgang der Nachfrage nach PCs und Laptops nach dem Pandemie-bedingten Ansturm auf Geräte für das Home Office.
"Wegweisendes Ereignis" treibt den DAX
Der DAX startet mit Gewinnen in den Handel zum Wochenschluss. Nachdem der deutsche Börsenleitindex bereits am Donnerstag 1,2 Prozent zugelegt hatte, notiert er nun 0,6 Prozent fester bei Kursen um 15.950 Punkte. Positive Vorgaben von Seiten der Wall Street und aus Asien stützen. Hintergrund ist die Lösung des US-Schuldenstreits.
"Ein US-Zahlungsausfall ist damit abgewendet. Das hebt die Stimmung der Anleger", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Friedhelm Tilgen. "Es ist ein wegweisendes Ereignis. Das sollte man nicht unterschätzen", erläutert er. "Der Senat hat bereits in einer ersten Abstimmung den Kompromiss abgesegnet."
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Lululemon heizt Adidas und Puma ein
Die Erhöhung der Jahresprognose bei Umsatz und Gewinn beim Yoga-Bekleidungshersteller Lululemon verhilft Adidas und Puma vorbörslich zu Kursgewinnen. Im frühen Handel legen Adidas 1,3 Prozent zu und sind damit Spitzenreiter im DAX, Puma rücken im MDAX 1,5 Prozent vor. Einem Händler zufolge profitieren die Titel nach den Lululemon-Zahlen von der guten Branchenstimmung. Die Aktien des Yoga-Bekleidungsherstellers schossen im nachbörslichen US-Handel um 13 Prozent nach oben.
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Ceconomy im Plus erwartet
Nachdem die Aktie von Ceconomy auf Sicht eines Monats deutlich verloren hat, wird sie zunächst gut zwei Prozent im Plus erwartet. Im aktuellen Konsumumfeld werden die Aussagen zum Mittelfristziel positiv gewertet. Der Switch, Standortkosten zu senken und den Online-Anteil auszubauen, sollte sich positiv auf die Ertragskraft auswirken, heißt es im Handel. Das Ziel, den bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern auf mehr als 500 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025/26 zu steigern, wird in einer ersten Einschätzung als ambitioniert eingestuft.
Ceconomy will operativen Gewinn verdoppeln
Die Elektronikhandelsholding Ceconomy will profitabler arbeiten. Die in der Vergangenheit margenschwache Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn wolle den operativen Ertrag (bereinigtes EBIT) aus dem Jahr 2021/22 bis zum Geschäftsjahr 2025/26 auf über 500 Millionen Euro verdoppeln, teilt sie mit. Dazu setzt Ceconomy im Rahmen der neuen Mittelfrist-Ziele unter anderem auf stärkere Service-Dienste und den Ausbau des profitablen Geschäfts mit Eigenmarken. Das Online-Geschäft soll gestärkt werden - aber auch die Filialen sollen weiter eine wichtige Rolle spielen.
Der Gesamtumsatz solle bis 2025/26 zudem "leicht über dem Marktwachstum" liegen, teilte Ceconomy weiter mit, der Free Cashflow solle gesteigert werden. Ceconomy sei entschlossen, "das Geschäft profitabel auszubauen", sagt Finanzchef Kai-Ulrich Deissner.
"Schwarzer Schwan" ist vom DAX-Parkett
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart am Freitag im Plus erwartet. So wird der DAX bei 15.928 Punkten gesehen nach einem Schluss am Vortag bei 15.853 Zählern. Positiv wird am Morgen an der Börse gewertet, dass in den USA über Nacht nun auch der Senat der Aussetzung der Schuldenbremse bis Anfang 2025 zugestimmt hat. Damit wurde an der Börse zwar mehrheitlich gerechnet, doch ist damit der drohende "Schwarze Schwan" in Form des Zahlungsausfalls der USA endgültig vom Parkett verschwunden.
Der Datenkalender ist zum Wochenschluss extrem leer. Der wichtigste Termin ist der US-Arbeitsmarktbericht, der um 14:30 zur Veröffentlichung ansteht. Der ADP-Bericht hatte am Vortag bereits eine gute Vorlage geliefert, daher sollte nicht überraschen, wenn nun auch auch die Beschäftigung ex Agrar um mehr als die erwarteten 190.000 neuen Stellen wachsen sollte. Derweil ist die Erwartung einer weiteren Zinsanhebung durch die US-Notenbank im Juni gefallen, was an der Wall Street den Aktien aus dem Technologiebereich Rückenwind verlieh. Diese Entwicklung dürfte auch in Europa anhalten, auch wenn mit weiteren ein bis zwei Zinsschritten durch die Europäische Zentralbank gerechnet wird. Anleihen und Euro starten wenig verändert den Tag, so dass von dieser Seite bisher keine Impulse zu erwarten sind.
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Technologie treibt Asien-Börsen an
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich mit Zugewinnen. An der Börse in Singapur findet wegen eines Feiertags kein Handel statt. Von der Wall Street kamen positive Vorgaben, erneut konnten Technologiewerte deutlich zulegen. Vor allem die Hoffnung auf eine Zinserhöhungspause der Federal Reserve hatte den US-Börsen Auftrieb gegeben. Im asiatischen Handel wirkt zudem stützend, dass nun auch der US-Senat dem Gesetzentwurf zur Aussetzung der US-Schuldenobergrenze zugestimmt hat. Damit wurde ein möglicher Zahlungsausfall der USA mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen abgewendet.
Kräftig aufwärts geht es am Aktienmarkt in Hongkong. Der Hang-Seng-Index macht einen Kurssprung um 3,7 Prozent. Rückenwind kommt vor allem von Technologiewerten. Die Aktien von Kuaishou, Baidu, Alibaba und JD.com legen um bis zu 6,9 Prozent zu. Auf dem chinesischen Festland gewinnt der Schanghai-Composite 0,8 Prozent.
An der Börse in Tokio legt der Nikkei-Index um 0,9 Prozent zu, ebenfalls beflügelt von Kursgewinnen bei Technologie- und Elektronikwerten. Aufwärts geht es auch an der Börse in Südkorea, angeführt von Halbleiterwerten. Der Kospi steigt um 1,0 Prozent. Marktteilnehmer verweisen auch hier auf die Vorgaben aus dem US-Handel. Stützend wirkten zudem nachlassende Inflationsdaten. Der Verbraucherpreisindex fiel im Mai auf ein 19-Monats-Tief und rechtfertige damit die Pause der Zentralbank bei der Straffung der Geldpolitik, heißt es aus dem Markt.
Die Börse in Sydney hinkt mit leichten Aufschlägen indessen etwas hinterher. Der S&P/ASX 200 rückt 0,4 Prozent vor.
Saudi-Arabien baut Lithium-Anlage - für BMW
Saudi-Arabien plant offenbar eine zweite Lithium-Verarbeitungsanlage, in der Lithiumhydroxid für BMW hergestellt werden soll. "Ein Großteil der Welt hat Angst davor, was passieren wird, wenn China seine Exporte einstellen würde", sagt Tony Sage, Vorstandsvorsitzender von European Lithium. "Das wäre eine Katastrophe für die Energiewende". European Lithium wird die Aufbereitungsanlage mit Lithiumerz aus seiner Mine im Süden Österreichs beliefern.
Das an der australischen Börse notierte Lithium-Start-up-Unternehmen European Lithium und das saudische Industriekonglomerat Obeikan Investment Group werden laut "Financial Times" jeweils 50 Prozent der Anteile an der Anlage, die 350 bis 400 Millionen Dollar kosten wird, übernehmen. Ab 2027 sollen jährlich 9000 Tonnen Lithiumhydroxid im Rahmen eines bestehenden Liefervertrags aus der neuen Produktionsstätte an den deutschen Automobilhersteller BMW geliefert werden.
Saudi-Arabien will auch mit diesem Projekt seine Rolle bei der Produktion von Elektrofahrzeugen und in der Batterielieferkette stärken und sich von den Öleinnahmen lösen.
Asien-Börsen von Fortschritten in US-Schuldenstreit beflügelt
Asiatische Aktien legen zu. Die Fortschritte zur Anhebung der US-Schuldenobergrenze und die zunehmende Hoffnung, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung eine Zinspause einlegen könnte, hat den Appetit der Anleger auf risikoreiche Anlagen beflügelt. "Die Anleger wurden auch durch die Nachricht ermutigt, dass das US-Repräsentantenhaus in einem entscheidenden Schritt zur Vermeidung eines Zahlungsausfalls der USA ein Gesetz zur Schuldenobergrenze verabschiedet hat, das nun im US-Senat diskutiert wird", sagt Harry Ottley, Wirtschaftsexperte bei der Commonwealth Bank of Australia. Der US-Senat sei auf dem besten Weg, eine Gesetzesvorlage zur Aufhebung der Schuldenobergrenze von 31,4 Billionen Dollar zu verabschieden, kündigt der Mehrheitsführer der Demokraten, Chuck Schumer, an und fügte hinzu: "Wir vermeiden heute Abend einen Zahlungsausfall."
Der Nikkei liegt im Verlauf 0,8 Prozent höher bei 31.391 Punkten. Der Topix steigt 1,1 Prozent auf 2173 Zähler. Der Shanghai Composite gewinnt 0,6 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen zieht 0,7 Prozent an.
"Ein kurzer Durchhänger - und schon startet die Wall Street wieder durch"
Euro und Pfund bewegen sich kaum
Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 138,85 Yen und stagniert bei 7,0908 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9051 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,0760 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9741 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,2530 Dollar.
Euro / Dollar o
Mit Unsicherheit ins Wochenende? DAX geht in Vorlage
Der DAX kopiert die Vorwoche: Drei Verlusttage in Folge und dann im Donnerstagsgeschäft ein deutlicher Aufschlag. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex wieder über der 15.900er-Marke taxiert, nachdem er gestern 1,2 Prozent fester mit 15.854 den Handel beendet hatte. Auch an der Wall Street hatten die Kurse zugelegt. Alles in allem könnte also ein versöhnlicher Wochenabschluss ins Haus stehen - auch wenn das US-Schuldenthema noch nicht hundertprozentig vom Tisch ist.
Im US-Schuldenstreit steht nach der Zustimmung des Repräsentantenhauses zu dem Kompromiss von Präsident Joe Biden und dem Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, die Abstimmung im Senat aus. Sowohl der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, als auch der republikanische Minderheitsführer Mitch McConnell hatten erklärt, sie hofften auf eine Verabschiedung vor dem Wochenende. Allerdings könnten Änderungsanträge (Amendments) den Prozess verzögern. Erst wenn Repräsentantenhaus und Senat den Entwurf in identischer Form angenommen haben, wird er dem Präsidenten zur Unterschrift vorgelegt. Der Kompromiss sieht vor, die Schuldenobergrenze von derzeit 31,4 Billionen Dollar bis Januar 2025 auszusetzen. Für die Haushalte 2024 und 2025 sind Einsparungen vorgesehen, nicht genutzte Corona-Fonds sollen anderweitig eingesetzt werden.
Konjunkturell stehen die am Nachmittag erscheinenden US-Arbeitsmarktdaten im Fokus. Experten erwarten einen weiterhin soliden Stellenaufbau von 190.000, der allerdings nicht mehr annähernd an die im April erreichte Zahl von 253.000 heranreichen würde. Einer Faustregel folgend ist bereits ein Plus von 70.000 bis 100.000 Jobs pro Monat ausreichend, um die wachsende US-Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter mit Jobs zu versorgen. Die Notenbank Federal Reserve hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,00 bis 5,25 Prozent nach oben getrieben, um die hohe Inflation einzudämmen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.
Daneben legt Österreich Zahlen zur Wirtschaftsleistung in zweiter Veröffentlichung vor. Unternehmensseitig veranstaltet Ceconomy einen Kapitalmarkttag. Hypoport hat seine Aktionäre zur Hauptversammlung eingeladen. Die restlichen Wochentermine finden Sie hier.