Ausblick von US-Rivalen belastet Adidas und Puma
Ein schwächer als erwarteter Ausblick des US-Konkurrenten Deckers Outdoor drückt auf die Sportartikel-Aktien. Die Papiere von Adidas verlieren rund 3,5 Prozent und sind damit Schlusslicht im Dax. Auch Puma gibt im MDax um rund ein Prozent nach.
Grund: Deckers Outdoor, zu dem unter anderem die Marke Hoka gehört, hatte am Donnerstag zwar die Gewinnprognose für 2027 angehoben. Die Anhebung fiel aber geringer aus als von Analysten erhofft. "Ein kleiner Dämpfer für die Branche", so ein Händler. Die Deckers-Aktie rutschte im nachbörslichen US-Handel um 8,0 Prozent ab.
Ökonomen schrauben an Inflationsprognose für 2027
Der Weg zum Inflationsziel von 2,0 Prozent der Europäischen Zentralbank bleibt ein steiniger: Laut einer EZB-Umfrage unter geldpolitischen Beobachtern rechnen diese für 2027 nun mit einer Inflation von 2,2 Prozent. Im Mai lag ihre Schätzung noch bei 2,1 Prozent.
Für das laufende Jahr erwarten die Volkswirte unverändert 2,7 Prozent Inflation. Die EZB-Zielmarke von 2,0 Prozent soll nach wie vor 2028 erreicht werden – auch diese Schätzung blieb unverändert. Die Zahlen stammen aus dem vierteljährlichen "Survey of Professional Forecasters", den die EZB vom 1. bis zum 6. Juli durchgeführt hat.
Die Inflationserwartungen der Verbraucher in den Euro-Ländern sind unterdessen gefallen, wie eine separate Umfrage der Notenbank zeigt. Im Juni rechneten die Menschen im Mittel für die kommenden zwölf Monate mit einer Teuerungsrate von 3,0 Prozent, im Mai waren es noch 3,5 Prozent.
Porsche mit Absatzrückgang und Gewinnplus
Der angeschlagene Sportwagenbauer Porsche hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr trotz eines weiteren Absatzschwunds um ein Drittel gesteigert. Wie aus den Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Volkswagen hervorgeht, hat die allein aus Porsche bestehende Markengruppe "Sport Luxury" im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von 1,35 Milliarden Euro erwirtschaftet, nachdem es im Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 1,05 Milliarden Euro eingebrochen war.
Der Umsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. Die Entwicklung sei das Ergebnis "der umfassenden Neuausrichtung des vergangenen Jahres, einer starken Preis- und Mixqualität sowie niedrigerer Belastungen aus Rückstellungen aus 2025", erklärte Volkswagen.
Der Absatz war im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf rund 121.000 Fahrzeuge gesunken. Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China eingebrochen ist, die gestiegenen US-Zölle belasten und die hohen Investitionen in Elektroautos sich nicht auszahlen. Porsche-Chef Michael Leiters verschärft den im vergangenen Jahr schon eingeleiteten Spar- und Schrumpfkurs.
In der kommenden Woche will der Stuttgarter Autobauer die Belegschaft und die Öffentlichkeit über das zweite Paket an Stellenstreichungen informieren. Nach Medienberichten sollen in den kommenden Jahren mindestens 5000 Arbeitsplätze wegfallen, nachdem im vergangenen Jahr bereits der Abbau von 3900 Jobs beschlossen worden war.
Volkswagen hat bis 2030 bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.
Pentagon-Deal für Oracle
Das US-Verteidigungsministerium hat mit dem Softwarekonzern Oracle einen bis zu zehn Jahre laufenden Vertrag im Wert von fast sieben Milliarden Dollar abgeschlossen. Wie das Pentagon mitteilte, sollen damit die Lizenzen für die vor Ort genutzte Software des Konzerns in einem einzigen Vertrag zusammengefasst werden. "Indem wir die Beschaffung von Oracle-Software grundlegend verbessern, sparen wir für den Steuerzahler mindestens 441 Millionen Dollar und können zugleich unsere kämpfenden Soldaten schnell und effektiv versorgen", sagte die IT-Chefin des Pentagon, Kirsten Davies. Die Vereinbarung umfasst das gesamte Verteidigungsministerium sowie die US-Küstenwache und die Geheimdienste. Im Mai hatte das Büro von Davies bereits einen ähnlichen Vertrag mit Microsoft über 9,69 Milliarden Dollar geschlossen.
Die Aktie von Oracle stieg nachbörslich um zwei Prozent auf 122,40 Dollar. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatte das Papier seit Jahresbeginn 38,4 Prozent an Wert verloren. Der Gründer von Oracle, der Milliardär Larry Ellison, pflegt eine enge Beziehung zu US-Präsident Donald Trump.
Allianz stemmt milliardenschwere Übernahme
Die Allianz verstärkt im zweiten Anlauf ihr Geschäft in Singapur. Die Allianz übernimmt die singapurische Versicherungs-Tochter der britisch-asiatischen Bank HSBC, HSBC Life, für 2,09 Milliarden Dollar, wie HSBC mitteilte. HSBC hatte die Tochter zum Verkauf gestellt, die Allianz setzte sich Berichten zufolge in einem Bieterverfahren gegen die japanischen Versicherer Daiichi Life und Sumitomo durch. Vorstandschef Oliver Bäte hat sich den Ausbau des dortigen Geschäfts auf die Fahnen geschrieben.
Ende 2024 war die Allianz in Singapur wegen politischer Widerstände an der 1,15 Milliarden Euro schweren Übernahme der Income Insurance gescheitert. Die Regierung des Stadtstaats hatte den Deal blockiert, aus Sorge, dass Income Insurance unter dem neuen Eigentümer das Ziel aufgeben würde, erschwingliche Versicherungen für Geringverdiener anzubieten.
Sparen ist Trumpf
Auch wegen des wiederaufgeflammten Iran-Kriegs hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland auf niedrigem Niveau leicht verschlechtert. Das Konsumklima-Barometer für August fiel nach zuletzt zwei Anstiegen in Folge nun überraschend um 0,3 Punkte auf minus 29,6 Zähler, wie die GFK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Die Menschen blickten wieder optimistischer auf die Konjunktur, aber skeptischer auf ihre künftigen Finanzen. Und sie legten mehr Geld auf die hohe Kante als zuletzt. "Die Verbraucherstimmung bleibt weitestgehend unverändert", sagte NIM-Experte Rolf Bürkl. "Die anhaltende Verunsicherung führt dazu, dass viele Haushalte beim Konsum nach wie vor zurückhaltend bleiben."
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbesserten sich diesen Monat zum dritten Mal in Folge leicht. "Der Pessimismus geht weiter zurück", hieß es. Dennoch rechne die Mehrheit der Menschen damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten verschlechtere.
Die Einschätzungen zu den eigenen, künftigen Einkommen der Verbraucher, die sich in den vergangenen Monaten stetig etwas aufgehellt hatten, trübten sich jetzt wieder etwas ein. Zudem setzte sich der zu Jahresbeginn beobachtete Rückgang der Sparneigung im Juli nicht fort. Das Teilbarometer dazu stieg um 3,1 auf 17 Punkte. Im langfristigen Vergleich ist dieser Wert sehr hoch: Denn im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag die Sparneigung bei etwa -24 Punkten, erklärte das NIM. "Dies zeigt, dass die Menschen es angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen."
Mehrere Belastungsfaktoren für den Dax
Der Dax setzt vorerst auf Stabilisierung. Nachdem der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft 1,6 Prozent eingebüßt und mit 24.763 Punkten wieder unter der 25.000er-Marke geschlossen hatte, notiert er aktuell im Bereich von 24.835 Punkten. Nach wie vor belastet die Eskalation im Iran-Krieg, die den Brent-Preis über die 100-Dollar-Marke getrieben hat. Gleichzeitig kündigte US-Präsident Donald Trump neue Zölle an.
Anleger-Skepsis bei SAP?
Jefferies-Analysten haben erwartet, dass der aktuelle Cloud-Auftragsbestand von SAP die Konsenshürde von 24 Prozent übertreffen wird. Das letztlich erzielte Ergebnis von 26 Prozent sei allerdings noch stärker ausgefallen als prognostiziert. Dies deute auf eine sehr starke Auftragsentwicklung im zweiten Quartal hin. Während sich die Fragen in der Telefonkonferenz auf die etwas schwächere Margenentwicklung im zweiten Quartal konzentriert hätten, sollte die hohe Auftragsdynamik vor dem Hintergrund der sehr vorsichtigen Anlegerstimmung ausreichen, um der Aktie Auftrieb zu verleihen, so die Analysten weiter. Der SAP-Kurs hatte binnen Jahresfrist deutlich nachgegeben.
Trump bringt Asien-Börsen ins Trudeln
Mit deutlichen Kursverlusten zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien. Der Handelsstreit der USA mit zahlreichen anderen Ländern verschärft sich wieder. US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle von 10 bis 12 Prozent angekündigt - dieses Mal mit der Begründung, dass die betroffenen Länder nicht entschieden genug gegen Zwangsarbeit vorgingen. Die neuen Zölle sollen temporäre Abgaben von 10 Prozent ablösen, die heute auslaufen und eingeführt worden waren, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA den Großteil anderer von Trump festgelegter Zölle für ungültig erklärt hatte.
Daneben dämpft der andauernde Iran-Krieg die Stimmung, der sich nun auch ins Rote Meer ausgedehnt hat. Dort haben die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen saudi-arabische Tankschiffe angegriffen. Die Route durch das Rote Meer war ein alternativer Transportweg für Öl, nachdem die Straße von Hormus blockiert worden war. Präsident Trump will den Iran für künftige Huthi-Angriffe zur Verantwortung ziehen.
Unter den Börsen der Region verzeichnet der technologielastige südkoreanische Aktienmarkt die höchsten Verluste. Der Leitindex Kospi fällt um 5,1 Prozent. In Tokio verliert der Nikkei-Index 3,1 Prozent. Der breiter gefasste Topix gibt um 1,3 Prozent nach. An der Börse in Shanghai fällt der Composite-Index um 1,2 Prozent. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index 1,3 Prozent ab.
Was folgt auf den Abverkauf?
Die europäischen Aktienfutures zeigen sich mit den negativen Vorgaben aus den USA und Asien etwas schwächer. Der Dax wird bei 24.723 Punkten gesehen nach einem Schlussstand von 24.763 Punkten am Vortag.
Neben dem Krieg im Nahen Osten und einem Brent-Preis von über 100 Dollar je Barrel gibt es die erwartete Verlängerung der US-Zölle. Die USA haben angekündigt, im Rahmen neuer Abgaben Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent gegenüber ihren wichtigsten Handelspartner zu erheben. Die Trump-Administration begründet dies mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit. Die neuen Zölle sollen Trumps temporären globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.
VW-Gewinn sinkt - Prognose gekappt
Volkswagen stellt sich trotz einer hohen Nachfrage nach seinen elektrischen Kleinwagen auf schwächere Erlöse ein. Europas größter Autobauer rechnet nach eigenen Angaben nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent statt eines Wachstums von bis zu drei Prozent. Die Gewinnmarge solle dagegen wie bislang angenommen zwischen vier und 5,5 Prozent liegen und damit über dem Niveau der ersten Jahreshälfte. VW-Chef Oliver Blume sagte, insgesamt erwarte er ein "robustes Ergebnis über Vorjahresniveau".
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete Volkswagen Erlöse von 158,1 Milliarden Euro, das waren 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Der Gewinn sank zugleich um 11,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, was einer Umsatzrendite von 3,8 Prozent entspricht.
KI-Boom beflügelt US-Chipriesen
Der wachsende Bedarf an Prozessoren für Rechenzentren verhilft Intel zu einem Gewinnsprung. Der Chipkonzern legte einen überraschend optimistischen Ausblick vor. Um auch in Zukunft vom KI-Boom profitieren zu können, werde Intel im laufenden Jahr 20 Milliarden statt der ursprünglich geplanten 18 Milliarden Dollar investieren, kündigte Finanzchef David Zinsner an. Die Ausgaben würden 2027 noch einmal deutlich steigen. Diese Pläne stützten sich auf zahlreiche langfristige Lieferabkommen. "Kunden unterschreiben solche Verträge nur, wenn sie wirklich davon überzeugt sind, dass sich diese Investition lohnt." Die Vereinbarungen gäben Intel Planungssicherheit.
Das US-Unternehmen steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 25 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,42 Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust zu Buche gestanden hatte. Für das laufende Vierteljahr stellte Intel Erlöse zwischen 15,8 und 16,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 0,38 Dollar je Aktie in Aussicht. "KI sorgt für eine beispiellose Nachfrage nach Rechenleistung", betonte Konzernchef Lip-Bu Tan. "Unsere Quartalsergebnisse weisen das größte Umsatzwachstum seit mehr als 15 Jahren aus." Intel-Aktien stiegen darauf im nachbörslichen Handel um zwölf Prozent.
Brent-Preis dreistellig - und klettert weiter
Die Ölpreise steuern auf einen Wochengewinn zu. Öl WTI notiert 0,4 Prozent schwächer bei 91,82 Dollar. Dazu verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 100,50 Dollar je Barrel (159 Liter). Über Nacht war die Nordseesorte um sieben Prozent auf ein Zweimonatshoch von 102 Dollar gestiegen.
Hintergrund sind Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer. Damit ist nun neben der vom Iran weitgehend geschlossenen Straße von Hormus eine zweite wichtige Schifffahrtsroute für die weltweite Ölversorgung im Nahen Osten stark eingeschränkt. Das US-
Das ist los am Devisenmarkt
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 163,76 Yen und legt leicht auf 6,7750 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert rückte er etwas auf 0,8167 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1384 Dollar und zieht leicht auf 0,9297 Franken an.
Asien-Börsen deutlich auf Talfahrt
Der Anstieg des Ölpreises auf über 100 Dollar belastet die Aktienmärkte in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um ein Prozent. Der japanische Nikkei-Index gibt um 3,0 Prozent nach, und der südkoreanische Kospi verliert 3,7 Prozent. Der sich erneut zuspitzende Iran-Krieg verunsichert die Anleger. Hinzu kommt die Angst vor einem neuen Inflationsschock. "Zwei der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt sind im selben Monat bedroht, und die Märkte fangen gerade erst an zu begreifen, was das bedeutet", sagt Nigel Green, Chef der Finanzberatung deVere Group. An den Finanzmärkten rechnet man nun mit einem strafferen Zinskurs. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed bereits in der kommenden Woche wird auf eins zu drei geschätzt – eine Kehrtwende im Vergleich zur Vorwoche.
Anleger in Japan reagieren zudem auf den starken Rückgang bei der Google-Mutter Alphabet in den USA über Nacht. Die Sorgen, ob die hohen Ausgaben für die KI-Infrastruktur nachhaltig sind, seien nach dem starken Kursrückgang der Alphabet-Aktien wieder aufgeflammt, sagt Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Aktien aus dem Chip-Sektor geraten unter Druck: Advantest und Tokyo Electron verlieren 6,33 beziehungsweise 5,43 Prozent. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia gobt 4,4 Prozent nach.
Japans Industrieproduktion legt stark zu
Japans Industrie hat ihre Produktion im Juli so stark gesteigert wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Dies geht aus einer Unternehmensumfrage hervor. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe von S&P Global sank zwar leicht auf 54,7 Punkte von 54,8 Zählern im Juni, hielt sich damit aber deutlich über der Wachstumsschwelle von 50. Der für die Produktion maßgebliche Teilindex kletterte auf den höchsten Stand seit Februar 2014. Zudem verzeichneten die Hersteller den stärksten Anstieg bei den Neuaufträgen seit gut fünf Jahren. Das Wachstum im Dienstleistungssektor schwächte sich hingegen ab. Der entsprechende Index fiel auf 51,9 von 52,2 Punkten. Der zusammenfassende Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister stieg auf 53,1 von 52,8 Zählern und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar.
Japans Kerninflation unter Notenbankziel
Die Kerninflation in Japan ist im Juni den fünften Monat in Folge unter dem Ziel der Notenbank (BOJ) geblieben. Die Kernverbraucherpreise stiegen laut Regierungsdaten um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Grund dafür waren staatliche Subventionen für Kraftstoffe, die den Anstieg der Rohstoffkosten infolge des Nahost-Konflikts ausglichen. Die Kerninflationsrate, die die schwankungsanfälligen Preise für frische Lebensmittel ausklammert, entsprach den Markterwartungen. Im Mai hatte der Anstieg bei 1,4 Prozent gelegen.
SAP hat ein Cloud-Problem
Nach dem starken Jahresauftakt hat sich das Wachstum der Cloud-Sparte von SAP wieder etwas verlangsamt. Der Umsatz dieses wichtigen Geschäftsbereichs stieg im zweiten Quartal um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, wie der Walldorfer Softwarekonzern mitteilte. Damit entsprach er den Erwartungen. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte das Plus bei 27 Prozent gelegen. Der Anstieg der Cloud-Auftragseingänge beschleunigte sich dagegen im Berichtszeitraum leicht auf 26 Prozent und erreichte 22,9 Milliarden Euro.
Insgesamt verbuchte SAP wie erwartet ein Umsatzplus von elf Prozent auf 9,88 Milliarden Euro. Der operative Gewinn blieb mit 2,74 Milliarden Euro jedoch hinter den Analystenprognosen zurück. Dies sei unter anderem auf Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und den Konzernumbau zurückzuführen, erläuterte SAP-Finanzchef Dominik Asam.
Ein Problemkind – und die Folgen
Der Dax muss um seinen Wochengewinn kämpfen. Dem 1,3-Prozent-Aufschlag vom Dienstag und Mittwoch ließ der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft ein Minus von 1,6 Prozent folgen. Er schenkte damit die 25.000er-marke wieder her und schloss mit einem Stand von 24.763 Zählern. Ausschlaggebend für die gestrigen Verluste waren in erster Linie erneut gestiegene Ölpreise, die mittlerweile auf einem Sechswochenhoch notieren.
Zum heutigen Wochenschluss rückt die Konjunktur in den Blick, denn: Die Stimmung der Verbraucher könnte sich hierzulande weiter verbessert haben. Experten erwarten, dass das Konsumklima-Barometer der GFK-Marktforscher und des Nürnberg-Instituts für Marktentscheidungen (NIM) steigt. Sie rechnen damit, dass der Indikator im August auf minus 28,5 Punkte nach oben geht, nach minus 29,2 Zählern im Juli. Es wäre der dritte Anstieg in Folge.
Ein weiterer spannender Termin dreht sich um den Autosektor, genauer um Volkswagen, denn der krisengeschüttelte Autokonzern legt die neuesten Geschäftszahlen vor. Nach Einschätzung von Analysten hat VW im zweiten Quartal Umsatz und Betriebsergebnis etwa auf dem Vorjahresniveau halten können mit 81 Milliarden Euro beziehungsweise 3,85 Milliarden Euro. Angesichts des massiven Absatzrückgangs in China und der Schwäche der einstigen Gewinnperle Porsche, deren Zahlen von VW ebenfalls veröffentlicht werden, wäre das ein solides Ergebnis. Im Vordergrund dürfte aber erneut die Diskussion über Einsparungen, Stellenstreichungen und mögliche Standortschließungen stehen, mit denen VW-Chef Oliver Blume Europas größten Autokonzern aus der Krise holen will.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.