Der Börsen-TagSparen ist Trumpf
Auch wegen des wiederaufgeflammten Iran-Kriegs hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland auf niedrigem Niveau leicht verschlechtert. Das Konsumklima-Barometer für August fiel nach zuletzt zwei Anstiegen in Folge nun überraschend um 0,3 Punkte auf minus 29,6 Zähler, wie die GFK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Die Menschen blickten wieder optimistischer auf die Konjunktur, aber skeptischer auf ihre künftigen Finanzen. Und sie legten mehr Geld auf die hohe Kante als zuletzt. "Die Verbraucherstimmung bleibt weitestgehend unverändert", sagte NIM-Experte Rolf Bürkl. "Die anhaltende Verunsicherung führt dazu, dass viele Haushalte beim Konsum nach wie vor zurückhaltend bleiben."
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbesserten sich diesen Monat zum dritten Mal in Folge leicht. "Der Pessimismus geht weiter zurück", hieß es. Dennoch rechne die Mehrheit der Menschen damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten verschlechtere.
Die Einschätzungen zu den eigenen, künftigen Einkommen der Verbraucher, die sich in den vergangenen Monaten stetig etwas aufgehellt hatten, trübten sich jetzt wieder etwas ein. Zudem setzte sich der zu Jahresbeginn beobachtete Rückgang der Sparneigung im Juli nicht fort. Das Teilbarometer dazu stieg um 3,1 auf 17 Punkte. Im langfristigen Vergleich ist dieser Wert sehr hoch: Denn im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag die Sparneigung bei etwa -24 Punkten, erklärte das NIM. "Dies zeigt, dass die Menschen es angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen."