Der Börsen-Tag
29. Oktober 2021
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:39 Uhr

Dax schließt bei nervösem Handel unter dem Strich

Am deutschen Aktienmarkt ist es am letzten Handelstag der Woche überwiegend nach unten gegangen. Insgesamt war der Handel von Nervosität begleitet. Dafür gab es gleich mehrere Gründe: Erstens machten die schwachen Ausblicke von Apple und Amazon deutlich, wie sich die Probleme der Lieferketten auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Das zweite Thema, das die Investoren umtreibt, ist aktuell die Inflation. Vergleichsweise gute Geschäftszahlen kamen am Morgen von Daimler und MTU.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Eurozone legte im dritten Quartal noch um robuste 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Zwar kann die Wachstumsrate nicht an die Vorgaben des Vorquartals anknüpfen. Der deutsche BIP-Zuwachs von 1,8 Prozent lag unter den Erwartungen der Experten. Die Materialknappheiten, aber auch die gestiegenen Energiekosten bremsten das Wachstum aus.

So ging der Dax mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 15.689 Punkte ins Wochenende. Er baute damit einen Großteil seines Verlusts noch ab. Auf Wochensicht gewann der Leitindex rund 150 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent höher bei 4247 Stellen.

Bei den Einzelwerten gewannen MTU 2,6 Prozent. Der Konzern hat zwar das Umsatzziel für das laufende Jahr auf 4,3 bis 4,4 Milliarden Euro von zuvor 4,3 bis 4,5 Milliarden leicht gesenkt. Die Markterwartung hat aber bereits bei lediglich 4,4 Milliarden Euro gelegen. Positiv wird die gute Margenentwicklung im abgelaufenen Quartal hervorgehoben genauso wie das Margenziel von nun 10,5 Prozent.

Daimler zogen um 2,3 Prozent an. Die Geschäftszahlen der Stuttgarter sind über den Erwartungen ausgefallen. Für Erleichterung dürfte sorgen, dass der Margenausblick für den Bereich Nutzfahrzeuge mit sechs bis acht Prozent bestätigt wurde. Dies ist auch eine gute Nachricht mit Blick auf den geplanten Börsengang der Sparte.

Auf der Verliererseite im Dax ragten FMC mit einem Minus von 3,6 Prozent heraus. Siemens Healthineers fielen um 3,4 Prozent.

Im MDax gaben Fuchs Petrolub um 3,7 Prozent nach. Der Schmierstoffhersteller hat einen Quartalsbericht im Rahmen der Erwartungen vorgelegt. Salzgitter wiederum gewannen im SDax 2,1 Prozent. Der Stahlkonzern hat die Markterwartungen erneut übertroffen.

Dax schließt bei nervösem Handel unter dem Strich
17:24 Uhr

Zeitung: Käufer von Real-Immobilien strebt an die Börse

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(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der durch die Übernahme der Supermarktkette Real bekannt gewordene Immobilien-Investor X+Bricks will laut "Handelsblatt" auf das Börsenparkett. Das Unternehmen plane eine Emission von neuen Aktien an der Frankfurter Börse für rund 500 Millionen Euro, womit das Eigenkapital der Firma nach dem Deal auf rund eine Milliarde Euro ansteigen werde, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise.

Goldman Sachs und Jefferies organisierten die Transaktion, Rothschild agiere als sogenannter IPO-Berater. Der Deal könne ab dem ersten Quartal 2022 stattfinden, wenn das Marktumfeld das zulasse. X+Bricks erklärte, das Unternehmen kommentiere Marktgerüchte nicht.

Zeitung: Käufer von Real-Immobilien strebt an die Börse
17:06 Uhr

Steigende Ölpreise: Lohnt sich noch ein Einstieg?

Seit Wochen kennt der Ölpreis nur eine Richtung. Wer frühzeitig auf steigende Kurse gesetzt hat, kann sich aktuell glücklich schätzen. Anleger und Trader haben aber immer noch die Möglichkeit auf weiter steigende Ölpreise zu setzen. Dabei ist der Ölmarkt jedoch mit einigen Besonderheiten verbunden. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Dirk Heß von der Citigroup.

Steigende Ölpreise: Lohnt sich noch ein Einstieg?
16:52 Uhr

Microsoft ist wieder wertvoller als Apple

Microsoft hat Konkurrent Apple die Krone als weltweit wertvollstes Unternehmen an der Börse abgenommen. Während der Software-Konzern mit seinen jüngsten Geschäftszahlen die Anleger überzeugt hatte, wurden die Titel des iPhone-Herstellers nach einer enttäuschenden Bilanz abgestraft und fielen um 3,6 Prozent auf 147 Dollar. Damit lag der Börsenwert bei 2,41 Milliarden Dollar.

Microsoft-Aktien sind hingegen so teuer wie nie zuvor und notierten 0,7 Prozent im Plus bei 326,8 Dollar. Damit lag die Marktkapitalisierung mit 2,46 Milliarden Dollar erstmals seit Mitte 2020 wieder über der von Apple.

Die beiden Tech-Giganten liefern sich ein einsames Duell um den Spitzenplatz, seitdem Apple Microsoft im Jahr 2010 erstmals vom Thron gestoßen hat. Doch die aktuellen Lieferengpässe machen dem iPhone-Macher offenbar mehr zu schaffen als dem Konkurrenten.

Microsoft ist wieder wertvoller als Apple
16:33 Uhr

Europachefin erklärt neuen Facebook-Namen und Vision

Whatsapp, Instagram, Messenger, Facebook - sie alle gehören zum Facebook-Konzern, der sich nun einen neuen Namen gibt. Dabei geht es jedoch nicht um Image-Pflege, wie Europachefin Angelika Gifford im ntv-Interview erklärt. Vielmehr stecke dahinter eine langfristige Vision.

Europachefin erklärt neuen Facebook-Namen und Vision
16:23 Uhr

Enttäuschende Bilanzen vergraulen US-Anleger

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(Foto: AP)

Die Furcht der Anleger vor den wirtschaftlichen Folgen eines Chip- und Personal-Mangels hat die Rekordjagd an den US-Börsen zum Wochenschluss unterbrochen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent auf 15.368 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf 4585 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat bei 35.758 Punkten auf der Stelle.

Auf die Stimmung drückten enttäuschende Geschäftszahlen von Amazon und Apple, deren Aktien um 4,6 und drei Prozent fielen. Lieferengpässe beeinträchtigten die Geschäfte des Online-Händlers und des iPhone-Anbieters und könnten auch das wichtige Weihnachtsgeschäft bedrohen. Auch die Aktien der Apple-Zulieferer Texas Instruments, 3M, Broadcom, Advanced Micro Devices und Lumentum gerieten unter Druck.

Wieder ansteigende Corona-Neuinfektionen in China verhagelten der Kaffeehauskette Starbucks die Bilanz. Die Aktien rauschten um mehr als sieben Prozent in die Tiefe.

Die Ölkonzerne Chevron ExxonMobil profitierten hingegen von den gestiegenen Energiepreisen und übertrafen die Schätzungen der Analysten für den Berichtszeitraum. Beide Titel gewannen jeweils rund 1,3 Prozent.

Enttäuschende Bilanzen vergraulen US-Anleger
16:10 Uhr

US-Konsumenten senken die Daumen

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober verschlechtert. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 71,7 von 72,8 Ende September. Ökonomen hatten einen Stand von 71,2 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats lag er bei 71,4.

Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

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(Foto: picture alliance / dpa)
US-Konsumenten senken die Daumen
15:59 Uhr

Sandra Navidi zur weiteren US-BIP-Entwicklung

Im dritten Quartal schwächelt die US-Wirtschaft. Sind die Nachhol-Effekte von Corona schon vorbei? Finanzexpertin Sandra Navidi von BeyondGlobal glaubt nicht daran. Mehr noch: Zum Jahresende hin könnte das US-Bruttoinlandsprodukt noch einmal anziehen.

Sandra Navidi zur weiteren US-BIP-Entwicklung
15:51 Uhr

Exxon präsentiert starke Zahlen

Nach heftigen Verlusten in der Corona-Krise hat der größte US-Ölkonzern ExxonMobil im dritten Quartal so gut verdient wie seit rund sieben Jahren nicht mehr. In den drei Monaten bis Ende September verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn von 6,8 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum, als die Pandemie die Weltwirtschaft ausbremste und die Ölnachfrage stark dämpfte, hatte Exxon einen Verlust von 680 Millionen Dollar erlitten. Seitdem sind die Ölpreise stark gestiegen und nun laufen die Geschäfte wieder rund.

Der Geschäftsbericht übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Exxon kündigte zudem an, ab 2022 bis zu zehn Milliarden Dollar in ein Aktienrückkaufprogramm zu stecken. Die Aktie reagierte vorbörslich mit leichten Gewinnen.

Exxon präsentiert starke Zahlen
15:31 Uhr

Gute Zahlen hieven Salzgitter-Kurs nach oben

Ermutigende Geschäftszahlen haben der Aktie von Salzgitter Auftrieb gegeben. Das Papier des niedersächsischen Stahlherstellers befand sich mit plus 1,3 Prozent in der Spitzengruppe des Kleinwerteindex SDax.

Ersten Berechnungen zufolge erzielte Salzgitter in den vergangenen neun Monaten einen überraschend hohen Vorsteuergewinn von 604,5 Millionen Euro. Der Umsatz habe im Jahresvergleich auf sieben Milliarden Euro von 5,3 Milliarden Euro angezogen.

Auf Basis dieser Zahlen erschienen die bekräftigten Gewinnziele für das Gesamtjahr zunehmend konservativ, kommentierte Analyst Alan Spence von der Investmentbank Jefferies. Er bekräftigte seine Kaufempfehlung für die Aktie.

Gute Zahlen hieven Salzgitter-Kurs nach oben
15:01 Uhr

Mercedes gibt Getriebeproduktion ab

Der Autobauer Mercedes gibt im Zuge seines Umschwungs zu Elektromobilität eine weitere Eigenproduktion von Verbrennertechnik ab. Der Zulieferer Magna werde ab 2025 Getriebe für Kompakt- und Mittelklassemodelle für Mercedes-Benz fertigen, kündigte Daimler an.

Bisher werden diese in zwei Werken in Rumänien hergestellt. Diese sollen aber andere Aufgaben bekommen, sodass keine Arbeitsplätze verloren gingen. "Das ist ein weiterer Schritt bei der Transformation des Antriebs und nimmt Fixkosten heraus", erklärte Daimler-Finanzchef Harald Wilhelm.

Mercedes gibt Getriebeproduktion ab
14:35 Uhr

Chevron mit höchstem Gewinn seit acht Jahren

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron profitiert von weltweit steigenden Öl- und Gaspreisen und der Erholung der Nachfrage nach Treibstoff. Der Nettogewinn im Quartal kletterte auf 6,11 Milliarden Dollar, wie das kalifornische Unternehmen mitteilte. Das war der höchste Quartalsgewinn seit acht Jahren. Im Vorjahreszeitraum hatte die Firma einen Verlust von 207 Millionen Dollar geschrieben.

Der operative Gewinn aus der Öl- und Gasproduktion stieg auf 5,1 Milliarden Dollar von 235 Millionen Dollar. Bis 2025 will Chevron seine Öl- und Gasförderung um bis zu drei Prozent jährlich erhöhen.

Chevron mit höchstem Gewinn seit acht Jahren
14:16 Uhr

Juristischer Bayer-Erfolg bei Xarelto - Aktie wird grün

Bayer hat im EU-Patentstreit um seinen Kassenschlager Xarelto einen Etappensieg errungen. Das Europäische Patentamt habe eine erstinstanzliche Entscheidung aufgehoben und damit das umstrittene Patent auf die einmal tägliche Verabreichung des Gerinnungshemmers aufrechterhalten, teilte der Dax-Konzern mit. Dies umfasse die meisten Indikationen, sagte ein Konzernsprecher auf Nachfrage. Allerdings können die Hersteller von Nachahmermitteln die Entscheidung auf Länderebene noch anfechten.

Xarelto ist seit Jahren ein Kassenschlager und für das Pharmageschäft der Leverkusener immens wichtig. Daher versucht Bayer, die weltweit nach und nach auslaufenden Patente zu verlängern, so lange es geht. Mit dem Mittel erwirtschaftete der Konzern 2020 einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro und damit rund elf Prozent der Konzernerlöse. Xarelto beugt Blutgerinnseln vor und wird eingesetzt, um Schlaganfälle und Thrombosen zu verhindern.

Nach dieser Meldung drehte die Bayer-Aktie ins Plus und gewann 0,9 Prozent.

Juristischer Bayer-Erfolg bei Xarelto - Aktie wird grün
13:56 Uhr

Experte sieht Mercedes vor guter Zeit - aber Tesla lauert

Mercedes hat dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge überraschend erfolgreich der Chipkrise getrotzt. Der Gewinn pro Fahrzeug habe 4251 Euro betragen. Damit lägen die Stuttgarter aber deutlich hinter Tesla (7173 Euro).

Die gute Leistung von Mercedes-Benz Cars & Van liegt laut Dudenhöffer an der Strategie sich auf das obere Marktsegment zu konzentrieren. Aufgrund hoher Kostenbelastungen durch den Halbleitermangel seien die Gewinne pro Fahrzeug deutlich eingebrochen, aber Hochwertigkeit habe geholfen ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Dudenhöffers Fazit: Die gute Zeit von Mercedes kommt, denn wenn die Chips wieder rollen, steigt der Gewinn deutlich. Aber Tesla werde in Zukunft ein noch stärkerer Wettbewerber.

Experte sieht Mercedes vor guter Zeit - aber Tesla lauert
13:27 Uhr

Starker Gegenwind an der Wall Street

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(Foto: AP)

Nach einer bisher überwiegend gut verlaufenen Handelswoche mit neuen Rekordhochs dürfte die Wall Street heute mit Abschlägen starten. Eingetrübt wird die Stimmung von enttäuschenden Quartalszahlen von Amazon und Apple, die vor allem Technologiewerte mit nach unten ziehen dürften. Die Zahlen werfen einen Schatten auf die bislang recht gut verlaufene Berichtssaison.

Noch vor der Startglocke folgen Chevron, Abbvie und Exxon Mobile mit ihren Geschäftszahlen. Zudem steht der Börsengang der US-Tochter des deutschen Biopharma-Unternehmens Biofrontera an der Nasdaq an. Der Ausgabepreis wurde auf fünf Dollar festgelegt. Biofrontera erwartet einen Bruttoerlös von voraussichtlich 18 Millionen Dollar.

Konjunkturseitig stehen vor Handelsbeginn der Arbeitskostenindex für das dritte Quartal und Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen für September auf der Agenda. Der Einkaufsmanagerindex Chicago für Oktober und der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan folgen nach Handelsaufnahme.

Starker Gegenwind an der Wall Street
13:06 Uhr

Franzosen wehren sich gegen teurere Baguettes

Nicht nur hierzulande steigen die Lebenserhaltungskosten merklich. Auch Nachbarland Frankreich muss die gestiegenen Rohstoffpreise langsam auf Lebensmittel umschlagen - so auch Baguettes. Noch wehren sich französische Bäcker gegen Preissteigerung beim Nationalbrot.

Franzosen wehren sich gegen teurere Baguettes
12:37 Uhr

Dax ist zurzeit rotes Meer mit kleinen grünen Inseln

Gegen Mittag hat der Dax vollständig den Rückwärtsgang eingelegt. Der Leitindex sackte kräftig um 1,2 Prozent auf 15.507 Punkte ab. In dieser Größenordnung verloren auch MDax, TecDax und SDax. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent tiefer bei 4196 Stellen.

Nach wie vor belasten die schwachen Geschäftsberichte der US-Giganten Apple und Amazon. Zudem tätigen viele Anleger kurz vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen. Inmitten eines roten Dax-Meeres gab es nur wenige grüne Inseln, nämlich Qiagen, MTU, Daimler, Deutsche Bank und Heidelbergcement.

Dax ist zurzeit rotes Meer mit kleinen grünen Inseln
11:59 Uhr

Inflation in Eurozone über wichtiger Marke

Die deutlich gestiegenen Energiepreise heizen die Inflation in der Eurozone weiter an: Die Preise verteuerten sich im Oktober im Schnitt um 4,1 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Die Kosten für Energie stiegen demnach sogar um 23,5 Prozent.

Der Preisanstieg ist der höchste seit gut 13 Jahren. Zuletzt war die Inflation demnach im Juli 2008 so hoch gewesen. In Deutschland verteuerte sich das Leben im Oktober mit 4,5 Prozent sogar stärker als im Schnitt der Euro-Länder.

Eurostat veröffentlichte daneben auch Zahlen zum Wachstum in der Eurozone: Dieses blieb den Statistikern zufolge im Zeitraum Juli bis September stabil bei 2,2 Prozent.

Inflation in Eurozone über wichtiger Marke
11:34 Uhr

"Große Angst vor dem Ende des Autolandes Deutschland"

Die Ankündigung des Autobauers Opel, die Abteilung in Rüsselsheim zu schließen, empören Betriebsräte und ängstigen Arbeitnehmer. Am Standort Eisenach in Thüringen stehen Proteste bevor. ntv-Reporterin Luisa Graf spricht von einer "kämpferischen" Stimmung vor Ort.

"Große Angst vor dem Ende des Autolandes Deutschland"
11:22 Uhr

Evergrande leistet Zinszahlung unmittelbar vor Fristende

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(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der angeschlagene chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat erneut einen Zahlungsausfall in letzter Minute abgewendet. Kurz vor Fristende zahlte der Konzern fällige Zinsen auf eine Auslandsanleihe, wie Bloomberg berichtete. Die 47,5 Millionen US-Dollar flossen demnach am Donnerstag, die Frist lief heute ab.

Eigentlich hätte Evergrande die Zinszahlung bereits bis 29. September leisten müssen, der Konzern erhielt aber eine "Gnadenfrist" bis 29. Oktober. Bereits vor einer Woche hatte das hoch verschuldete Unternehmen ebenfalls kurz vor Fristende eine Zinszahlung auf eine Auslandsanleihe in Höhe von umgerechnet knapp 72 Millionen Euro beglichen.

Evergrande leistet Zinszahlung unmittelbar vor Fristende
11:13 Uhr

Starbucks hat Probleme in China

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(Foto: REUTERS)

Hier noch eine Nachreichung: Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat Umsatz und Gewinn dank guter Zahlen auf dem Heimatmarkt gesteigert - sieht sich aber mit enttäuschenden Verkaufszahlen in China angesichts der Corona-Pandemie konfrontiert. Das Unternehmen verbuchte in dem Anfang Oktober zu Ende gegangenen Quartal einen Umsatz von 8,1 Milliarden Dollar (knapp sieben Milliarden Euro) - ein Anstieg von 31 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, wie es am Donnerstag hieß.

Starbucks machte zudem einen Gewinn von fast 1,8 Milliarden Dollar, das war mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Kaffeekette berichtete allerdings von enttäuschenden Zahlen in China - dort zogen die jüngsten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sowie Hygieneanforderungen weniger Menschen in die Filialen. Der Chef von Starbucks China, Leo Tsoi, sprach jedoch von einem "kurzfristigen" Effekt. "Wir werden uns erholen." China ist der zweitwichtigste Markt für Starbucks.

Starbucks hat Probleme in China
10:45 Uhr

Schlappe für Lufthansa im Streit über Pilotenausbildung

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im Streit mit einigen hundert Flugschülern hat die Lufthansa eine erste Schlappe erlitten. Das Arbeitsgericht Frankfurt bestätigte in einem Eilverfahren eine einstweilige Verfügung gegen die Ausbildungstochter Lufthansa Aviation Training (LAT), wonach sie die Ausbildung von zehn Klägern an der Flugschule Phoenix/Arizona fortsetzen muss. Zuvor hatte das "Westfalen-Blatt" darüber berichtet. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Man prüfe die rechtlichen Möglichkeiten, erklärte ein Sprecher der LAT.

Hintergrund ist ein umfassender Umbau der Pilotenausbildung im Lufthansa-Konzern. Wegen des absehbar geringeren Bedarfs nach Überwindung der Corona-Krise hatte die Lufthansa die Ausbildung von mehreren hundert Flugschülern im Frühjahr 2020 abgebrochen. Später wurde den Kandidaten eine Fortsetzung an einer externen Flugschule in Essen angeboten, da die eigene Einrichtung in Bremen weitgehend geschlossen wird.

Schlappe für Lufthansa im Streit über Pilotenausbildung
10:34 Uhr

Dax tritt nach BIP-Daten wieder einen Schritt zurück

Nachdem er anfängliche Verluste fast wieder wettgemacht hatte, ist der Dax nach Veröffentlichung der deutschen BIP-Daten wieder nach unten gegangen. Der Leitindex fiel am späten Vormittag um 0,5 Prozent auf 15.614 Punkte. Mit 1,8 Prozent stieg das deutsche BIP im dritten Quartal schwächer als von Experten erwartet.

Bei den Einzelwerten lagen MTU und Daimler nach Vorlage von Quartalszahlen auf der Gewinnerseite. MTU stiegen um 1,5 Prozent, Daimler verteuerten sich um 1,1 Prozent.

Auf der Verliererseite im Dax ragten FMC mit einem Minus von 3,3 Prozent heraus. Siemens Healthineers fielen um 2,1 Prozent und SAP um 2,3 Prozent.

Dax tritt nach BIP-Daten wieder einen Schritt zurück
10:09 Uhr

Deutsches BIP-Wachstum im dritten Quartal unter Erwartungen

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2021 deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg um 2,1 Prozent erwartet. Allerdings liegt das Bruttoinlandsprodukt im Vorkrisenvergleich weiter im Minus. Gegenüber dem vierten Quartal 2019, dem Zeitraum vor Beginn der Corona-Krise, lag das BIP im dritten Vierteljahr 2021 um 1,1 Prozent niedriger.

Getragen wurde das Wirtschaftswachstum im Zeitraum Juli bis Ende September den Angaben zufolge vor allem von der Konsumlust der Verbraucher. Die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit zeitweiliger Schließung von Gaststätten, Fitness-Studios und Läden waren ab Mitte Mai schrittweise gelockert worden. Die Industrie leidet dagegen unter Materialmangel und Lieferengpässen, die eine Folgewirkung der Corona-Krise 2020 sind. Im vergangenen Jahr war die Nachfrage eingebrochen.

Deutsches BIP-Wachstum im dritten Quartal unter Erwartungen
09:51 Uhr

Ethereum-Kurs schießt auf Rekordhoch

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(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Im Windschatten der jüngsten Kursrekorde bei Bitcoin haben sich Investoren auch mit Ethereum eingedeckt. Die zweitwichtigste Cyber-Devise stieg zeitweise um 3,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 4404,55 US-Dollar. Damit hat sich der Kurs seit Jahresbeginn fast versechsfacht. Bitcoin kommt nur auf ein Plus von gut 100 Prozent.

Am Vormittag lag der Ethereum-Kurs noch 0,7 Prozent höher bei 3692,48 Dollar.

Ethereum-Kurs schießt auf Rekordhoch
09:39 Uhr

Volvo Cars feiert sehr starken Börseneinstieg

Bei ihrem Börsendebüt hat die Aktie von Volvo Cars kräftig zulegen können. Der Kurs stieg zur Eröffnung in Stockholm auf 58,75 Kronen (5,91 Euro). Damit lagen das Papier des zum chinesischen Konzerns Geely gehörenden schwedischen Autobauers zehn Prozent über dem Ausgabepreis von 53 Kronen.

Die Emission ist umgerechnet rund zwei Milliarden Euro schwer. Die Einnahmen will Volvo Cars in den Ausbau der Elektromobilität stecken.

Volvo Cars feiert sehr starken Börseneinstieg
09:25 Uhr

Ölpreise bleiben auf hohem Niveau

Die Ölpreise präsentieren sich zunächst kaum von der Stelle. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 84,46 US-Dollar. Das sind 14 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stagniert auf 82,82 Dollar.

Zuletzt haben sich die Erdölpreise etwas von ihren unlängst markierten Mehrjahreshochs entfernt. Marktbeobachter nennen einige Gründe für die Preisabschläge, darunter die Hoffnung auf baldige Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Erfolge in dieser Richtung könnten zum Wegfall von US-Sanktionen führen, die auch den iranischen Ölexport betreffen. Dies wiederum würde das derzeit knappe Ölangebot erhöhen.

Brent Rohöl I

Ölpreise bleiben auf hohem Niveau
09:11 Uhr

Dax bleibt in den Startlöchern hängen

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dax verlor 0,8 Prozent auf 15.579 Punkte. Auch MDax und TecDax gaben nach. Der EuroStoxx50 gewann dagegen 0,3 Prozent auf 4234 Stellen.

Dem Dax machen enttäuschende Geschäftszahlen von Amazon und Apple zu schaffen. An der Dax-Spitze lagen MTU, die nach Zahlen 1,7 Prozent zulegten.

Dax bleibt in den Startlöchern hängen
09:09 Uhr

MTU überzeugt - und enttäuscht

MTU Aero Engines setzt seinen Erholungskurs von den Folgen der Pandemie fort. Die Gewinne steigen wieder deutlich verglichen mit der niedrigen Vorjahresbasis, die Margen verbessern sich signifikant, auch wenn der Umsatz nicht ganz mit den Erwartungen der Analysten mithalten kann. Entsprechend präzisierte MTU auch den Ausblick auf 2021: Wenn auch die Umsatzprognose im oberen Bereich der Spanne eingekürzt wird, so ist beim Gewinn und Cash-Flow das obere Ende der Spanne drin.

Der Triebwerkshersteller erzielten in den Monaten Juli bis September einen Umsatz von rund 1,004 Milliarden nach 908 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Analysten hatten MTU mit 1,052 Milliarden Euro etwas mehr zugetraut. Beim bereinigten Ebit meldete der Dax-Konzern einen Anstieg auf 117 von 87 Millionen Euro, hier hatte die Analystenprognose auf 113 Millionen Euro gelautet. Die Ebit-Marge verbesserte sich bereinigt auf 11,7 von 9,5 Prozent.

Nach Steuern konnte MTU den bereinigten Gewinn auf 85 Millionen Euro von 58 Millionen Euro steigern. Hier hatten Analysten mit 78 Millionen Euro deutlich weniger erwartet. Der berichtete Nachsteuergewinn kletterte auf 87 von 16 Millionen Euro. Je Aktie verdiente MTU 1,62 Euro nach 0,28 Euro im Vorjahreszeitraum.

MTU überzeugt - und enttäuscht
09:02 Uhr

Nach Corona-Tief: Deutsche Gründer sind optimistischer

Noch im letzten Jahr schätzen deutsche Gründerinnen und Gründer ihren Zugang zu Kapital und Investitionen eher negativ ein. Der diesjährige Startup-Monitor zeichnet das Bild einer wesentlich optimistischeren Stimmung. Ein altes Problem hat die Szene nach wie vor.

Nach Corona-Tief: Deutsche Gründer sind optimistischer
08:42 Uhr

Daimler und Porsche bedrängen Lieferanten

Die große Mehrheit der Lieferanten von Daimler und Porsche leistet dem Diktat der Autobauer zu CO2-Neutralität Folge. "Es haben jetzt schon drei Viertel der Lieferanten signalisiert, da machen wir mit", sagte Daimler-Chef Ola Källenius. Der Stuttgarter Autobauer hat seine Zulieferer aufgefordert, bis 2039 - so wie er selbst schon viel frührer - klimaneutral zu produzieren. Damit soll die gesamte Wertschöpfungskette den CO2-Ausstoß neutralisieren. "Sie müssen bei Neuvergaben ihren CO2-Footprint zeigen, und wie sie in 20 Jahren CO2-neutral werden." Bei der Sportwagenschmiede Porsche hätten schon über 80 Prozent der Lieferanten sich zu diesem Ziel verpflichtet, erklärte Produktionschef Albrecht Reimold.

Die Autozulieferer halten sich wie ihre Kunden damit an die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, CO2-neutral zu wirtschaften, um die Erderwärmung zu bremsen. Die eigenen Werke CO2-neutral zu stellen, sei nicht sehr schwierig, erklärte Reimold. Wichtigstes Instrument dafür sei der Einsatz erneuerbarer Energie. Daimler will das Prinzip bei allen Werken weltweit im kommenden Jahr erreichen, ergänzte Källenius. Allerdings fehle es noch an global einheitlichem Messen der CO2-Emissionen. Mit einheitlichen Standards in der Berichterstattung von Unternehmen zu Nachhaltigkeit könnte der Finanzmarkt Druck zum Klimaschutz ausüben. Das sei bereits im Gang. "Dann werden die Buchhalter die Umwelt retten", sagte der Daimler-Chef.

Daimler und Porsche bedrängen Lieferanten
08:38 Uhr

Asiens Börsen präsentieren sich uneinheitlich

Zum Abschluss der Börsenwoche haben sich Investoren mit Engagements an den asiatischen Aktienmärkten zurückgehalten. Die Börse im chinesischen Shanghai gewann 0,7 Prozent auf 3542 Punkte, während die Kurse in Hongkong um 0,6 Prozent fielen. Der japanische Nikkei kam kaum vom Fleck und notierte bei 28.893 Zählern.

Auf geteiltes Echo trafen die veröffentlichten Firmenbilanzen. So stiegen die Aktien von Sony um bis zu 4,7 Prozent auf ein 22-Jahres-Hoch von 13.500 Yen. Der japanische Elektronik-Konzern hat mit seinem Quartalsergebnis erneut die Markterwartungen übertroffen und seine Gesamtjahresziele ein weiteres Mal angehoben, lobte Analyst Atul Goyal von der Investmentbank Jefferies.

Konkurrent Panasonic schraubte seine Prognosen zwar ebenfalls hoch, musste aber einen Kursrutsch von 5,4 Prozent hinnehmen. Rechne man Einmal-Effekte heraus, lägen die neuen Ziele unter den bisherigen, monierte Jefferies-Experte Goyal. Zudem sei das Quartalsergebnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Asiens Börsen präsentieren sich uneinheitlich
08:28 Uhr

BNP Paribas verdient unerwartet gut

Die französische Großbank BNP Paribas hat im dritten Quartal von einem starken Geschäft im Aktienhandel sowie dem heimischen Privat- und Firmenkundengeschäft profitiert. Damit konnte das Institut eine überraschende Schwäche in der Anleihen-Sparte ausgleichen. Zudem ging wie schon im zweiten Quartal die Belastung durch Kreditausfälle deutlich zurück.

Unter dem Strich führte das zu einem Gewinn von 2,5 Milliarden Euro und damit rund einem Drittel mehr als vor einem Jahr, wie die Bank am Freitag in Paris mitteilte. Die Erträge legten um knapp fünf Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zu. Damit übertraf der Finanzkonzern sowohl beim Ertrag als auch Gewinn die Erwartungen von Experten. Die BNP kündigte zudem den Start eines 900 Millionen Euro schweren Aktienrückkaufprogramms in der kommenden Woche an.

BNP Paribas verdient unerwartet gut
08:17 Uhr

Swiss Re legt trotz "Ida" und Flut zu

Trotz Milliardenzahlungen für Schäden durch den Wirbelsturm "Ida" und die schweren Überschwemmungen in Europa hat der Rückversicherer Swiss Re im dritten Quartal weiter zugelegt. Nach neun Monaten stand unter dem Strich ein Gewinn von 1,26 Milliarden Dollar, wie der Konzern und Munich-Re-Konkurrent mitteilt. Nach dem ersten Halbjahr hatte das Nettoergebnis 1,05 Milliarden Doller betragen, in den ersten neun Monaten des Vorjahres hatten Corona-bedingte Schäden noch zu einem Verlust von 691 Millionen Dollar geführt. Die Kapitalausstattung sei weiterhin stark, erklärte der Münchener-Rück-Rivale. Man sehe in allen Geschäftsbereichen Möglichkeiten, Kapital zu attraktiven Renditen einzusetzen, erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler.

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Swiss Re legt trotz "Ida" und Flut zu
08:01 Uhr

Gewinneinbruch: Amazon enttäuscht

Amazon hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient und vor weiteren hohen Kosten gewarnt. In den drei Monaten bis Ende September sank der Gewinn gegenüber dem vom Internet-Shopping-Boom in der Corona-Krise beflügelten Vorjahreswert um fast 50 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro), wie Amazon mitteilt. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über fünf Prozent.

Die Erlöse stiegen um 15 Prozent auf 110,8 Milliarden Dollar, damit fiel das Wachstum jedoch deutlich schwächer aus als in den Vorquartalen. Amazon hatte Anleger zwar schon auf schwächere Ergebnisse eingestellt, dennoch enttäuschte der Geschäftsbericht. Vorstandschef Andy Jassy warnte aufgrund von höheren Löhnen, weltweiten Problemen in der Lieferkette und gestiegenen Frachtkosten zudem vor "Milliarden" Zusatzausgaben im Schlussquartal.

Gewinneinbruch: Amazon enttäuscht
07:48 Uhr

Firmenbilanzen im Blick: Dax zunächst niedriger gesehen

Zum Wochenabschluss wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte er knapp im Minus bei 15.696,33 Punkten geschlossen. Ihre Aufmerksamkeit richten Börsianer unter anderem auf die anstehenden Firmenbilanzen. Neben dem Autobauer Daimler und dem Triebwerkshersteller MTU legen der Rückversicherer Swiss Re und die spanische Großbank BBVA Zahlen vor. In den USA öffnen unter anderem der Konsumgüter-Hersteller Colgate-Palmolive sowie die Ölkonzerne Exxon und Chevron ihre Bücher.

Am Donnerstag nach US-Börsenschluss hatten Amazon und Apple ihre Geschäftszahlen präsentiert. Sowohl der Online-Händler als auch der iPhone-Anbieter blieben unter anderem wegen Lieferengpässen hinter den Erwartungen zurück. Sie warnten außerdem vor Beeinträchtigungen im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Bei den Konjunkturdaten stehen unter anderem die Zahlen zum deutschen und europäischen Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal auf dem Terminplan. Experten erwarten in beiden Fällen eine deutliche Verlangsamung des Wachstums im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den USA stehen unter anderem die Zahlen zu den Konsumausgaben zur Veröffentlichung an. Die Kauflaune der Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Firmenbilanzen im Blick: Dax zunächst niedriger gesehen
07:34 Uhr

Japanische Industrie schwächelt dritten Monat in Folge

Die japanische Industrie ist im September den dritten Monat in Folge wegen globaler Lieferengpässe gesunken. Die Industrieproduktion brach um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat ein, wie aus offiziellen Daten der Regierung hervorging. Damit schrumpfte die Produktion weiter, nachdem sie bereits im August um 3,6 Prozent und im Juli um 1,5 Prozent sank. Es war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vormonat seit einem Minus von 6,5 Prozent im Mai dieses Jahres und weitaus schwächer als der in einer Reuters-Umfrage von Wirtschaftsexperten prognostizierte Verlust von 3,2 Prozent. Die Verluste lassen sich vor allem auf den Rückgang der Auto- und Maschinenproduktion zurückführen. Die Daten zeigen, dass die Produktion von Autos und anderen Kraftfahrzeugen im September um 28,2 Prozent gegenüber dem Vormonat sank und damit ebenfalls den dritten Monat in Folge rückläufig war.

Japanische Industrie schwächelt dritten Monat in Folge
07:20 Uhr

Chip-Krise? Daimler protzt mit Gewinnanstieg

Daimler hat trotz des Absatzeinbruchs durch die Chip-Krise im dritten Quartal den Gewinn gesteigert. Das um bereinigte Betriebsergebnis kletterte um vier Prozent auf 3,6 Milliarden Euro, wie Daimler mitteilt. Obwohl der Absatz von Pkw und Lastwagen um 25 Prozent sank, lag der Umsatz von Juli bis September mit 40,1 Milliarden Euro fast auf Vorjahresniveau. "Wir bleiben auf Kurs, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen", erklärte Finanzchef Harald Wilhelm.

Der Mangel an Halbleitern infolge der Corona-Pandemie führte zu Produktionspausen, was das Angebot verknappte. Mercedes-Benz Cars und Vans verkaufte mit 471.404 Fahrzeugen 30 Prozent weniger. Die robuste Nachfrage ermöglichte der Marke mit dem Stern aber eine "hohe Preisstabilität". Ein Gewinnbringer ist außerdem die Neuauflage der besonders profitablen Luxuslimousine Mercedes S-Klasse. Zudem hat der Konzern die Kosten gesenkt.

Daimler

Chip-Krise? Daimler protzt mit Gewinnanstieg
07:05 Uhr

Euro unter Druck

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 113,57 Yen und stagniert bei 6,3921 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9116 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,1 Prozent auf 1,1672 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 1,0642 Franken nach. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3791 Dollar.

Euro / Dollar o

Euro unter Druck
06:57 Uhr

Asiatische Börsen uneinheitlich

Die asiatischen Börsen haben sich am Freitag nach den enttäuschenden Quartalsergebnissen von Amazon und Apple und der weiterhin sinkenden Industrieproduktion in Japan uneinheitlich gezeigt. Die asiatischen Anleger, insbesondere an den Anleihe- und Devisenmärkten, sind zudem besorgt über die unterschiedlichen Reaktionen der Zentralbanken weltweit auf die steigende Inflation. "Die Hintergrundgeräusche haben sich in den letzten Wochen nicht verändert, die Menschen sind immer noch besorgt über die Stagflation, die sich verlangsamenden Wachstumszahlen und die steigende Inflation, aber das ist im Moment mehr auf dem Anleihenmarkt als auf dem Aktienmarkt eingepreist," sagte Kerry Craig, globaler Marktstratege bei JPMorgan Asset Management.

Der Nikkei-Index notiert unverändert bei 28.823 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gibt 0,2 Prozent auf 1995 Zähler nach. Der Shanghai Composite liegt 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,2 Prozent.

Asiatische Börsen uneinheitlich
06:42 Uhr

Apple kämpft mit Lieferengpässen - und warnt

Die weltweiten Lieferengpässe verderben Apple das Geschäft. Die Lage werde sich im Weihnachtsgeschäft noch mal verschärfen, sagte Firmenchef Tim Cook. Die Chipkrise schlage inzwischen auf die meisten Produkte von Apple durch. Am Aktienmarkt erschreckte der Ausblick. Nachbörslich gab die Apple-Aktie fünf Prozent nach. In diesem Jahr hat das Papier bisher 15 Prozent zugelegt.

Für das am 26. September gestartete Quartal rechnet Cook mit einem Erlösplus. Analysten erwarten einen Zuwachs von 7,4 Prozent auf knapp 120 Milliarden Dollar. Cook geht davon aus, dass die Engpässe den Umsatz um rund sechs Milliarden Dollar drücken. Auch Amazon rechnet mit deutlichen Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft.

Im vierten Geschäftsquartal zum 25. September kletterten die Erlöse - auch dank einer reißenden Nachfrage in China - um 29 Prozent auf 83,4 Milliarden Dollar. Vor allem die iPhone-12-Modelle wie auch Mac-Computer und iPads waren gefragt in einer Zeit, in der immer mehr Menschen von zu Hause lernen und arbeiten. Laut Cook fielen allerdings die Lieferengpässe in dem Quartal größer als erwartet aus - genauso wie Produktionsschwierigkeiten in Südostasien durch die Corona-Krise. Trotzdem stieg der Gewinn um 62 Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar.

Apple

Apple kämpft mit Lieferengpässen - und warnt
06:24 Uhr

Techies, Verbrenner und BIP: Das wird für den Dax heute wichtig

Verbraucherpreise und Quartalsergebnisse haben den Handel am Donnerstag bestimmt, Geschäftsberichte und Konjunkturentwicklung werden zum Wochenschluss den Takt am deutschen Aktienmarkt vorgeben. Der Dax, der am Donnerstag neun Punkte oder 0,1 Prozent verloren hatte und sich mit 15.696 Zählern nur knapp unterhalb der 15.700er Marke in den Feierabend verabschiedet hatte, sollte um dieses Niveau auch am Freitag kämpfen.

Aus der Nacht wirken noch die Quartalsberichte der beiden US-Börsenschwergewichte Apple und Amazon nach, die zum Teil durchwachsen ausgefallen sind. Aber bereits am Morgen geht es hierzulande mit Zahlen mehrerer Dax-Konzerne weiter. So öffnet etwa der Premiumautobauer Daimler seine Bücher. Auch MTU Aero Engines liefert Quartalsergebnisse ab. Fuchs Petrolub, die VW-Tochter Audi und Voltabox stehen ebenfalls auf der Ergebnisagenda.

Das Gros der Berichte stammt aber aus dem europäischen Ausland: Munich-Re-Anleger dürften dabei vor allem die Zahlen von Swiss Re im Blick haben, Deutsche-Bank-Anleger auf BNP Paribas schauen und Lufthansa-Aktionäre auf die Zahlen des Konkurrenten Air France-KLM ein besonderes Augenmerk legen. Safran, Signify, Eni und Glencore liefern ebenfalls ihre Quartalsberichte ab. Aus den USA stehen mit Exxon und Chevron zwei Schwergewichte der Ölbranche mit ihren Quartalsberichten auf dem Programm, dazu stellt auch noch Abbvie Zahlen vor.

Kursimpulse dürften zudem von der Konjunkturseite kommen. Hier gibt es etwa frische BIP-Zahlen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und der EU. Aus Frankreich und der EU gibt es zudem neue Inflationsdaten. Am Nachmittag liefern die USA zudem noch Werte zu den Personlichen Ausgaben und Einkommen, zum Arbeitskostenindex, zum Einkaufsmanagerindex Chicago und zur Verbraucherstimmung. Erst danach kann gesagt werden, ob es für den Dax einen versöhnlichen Wochenschluss geben kann.

Techies, Verbrenner und BIP: Das wird für den Dax heute wichtig