Der Börsen-Tag
3. Juni 2022
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Starke US-Jobdaten bremsen DAX - Zinshoffnungen schwinden

Ein unerwartet starker Stellenaufbau in den USA hat die Hoffnung der Anleger auf eine Zinspause der Notenbank Fed im Herbst schwinden lassen. Der deutsche Aktienmarkt, der am Vormittag zeitweise deutlich im grünen Bereich gelegen hatte, drehte nach Bekanntgabe der Daten aus Washington ins Minus. Die Anleger stiegen aus und nahmen lieber Gewinne mit.

Im vergangenen Monat entstanden in den Vereinigten Staaten 390.000 neue Jobs, Analysten hatten lediglich mit 325.000 gerechnet. "Für den Arbeitsmarkt ist das super, aber nicht für die Aktienmärkte und insbesondere nicht für den Technologiesektor", sagte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Denn die Fed dürfte sich dadurch in ihrem Tempo bestätigt fühlen.

So verlor der DAX am Ende 0,2 Prozent und ging mit 14.460 Punkten ins Pfingstwochenende. Der EUROSTOXX50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 3781 Stellen. Mit dem verlängerten Wochenende wird es an der Frankfurter Börse nichts, denn am Pfingstmontag wird erstmals seit Jahren wieder gehandelt.

Bei den Einzelwerten profitierten Adidas von positiven Signalen des nordamerikanischen Sportwarenhändlers Lululemon und verteuerten sich um 0,3 Prozent.

Die Titel von Fresenius legten um 0,3 Prozent zu. Der Medizin- und Krankenhauskonzern will laut einem Pressebericht in seiner Flüssigmedizinsparte Kabi zahlreiche Jobs streichen.

Nach einer Kaufempfehlung stiegen die Papiere von Rheinmetall um 5,3 Prozent. Insidern zufolge haben die Düsseldorfer ein unverbindliches Angebot von bis zu 210 Millionen Euro für 49 Prozent an der Geschützbau-Sparte des Rüstungskonzerns Leonardo abgegeben. Da genaue Geschäftszahlen für OTO Melara nicht vorlägen, sei es schwierig zu beurteilen, ob die Offerte fair sei, kommentierten die Analysten der Banca Akros. Andere Börsianer warnten vor einem möglichen Veto der italienischen Regierung.

Die Aktien von Compugroup Medical reduzierten ihr anfängliches Minus von fast neun Prozent auf zuletzt 3,1 Prozent. Das auf Arztpraxen spezialisierte Software-Unternehmen baut seine Führungsspitze um.

Starke US-Jobdaten bremsen DAX - Zinshoffnungen schwinden
17:24 Uhr

Was bedeutet der Aktiensplit bei Amazon?

Aktiensplit bei Amazon: Der Onlinehändler macht aus einer Aktie zwanzig. Was steckt dahinter und was bedeutet das für Anleger? Raimund Brichta spricht darüber mit Matthias Hüppe von der HSBC.

Was bedeutet der Aktiensplit bei Amazon?
17:07 Uhr

Rheinmetall vor Offerte für Leonardo-Sparte

Der Rüstungs- und Autozulieferkonzern Rheinmetall hat Insidern und einem Dokument zufolge eine nicht-bindende Offerte für einen Minderheitsanteil an der Leonardo-Sparte OTO Melara vorgelegt. Das Gebot sei Ende Mai präsentiert worden, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Rheinmetall strebe eine Beteiligung von bis zu 49 Prozent an dem Unternehmen an. Rheinmetall peilt dafür einen Preis von 190 bis 210 Millionen Euro an, wie aus einem Dokument hervorgeht. Dies würde einen Gesamtwert von fast 430 Millionen Euro für die komplette Sparte bedeuten.

Die italienische Regierung sei bereits informiert, Rheinmetall müsse sich jedoch noch die Unterstützung Italiens sichern, verlautete weiter aus den Kreisen. Beim staatlich kontrollierten italienischen Rüstungskonzern Leonardo und Rheinmetall war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Im März hatte Rheinmetall-Chef Armin Papperger gegenüber der italienischen Zeitung "Il Sole 24 Ore" Interesse an einer Beteiligung an OTO Melara bekundet, die Panzer und Seegeschütze herstellt.

Rheinmetall vor Offerte für Leonardo-Sparte
16:41 Uhr

Konzernmutter macht Druck auf Opel - China-Werke besser

Stellantis-Chef Carlos Tavares hat sich unzufrieden mit der Qualität bei der deutschen Tocher Opel geäußert. Die drei inländischen Opel-Werke in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern seien nicht ausreichend wettbewerbsfähig, sagte Tavares der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Auch Kunden beschwerten sich. Die Qualität werde zwar besser, aber sie sei noch nicht so gut, wie sei sein sollte. Im internationalen Vergleich lägen die Opel-Werke hinter Anlagen in anderen europäischen Ländern und in Asien. Chinesische Fabriken lieferten derzeit bessere Qualität, sagte Tavares.

Konzernmutter macht Druck auf Opel - China-Werke besser
16:22 Uhr

Zinsaussichten nach starken US-Jobdaten belasten Wall Street

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(Foto: Mark Lennihan/AP/dpa)

Starke Arbeitsmarktdaten haben die Hoffnung der Anleger auf ein geringeres Zinstempo in den USA zunichte gemacht und die Wall Street belastet. Zudem entmutigten skeptische Konjunkturaussagen von Tesla-Chef Elon Musk die Anleger. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,9 Prozent auf 32.961 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,2 Prozent auf 4125 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,8 Prozent auf 12.092 Punkte.

Tesla gingen mehr als fünf Prozent in die Knie. Musk will die Belegschaft bei dem Elektroautobauer um rund zehn Prozent reduzieren, er habe ein "super schlechtes Gefühl", was die Wirtschaftsentwicklung angehe. Auch die geplante Übernahme von Twitter durch Musk war wieder Thema in den Handelsräumen. Nach Ablauf einer kontrollrechtlichen Warteperiode für die geplante 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme lagen Twitter-Papiere knapp zwei Prozent im Plus.

Zinsaussichten nach starken US-Jobdaten belasten Wall Street
16:03 Uhr

Modekette schließt alle Filialen in Deutschland

Orsay, ein Hersteller für Damenmode im günstigen Preissegment, hat seine Insolvenz angekündigt. Nach Angaben der Zeitschrift "Brigitte" sollen sämtliche Orsay-Filialen in Deutschland bis zum 1. Juli geschlossen werden. Die über 1000 Beschäftigten sollen bis Ende Juni ihre Jobs verlieren.

Modekette schließt alle Filialen in Deutschland
15:39 Uhr

Flughäfen holen Leiharbeiter aus der Türkei

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(Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Angesichts erheblicher Personalengpässe will die Luftverkehrsbranche 2000 Leiharbeiter aus der Türkei an deutschen Flughäfen einsetzen. Einen entsprechenden Vorschlag haben mehrere Branchenverbände dem Bundesarbeitsministerium unterbreitet. Das Ministerium soll dafür rechtliche Hürden aus dem Weg räumen.

Einen entsprechenden Anbieter aus Istanbul habe man bereits an der Hand, der noch vor den Sommerferien qualifizierte deutschsprechende Beschäftigte" vermitteln und nach Deutschland entsenden könne, hieß es in einem Schreiben. Die türkischen Arbeitskräfte sprächen deutsch auf A2-Niveau und verfügten zudem über zertifizierte Gefahrgutschulungen, die den Ansprüchen des Airline-Verbandes IATA genügten.

Flughäfen holen Leiharbeiter aus der Türkei
15:12 Uhr

US-Pharmabranche steht vor einem Milliardendeal

Der US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb will für 4,1 Milliarden Dollar den US-Arzneimittelentwickler Turning Point Therapeutics übernehmen. Damit wolle man Zugang zu einem Portfolio vielversprechender Krebsmedikamente bekommen, teilte Bristol Myers Squibb mit. Der wichtigste Wirkstoff von Turning Point ist Repotrectinib, ein sogenannter Tyrosinkinase-Hemmer, der nach den Erwartungen von Bristol Myers in der zweiten Jahreshälfte 2023 in den USA zugelassen werden soll.

US-Pharmabranche steht vor einem Milliardendeal
14:46 Uhr

Gute Nachrichten vom US-Jobmarkt - DAX verliert Gewinn

Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai mehr Stellen entstanden als gedacht. Im vergangenen Monat schufen die Firmen 390.000 neue Jobs, wie die Regierung in Washington mitteilte. Ökonomen hatten nur mit 325.000 gerechnet. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote verharrte im Mai auf dem Vormonatswert von 3,6 Prozent - ein Niveau, das der von der Notenbank Fed angestrebten Vollbeschäftigung entsprechen dürfte.

"Der US-Arbeitsmarkt ist in Höchstform", sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Am deutschen Aktienmarkt herrschte dennoch größere Zurückhaltung. Der DAX verlor seinen Gewinn und notierte kaum verändert bei 14.483 Punkten. Grund dürften Gewinnmitnahmen vor dem Pfingstwochenende sein.

Gute Nachrichten vom US-Jobmarkt - DAX verliert Gewinn
14:34 Uhr

Gazprom Germania hat neuen Geschäftsführer

Die als Treuhänderin eingesetzte Bundesnetzagentur hat beim Gaskonzern Gazprom Germania einen neuen Geschäftsführer bestellt. Den Posten übernehme der bisher als Generalbevollmächtigter eingesetzte Energieexperte Egbert Laege, teilte die Bonner Behörde mit. "Der bisherige Geschäftsführer der Gazprom Germania, Igor Fedorov, hat seine Tätigkeit im besten gegenseitigen Einvernehmen beendet, da er sich anderen beruflichen Herausforderungen widmen will." Laege war früher unter anderem Vorstandsmitglied bei der Energiebörse EEX und bei Eon Ruhrgas.

Gazprom Germania hat neuen Geschäftsführer
14:18 Uhr

Allianz verkauft Mehrheit an Geschäft in Russland

Der Versicherungsriese Allianz verkauft die Mehrheit an seinem Geschäft in Russland. Käufer sei die Interholding, der Eigentümer des russischen Schaden- und Unfallversicherers Zetta Insurance, teilte der DAX-Konzern mit. Nach Abschluss der Transaktion halte die Allianz noch 49,9 Prozent an dem kombinierten Unternehmen.

Ziel der Vereinbarung sei es, die Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten. Durch den Verkauf entstehe eine Belastung von rund 400 Millionen Euro.

Allianz verkauft Mehrheit an Geschäft in Russland
13:55 Uhr

Weniger Aufträge für den Maschinenbau - Inland schwächelt

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(Foto: dpa)

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im April deutlich weniger Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Preisbereinigt verfehlte der Wert der Neubestellungen die Zahlen des Vorjahresmonats um sieben Prozent, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Besonders stark war der Rückgang mit minus 17 Prozent bei Kunden aus dem Inland, während aus dem Euroraum (minus ein Prozent) und dem übrigen Ausland (minus drei Prozent) die Aufträge fast wie gewohnt kamen.

VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers benannte mehrere Gründe. Er erklärte in einer Mitteilung: "Speziell im Inlandsgeschäft spielte auch ein hoher Vorjahreswert eine Rolle für den deutlichen Rückgang. Insgesamt litten die Bestellungen unter der abflauenden Konjunktur in China, zahlreichen Produktionsbehinderungen sowie den direkten und indirekten Folgen des Ukraine-Kriegs."

Weniger Aufträge für den Maschinenbau - Inland schwächelt
13:32 Uhr

US-Börsianer haben die Jobzahlen im Blick

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(Foto: John Minchillo/AP/dpa)

Nach den Vortagesgewinnen dürfte es an der Wall Street zum Wochenausklang leicht nach unten gehen. Der Future auf den S&P-500 liegt aktuell 0,4 Prozent im Minus. Die Richtung wird aber erst der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Mai vorgeben, der eine Stunde vor Handelsbeginn veröffentlicht wird.

Die weiteren anstehenden US-Daten dürften dagegen in den Hintergrund treten. So werden noch der Einkaufsmanager für den Dienstleistungsbereich für Mai in zweiter Lesung und der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe, ebenfalls für Mai, veröffentlicht.

US-Börsianer haben die Jobzahlen im Blick
13:10 Uhr

Spritpreise "gehen in die falsche Richtung"

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(Foto: dpa)

Die Wirkung der Steuerentlastung auf die Spritpreise schmilzt zusehends dahin. Heute lagen die Preise an den Zapfsäulen dem ADAC zufolge erneut höher. "Es wird im Moment immer teurer", sagte ADAC-Experte Christian Laberer: "Das geht in die falsche Richtung, ohne dass der Ölpreis oder der Dollarkurs dafür einen Anlass geben würden."

Konkret kostete Super E10 um 11.05 Uhr laut ADAC im bundesweiten Durchschnitt 1,917 Euro pro Liter. Das waren 2,7 Cent mehr als 24 Stunden zuvor. Diesel verteuerte sich um 2,4 Cent auf 1,968 Euro pro Liter. Die Zahlen beruhen auf Daten von mehr als 14.000 Tankstellen. Seit Mittwoch ist die Steuerbelastung auf E10 um 35,2 Cent pro Liter gesenkt. Bei Diesel sind es 16,7 Cent.

Spritpreise "gehen in die falsche Richtung"
12:56 Uhr

Was die Inflation für Anleger bedeutet

Die Inflation ist zuletzt erneut angezogen, die Notenbanken müssen reagieren. Welche Konsequenzen hat das für Anleger? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders.

Was die Inflation für Anleger bedeutet
12:30 Uhr

Russische Stahlaktie schmiert ab

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(Foto: dpa)

Der Ausverkauf bei Severstal geht weiter. Der Aktienkurs des russischen Stahlkonzerns fiel um bis zu 16 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief von 685 Rubel. Damit summiert sich das Minus der vergangenen beiden Tage auf mehr als 30 Prozent. In diesem Sog rutschten die Titel der Rivalen MMK und NLMK um jeweils knapp zehn Prozent ab.

Die USA hatten Severstal im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg am Donnerstag auf eine Sanktionsliste gesetzt. Der Kurseinbruch erscheine dennoch überzogen, sagte Aktienmarkt-Experte Alexej Antonow vom Brokerhaus Alor. Schließlich habe das Unternehmen seine Lieferungen nach Europa bereits eingestellt.

Russische Stahlaktie schmiert ab
12:09 Uhr

Türkei-Inflation so hoch wie zur Vor-Erdogan-Zeit

Die Verbraucherpreise in der Türkei sind im Mai so stark gestiegen wie seit fast einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 73,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt in Ankara mitteilte. Das ist die höchste Inflationsrate seit Oktober 1998. In dieser Zeit gab es häufige Regierungswechsel in der Türkei.

Die Preise im Transportsektor - zu dem etwa Benzin gerechnet wird - haben sich mit 108 Prozent mehr als verdoppelt. Auch Lebensmittel (+92 Prozent) kosteten fast doppelt so viel wie im Mai 2021. Experten geben der schwächelnden Landeswährung Lira eine Mitschuld an der starken Teuerung, die allein im vergangenen Jahr 44 Prozent an Wert zum US-Dollar eingebüßt hat.

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(Foto: REUTERS)
Türkei-Inflation so hoch wie zur Vor-Erdogan-Zeit
11:50 Uhr

DAX behauptet sich im Plus - Warten auf US-Jobzahlen

Bei einem bislang ereignisarmen Handelstag hat sich DAX auch am Mittag in der Gewinnzone bewegt. Mit plus 0,3 Prozent auf 14.536 Punkte gab der Leitindex allerdings einen Teil seines Zuwachses ab. Der EUROSTOXX50 notierte 0,2 Prozent höher bei 3802 Stellen. Die Börsianer warten mit Spannung auf die US-Jobdaten am frühen Nachmittag.

Im DAX lagen Eon und Hannover Rück mit je zwei Prozent Zuwachs vorne. Ganz hinten lagen Infineon und MTU mit je minus 0,7 Prozent.

DAX behauptet sich im Plus - Warten auf US-Jobzahlen
11:37 Uhr

Einzelhandel in der Eurozone schwächelt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Einzelhandel in der Eurozone muss der hohen Inflation und der wegen des Ukraine-Kriegs mauen Kauflaune Tribut zollen. Die Umsätze der Branche sanken im April überraschend um 1,3 Prozent zum Vormonat und damit erstmals seit Dezember. Experten hingegen hatten mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet.

Während das Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren um 2,6 Prozent einbüßte, stieg der Umsatz im Versand- und Internethandel um 3,4 Prozent zum März. Im Vergleich zum April 2021 kletterten die gesamten Umsätze um 3,9 Prozent. Allerdings verlor der Versand- und Internethandel binnen Jahresfrist 9,5 Prozent an Fahrt.

Einzelhandel in der Eurozone schwächelt
11:16 Uhr

Zeitung: Russland stellt Öl-Exportrouten um

Nach einem deutlichen Einbruch im April sind die Ölförderung in Russland und der Export im Mai einem Medienbericht zufolge wieder angestiegen. "Unter Einberechnung von Gaskondensat hat Russland im Mai 2022 die Ölförderung im Vergleich zum April um fünf Prozent auf 43,1 Millionen Tonnen gesteigert", berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das Ergebnis dennoch einen Rückgang von 2,5 Prozent.

Um die Verluste zumindest teilweise aufzufangen, ist Russland laut dem Zeitungsbericht gerade dabei, seine Exportrouten umzustellen. Der Export nach Indien könnte demnach auf das Rekordniveau von 900.000 Barrel pro Tag ansteigen, heißt es. Auch China könnte angesichts der starken Rabatte, zu den Moskaus Ölkonzerne gezwungen sind, in den nächsten Monaten zusätzlich 400.000 Barrel russisches Öl pro Tag aufkaufen, prognostiziert das Blatt.

Zeitung: Russland stellt Öl-Exportrouten um
10:56 Uhr

USA klagen US-Sparte von Stellantis an

Das US-Justizministerium hat die US-Sparte des Autobauers Stellantis formell einer kriminellen Verschwörung im Zusammenhang mit der Manipulation der Abgaswerte von Dieselfahrzeugen beschuldigt. Eine Bundesbezirksrichterin in Detroit setzte einen Termin vor Gericht für heute an. Eine Stellungnahme von Stellantis lag nicht vor. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche unter Berufung auf Insider berichtet, dass FCA US - inzwischen Teil von Stellantis - eine Einigung bei den seit Jahren laufenden Ermittlungen erzielt habe. Demnach wird sich das Unternehmen schuldig bekennen und den Dieselstreit gegen die Zahlung von etwa 300 Millionen Dollar beilegen.

Den Insidern zufolge hat FCA US eingeräumt, die Emissionswerte bei mehr als 100.000 Fahrzeugen manipuliert zu haben. Bei den Jeep-Autos und Ram-Pickup-Trucks handelt es sich um Diesel-Fahrzeuge der Modelljahre 2014 bis 2016. Mit der Einigung dürfte der Fall im Wesentlichen abschlossen sein.

USA klagen US-Sparte von Stellantis an
10:33 Uhr

Ukrainische Bank ist pleite

Die ukrainische Zentralbank hat die in Charkiw ansässige Megabank für insolvent erklärt. Hintergrund sei die Kreditvergabe vor dem Krieg, teilt die Notenbank mit. An der Megabank sind mit jeweils 11,3 Prozent die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die deutsche Förderbank KfW beteiligt.

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(Foto: picture alliance / dpa)
Ukrainische Bank ist pleite
09:52 Uhr

"Sehr schlechtes Gefühl": Tesla vor massivem Jobabbau?

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(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/PO)

Elon Musk will bei Tesla etwa jeden zehnten Job streichen. In einer internen Mail an Führungskräfte, aus der Reuters zitiert, schreibt der Firmengründer, er habe ein "sehr schlechtes Gefühl", was die Wirtschaftsentwicklung angehe. Der US-Elektroautobauer müsse deswegen seine Belegschaft um rund zehn Prozent reduzieren.

Überschrieben war die Mail mit "Einstellungsstopp". Tesla gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab.

"Sehr schlechtes Gefühl": Tesla vor massivem Jobabbau?
09:40 Uhr

Käufer für insolvente Green City AG gefunden

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Blick auf München (Foto: IMAGO/imagebroker)

Der französische Ökostrom-Erzeuger Qair Group übernimmt den insolventen Münchner Ökostrom-Anlagenbauer Green City AG. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Axel Bierbach übernimmt Qair das Kerngeschäft von Green City mit mehreren Projektgesellschaften in Deutschland und anderen EU-Ländern, erhält den größten Teil der Arbeitsplätze und den Standort München.

Green City hatte vor vier Monaten Insolvenzantrag gestellt. Qair betreibt Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen mit installierten Kapazitäten von 650 Megawatt.

Käufer für insolvente Green City AG gefunden
09:29 Uhr

EZB-Zinsanhebung schon im Juni? - Experte sieht das nicht

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(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Der Europa-Chefvolkswirt der niederländischen Bank ING, Carsten Brzeski, hält es für nahezu ausgeschlossen, dass die EZB schon bei der kommenden Ratssitzung ihren Einlagensatz erhöht. "Eine Zinserhöhung in der nächsten Woche würde die Glaubwürdigkeit der EZB und ihrer Forward Guidance unterminieren", schreibt Brzeski in seinem Ausblick.

Nehme man die Inflationsentwicklung und die bisherigen Reaktionen der EZB in diesem Jahr als Maßstab, wäre ein eine sofortige Zinserhöhung Brzeski zufolge ein durchaus logischer Schritt. "Der einzige Grund, die Zinsen nächste Woche nicht zu erhöhen, ist folglich nur die Wahrung des eigenen Rufs oder besser gesagt die Wahl zwischen der Aufrechterhaltung des Glaubens an verlässliche Forward Guidance und der Glaubwürdigkeit als rücksichtslose Inflationsbekämpferin."

EZB-Zinsanhebung schon im Juni? - Experte sieht das nicht
09:11 Uhr

DAX über 14.500 - erneut kein Handel in London

Der deutsche Aktienmarkt hat zu Handelsbeginn seine Klettertour fortgesetzt. Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 14.562 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX notierten zwischen 0,2 und 0,6 Prozent höher.

Der wichtigste Termin des Tages ist der US-Arbeitsmarktbericht, der für 14.30 Uhr MESZ zur Veröffentlichung ansteht. Die Londoner Börse in London bleibt wegen des 70-jährigen Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. den zweiten Tag in Folge geschlossen. Damit ist erneut mit unterdurchschnittlich dünnen Umsätzen an den europäischen Börsen zu rechnen.

DAX über 14.500 - erneut kein Handel in London
08:57 Uhr

BAFIN warnt vor unerlaubtem Angebot von Aktien der Porsche AG

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(Foto: Boris Roessler/dpa)

In jüngster Zeit häufen sich die Meldungen von Betrugsversuchen, bei denen Aktien bekannter Gesellschaften zur Zeichnung angeboten werden. Diese Aktien werden jedoch nach Zahlung durch die Käufer nicht geliefert und die Anbieter sind nicht mehr erreichbar. Nach Angaben der Finanzaufsicht BAFIN nimmt eine C & C Finanz - angeblich aus Hamburg - unaufgefordert telefonischen Kontakt zu Verbraucherinnen und Verbrauchern auf, um ihnen angebliche vorbörsliche Aktien der Porsche AG anzubieten.

Sowohl die Konzernmutter Volkswagen als auch die BAFIN weisen darauf hin, dass vorbörsliche Kaufangebote für diese Aktien unrechtmäßig seien und weder von VW noch von einer ihrer Tochtergesellschaften stammten.

Unternehmen, die Verbrauchern Aktien anderer Unternehmen zum Kauf anbieten, benötigen hierfür eine Erlaubnis der BAFIN. Dies gilt auch für vorbörsliche Aktien. Zudem liegt der für ein öffentliches Angebot erforderliche Wertpapierprospekt für die genannte Aktie nicht vor.

BAFIN warnt vor unerlaubtem Angebot von Aktien der Porsche AG
08:44 Uhr

Deutsch-russischer Handel bricht massiv ein

Die deutschen Exporte haben sich im April vom Schock nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine überraschend stark erholt. Sie wuchsen wegen gut laufender Geschäfte mit den USA und den Ländern der Eurozone um 4,4 Prozent zum Vormonat auf 126,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem es im März noch einen saison- und kalenderbereinigten Rückgang von drei Prozent gegeben hatte.

Die deutschen Ausfuhren nach Russland brachen im April wegen der Sanktionen als Reaktion auf den Krieg gegen die Ukraine und anderer Maßnahmen zur Exportbeschränkung um zehn Prozent auf nur noch 800 Millionen Euro ein, nachdem sie im März sogar um mehr als 60 Prozent eingebrochen waren. Die Importe aus Russland gaben sogar um 16,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro nach. Deutschland importiert von dort vor allem Öl und Erdgas.

Deutsch-russischer Handel bricht massiv ein
08:32 Uhr

Kaufempfehlung hievt Brenntag an DAX-Spitze

Ein positiver Analystenkommentar gibt Brenntag Auftrieb. Die Aktien des Chemikalien-Händlers steigen vorbörslich um 2,1 Prozent auf etwa 74 Euro. Die Experten der Baader Helvea Bank stuften die Titel auf "Buy" von "Add" hoch und hoben das Kursziel auf 102 von 85 Euro an.

Kaufempfehlung hievt Brenntag an DAX-Spitze
08:19 Uhr

Nikkei geht mit kräftigem Plus ins Wochenende

Gestützt auf kräftige Kursgewinne des Index-Schwergewichts Fast Retailing hat der japanische Aktienmarkt zum Wochenschluss zulegen können. Der Nikkei stieg um 1,2 Prozent auf 27.748 Punkte. In China blieb die Börse Shanghai dagegen wegen eines Feiertags geschlossen.

Fast Retailing verbuchten mit einem Plus von knapp sechs Prozent den größten Tagesgewinn seit sieben Wochen. Die Mutter der Modefirma Uniqlo steigerte den Umsatz den Angaben zufolge im Mai binnen Jahresfrist um 17,5 Prozent. Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten wollte sich in Tokio aber niemand allzu weit aus dem Fenster lehnen.

Nikkei geht mit kräftigem Plus ins Wochenende
08:18 Uhr

Trotz Hacker-Attacke 30-Prozent-Kurssprung

Starke Quartalszahlen haben der Okta-Aktie nachbörslich am Donnerstag einen Kurssprung um über 18 Prozent beschert, nachdem die Aktie bereits im regulären US-Handel zuvor um fast 11 Prozent zugelegt hatte. Der Experte für Identitätsmanagement schnitt in seinem ersten Quartal nicht nur besser ab als erwartet, sondern erhöhte auch die Prognose für das Gesamtjahr. Dass das Unternehmen im März Opfer eines Hackerangriffs gewesen war, habe das Geschäft nicht wesentlich beeinträchtigt, teilte Okta außerdem mit. Okta steigerte den Umsatz um 65 Prozent auf 415 Millionen Dollar und weitete aber auch den Quartalsverlust von 109,2 auf 243 Millionen Dollar aus.

Trotz Hacker-Attacke 30-Prozent-Kurssprung
08:06 Uhr

Kein Handel in Hongkong und Shanghai

Wie am Vortag schließen sich die Börsen in Ostasien und Australien der Vorgabe der Wall Street an und tendieren freundlich. In den USA hatten die Indizes nach einer kräftigen Erholung im Tagesverlauf noch deutliche Gewinne eingefahren.

Am Ölmarkt geben die Preise minimal nach, nachdem sie am Donnerstag in Reaktion auf den Beschluss der Gruppe Opec+, die monatliche Förderung zunächst stärker zu erhöhen als vereinbart, weiter gestiegen waren. Zur Begründung heißt es im Handel, das Mehr an Ölförderung dürfte nicht ausreichen, die derzeit angespannte Lage wesentlich zu entschärfen.

In Tokio gewinnt der Nikkei 1,1 Prozent auf 27.717 Punkte, in Seoul geht es um 0,3 und in Sydney um 1,1 Prozent nach oben. In Seoul bremsen die Verbraucherpreisdaten für Mai, die höher ausgefallen sind als ohnehin erwartet mit einer Jahresrate von 5,4 Prozent. Das könne die Notenbank auf den Plan rufen, ihren Straffungskurs anzuziehen, heißt es im Handel. Nicht gehandelt wird an den chinesischen Börsen wegen des Drachenbootfestes.

Kein Handel in Hongkong und Shanghai
07:48 Uhr

US-Jobdaten treiben DAX-Anleger um

Vor dem an den Börsen mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht wird der DAX Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 14.620 Punkte taxiert und mit einem Aufschlag von fast ein Prozent.

Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex ein Prozent höher bei 14.485 Punkten geschlossen. Analysten erwarten für Mai im Schnitt den Aufbau von 325.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft, nach einem Plus von 428.000 im Vormonat. Sollten die Zahlen ebenso enttäuschen wie diejenigen der privaten Arbeitsagentur ADP vom Donnerstag, könnte dies Börsianern zufolge Aktien Auftrieb geben. Denn Investoren würden dann verstärkt auf eine Pause im Zinserhöhungszyklus der US-Notebank Fed im Herbst setzen.

Daneben überprüft die Deutsche Börse die Zusammensetzung ihrer Indizes und dürfte das Dax-Comeback des Kosmetik-Herstellers Beiersdorf verkünden. Außerdem wird wohl der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall in die erste deutsche Börsenliga aufsteigen. Weichen müssen wohl der Bau-Zulieferer Heidelbergcement und der Essenslieferant Delivery Hero. In London wird wegen der Feiern zum 70-jährigen Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. erneut nicht gehandelt. Zum Wochenabschluss bleiben außerdem die Börsen in China und Hongkong wegen eines Feiertags geschlossen.

US-Jobdaten treiben DAX-Anleger um
07:35 Uhr

Microsoft begrüßt Gründungen von gewerkschaftlichen Organisationen

Microsoft will sich möglichen Gewerkschaftsgründungen oder -beitritten seiner Angestellten nicht in den Weg stellen. Wie Microsoft-Präsident Brad Smith am Donnerstag erklärte, soll die Haltung des Unternehmens ein Zeichen für die wachsende Aufgeschlossenheit gegenüber Gewerkschaften in der Tech-Branche setzen. "Die jüngsten Gewerkschaftskampagnen im ganzen Land - auch im Technologiesektor - haben uns zu der Schlussfolgerung veranlasst, dass diese Themen unweigerlich mehr Unternehmen betreffen werden, möglicherweise auch unser eigenes", sagte Smith. Microsoft erkenne das Recht seiner Mitarbeiter an, eine Gewerkschaft zu gründen oder ihr beizutreten. Für einen offenen Dialog würden die Führungskräfte des Unternehmens aber auch ohne Gewerkschaft jederzeit zur Verfügung stehen, so der Microsoft-Präsident.

Microsoft begrüßt Gründungen von gewerkschaftlichen Organisationen
07:17 Uhr

Gebrauchtwagen fast ein Drittel teurer

Dreijährige Gebrauchtwagen sind binnen eines Jahres um fast ein Drittel teurer geworden. Im April war ein typischer drei Jahre alter Benziner beim Kauf im Autohandel 30,1 Prozent teurer als ein vergleichbares Fahrzeug ein Jahr zuvor, wie eine Auswertung des Marktbeobachters DAT für die Deutsche Presse-Agentur ergab. Im Durchschnitt wurden für das Fahrzeug 27.900 Euro fällig. Diesel verteuerten sich sogar um 31,8 Prozent auf im Schnitt 28.960 Euro. Die Zahlen beziehen sich auf dreijährige Gebrauchte quer über alle Segmente und Marken.

Treiber des Preisanstiegs ist vor allem ein niedriges Angebot an Fahrzeugen infolge von Corona, Chipkrise und Teilemangel. Zudem waren allerdings auch die Listenneupreise der Fahrzeuge vor drei Jahren um etwa sieben Prozent gestiegen.

Die deutliche Preissteigerung bei Gebrauchten betrifft laut DAT nicht nur die dreijährigen Fahrzeuge. "Wenn das Angebot knapp ist und die Nachfrage hoch, sind auch ältere Fahrzeuge sehr gefragt", sagte ein Sprecher. Zudem würden auch ältere Fahrzeuge mit höheren Laufleistungen beim Preis nicht mehr so "abgestraft" wie früher. Dabei falle auf, dass gerade die Käufer gebrauchter Diesel bereit seien, deutlich mehr zu bezahlen.

Gebrauchtwagen fast ein Drittel teurer
07:05 Uhr

Toshiba spielt bei Hedgefonds auf Zeit

Der japanische Mischkonzern Toshiba hat Insidern zufolge offenbar die von zwei Hedgefonds-Großaktionären vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder noch nicht einstimmig vom Nominierungsausschuss bestätigen lassen. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagen, dass das Unternehmen nun plant, seine Aktionäre auf der jährlichen Aktionärsversammlung am 28. Juni nachträglich darüber zu informieren. Toshiba hatte vorgeschlagen, dass Nabeel Bhanji, Portfoliomanager bei Elliott Management, und Eijiro Imai, Geschäftsführer bei Farallon Capital Management, Sitze im Aufsichtsrat erhalten sollen, was einen möglichen Wendepunkt in einem langen Kampf zwischen dem Unternehmen und seinen Aktionären darstellen könnte. Farallon hält sechs Prozent an Toshiba und Elliott Insidern zufolge knapp unter fünf Prozent. Das 1875 gegründete Konglomerat hangelt sich seit einem Bilanzierungsskandal 2015 von Krise zu Krise.

Toshiba spielt bei Hedgefonds auf Zeit
06:50 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 129,77 Yen und gibt 0,4 Prozent auf 6,6596 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9570 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0757 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0296 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,2577 Dollar.

Euro / Dollar

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:41 Uhr

Tokioter Börse auf Erholungskurs

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst stärker. Die Anleger warten nun auf den umfassenden Beschäftigungsbericht des US-Arbeitsministeriums. Sollte sich herausstellen, dass sich der Arbeitsmarkt verlangsamt, könnte das die US-Notenbank Fed davon überzeugen, die Zinssätze für den Rest des Jahres nur noch langsam anzuheben. "Für Aktien könnte derzeit alles, was als Begrenzung der Zinserhöhung durch die Fed angesehen werden könnte, als unterstützend angesehen werden. Daher sind schwache Makrodaten positiv für Aktien", sagt Rob Carnell, Leiter der Asienforschung bei ING. Der Nikkei legt 1,1 Prozent auf 27.713 Punkte zu. Der Topix steigt 0,3 Prozent auf 1932 Zähler.

Tokioter Börse auf Erholungskurs
06:25 Uhr

DAX wird durcheinandergewirbelt: Das wird heute wichtig

Der DAX hat sich im Donnerstagsgeschäft zwar wieder an die 14.500er Marke herangewagt, das Momentum am Freitagmorgen spricht aber zunächst gegen einen Angriff darauf. Nachdem der deutsche Börsenleitindex am Vortag mehr als 140 Punkte oder 1,0 Prozent auf 14.485 Zähler zugelegt hatte und damit auch nahe seines Tageshochs von 14.493 Punkten geschlossen hatte, wird der Index aktuell mit Kursen um 14.335 Stellen wieder tiefer taxiert. Und das trotz positiver Vorgaben von der Wall Street und aus Asien. Gewinnmitnahmen vor dem Pfingstwochenende könnten am deutschen Aktienmarkt anstehen, auch wenn erstmals seit mehreren Jahren am Pfingstmontag hierzulande wieder gehandelt wird.

Das Konjunkturdaten-Highlight der aktuellen Börsenwoche kommt zu deren Abschluss: der US-Arbeitsmarktbericht. Das Risiko einer kurzfristigen US-Rezession sei gering, sagt Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz. "Denn die 'harten' Daten fallen weiterhin ordentlich aus." Analysten erwarten für Mai den Aufbau von 350.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Plus von 428.000 im Vormonat. Daneben werden in den USA auch der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe sowie der Einkaufsmanagerindex Service veröffentlicht. Einkaufsmanagerdaten zum nicht-verarbeitenden Gewerbe kommen bereits am Morgen und Vormittag auch aus Deutschland, Frankreich, Italien und der EU. Darüber hinaus stehen die deutsche Handelsbilanz und Daten zur französischen Industrieproduktion auf der Agenda.

Für Bewegung auf Unternehmensseite könnten die deutschen Pkw-Neuzulassungen bei den Autotiteln sorgen. Zudem veröffentlicht der Branchenverband VDMA Zahlen zu den Auftragseingängen. Hypoport und Wacker Neuson haben ihre Aktionäre zu Online-Hauptversammlungen eingeladen.

Unabhängig davon überprüft die Deutsche Börse die Zusammensetzung ihrer Indizes. Sie wird voraussichtlich das Comeback des Kosmetikherstellers Beiersdorf im DAX verkünden. Außerdem wird wohl der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall in die erste deutsche Börsenliga aufsteigen. Weichen müssen wohl der Bauindustrie-Zulieferer Heidelbergcement und der Essenslieferant Delivery Hero.

DAX wird durcheinandergewirbelt: Das wird heute wichtig