Der Börsen-Tag
14. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Juliane Kipper
Zum Archiv
17:57 Uhr

Markt "überkauft": Dax legt den Rückwärtsgang ein

Am deutschen Aktienmarkt ist es nach unten gegangen. Nach der Aufwärtsbewegung der letzten Wochen war der Markt "überkauft", ein kleiner Rücksetzer oder auch eine Konsolidierung sind dann nichts Überraschendes. Vielmehr wird eine Konsolidierung in einem Trend als "gesund" eingestuft, werden doch schon kleinere Rücksetzer gleich wieder gekauft.

Auch wenn die Nachrichtenlage, vor allem die geopolitische, teils erschreckend ist, lassen sich die Optimisten an der Börse nicht die gute Laune verderben. Der Dax schloss 0,5 Prozent tiefer bei 25.286 Punkten. Der Euro notierte wenig verändert bei 1,1660 Dollar, während die Anleihen etwas fester tendieren. Bei den Edelmetallen stach Silber mit einem Plus von über 5 Prozent heraus. Mit Kursen von über 90 Dollar je Unze legte es dieses Jahr bereits 20 Prozent zu. Die Ölpreise stiegen, den Grund lieferten zunehmende Sorgen über mögliche US-Maßnahmen im Iran und das Risiko von Lieferunterbrechungen in der Region.

Die US-Daten lieferten am Nachmittag kaum Impulse. Die starken Einzelhandelsumsätze vom November ruhen auf einer schmalen Basis und werden von einkommensstarken Haushalten angetrieben, die einen Teil ihrer jüngsten Vermögenszuwächse ausgeben, so Michael Pearce, Chefvolkswirt für die USA bei Oxford Economics.

Bayer zogen kräftig um 7 Prozent an. Grund waren laut Händlern positive Aussagen zur Margenentwicklung. "Diese sollen im Pharmabereich deutlich zulegen", so ein Händler. So soll die operative Marge bis 2030 auf 30 Prozent steigen, die Markterwartung liege hier darunter.

Im Dax ging es für die RWE-Aktie zudem um 2,3 Prozent nach oben. Der Konzern hat einen Anteil an dem britischen Windprojekt Norfolk an KKR verkauft. "Das kommt gut an", so ein Marktteilnehmer. Zudem wurden bei der jüngsten Windstrom-Auktion in Großbritannien Abnahmeverträge für insgesamt fünf Offshore-Entwicklungsprojekte mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt gewonnen.

Fresenius Medical Care (FMC) schlossen dagegen schwach, der Kurs fiel um 6 Prozent. "Offensichtlich drücken die Aussagen von einer Health Care Konferenz in San Francisco", so ein Händler. JP Morgan hat FMC mit "Underweight" bestätigt, die Analysten sprechen von einem "Übergangsjahr" 2026. Das Jahr stehe unter dem Einfluss der Einführung des 5008x-Systems, dabei liefen die Kosten den Vorteilen voraus.

Markt "überkauft": Dax legt den Rückwärtsgang ein
17:05 Uhr

"Der Takaichi-Trade ist im vollen Gang" 

Heute zu Gast in der Telebörse: Carolin Tsalkas, Geschäftsführerin Honestas Finanzmanagement.

"Der Takaichi-Trade ist im vollen Gang" 
16:40 Uhr

Trumps Forderung findet bei Fed keinen Widerhall

Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer raschen weiteren Zinssenkung findet in der unabhängigen Notenbank bislang keinen Widerhall. Der Chef des Notenbankbezirks von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte der "New York Times", er sehe keinen Anreiz, die Zinsen im Januar zu senken. Er fügte hinzu, es sei "viel zu früh" für eine Zinssenkung, die im Laufe des Jahres allerdings möglich sein könnte.

Kashkaris Kollegin aus Philadelphia, Anna Paulson, äußerte sich ähnlich: Eine Zinssenkung sei im Jahresverlauf denkbar, wenn die Inflation zurückgehe, sich der Jobmarkt stabilisiere und das Wirtschaftswachstum um die zwei Prozent betrage. "Wenn all das eintritt, wären im Laufe des Jahres wahrscheinlich weitere moderate Anpassungen des Leitzinses angebracht", sagte Paulson. Die Federal Reserve hatte den Leitzins im Dezember auf die aktuelle Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Sie begründete dies damals mit Schwächesignalen vom Arbeitsmarkt und deutete zudem eine Pause ihres Lockerungskurses an. Der nächste Zinsentscheid der Fed steht am 28. Januar an.

Trumps Forderung findet bei Fed keinen Widerhall
16:10 Uhr

Wall Street im Minus

Der Wall Street steht noch ein ereignisreicher Tag bevor. Vor wichtigen Schlagzeilen scheint kein Kaufinteresse zu bestehen. Neben den viel beachteten Einzelhandelsumsätzen, die im November stärker als veranschlagt gesteigert wurden, sind die Erzeugerpreise im November einen Tick niedriger als gedacht ausgefallen. Doch steht vor allem eine mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den von US-Präsident Donald Trump verhängten Einfuhrzöllen mit Hilfe des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) im Fokus. Das Herzstück von Trumps Wirtschaftspolitik könnte vom Gericht gekippt werden.

Vor diesem Hintergrund verliert der Dow-Jones-Index im frühen Handel 0,1 Prozent auf 49.147 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,5 bzw. 0,8 Prozent ein. "Das Gericht hält Termine zur Urteilsverkündung ab, und der nächste steht heute an. Da vorher nicht bekanntgegeben wird, welche Fälle behandelt werden, bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt.

Wall Street im Minus
15:53 Uhr

Opec erwartet auch 2027 steigende Ölnachfrage

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) geht in ihrer ersten Prognose für das Jahr 2027 von einem stetigen Wachstum der weltweiten Ölnachfrage aus. Das in Wien ansässige Kartell rechnet in seinem viel beachteten Monatsbericht mit einem Anstieg der Nachfrage um 1,34 Millionen Barrel pro Tag im nächsten Jahr, was leicht unter dem für 2026 geschätzten Wachstum von 1,38 Millionen Barrel pro Tag liegt.

Das Angebot von Produzenten außerhalb der Opec+-Allianz dürfte 2027 um 610.000 Barrel pro Tag steigen und damit leicht unter dem für dieses Jahr geschätzten Wert von 630.000 Barrel pro Tag liegen, was vor allem auf Brasilien, Kanada, Katar und Argentinien zurückzuführen ist.

Opec erwartet auch 2027 steigende Ölnachfrage
15:21 Uhr

"Edelmetall-Trend geht definitiv weiter"

Die deutschen Standortschwierigkeiten lassen den Dax unberührt, seit Jahresbeginn geht es für die deutschen Börsenwerte bergauf. Ob das so bleibt und welche Trends sich halten werden, schätzt Kapitalmarktanalyst Robert Halver ein.

"Edelmetall-Trend geht definitiv weiter"
14:56 Uhr

Wells Fargo steigert Gewinn, Aktie gibt trotzdem nach

Die US-Großbank Wells Fargo hat im vierten Quartal dank eines florierenden Kreditgeschäfts und höherer Zinseinnahmen mehr verdient. Der Nettogewinn kletterte auf 5,36 (Vorjahr: 5,08) Milliarden Dollar oder 1,62 (1,43) Dollar je Aktie, wie das viertgrößte US-Kreditinstitut mitteilte. Der Zinsüberschuss stieg um vier Prozent auf 12,33 Milliarden Dollar. Die Aktie der Bank aus San Francisco gab im vorbörslichen Handel dennoch um knapp ein Prozent nach.

"Wir haben erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und das Geschäftswachstum durch größere Einsparungen finanziert", erklärte Bank-Chef Charlie Scharf. "Beweise für das gestiegene Wachstum sind im gesamten Unternehmen zu sehen." Er verwies auf ein Wachstum von 20 Prozent bei neuen Kreditkartenkonten, einen Anstieg der Autofinanzierungen um 19 Prozent, ein Kreditwachstum von zwölf Prozent im Firmenkundengeschäft und einen Zuwachs von 14 Prozent bei den Gebühren im Investmentbanking. Die Risikovorsorge für Kreditausfälle sank auf rund eine Milliarde Dollar.

Die Zahlen runden ein starkes Jahr für Wells Fargo ab.

Wells Fargo steigert Gewinn, Aktie gibt trotzdem nach
14:15 Uhr

Ölpreise ziehen an

Nach dem Rücksetzer vom Morgen sind die Ölpreise wieder auf dem Weg nach oben. Brent und WTI steigen beide um knapp eineinhalb Prozent. Grund ist laut Händlern die Spekulation auf einen unmittelbar bevorstehenden Militärschlag gegen das Mullah-Regime im Iran. Während der Bund-Future gut behauptet notiert, gibt der DAX leicht nach.

Ölpreise ziehen an
13:38 Uhr

 Bitcoin-Kurs steigt

Der Bitcoin profitiert weiter von der angespannten Lage im Iran und der Sorge vor geopolitischen Unsicherheiten in der Region am Persischen Golf. Eine stärkere Nachfrage nach der ältesten und bekanntesten Kryptowährung ließ den Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf etwa 95.700 Dollar steigen. Damit lag er etwa 1.000 Dollar über dem Niveau vom Vorabend.

Zuvor hatte ein Kurssprung den Bitcoin in der Nacht zum Dienstag für kurze Zeit über 96.000 Dollar steigen lassen und damit auf den höchsten Stand seit Mitte November. Nach Einschätzung des Analysten Timo Emden von Emden-Research sind die jüngsten Gewinne beim Bitcoin "weniger Ausdruck neuer fundamentaler Stärke als vielmehr eine Reaktion auf ein angespanntes globales Umfeld".

 Bitcoin-Kurs steigt
12:54 Uhr

Kehrtwende zugunsten von Öl und Gas kostet BP Milliarden

Der britische Ölkonzern BP rechnet wegen seines Schwenks zurück zu Öl und Gas im vierten Quartal mit Abschreibungen von bis zu fünf Milliarden Dollar. Mit Auswirkungen auf den Gewinn sei nicht zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Details, um welche Projekte es bei den Abschreibungen geht, nannte ein Sprecher nicht. Geschäftszahlen hat BP für den 10. Februar angekündigt.

Allerdings lief es zuletzt auch im Geschäft mit fossilen Brennstoffen schlechter. Auf dem Ölmarkt wächst die Sorge vor einem Überangebot, der Preis ist unter Druck. BP rechnet deswegen für das vierte Quartal mit Belastungen von 200 bis 400 Millionen Dollar beim Öl und 100 bis 300 Millionen Dollar beim Gas. Der Preis für ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent lag von Oktober bis Dezember im Schnitt bei 63,73 Dollar und damit 2,40 Dollar niedriger als im dritten Quartal.

Kehrtwende zugunsten von Öl und Gas kostet BP Milliarden
12:17 Uhr

RWE nach Rekord-Auktion für Windkraft gefragt

Anleger greifen nach der jüngsten Offshore-Windkraftauktion in Großbritannien bei RWE zu. Die Titel des Energiekonzerns ziehen in der Spitze um 3,5 Prozent an und gehören damit zu den größten Gewinnern im Dax. RWE werde als großer Profiteur der siebten Ausschreibungsrunde gesehen, sagte ein Händler. Zusammen mit dem britischen Versorger SSE gehört RWE zu den Projektentwicklern, die garantierte Strompreisverträge gewannen. SSE-Aktien klettern in London um bis zu 2,8 Prozent.

Bei der Auktion seien Verträge für Projekte mit einer Kapazität von 8,4 Gigawatt (GW) vergeben worden, teilte die Regierung am Mittwoch in London mit. Dies reiche aus, um rund zwölf Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Offshore-Windkraft ist ein zentraler Baustein in den Plänen der Regierung, den britischen Stromsektor bis 2030 weitgehend zu dekarbonisieren. "Dies ist ein monumentaler Schritt hin zu sauberer Energie bis 2030", sagte Energieminister Ed Miliband.

RWE nach Rekord-Auktion für Windkraft gefragt
11:27 Uhr

US-Zoll-Entscheid könnte Börsen durcheinanderwirbeln

Der heute voraussichtlich anstehende Entscheid zu den US-Zöllen könnte die Börsen durcheinanderwirbeln. Davor warnt ein Händler. Sollte der Oberste Gerichtshof der USA die Zölle nicht antasten, dürfte an den Märkten nicht viel passieren, wie der Marktteilnehmer sagt. Sollte der Supreme Court die Zölle dagegen kassieren, dürfte das zu stark steigenden US-Renditen führen. "Das wäre dann Gift für die US-Aktien", wie es weiter hieß. Profitieren könnten laut dem Händler dann ausgewählte europäische und asiatische Konsumtitel oder auch Autoaktien.

US-Zoll-Entscheid könnte Börsen durcheinanderwirbeln
10:49 Uhr

Coca-Cola rudert bei Costa Coffee zurück

Coca-Cola hat offenbar Pläne zum Verkauf der Kaffeekette Costa Coffee aufgegeben. Die Gebote von Finanzinvestoren seien unter den Erwartungen geblieben, berichtete die "Financial Times". Der US-Getränkeriese habe die Gespräche mit den verbliebenen Bietern im Dezember beendet und damit ein monatelanges Auktionsverfahren gestoppt, so die Zeitung unter unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Zu den Bietern in der Endphase der Gespräche gehörten dem Bericht zufolge TDR Capital, der Eigentümer der britischen Supermarktkette Asda, und der Special-Situations-Fonds von Bain Capital, dem die Ketten Gail's und PizzaExpress gehören. Zuvor seien auch die Finanzinvestoren Apollo, KKR und Centurium Capital beteiligt gewesen. Coca-Cola könnte die Verkaufspläne mittelfristig wieder aufleben lassen, hieß es weiter. Der Konzern hatte Costa Coffee 2018 für 5,1 Milliarden Dollar übernommen, um seine Position auf dem globalen Kaffeemarkt zu stärken, auf dem er mit Starbucks und Nestle konkurriert.

Coca-Cola rudert bei Costa Coffee zurück
10:19 Uhr

So werden Anleger abgezockt

Sie klingen echt, sehen echt aus - und sind komplett gefälscht. Mit KI-Videos von Prominenten werden Anleger in dubiose WhatsApp-Gruppen gelockt und über andere Social-Media-Plattformen abgezockt. Warum Social-Media-Plattformen nichts dagegen unternehmen, ist in einer Reportage auf RTL+ zu sehen.

So werden Anleger abgezockt
09:49 Uhr

Bayer peilt fast 30 Prozent als Pharma-Marge an

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Bayer setzt sich hohes Margenziel. (Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Bayer will seine Pharmasparte spätestens 2027 wieder auf einen Wachstumskurs im mittleren einstelligen Prozentbereich bringen. Die operative Marge soll zudem von 2028 an steigen und bis 2030 einen Wert um die 30 Prozent erreichen, wie Pharmachef und Vorstandsmitglied Stefan Oelrich am Dienstag ankündigte. Zuvor muss der Pharma- und Agrarkonzern jedoch die Umsatzeinbußen durch den abgelaufenen Patentschutz des Blutverdünners Xarelto verkraften. Oelrich hatte bereits im vergangenen September erklärt, dass 2026 das letzte Jahr mit Belastungen durch den Patentablauf sein werde.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 bekräftigte Bayer die Ziele für die Pharmasparte. Demnach soll der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um null bis drei Prozent zulegen, die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll zwischen 24 und 26 Prozent liegen.

Bayer peilt fast 30 Prozent als Pharma-Marge an
09:32 Uhr

Netflix bläst zur nächsten Warner-Schlacht

Netflix bereitet im Ringen um Teile von Warner Bros Discovery einem Insider zufolge ein reines Bar-Angebot vor. Damit solle ein Verkauf der Filmstudios und des Streaming-Geschäfts beschleunigt werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Nachricht beflügelte die Aktien der beteiligten Unternehmen. Zum Handelsschluss am Dienstag legten die Papiere von Warner Bros um 1,62 Prozent zu, die von Netflix gewannen 1,02 Prozent.

Der Übernahmekampf um die Warner-Studios mit ihren wertvollen Filmreihen wie "Harry Potter" und "Game of Thrones" ist die derzeit am meisten beachtete Schlacht in Hollywood. Konkurrent Paramount Skydance argumentiert, sein Bar-Angebot über 30 Dollar je Aktie für das gesamte Warner-Unternehmen sei dem bisherigen Netflix-Angebot überlegen. Dieses bestand aus Bargeld und Aktien im Wert von 27,75 Dollar je Aktie nur für die Studios und das Streaming-Geschäft.

Der Warner-Verwaltungsrat bevorzugt jedoch den Netflix-Deal und verweist auf die hohe Schuldenfinanzierung des Paramount-Gebots, die ein Risiko für den Abschluss darstelle.

Netflix bläst zur nächsten Warner-Schlacht
09:16 Uhr

Endet die Dax-Rekordserie abrupt?

Kaum verändert beginnt der Dax den heutigen Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.430 Punkten. Gestern hatte er erstmals die 25.500er-Marke übersprungen, am Ende aber nur ein Miniplus von 0,1 Prozent auf 25.421 Zähler ins Ziel gebracht. Dennoch war es der achte Gewinntag in Serie – und bereits das sechste Allzeithoch in diesem nocch jungen Börsenjahr.

"Rekord-Handelsüberschuss in China, vielleicht ein Urteil zu den US-Zöllen vom Supreme Court und weitere US-Bankenbilanzen: Das sind heute die Themen am Markt", kommentiert ntv- örsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Edelmetall-Hause dauert zudem an."

Endet die Dax-Rekordserie abrupt?
08:58 Uhr

Diese Aktien gelten als "Outperformer"

Halbleiteraktien dürften den Markt weiter outperformen, so ein Marktteilnehmer mit Blick auf Werte wie Infineon oder ASML. Er verweist auf die günstigen Vorlagen: An den US-Börsen legten vor allem Intel und AMD gestern stark zu. Der Philadelphia Semiconductor war einmal mehr der Outperformer unter den US-Indizes.

Diese Aktien gelten als "Outperformer"
08:40 Uhr

Dieser Sektor steht hoch im Kurs

Mit sehr festen Kursen rechnen Händler bei Rohstoffaktien. Grund ist die anhaltende Hausse der Metallpreise. In Asien ziehen nach den guten chinesischen Außenhandelsdaten vor allem Silber, Platin und Palladium kräftig an, aber auch die Industriemetalle wie Kupfer und Zink verteuern sich weiter. Gold setzt die Hausse ebenfalls fort und nähert sich nun der Marke von 4.000 Euro je Unze.

Dieser Sektor steht hoch im Kurs
08:21 Uhr

Dax überkauft? Na und?

Der Dax dürfte seine Rally-Gewinne erst einmal verteidigen. Zunächst sieht es nach einer wenig veränderten Eröffnung im Bereich um 25.400 Punkte aus. Einerseits gilt der Markt nach der Aufwärtswelle der vergangenen vier Wochen zunehmend als überkauft. Andererseits sind die Vorlagen aus Asien vergleichsweise gut: Der Nikkei setzt seine Rekordjagd fort, und in China stützten gute Außenhandelszahlen die Stimmung. Die unerwartet guten chinesischen Importzahlen könnten auch den DAX stützen, heißt es am Markt.

Im Blick stehen mit der Berichtssaison in den USA weiterhin die Banken. Am Mittag legen unter anderem die Citigroup, die Bank of America und Wells Fargo ihre Zahlen auf den Tisch.

Daneben ergänzen neue Daten zur Erzeugerpreisentwicklung die US-Verbraucherpreise von gestern. Die Verbraucherpreise fielen günstiger aus als erwartet, mit einer Zinssenkung im Januar wird aber trotzdem nicht gerechnet. Außerdem werden die wichtigen US-Einzelhandelsumsätze veröffentlicht.

Dax überkauft? Na und?
08:04 Uhr

Rally treibt Edelmetalle auf Rekordstände

Die Ölpreise geben zunächst leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 65,19 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 0,5 Prozent schwächer bei 60,84 Dollar. Der Goldpreis steigt dagegen um 0,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 4613,93 Dollar je Feinunze. Auch Silber verteuert sich um mehr als zwei Prozent und erreicht ebenfalls einen Rekordstand.

Rally treibt Edelmetalle auf Rekordstände
07:44 Uhr

Chinas Handelsüberschuss auf historischem Höchstwert

Im asiatischen Handel steht weiter die japanische Börse im Fokus. Der Nikkei gewinnt 1,4 Prozent und springt erstmals über die Marke von 54.000 Punkte. Getrieben wird der japanische Leitindex weiter von der Hoffnung, dass mögliche vorgezogene Parlamentswahlen im nächsten Monat Position und Politik von Premierministerin Sanae Takaichi stärken werden. Beobachter gehen davon aus, dass Takaichi die Wahlen gewinnen würde. Ein Wahlsieg ermöglichte es Takaichi, eine aggressivere Fiskalpolitik, höhere Wachstumsinvestitionen sowie mutigere Sicherheitsmaßnahmen zu verfolgen. Elektronik- und Maschinenbauwerte führen die Gewinne in Tokio an. Advantest legen um 5,3 Prozent zu und Fanuc um 4,2 Prozent. Am Devisenmarkt gibt der Yen leicht nach.

Daneben stehen Wirtschaftsdaten aus China im Blick. Der chinesische Handelsüberschuss hat im vergangenen Jahr mit 1,19 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand erreicht. Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ins Weiße Haus zurückkehrte, hatten Ökonomen noch prognostiziert, dass neue Zölle die gewaltige Exportmaschinerie Chinas drosseln würden. Stattdessen stiegen die Exporte im Jahr 2025 auf Dollar-Basis um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie im Jahr davor um 5,9 Prozent zugelegt hatten. In Shanghai gibt der Composite zwischenzeitliche Aufschläge wieder ab und stagniert nun auf Tagessicht. In Hongkong liegt der Hang-Seng 0,4 Prozent im Plus.

Chinas Handelsüberschuss auf historischem Höchstwert
07:31 Uhr

Nvidia erhält grünes Licht für Chip-Export nach China

Die US-Regierung hat den Export von Nvidias zweitstärkstem KI-Chip nach China unter Auflagen genehmigt. Wie aus einer veröffentlichten Regelung hervorgeht, müssen die H200-Chips vor der Ausfuhr von unabhängigen Laboren auf ihre Leistungsfähigkeit im KI-Bereich geprüft werden. Zudem darf die nach China gelieferte Menge 50 Prozent des Verkaufsvolumens in den USA nicht überschreiten. Nvidia muss darüber hinaus bestätigen, dass der Bedarf in den USA gedeckt ist. US-Präsident Donald Trump hatte den Schritt im vergangenen Monat angekündigt und eine Gebühr von 25 Prozent auf die Verkäufe in Aussicht gestellt.

Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, hat erklärt, dass die Lieferungen chinesische Konkurrenten wie Huawei davon abhalten sollen, ihre eigenen Entwicklungen voranzutreiben. Das Vorhaben stößt jedoch auf Hürden. Einem Medienbericht zufolge schränkt die Regierung in Peking ihrerseits den Kauf der H200-Prozessoren durch heimische Firmen ein, um die eigene Industrie zu stärken und die Abhängigkeit von US-Technologie zu verringern. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington ging auf diese Angaben nicht konkret ein, betonte jedoch, eine reibungslose Zusammenarbeit in Wirtschaft und Technologie liege im Interesse beider Staaten.

Nvidia erhält grünes Licht für Chip-Export nach China
07:10 Uhr

"Takaichi"-Handel beflügelt Kurse in Tokio

Spekulationen über eine vorgezogene Neuwahl in Japan und die damit verbundene Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen beflügeln die asiatischen Aktienmärkte. An der Börse in Tokio legt der Nikkei-Index um 1,4 Prozent auf 54.322,43 Punkte zu. Der schwache Yen und die Aussicht auf weitere Konjunkturmaßnahmen beflügeln den sogenannten "Takaichi-Handel", nachdem Medien über entsprechende Überlegungen von Premierministerin Sanae Takaichi berichtet hatten.

Masahiko Loo, Stratege bei State Street Investment Management, sagt, die Marktbewegungen spiegelten die Erwartungen einer fiskalischen Lockerung wider. Der Shanghai Composite gewinnt 1,2 Prozent.

"Takaichi"-Handel beflügelt Kurse in Tokio
06:52 Uhr

Krypto und KI treiben US-Stromverbrauch in die Höhe

Getrieben vom Energiehunger der Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) und Kryptowährungen dürfte der Stromverbrauch in den USA weitere Rekorde brechen. Nach einem bisherigen Höhepunkt von 4198 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2025 werde die Nachfrage 2026 auf 4256 TWh klettern, teilte die US-Energiebehörde EIA in ihrem kurzfristigen Ausblick mit. Für 2027 sei ein weiterer Anstieg auf 4364 TWh zu erwarten. Auch die zunehmende Elektrifizierung von Wärme und Verkehr bei Privathaushalten und Unternehmen trage zu diesem Trend bei.

Krypto und KI treiben US-Stromverbrauch in die Höhe
06:34 Uhr

Rüstungsbranche treibt französische Wirtschaft an

Die französische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2025 trotz der politischen Unsicherheiten im Land voraussichtlich leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im vierten Quartal um mindestens 0,2 Prozent zugelegt, teilte die französische Notenbank unter Berufung auf ihre monatliche Unternehmensumfrage mit. Damit bestätigte die Zentralbank ihre bisherige Schätzung. Getrieben wurde das Wachstum im Dezember vor allem durch die Luft- und Raumfahrt sowie die Rüstungsindustrie. Im dritten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,5 Prozent gewachsen.

Für Januar rechnen die befragten Firmen mit einer uneinheitlichen Entwicklung: Während im Dienstleistungssektor eine Belebung erwartet wird, dürfte sich die Industrieproduktion abschwächen. Als Belastungsfaktor gilt weiterhin die Unsicherheit über den Haushalt für das Jahr 2026, der vom Parlament noch nicht verabschiedet wurde.

Rüstungsbranche treibt französische Wirtschaft an
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,09 Yen. Zum chinesischen Yuan legt er leicht auf 6,9758 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8007 Franken vor. Der Euro notiert fast unverändert bei 1,1646 Dollar und zieht Franken auf 0,9325 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:00 Uhr

Das sind die magischen Dax-Zahlen

Der Dax bastelt weiter an seiner Gewinnserie: Am achten Handelstag in diesem Börsenjahr brachte der deutsche Börsenleitindex das achte Plus ins Ziel, wenn es auch mit 0,1 Prozent auf 25.421 Punkten gering ausfiel. Dennoch war es der bislang höchste Schlusskurs der Dax-Geschichte. Im Verlauf des Dienstagshandels hatte er zudem mit 25.508 Zählern ein weiteres Allzeithoch markiert – das schon sechste im Börsenjahr 2026. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass US-Investoren vermehrt den Weg in europäische und vor allem deutsche Anlagen suchten.

Heute liegt der Fokus aber auf den USA, denn dort hat der Oberste Gerichtshof die Veröffentlichung von Urteilen angekündigt und wird womöglich auch über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle entscheiden. Die Entscheidung gilt als wichtiger Test für die Befugnisse des US-Präsidenten und wird Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Zuvor hatten Gerichte in unteren Instanzen geurteilt, dass Trump mit den Zöllen seine Kompetenzen als Präsident überschritten habe. Die US-Regierung legte daraufhin Berufung ein, weshalb der Fall nun vom Supreme Court entschieden werden muss. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.

Zuvor richtet sich das Augenmerk aber erst einmal auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, denn der Exportmotor Chinas dürfte vor der Jahreswende etwas an Fahrt verloren haben. Experten erwarten, dass die Ausfuhren im Dezember um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt haben. Im November war noch ein Zuwachs von 5,9 Prozent erzielt worden. Auch die Importe in die Volksrepublik dürften laut Ökonomen im Dezember nicht mehr so stark zugelegt haben wie noch im November: Sie rechnen mit einem Plus von 0,9 Prozent, nach 1,9 Prozent im November.

Unternehmensseitig legen mit der Bank of America, Wells Fargo und Citigroup weitere US-Kreditinstitute ihre Zahlen für das abgelaufene Jahr vor. Vor allem das Investmentbanking-Geschäft dürfte im vierten Quartal gut gelaufen sein, weil die Zahl der Übernahmen, Börsengänge und anderer Kapitalmaßnahmen zunahm. Analysten erwarteten für die drei Banken Gewinnsprünge von 17 bis 32 Prozent in den letzten drei Monaten 2025. Einem Insider zufolge will die Citigroup jedoch noch in dieser Woche den Abbau von rund 1000 Stellen ankündigen, als Teil ihres vor zwei Jahren gestarteten Programms zum Abbau von Arbeitsplätzen.

Das sind die magischen Dax-Zahlen