Der Börsen-Tag
18. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Juliane Kipper
Zum Archiv
17:50 Uhr

Dax erobert 25.000 Punkte zurück

Der Dax ist mit Schwung über die runde Marke von 25.000 Punkten zurückgekehrt. Am Nachmittag gaben anziehende US-Börsen weitere Unterstützung, was den deutschen Leitindex auf den höchsten Stand seit Mitte Januar hob. Letztlich gewann der Dax 1,12 Prozent auf 25.278,21 Punkte. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten schloss mit einem Plus von 0,95 Prozent bei 31.742,22 Zählern.

Nach seinem Rekordhoch vor gut fünf Wochen bei fast 25.508 Punkten hatte der Dax Ende Januar sein Jahrestief bei 24.266 Zählern erreicht. Die Charthürde bei 25.000 Punkten erwies sich in den zurückliegenden Wochen als zäher Widerstand. Geopolitische Spannungen, Zinsunsicherheit und Befürchtungen um Disruptionen in der Wirtschaft durch Künstliche Intelligenz (KI) und wegen hoher Bewertungen im US-Technologiesektor hatten belastet.

"Mit dem Sprung über das Hoch aus der Vorwoche bei knapp 25.250 Zählern hat sich das technische Bild im Dax wieder deutlich verbessert", konstatierte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Sollte dieses Niveau in den kommenden Tagen halten, rücke auch das Allzeithoch wieder in greifbare Nähe.

Dax erobert 25.000 Punkte zurück
17:08 Uhr

Garmin profitiert von Nachfrage bei Fitnesstrackern & Co

Der Fitnessuhren- und Navigationsgeräte-Hersteller Garmin überzeugt die Anleger mit seiner Wachstumsprognose. Die Aktien steigen an der Wall Street um mehr als 15 Prozent und steuern auf ihren besten Börsentag seit Oktober 2024 zu.

Garmin rechnet für 2026 mit einem Gesamtumsatz von 7,9 Milliarden Dollar, was über den Schätzungen der Analysten von 7,63 Milliarden Dollar liegt. Beim bereinigten Gewinn erwartet der Konzern 9,35 Dollar je Aktie, die Erwartungen lagen bei 8,70 Dollar je Aktie. Angetrieben wird das Geschäft von einer starken Nachfrage nach hochwertigen Smartwatches, Fitnesstrackern und Sportuhren.

Garmin profitiert von Nachfrage bei Fitnesstrackern & Co
16:45 Uhr

Kakaopreis auf niedrigstem Stand seit Mitte 2023

Spekulationen auf ein wachsendes Überangebot lassen den Kakaopreis um knapp zehn Prozent einbrechen. Der an der Londoner Börse ICE gehandelte Terminkontrakt fällt zwischenzeitlich auf 2234 Pfund je Tonne und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2023. Die Sorgen um unverkaufte Kakaobestände in den wichtigen Anbauländern Elfenbeinküste und Ghana belasten die Preise seit geraumer Zeit.

Händler verweisen auf Berichte, nach denen die Lagerhäuser der Elfenbeinküste mit Kakaobohnen überfüllt sind und auf Entladung wartende Lkws lange Schlangen bilden. Ghana hatte seinen festen Erzeugerpreis kürzlich um ein Drittel gesenkt, um den Kakaoabsatz wieder anzukurbeln und den Bauern Geld zukommen zu lassen. "Dadurch wird mehr Kakao auf den Markt kommen, was den Preisdruck voraussichtlich weiter erhöhen wird, da die Nachfrage der Schokoladenhersteller derzeit verhalten ist", sagten die Analysten der Commerzbank.

Kakaopreis auf niedrigstem Stand seit Mitte 2023
16:15 Uhr

Tech-Erholung treibt Wall Street an

Eine anhaltende Erholung im Technologiesektor hat die US-Börsen beflügelt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg am Morgen um 0,5 Prozent auf 49.770 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,6 Prozent auf 6881 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stand 0,8 Prozent höher bei 22.760 Punkten.

Im Halbleitersektor zogen die Aktien von Nvidia um mehr als zwei Prozent an. Der KI-Vorreiter hat einen mehrjährigen Vertrag über den Verkauf von Millionen seiner aktuellen und zukünftigen Chips für Künstliche Intelligenz (KI) an Meta Platforms unterzeichnet. Andere Tech-Schwergewichte standen ebenfalls im Plus. Amazon.com notierten 1,4 Prozent höher, Papiere von Alphabet gewannen 0,7 Prozent. In den vergangenen Wochen hatte die Sorge vor zu hohen KI-Investitionsausgaben der großen Tech-Konzerne die Kurse wiederholt auf Talfahrt geschickt.

Papiere des Impfstoffherstellers Moderna notierten 5,6 Prozent im Plus. Nach einem anfänglichen Rückschlag will die US-Arzneimittelbehörde FDA den Grippeimpfstoff des Unternehmens doch prüfen.

Tech-Erholung treibt Wall Street an
15:58 Uhr

Ist der "sichere Hafen" Vergangenheit?

Edelmetalle standen lange Zeit für Stabilität. Doch die jüngsten Preisturbulenzen haben die vermeintlichen Bollwerke erschüttert. Sind sie noch „sichere Häfen“ – oder längst Spielball der Spekulation? Warum der Markt plötzlich so nervös reagiert und wie sich Anleger jetzt positionieren sollten, darüber spricht Raimund Brichta mit dem Finanzexperten Nicolas Saurenz.

Ist der "sichere Hafen" Vergangenheit?
15:30 Uhr

Ritterschlag für New York Times

Aktien des Zeitungsverlags New York Times erhalten Schützenhilfe durch den Einstieg von Berkshire Hathaway. Die Papiere des Zeitungsverlags steigen im vorbörslichen US-Handel um mehr als drei Prozent, nachdem die Beteiligungsgesellschaft den Kauf von rund fünf Millionen Times-Aktien im Wert von rund 352 Millionen Dollar offenlegt hat.

Eine Aufnahme in das Portfolio gilt an den Finanzmärkten als Ritterschlag, zumindest galt das für die Ära unter Starinvestor Warren Buffett. Dieser hat das Zepter zum Jahreswechsel an Greg Abel weitergereicht. Mit dem Times-Investment kehrt Berkshire generell in den Mediensektor zurück. Weitere Einzelheiten werden im Jahresbericht und Abels erstem Aktionärsbrief am 28. Februar erwartet.

Mehr zum Thema können Sie hier lesen:

Ritterschlag für New York Times
15:04 Uhr

Strategischer Rückzug: Citigroup verlässt Russland

Die US-Großbank Citigroup zieht sich vollständig aus Russland zurück. Das Institut habe seine frühere russische Tochtergesellschaft an Renaissance Capital verkauft, teilte Citigroup mit. Die Transaktion sei bereits von den Aufsichtsbehörden genehmigt worden. Der Rückzug aus Russland infolge des Ukraine-Krieges werde sich neutral auf das Kapital von Citi auswirken.

Strategischer Rückzug: Citigroup verlässt Russland
14:29 Uhr

WTI und Brent legen zu

Die Rohöl-Futures notieren in einem weiterhin volatilen Handel höher. Dabei stehen Spitzen in der Wahrnehmung geopolitischer Risiken einem bärischen fundamentalen Hintergrund gegenüber. Die Risiken von Angebotsunterbrechungen bestünden angesichts einer militärischen Aufrüstung im Nahen Osten weiterhin, obwohl Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran die Spannungen verringern könnten, schreibt Nikos Tzabouras von Tradu in einer Research Note.

"Die Fundamentaldaten des Marktes sprechen jedoch weiterhin gegen eine nachhaltige Erholung, da die Erwartungen eines Überangebots weiterhin eine bärische Tendenz verstärken." WTI steigt um 2,6 Prozent auf 63,95 US-Dollar pro Barrel und Brent verteuert sich um 2,5 Prozent auf 69,12 US-Dollar.

WTI und Brent legen zu
13:52 Uhr

Deutschlands größter Rüstungskonzern darf Werften übernehmen

Rheinmetall darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Militärsparte NVL der Bremer Werftengruppe Lürssen kaufen. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich im September mit Lürssen auf den Kauf geeinigt. Dazu zählt auch die Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.

"Die Transaktion betrifft in erster Linie den Bau von Überwasserschiffen und damit verbundene Dienstleistungen im Verteidigungssektor", teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union mit. Angesichts begrenzter Auswirkungen auf die Marktstruktur äußerten sie nach ihrer Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.

Mit der Übernahme will sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Schiffbau als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen. Der Konzern baut bisher keine eigenen Schiffe, macht aber Geschäfte mit der Marine, etwa mit Schiffsgeschützen und mit Lasermodulen. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis.

Deutschlands größter Rüstungskonzern darf Werften übernehmen
13:12 Uhr

Meta setzt auf KI-Chips von Nvidia, Aktie legt zu

Ein milliardenschwerer Auftrag der Facebook-Mutter Meta gibt den Nvidia-Aktien Rückenwind. Die Papiere des US-Chipriesen legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um zwei Prozent zu, während die des Rivalen AMD um rund 1,5 Prozent nachgeben. Die Meta-Aktie gewinnt rund ein halbes Prozent.

Nvidia wird Meta nach eigenen Angaben über mehrere Jahre mit Millionen von aktuellen und künftigen Chips für Künstliche Intelligenz (KI) beliefern - etwa des Typs "Blackwell", "Rubin" und "Grace". Finanzielle Details nannte der Konzern nicht. "Diese Verpflichtung ist wahrscheinlich zehn, möglicherweise Hunderte von Milliarden Dollar wert", sagt Matt Britzman, Analyst bei der Investmentplattform Hargreaves Lansdown.

Meta setzt auf KI-Chips von Nvidia, Aktie legt zu
12:38 Uhr

Britische Inflation sinkt

Die britische Inflation ist im Januar auf den niedrigsten Stand seit knapp einem Jahr gefallen und schürt damit die Erwartung einer baldigen Zinssenkung durch die Bank of England (BoE). Die Verbraucherpreise stiegen um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt ONS in London mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit März 2025. Im Dezember lag die Teuerungsrate noch bei 3,4 Prozent. Der Rückgang ist vor allem auf eine geringere Inflation in den Bereichen Verkehr, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke zurückzuführen.

An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März nun auf fast 80 Prozent taxiert. Jedoch gibt es für die Notenbank weiterhin Warnsignale. Ein wichtiger Indikator für den zugrunde liegenden Preisdruck bleibt hoch. Die Inflation bei Dienstleistungen, die als Maß für den inländischen Preisdruck gilt, verlangsamte sich nur geringfügig von 4,5 auf 4,4 Prozent. "Der geldpolitische Ausschuss muss daher in diesem Jahr vorsichtig bleiben", sagte Chefökonom Thomas Pugh von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM UK. "Die Dienstleistungsinflation erweist sich als weitaus hartnäckiger."

Britische Inflation sinkt
12:10 Uhr

Bayer rutschen um mehr als acht Prozent ab

Die Ankündigung eines Vergleichs im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat lässt Bayer einbrechen. Die Aktien des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns, die nach der Bekanntgabe des Vergleichs am Dienstagabend den höchsten Stand seit September 2023 erreicht hatten, rutschen um mehr als acht Prozent ab.

Mit einem bis zu 7,25 Milliarden Dollar teuren Vergleich will der Konzern den Großteil der Sammelklagen in den USA beilegen, in denen Nutzer ihre Krebserkrankungen auf das von der Bayer-Saatgut-Tochter Monsanto unter dem Markennamen "Roundup" verkaufte Mittel zurückführen. "Die Sache ist noch nicht abgeschlossen", sagt Stephan Wulf, Analyst bei Oddo BHF, in Bezug auf die benötigten Zustimmungen der Kläger der Sammelklage und des Bezirksgerichts in St. Louis. "Zudem ist noch ein Verfahren vor dem Obersten Gericht der USA anhängig. Meiner Ansicht nach ist dessen Ausgang auch maßgeblich dafür, ob die Kläger den Vergleich letztlich akzeptieren."

Bayer rutschen um mehr als acht Prozent ab
11:26 Uhr

EZB-Chefwechsel? So reagiert der Markt

Eine klare Marktreaktion auf den Medienbericht über einen möglichen Chefwechsel bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt vorerst aus. Der Euro notiert knapp im Minus bei 1,1835 Dollar. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt mit 2,749 Prozent nur leicht über dem Niveau vom Dienstag. Es werde damit gerechnet, dass EZB-Chefin Christine Lagarde ihre regulär bis Oktober 2027 laufende achtjährige Amtszeit nicht vollständig absolvieren werde, meldete die "Financial Times" unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person.

"Anleger tun sich schwer, die Situation zu bewerten, da weder feststeht, ob sich die Rücktrittsgerüchte bestätigen, noch, ob eine Nachfolge Lagardes eher für eine lockere oder konservative Geldpolitik stehen würde", sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schlicht zu früh, um belastbare Aussagen treffen zu können. Entsprechend halten sich die Börsen zurück."

EZB-Chefwechsel? So reagiert der Markt
10:36 Uhr

Rheinmetall-Rivale liefert ab

Positiv kommen die Geschäftszahlen von BAE Systems im Handel an. Der britische Konkurrent von Rheinmetall mit einem ebenso umfangreichen Produktportfolio erfüllte die hohen Erwartungen. Überraschend stark sei der freie Cashflow ausgefallen, heißt es von den Analysten von JP Morgan. Das EBITDA liege rund 1 Prozent über Konsens und falle in vier Segmenten besser als gedacht aus. Nur der Marinebereich liege etwas darunter. Der Blick richte sich nun auf die Budget-Entscheidungen in den USA und Großbritannien, die zu einem guten Teil BAE zugute kämen.

Rheinmetall-Rivale liefert ab
10:14 Uhr

Europäischer Gaspreis gibt weiter nach 

Die europäischen Erdgaspreise sind unter 30 Euro je Megawattstunde gefallen. Prognosen für wärmere Temperaturen lindern die Sorgen über niedrige Füllstände der Speicher. Die Lagerbestände in der gesamten Europäischen Union sind während der laufenden Heizperiode deutlich gesunken und befinden sich nun auf dem niedrigsten Stand seit 2022.

Die Gasflüsse seien jedoch trotz Produktionsausfällen in Norwegen stabil geblieben, während windiges Wetter die Stromerzeugung aus Windkraft stütze, so die Analysten von ANZ Research. Unterdessen bleiben die LNG-Importe stark. Der niederländische Referenzkontrakt TTF gibt im frühen Handel um 1,7 Prozent auf 29,30 Euro je Megawattstunde nach.

Europäischer Gaspreis gibt weiter nach 
09:47 Uhr

Goldpreis fällt, Ölpreise legen zu

Am Rohstoffmarkt verteuern sich die Ölpreise zunächst. So legt etwa die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee 0,3 Prozent auf 67,62 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,3 Prozent fester bei 62,50 Dollar. Die Ölpreise hatten am Vortag nachgegeben, nachdem Iran nach Gesprächen in Genf Fortschritte in den Atomverhandlungen mit den USA gemeldet hatte. Dies minderte die Sorgen über eine militärische Eskalation in der Region. Der Goldpreis gibt 0,2 Prozent auf 4867 Dollar je Feinunze nach.

Goldpreis fällt, Ölpreise legen zu
09:31 Uhr

Deutscher LKW-Zulieferer von US-Zöllen ausgebremst

SAF-Holland machen das schwache Neugeschäft und die US-Zollpolitik weiter zu schaffen. Der Konzernumsatz schrumpfte im abgelaufenen Jahr um acht Prozent auf 1,73 Milliarden Euro, wie der LKW-Zulieferer auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Vor allem in den Regionen Amerika und Asien-Pazifik sei das Geschäft schleppend gelaufen. Das Unternehmen begründete dies unter anderem mit der Investitionszurückhaltung im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) sank auf 164 von 190 Millionen Euro im Vorjahr, was in einer bereinigten Ebit-Marge von 9,5 Prozent nach 10,1 Prozent im Vorjahr resultierte.

Deutscher LKW-Zulieferer von US-Zöllen ausgebremst
09:14 Uhr

Der nächste Versuch über der 25.000

Der Dax bleibt zum Start in das heutige Geschäft auf der Gewinnerseite. Nachdem der deutsche Börsenleitindex gestern 0,8 Prozent auf 24.998 Punkte zugelegt hatte, notiert er aktuell mit 25.145 Zählern wieder über der 25.000er-Marke. Die Wall Street hatte an ihrem gestrigen ersten Handelstag der Woche ein positives Signal gesendet. Und auch an der Tokioter Börse waren die Notierungen heutemorgen geklettert.

Der nächste Versuch über der 25.000
08:57 Uhr

Wohnungsbau sendet Wendesignal

Nach drei Minusjahren in Folge ist die Zahl der Baugenehmigungen 2025 erstmals wieder gestiegen. Die Behörden gaben grünes Licht für den Bau von 238.500 Wohnungen in neuen sowie bestehenden Gebäuden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 10,8 Prozent oder 23.200 Wohnungen mehr als 2024, als die Zahl auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken war. Gestiegene Zinsen und höhere Materialkosten haben in den vergangenen Jahren viele Bauherren abgeschreckt.

Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität. Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sieht in dem Anstieg ein klares Wendesignal. "Von der Wachstumsbremse wird die Bauwirtschaft nun wieder zum Wachstumsmotor", sagte der wissenschaftliche Direktor Sebastian Dullien.

Wohnungsbau sendet Wendesignal
08:38 Uhr

Alle Augen auf die Fed

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Fed-Chef Jerome Powell scheidet in diesem Jahr aus dem Amt. (Foto: picture alliance/dpa)

Mit leichten Aufschlägen werden Europas Börsen erwartet. Die Dax-Terminkontrakte notieren rund 40 Punkte höher. Große Impulse von außen gibt es allerdings nicht. Die Börsen in Südkorea und China feiern das Neujahr, damit fallen Vorgaben für Technologiewerte weg. An der Wall Street hatte die Branche ihren Abwärtstrend etwas bremsen können. Weiter schwanken Anleger jedoch zwischen der Sorge, das Thema KI als Kurstreiber sei beendet und der Befürchtung, sie könnte Branchen von Software über Finanzdaten bis hin zum Speditionswesen in Turbulenzen stürzen.

Konjunkturtechnisch sieht es gut aus: In Japan verzaubern die Export-Daten in Richtung China. Sie sprangen um 32 Prozent an und unterstützen damit die Hoffnung einer globalen Wirtschaftsbelebung durch Asien.

Im Fokus des Tages steht klar das Fed-Protokoll der jüngsten Sitzung. Es wird um 20.00 Uhr MEZ veröffentlicht. Anleger erhoffen sich Hinweise, wie die Verteilung zwischen geldpolitischen Falken und Tauben ausfällt. "Damit kann man abschätzen, wie am Freitag die Reaktion auf den PCE-Index ausfällt", kommentiert ein Händler. Dieser gilt als der entscheidende Maßstab für die Inflationseinschätzungen durch die US-Notenbank. Die Lage ist kompliziert: Bei der vergangenen Sitzung Ende Januar legte die Fed nach drei Zinssenkungen eine Pause ein. Die Inflation liegt nun aber weiter über dem 2-Prozentziel und der Arbeitsmarkt ist deutlich stärker als erwartet.

Alle Augen auf die Fed
08:21 Uhr

Anleger wagen den Wiedereinstieg

Positive Vorzeichen dominieren zur Wochenmitte an den Börsen in Ostasien und Australien, wobei einige Märkte der Region jedoch immer noch wegen der Feiertage zum chinesischen Mondneujahr geschlossen sind. Unter anderem ruht der Handel in Festlandchina, Hongkong und Seoul.

In Tokio legt der Nikkei-Index um 1,3 Prozent auf 57.281 Punkte zu. Anleger nutzen die Verluste der beiden vorigen Handelstage zum Wiedereinstieg. Nachdem am Montag und Dienstag ein unerwartet schwaches japanisches Wirtschaftswachstum die Kurse belastet hatte, kommt nun Unterstützung von den Daten zur Handelsbilanz im Januar. Die japanischen Exporte sind stärker gestiegen als erwartet, das Handelsbilanzdefizit war geringer als angenommen. Gesucht sind Technologiewerte. Händler berichten von nachlassenden Befürchtungen, dass neue KI-Modelle das traditionelle Geschäft der Branchenunternehmen bedrohen könnten.

Der Aktienmarkt in Sydney hat etwas fester geschlossen. Der S&P/ASX-200 gewann 0,5 Prozent. Gestützt wird der Index unter anderem von den schwergewichteten Aktien der National Australia Bank mit einem Plus von vier Prozent. Die Bank hat ihren Gewinn im ersten Quartal dank eines stärkeren Kredit- und Einlagenvolumens um 16 Prozent gesteigert.

Anleger wagen den Wiedereinstieg
08:03 Uhr

Deutscher Anlagenbauer schlägt Prognose

Dürr hat seine Gewinnprognose für das abgelaufene Jahr übertroffen. Demnach stehe im Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Steuern von rund 200 Millionen Euro in den Büchern, verglichen mit der vorherigen Zielspanne von 120 bis 170 Millionen Euro, wie der Anlagenbauer auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag das Ergebnis nach Unternehmensangaben bei 102,1 Millionen Euro. Dürr führte dies vor allem auf eine solide operative Performance und einen höher als erwartet ausgefallenen Buchgewinn aus dem Ende Oktober 2025 vollzogenen Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts zurück.

Deutscher Anlagenbauer schlägt Prognose
07:45 Uhr

Gericht bestraft Anwalt in Uber-Sammelklage

Ein Anwalt, der Frauen in einer Sammelklage wegen sexueller Übergriffe gegen Uber vertritt, muss wegen der Weitergabe vertraulicher Unternehmensdaten eine Strafe zahlen. Ein Bundesgericht in San Francisco entschied, dass der Jurist Anwaltskosten an den Fahrdienstleister erstatten muss.

Demnach wurde der betroffene Anwalt angewiesen, innerhalb von 30 Tagen 30.000 Dollar an Uber zu zahlen. Grund ist die Verletzung einer gerichtlichen Schutzanordnung für Beweismittel. Der Rechtsvertreter hatte die vertraulichen Namen interner Uber-Richtlinien in anderen, nicht zusammenhängenden Klagen verwendet. Er vertritt Passagiere, die Uber vorwerfen, seine Fahrer nicht ausreichend zu überprüfen und keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Ein Uber-Sprecher teilte mit, der Anwalt habe das Gesetz missachtet, indem er vertrauliche Ermittlungsdokumente als Fundgrube für Rechtsstreitigkeiten in nicht zusammenhängenden Fällen behandelte. Der Jurist warf Uber vor, die Herausgabe von Dokumenten häufig zu umgehen. Er habe lediglich die Beweisaufnahme in anderen Fällen beschleunigen wollen. Die Richterin nannte das Vorgehen des Anwalts unzulässig und unzumutbar.

Gericht bestraft Anwalt in Uber-Sammelklage
07:26 Uhr

Gibt Lagarde die EZB-Spitze vorzeitig ab?

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird offenbar voraussichtlich vorzeitig aus dem Amt scheiden. Es werde damit gerechnet, dass sie ihre regulär bis Oktober 2027 laufende achtjährige Amtszeit nicht vollständig absolvieren werde, meldete die "Financial Times" unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person. Lagarde wolle ihren Posten vor der im April 2027 geplanten französischen Präsidentschaftswahl räumen. Sie wolle Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz die Gelegenheit geben, eine neue Spitze für die Europäische Zentralbank zu finden. Macron darf 2027 nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut antreten.

Gibt Lagarde die EZB-Spitze vorzeitig ab?
07:10 Uhr

Weitere Fed-Zinssenkungen lassen auf sich warten

US-Notenbankgouverneur Michael Barr hat die Erwartungen an eine baldige weitere Zinssenkung in den USA gedämpft. Angesichts der anhaltenden Risiken für die Inflation werde ein solcher Schritt wohl erst in fernerer Zukunft erfolgen können, sagte Barr. "Auf der Grundlage der aktuellen Bedingungen und der vorliegenden Daten wird es wahrscheinlich angemessen sein, die Zinsen für einige Zeit stabil zu halten", sagte er vor der New York Association for Business Economics.

Barr betonte, die Geldpolitik müsse sich die nötige Zeit nehmen, um die Entwicklung der Wirtschaftslage genau zu prüfen. Er wolle Beweise sehen, dass die Inflation bei Waren nachhaltig zurückgehe, bevor er eine Senkung des Leitzinses in Erwägung ziehe. Voraussetzung sei zudem, dass der Arbeitsmarkt stabil bleibe. Barr bezeichnete das Risiko einer hartnäckigen Inflation oberhalb des Ziels der Federal Reserve (Fed) von zwei Prozent als "signifikant". Dies erfordere weiterhin Wachsamkeit.

Weitere Fed-Zinssenkungen lassen auf sich warten
06:52 Uhr

Asiatische Währungen konsolidieren

Die asiatischen Währungen konsolidieren gegenüber dem US-Dollar bei einem durch die Neujahrsfeiertage in den meisten Teilen der Region ausgedünnten Handel. Allerdings könnten die regionalen Währungen von einer risikofreudigen Stimmung gestützt werden, die durch die nachlassenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran ausgelöst wird. Es gebe Nachrichten, dass der Iran und die USA ein "general agreement" erzielt hätten, die die Grundlage für ein Atomabkommen bilden werde, so Rodrigo Catril von der NAB in einem Kommentar. Es gebe Hoffnungen auf eine Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten, fügt der leitende Devisenstratege hinzu.

Asiatische Währungen konsolidieren
06:34 Uhr

"KI-Unsicherheit bleibt eine Quelle der Volatilität" 

Die anhaltende Unsicherheit über die Zukunft von KI-Investitionen lässt die asiatischen Börsen nur verhalten steigen. Trotz der jüngsten Kursverluste bei US-Technologitwerten zeigt sich die japanische Börse widerstandsfähig: In Tokio legt der Nikkei-Index 1,1 Prozent auf 57.211,21 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notiert 1,2 Prozent höher bei 3805,94 Zählern.

"Die KI-Unsicherheit bleibt eine Quelle der Volatilität", erklären NAB-Analysten. Es sei schwierig einzuschätzen, welche KI-Unternehmen sich durchsetzen würden und welche Auswirkungen die Technologie auf andere Branchen haben werde. Die Börsen in China, Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea bleiben wegen des Neujahrsfestes geschlossen.

"KI-Unsicherheit bleibt eine Quelle der Volatilität" 
06:19 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 153,51 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,7707 Franken. Der Euro bleibt fast unverändert bei 1,1841 Dollar und zieht leicht auf 0,9129 Franken an. Der neuseeländische Dollar sackt ab, nachdem die Zentralbank signalisiert hatte, die Geldpolitik müsse noch einige Zeit expansiv bleiben.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:00 Uhr

Ein richtungsweisender Prozess

Zum Wochenstart legt der Dax fester los, schließt am Ende aber schwächer. Gestern genau das umgekehrte Bild: Der deutsche Börsenleitindex fällt zum Handelsstart ab, dreht dann und verabschiedet sich mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent und 24.998 Punkten in den Feierabend.

Heute heißt es für die Anleger aufgepasst beim Thema Konjunktur, Zinsen und auch bei einem richtungsweisenden Prozess. Zunächst dürfte die anstehende Zahl der Baugenehmigungen für 2025 einen Lichtblick für den Immobiliensektor bieten. Bereits mit den Daten für November stand fest, dass das Ergebnis des Gesamtjahres 2024 in den ersten elf Monaten übertroffen wurde. Nun wird das Statistische Bundesamt mit den Baugenehmigungen im Dezember das Bild vervollständigen. Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich laut IFO-Institut zu Jahresbeginn 2026 etwas verbessert, auch wenn das eisige Wetter vielerorts die Bautätigkeit hemmte.

Dann geben die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter. Investoren erhoffen sich Einblick in den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve. Sie hatte den Leitzins auf der Sitzung Ende Januar nach drei Senkungen in Folge nicht angetastet. Allerdings war die Entscheidung intern umstritten: Die Fed-Direktoren Christopher Waller und Stephen Miran votierten für eine weitere Senkung.

Und noch einmal den Fokus schärfen: Zum Auftakt des wegweisenden Prozesses gegen Meta und Google wegen des Suchtpotenzials sozialer Medien wird Meta-Chef Mark Zuckerberg als Zeuge erwartet. Die 20-jährige Klägerin wirft den Tech-Riesen vor, ihre Plattformen wie Instagram und YouTube gezielt so gestaltet zu haben, dass sie Kinder süchtig machten. Die angeklagten Konzerne weisen die Vorwürfe zurück. Das Verfahren gilt als Test dafür, ob Unternehmen für das Design ihrer Apps und dessen Folgen für die psychische Gesundheit haftbar gemacht werden können.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Ein richtungsweisender Prozess