Der Börsen-Tag
27. Juli 2022
imageHeute mit Juliane Kipper und Thomas Badtke
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17:45 Uhr

DAX-Anleger entspannt - vor der US-Zinserhöhung

Am Tag der US-Zinsentscheidung hat der DAX zugelegt. Der deutsche Börsenleitindex verbessert sich um 0,5 Prozent auf 13.166 Zähler. Die US-Notenbank dürfte am Abend - 20.00 Uhr MESZ - ihre Zinswende fortsetzen. Nach einem kräftigen Schritt im Juni wird mit einer abermaligen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte gerechnet. Selbst eine noch stärkere Anhebung um einen ganzen Punkt scheint möglich.

"Der DAX schafft nach den Verlusten der Vortage zur Wochenmitte immerhin ein kleines Plus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Tosca Strassberger. "Die Anleger sind etwas zuversichtlicher geworden, Der Grund sind die doch recht ordentlichen Geschäftszahlen mehrerer Konzerne", erläutert sie. "Das dämpft die Sorgen vor der Fed-Entscheidung, die zumindest kurzfristig leicht in den Hintergrund rückt."

Quartalszahlen und Ausblicke von DAX-Unternehmen stoßen auf unterschiedliches Echo. Die Deutsche Börse wird nach einem starken Ergebnis im zweiten Quartal erneut etwas optimistischer. Die Aktien des Börsenbetreibers gewinnen 2,3 Prozent. Die Vierteljahreszahlen der Deutschen Bank bezeichnete ein Börsianer als durchwachsen. Er lobte die Ertragsentwicklung, mahnte aber die hohen Kosten an. Die Papiere verlieren etwa 1,5 Prozent.

Dagegen freuen sich Anleger twa über die Geschäftsentwicklung von Mercedes-Benz. Der Autobauer hob seine Ziele an, die Aktien gewinnen 3,5 Prozent. Der Sportartikelhersteller Adidas hingegen enttäuscht mit einer Senkung der Prognose, die Papiere verlieren 5,3 Prozent.

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DAX-Anleger entspannt - vor der US-Zinserhöhung
17:28 Uhr

BASF überrascht positiv - Kurs fällt

Als stark werden die Geschäftszahlen von BASF im Handel bezeichnet. "Vor allem mit Blick auf die Gasversorgung scheint der Markt zu negative Szenarien unterstellt zu haben", sagt ein Händler. Man sei daher überrascht über die "durchaus positive Weltsicht der Praktiker". So erhöht BASF die Gewinnprognose deutlich über den Rand der alten Erwartungsspanne und sieht nun 7,2 bis 8,8 Milliarden Euro beim bereinigten EBIT. Zuvor waren es 6,6 bis 7,2 Milliarden Euro Erwartung. Dabei seien selbst unvorteilhafte Faktoren wie ein höherer Ölpreis in der neuen Prognose enthalten. Dazu komme die deutlich erhöhte Umsatzerwartung, "sie zeigt, dass die Konjunktur an sich rund läuft". Die Aktien notieren knapp zwei Prozent im Minus.

BASF überrascht positiv - Kurs fällt
17:11 Uhr

Gesenkter Ausblick setzt italienischen Anleihen zu

Die Senkung des Rating-Ausblicks für Italien auf stabil von zuvor positiv durch die Agentur S&P belastet italienische Staatsanleihen. Im Gegenzug steigt die Rendite zehnjähriger italienischer Bonds in der Spitze um zwölf Basispunkte auf 3,46 Prozent. Der vielbeachtete Abstand zwischen den Renditen zehnjähriger italienischer und deutscher Anleihen vergrößert sich damit auf rund 251 Basispunkte. Mit dem gesenkten Rating-Ausblick droht Italien eine Herabstufung in näherer Zukunft und in der Folge auch teurere Kredite.

Gesenkter Ausblick setzt italienischen Anleihen zu
16:36 Uhr

Hedgefonds-Gerüchte treiben diese US-Aktie

In Erwartung größerer Umwälzungen steigen Anleger bei PayPal ein. Die Aktien des Online-Zahlungsabwicklers steigen US-Geschäft 8,5 Prozent. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge stockt der Hedgefonds Elliott seine Beteiligung auf und könnte unter die Top 5 der PayPal-Aktionäre aufsteigen.

Hedgefonds-Gerüchte treiben diese US-Aktie
16:59 Uhr

BAT-Transformation zündet

Wenig verändert zeigen sich die Aktien von British American Tobacco (BAT) nach ihren Halbjahreszahlen. Stützend wirke die bestätigte Jahresprognose und die weiter erfolgreiche Hinwendung zu E-Zigaretten statt Tabak-Produkten. Allerdings müsse weiter in den Umbau des Geschäfts investiert werden, was die Margen belaste, heißt es. Entsprechend ging der Gewinn im ersten Halbjahr zurück, obwohl der Umsatz zulegte.

BAT-Transformation zündet
16:06 Uhr

Infineon-Konkurrent übertrifft Erwartungen

Texas Instruments hat dank abnehmender Lieferketten- Probleme und einer anhaltenden Nachfrage nach seinen Chips die Umsatzerwartungen übertroffen. Der Infineon-Rivale gab einen um 14 Prozent höheren Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar für das zweite Quartal bekannt. Experten hatten Refinitiv-Daten zufolge 4,6 Milliarden Dollar erwartet. Der Nettogewinn stieg um 19 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Die TI-Aktie stieg nachbörslich etwa zwei Prozent.

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Infineon-Konkurrent übertrifft Erwartungen
15:44 Uhr

Boeings "Dreamliner" darf wieder ran

Die Boeing 787 "Dreamliner" darf bald wieder abheben. Der Vorstandschef des US-Flugzeugbauers, Dave Calhoun, schrieb an die Belegschaft, man sei in den letzten Zügen der Vorbereitungen auf die ersten Auslieferungen der Langstrecken-Maschinen nach der einjährigen Zwangspause. Im Zwischenbericht hieß es, man sei mit der US-Luftfahrtaufsicht FAA in letzten Abstimmungen. Neue Boeing 787 werden seit einem Jahr nicht mehr ausgeliefert, nachdem in Teilen des Flugzeugs Haarrisse entdeckt worden waren. Die Reparaturen dürften Boeing 5,5 Milliarden Dollar kosten. "Wir machen bedeutsame Fortschritte, aber vor uns liegt noch viel Arbeit", fasste Calhoun das Quartal zusammen.

Boeings "Dreamliner" darf wieder ran
15:01 Uhr

Was sonst - Steigende Nachfrage kurbelt Umsatz von Campari an

Der Getränkekonzern Campari hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Hersteller der Bittergetränke Aperol und Campari profitierte von einer Erholung der Verkäufe in Restaurants und Bars in Europa, gutem Wetter und der Preisgestaltung. Wie das Unternehmen mitteilt, kletterte der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 19 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro und lag damit leicht über den Marktprognosen von 1,22 Milliarden. Der bereinigte Betriebsgewinn stieg um rund 28 Prozent auf knapp 310 Millionen Euro bei einer Marge von 24,7 Prozent gegenüber 22,3 Prozent im Vorjahr. Der Konzern hält wegen der anhaltenden Volatilität und Unsicherheit aufgrund der Covid-19-Pandemie und geopolitischer Spannungen an seiner Prognose einer flachen organischen Betriebsgewinnmarge für das Gesamtjahr fest.

Was sonst - Steigende Nachfrage kurbelt Umsatz von Campari an
14:42 Uhr

Bei diesen Tech-Aktien greifen US-Anleger vorbörslich zu

Nach Zahlenvorlage am Vorabend ziehen die Titel von Google-Mutter Alphabet und Microsoft vor US-Börsenstart jeweils mehr als drei Prozent an. Auch wenn Umsatz und Gewinn pro Aktie bei Alphabet die Vorhersagen verfehlten, fielen die Ergebnisse wohl besser aus als viele befürchtet hatten, teilten die Experten von Atlantic Equities mit. Bei Microsoft führten die Analysten von Morningstar ins Feld, dass die Leistung vor allem durch Dinge beeinträchtigt worden sei, die außerhalb der Kontrolle des Konzerns lagen, wie etwa der stärkere Dollar und Probleme in der Lieferkette.

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Bei diesen Tech-Aktien greifen US-Anleger vorbörslich zu
14:21 Uhr

Spotify spielt laut auf

Der Musikstreamingdienst Spotify hat dank höherer Kundenzahlen seinen Umsatz stärker gesteigert als erwartet. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 23 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, wie das schwedische Unternehmen mitteilt. Analysten hatten mit 2,8 Milliarden Euro gerechnet. Ein Treiber des Anstiegs sei das Interesse an Podcasts und eine Rekordzahl an Hörern in diesem Segment, erklärte Spotify. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg insgesamt um 19 Prozent auf 433 Millionen, die der zahlenden Abonnenten um 14 Prozent. Für das folgende Quartal erwartet der Streaminganbieter insgesamt 450 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Spotify spielt laut auf
13:57 Uhr

Anleger fahren auf Mercedes ab

Mercedes-Benz überzeugt die Anleger mit einem hochgesetzten Ausblick. Die Aktien des Stuttgarter Autokonzerns steigen rund drei Prozent an. Ein Händler bezeichnete den Quartalsbericht als "sehr solide". Ein guter Bericht sei allerdings auch erwartet worden.

Anleger fahren auf Mercedes ab
13:38 Uhr

US-Aktien vor Erholung - und vor der Fed

Mit einer deutlichen Gegenbewegung auf die Vortagesverluste dürften die US-Börsen in den Mittwochshandel starten. Der S&P-Future liegt vorbörslich 1 Prozent im Plus, der r Nasdaq-Future sogar 1,4 Prozent. Mit dem Näherrücken des Zinsentscheids der US-Notenbank am Abend scheinen die Anleger gelassener zu werden.

Am Markt herrscht die Erwartung vor, dass die Fed die Zinsen dieses Mal um 75 Basispunkte anheben wird, dann aber für die kommenden Sitzungen ein weniger forsches Tempo signalisieren könnte. Hintergrund sind zuletzt überraschend schwach ausgefallene Stimmungsindikatoren von Verbrauchern und Unternehmen. Eine nochmalige Erhöhung um 75 Basispunkte bei der nächsten Sitzung im September hält auch Tim Duy, Chefvolkswirt bei SGH Macro Advisors, für unwahrscheinlich. Es dürfte für die Notenbank allerdings nicht leicht werden, die Abkehr von derart großen Zinsschritten zu kommunizieren. Duy sieht das Dilemma der Fed darin, "Falkenhaftigkeit" zu vermitteln, ohne dies durch einen weiteren Zinsschritt um 75 Basispunkte untermauern zu müssen.

An Konjunkturdaten werden am Mittwoch die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgütern veröffentlicht. Zugleich wartet die Bilanzsaison mit einer Flut von Quartalsausweisen auf. Hier kommen Nachrichten von namhaften Unternbehmen aus der Technologiebranche. Alphabet (vorbörslich +3,5%), Microsoft (+3,7%) und Texas Instruments (+3,7%) haben sich wacker geschlagen, wenn auch nicht immer die Erwartungen ganz erfüllt. Das lasse hoffen, dass die Unternehmen mit steigenden Zinsen und einer schwächeren Konjunktur zurechtkämen, meint Pierre Veyret, Technischer Analyst bei Activtrades.

US-Aktien vor Erholung - und vor der Fed
13:21 Uhr

Diese US-Zinserhöhung preist der Markt bereits ein

Laut der Deutschen Bank preist der Markt derzeit ein Zinserhöhung durch die US-Notenbank am Abend von 78 Basispunkten (Bp) ein. Das bedeutet, dass die von Analysten diskutierte Möglichkeit eines 100-Bp-Schritts, sollte er denn kommen, Bewegungen am Markt auslösen dürfte. Die Deutsche Bank selbst geht von einer Erhöhung von 75 Bp am Abend aus.

Diese US-Zinserhöhung preist der Markt bereits ein
13:01 Uhr

"Sagrotan"-Konzern glänzt

Der britische Sagrotan-Hersteller Reckitt Benckiser überzeugt Anleger mit einer hochgesetzten Umsatzprognose. Die Titel legen an der Börse in London bis zu 6,7 Prozent zu. Dem Konzern kommen stark erhöhte Preise zugute.

"Sagrotan"-Konzern glänzt
12:45 Uhr

Politische Turbulenzen und hohe Inflation drücken Verbraucherlaune

Angesichts hoher Inflation und politischer Unsicherheit in Italien hat sich die Stimmung der Wirtschaft und auch die Laune der Konsumenten eingetrübt. Das Barometer für die gesamte Wirtschaft fiel im Juli auf 110,8 von 113,4 Punkten im Vormonat, wie das Statistikamt Istat mitteilt. Das Verbrauchervertrauen sank zugleich überraschend deutlich auf 94,8 Punkte von 98,3 Zählern im Juni. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2020.

Mit Blick auf die kräftige Teuerung im Land von zuletzt 8,0 Prozent will der scheidende Ministerpräsident Mario Draghi ein 14,3 Milliarden Euro schweres Entlastungspaket für Unternehmen und auch Verbraucher schnüren. Der als Garant einer soliden Finanzpolitik geltende frühere EZB-Präsident ist nach Querelen in der Koalition als Regierungschef zurückgetreten, bleibt aber noch geschäftsführend im Amt. Ende September soll es Neuwahlen geben. Draghi will das neue Entlastungspaket bis Anfang August umsetzen.

Politische Turbulenzen und hohe Inflation drücken Verbraucherlaune
12:19 Uhr

Probleme in den USA - Deutsche Bank bildet Rückstellungen

Die Deutsche Bank musste im zweiten Quartal Rückstellungen für Prozesse mit Aufsichtsbehörden in Höhe von 165 Millionen Euro bilden. Dies beinhaltet zusätzliche Rückstellungen im Zusammenhang mit Untersuchungen durch die US-Behörden SEC und CFTC wegen der Nutzung nicht genehmigter Geräte und Aufzeichnungsanforderungen der Bank, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Finanzvorstand James von Moltke wollte sich während einer Pressekonferenz nicht zu Details zu dem Fall äußern. Aus der Erhöhung der Rückstellungen sei aber herauszulesen, dass es im Quartal "signifikante Auswirkungen durch Entwicklungen an dieser Front" gegeben habe.

"Wir nehmen die Angelegenheit sehr ernst" fügte er hinzu. "Wir haben eine Policy, wir haben die Technologie, um sicherzustellen, dass wir unsere Aufzeichnungsanforderungen im Bereich Messaging sicherstellen", so der CFO. "Wir erkennen an, dass es Lücken gab und die Regulierer etwas unternehmen und eine klare Botschaft an die Branche senden."

Probleme in den USA - Deutsche Bank bildet Rückstellungen
11:57 Uhr

Reduzierte Gaslieferungen heizen Gaspreis an

Die erneute Reduzierung der Gaslieferungen durch den russischen Staatskonzern Gazprom schüren die Preisrally beim Gas. Der europäische Future steigt erneut um mehr als zehn Prozent auf 219 Euro je Megawattstunde. Wie angekündigt hat Russland die Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 am Morgen weiter eingeschränkt.

Reduzierte Gaslieferungen heizen Gaspreis an
11:35 Uhr

Erholung der Luftfahrt beflügelt DAX-Konzern

Der Triebwerksbauer MTU hat im abgelaufenen Quartal sein Ergebnis überraschend kräftig gesteigert. "Die Entwicklung der Verkehrszahlen im Passagier- und Frachtbereich und die Nachfrage nach neuen Flugzeugen, besonders Narrowbodies, deuten auf eine nachhaltige Erholung unserer Branche", erklärt Vorstandschef Reiner Winkler. MTU erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 159 Millionen Euro, 54 Prozent mehr als im Vorjahr und auch deutlich mehr, als Analysten mit im Schnitt 137 Millionen Euro erwartet hatten. Zudem habe der Konzern in allen Geschäftssegmenten mehr Umsatz erwirtschaftet als im zweiten Quartal 2021. Die zivile Instandhaltung verzeichnete dank des A320neo-Antriebs PW1100G-JM und des V2500 für die A320-Flugzeugfamilie das höchste Umsatzplus. Konzernweit stieg der Umsatz auf 1,289 (Vorjahr: 1,015) Milliarden Euro.

Die Prognose für das Gesamtjahr lässt Winkler unverändert. Der Manager rechnet weiterhin mit einem Jahresumsatz zwischen 5,2 und 5,4 Milliarden Euro sowie einem Gewinnanstieg im mittleren Zwanziger-Prozentbereich.

Erholung der Luftfahrt beflügelt DAX-Konzern
11:19 Uhr

Die Wildkatze nimmt Tempo auf

Der weltweit drittgrößte Sportartikelkonzern Puma muss anders als der größere Rivale Adidas keine Abstriche bei seinen Prognosen machen. Das Unternehmen hob seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr sogar auf ein währungsbereinigtes Plus von rund 15 Prozent an. Bisher hatte Puma einen Umsatzzuwachs von mehr als zehn Prozent angepeilt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet Puma wegen des steigenden Inflationsdrucks trotzdem weiterhin zwischen 600 und 700 (2021: 557) Millionen Euro. Im zweiten Quartal steigerte Puma den Umsatz währungsbereinigt um 18 Prozent und erreichte damit erstmals in einem Quartal die Zwei-Milliarden-Euro-Marke. Das Ebit verbesserte sich um gut ein Drittel auf 146,3 Millionen Euro.

Die Wildkatze nimmt Tempo auf
11:01 Uhr

Von August bis Januar - Gewerkschaft plant Monsterstreik bei Ryanair

Die spanische Gewerkschaft des Kabinenpersonals von Ryanair ruft ihre Mitglieder zu dauerhaften Streiks auf. Zwischen dem 8. August und dem 7. Januar solle jede Woche von Montag bis Donnerstag die Arbeit niederlegt werden, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft USO mit. Damit solle den Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verliehen werden. Bereits im Juli hatte das spanische Kabinenpersonal mehrere Tage lang die Arbeit niedergelegt und Störungen auf vielen spanischen Flughäfen verursacht. Der irische Billigflieger war für einen Kommentar zu den Plänen zunächst nicht erreichbar.

Von August bis Januar - Gewerkschaft plant Monsterstreik bei Ryanair
10:49 Uhr

Zementriese schraubt Prognose hoch

Der Zementkonzern Holcim hebt den Ausblick nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr an. Neu peilt das Schweizer Unternehmen ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von mindestens zehn Prozent an, wie Holcim mitteilt. Bisher hatte die Vorgabe auf acht Prozent gelautet. Beim Ergebnis geht der Konzern weiterhin von einem Anstieg aus. Im ersten Halbjahr steigerte Holcim den bereinigten Umsatz um 12,7 Prozent auf 14,68 Milliarden Franken. Der Gewinn kletterte um 38 Prozent auf 1,16 Milliarden Franken. Treiber des Ergebnisses seien die Verbesserung der Profitabilität im Segment Solutions & Products, in dem etwa Bedachungen und Dämmstoffe angesiedelt sind, sowie in Nordamerika gewesen.

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Zementriese schraubt Prognose hoch
10:20 Uhr

Deutsche-Bank-Konkurrentin hebt Gewinnausblick an

Die Großbank Lloyds hat trotz eines Gewinnrückgangs im ersten Halbjahr und schlechter Aussichten für die Konjunktur auf der Insel ihren Gewinn-Ausblick angehoben. Der Gewinn vor Steuern schrumpfte in den ersten sechs Monaten auf rund 3,7 Milliarden Pfund, nachdem vor Jahresfrist noch 3,9 Milliarden Pfund in den Büchern gestanden hatten, wie Lloyds mitteilt. Analysten hatten der Bank zufolge indes mit einem Gewinn vor Steuern von 3,2 Milliarden Pfund gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet das Institut nun eine Eigenkapitalrendite (Rote) von 13 Prozent - zuvor hatte sich die Bank noch elf Prozent zugetraut.

Deutsche-Bank-Konkurrentin hebt Gewinnausblick an
09:46 Uhr

LG Display schreibt rote Zahlen

Der Display-Hersteller LG Display ist im zweiten Quartal in die Verlustzone geraten. Das Minus lag bei 488 Milliarden Won (367 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 701 Milliarden Won vor Jahresfrist, wie der Konzern mitteilt. Damit fiel der Fehlbetrag höher aus als von Analysten erwartet. Der Umsatz brach um 20 Prozent auf 5,6 Billionen Won ein. Während in der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Home-Entertainment die Geschäfte ankurbelte, bekommt der Konzern nun die Kaufzurückhaltung infolge der Inflation zu spüren.

LG Display schreibt rote Zahlen
09:28 Uhr

Visa verdient mehr

Der US-Kreditkartenanbieter Visa profitiert von der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher trotz hoher Inflation und eines drohenden Wirtschaftsabschwungs. Der Gewinn im dritten Geschäftsquartal stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar, wie der Mastercard-Konkurrent hluss mitteilt. Sowohl das Volumen als auch die Zahl der Transaktionen legten zu. Der Nettoumsatz verbesserte sich um 19 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Im nachbörslichen Handel legte die Visa-Aktie um ein Prozent zu.

Visa verdient mehr
09:09 Uhr

Quartalszahlen stützen DAX

Nach den Verlusten der beiden Vortage geht es für den DAX zum Start ins Mittwochsgeschäft erst einmal nach oben. Der deutsche Börsenleitindex legt zu Beginn 0,4 Prozent auf 13.144 Punkte zu, nachdem er am Dienstag 0,9 Prozent auf 13.097 Zähler verloren hatte und im Tagestief bis unter die 13.050er-Marke gerutscht war. Zwar schauen die Anleger bereits voraus und auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Gleichzeitig gibt es aber auch Zahlen satt heute. "So konnte etwa die Deutsche Bank mit ihrem Quartalsausweis auf den ersten Blick überzeugen", kommentiert ntv-Blrsenkorrespondentin Sabrina Marggraf.

Quartalszahlen stützen DAX
09:07 Uhr

Konsumflaute in Deutschland unterbietet Allzeittief erneut

Die Konsumflaute in Deutschland hat wegen der hohen Inflation und der Unsicherheiten in Folge des Ukraine-Kriegs einen neuen Höhepunkt erreicht. Das Allzeittief des vergangenen Monats sei nun noch einmal unterboten worden, teilte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK auf Basis seiner jüngsten Umfrage zum Konsumklima in Deutschland mit. "Seit Beginn der Erhebung der Verbraucherstimmung für Gesamtdeutschland im Jahr 1991 wurde kein schlechterer Wert gemessen", teilte GfK mit.

Selbst in den Lockdown-Phasen der Corona-Pandemie war die Stimmung besser. In normalen Zeiten bewegt sich die Kurve der Konsumstimmung stabil um einen Wert von 10. Im ersten Corona-Lockdown fiel sie auf einen Tiefpunkt von etwa minus 24. Für August prognostiziert GfK einen Wert von minus 30,6. "Zu den Sorgen um unterbrochene Lieferketten, den Ukraine-Krieg und stark steigende Energie- und Lebensmittelpreise, kommen nun Befürchtungen um eine ausreichende Gasversorgung von Wirtschaft und privaten Haushalten im nächsten Winter", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Konsumflaute in Deutschland unterbietet Allzeittief erneut
08:51 Uhr

Ölpreise am Morgen kaum verändert

Die Ölpreise haben sich am im frühen Handel zunächst kaum verändert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 104,45 US-Dollar. Das waren fünf Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 22 Cent auf 95,20 Dollar. Starke Impulse gab es am Ölmarkt zunächst nicht.

Gegen Abend dürfte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed eine große Rolle spielen. Es wird erwartet, dass die Fed ihren Kampf gegen die hohe Inflation mit einer weiteren kräftigen Zinsanhebung fortsetzt. Mit steigenden Zinsen wachsen die Ängste vor einer wirtschaftlichen Talfahrt, die auch am Ölmarkt Spuren hinterlassen würde. Im Tagesverlauf werden zudem neue Lagerdaten des US-Energieministeriums erwartet. Am Dienstagabend hatte der Verband American Petroleum Institute (API) einen deutlichen Abbau der landesweiten Rohölvorräte gemeldet. Die wöchentlichen Vorratszahlen werden wegen ihrer Aussagekraft für die Lage am Ölmarkt stets beachtet.

Ölpreise am Morgen kaum verändert
08:32 Uhr

Euro vor US-Zinsbeschlüssen klar unter 1,02 US-Dollar

Der Kurs des Euro hat am Morgen klar unter der Marke von 1,02 US-Dollar notiert. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0150 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0124 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte rückt die Geldpolitik in den Vordergrund. Am Abend gibt die US-Notenbank Fed neue Entscheidungen bekannt. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve ihren Kampf gegen die sehr hohe Inflation mit einer weiteren kräftigen Zinsanhebung um 0,75 Prozentpunkte fortsetzt. Der Leitzins läge dann zwischen 2,25 und 2,5 Prozent. Bis Jahresende wird ein Zinsniveau deutlich über drei Prozent erwartet.

Euro vor US-Zinsbeschlüssen klar unter 1,02 US-Dollar
08:21 Uhr

Anleger lassen die Finger von Adidas

Angesichts der zurückgeschraubten Erwartungen lassen Anleger die Finger von Adidas. Die Aktien des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers geben vorbörslich bei Lang & Schwarz rund ein Prozent nach. Mit einer Warnung sei zwar bereits im Vorfeld gerechnet worden, sagte ein Händler. Die neue Prognose läge aber größtenteils unter den jüngsten Erwartungen. Angesichts der Corona-Beschränkungen in China geht Adidas für das laufende Jahr nun von einem Gewinnrückgang aus.

Anleger lassen die Finger von Adidas
08:07 Uhr

Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn

Deutsche BankDie Deutsche Bank hat im zweiten Quartal trotz des schwierigen Umfelds überraschend einen weiteren Milliardengewinn erzielt. Dank guter Geschäfte entfiel auf die Aktionäre ein Überschuss von 1,05 Milliarden Euro und damit gut eineinhalbmal so viel wie ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Das war deutlich mehr als von Experten im Schnitt erwartet. Im ersten Halbjahr gelang dem Institut nach eigenen Angaben der höchste Nachsteuergewinn seit 2011. Angesichts der gestiegenen Inflation und anderer Einflüsse wird Vorstandschef Christian Sewing mit Blick auf das Gesamtjahr jedoch etwas vorsichtiger. So werde es aufgrund des Umfelds herausfordernder, wie geplant eine Rendite von acht Prozent zu erzielen.

Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn
07:46 Uhr

BASF rechnet für 2022 mit mehr Umsatz

Der Chemiekonzern BASF hebt nach einem unerwartet guten ersten Halbjahr seine Ziele an. Für 2022 rechnet BASF nun mit einem Umsatz von 86 bis 89 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen von 6,8 bis 7,2 Milliarden, wie das Ludwigshafener Unternehmen mitteilte. Bisher waren ein Umsatz zwischen 74 und 77 (Vorjahr: 78,6) Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis zwischen 6,6 und 7,2 (7,8) Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden. BASF hatte bereits Mitte Juli vorläufige Quartalszahlen veröffentlicht, die besser als von Analysten erwartet ausfielen.

Für das zweite Halbjahr geht der Konzern von einer allmählichen Abkühlung der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung aus, jedoch deutlich stärker ausgeprägt in Europa. Risiken können sich vor allem durch Produktionsunterbrechungen an den großen europäischen Standorten infolge weiterer Einschränkungen der europäischen Gasversorgung aus Russland ergeben. In diesem Fall könnte BASF den Ausfall europäischer Kapazitäten teilweise durch höhere Anlagenauslastung an außereuropäischen Standorten ausgleichen.

BASF rechnet für 2022 mit mehr Umsatz
07:34 Uhr

DAX am "Fed-Tag" höher erwartet

Wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er 0,9 Prozent auf 13.096,93 Punkte nachgegeben. Da unter Börsianern als sicher gilt, dass die Fed den Leitzins erneut um 0,75 Prozentpunkte anheben wird, richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf den Ausblick.

US-Notenbankchef Jerome Powell stehe bei seiner Pressekonferenz ein Drahtseilakt bevor, prognostizierte Volkswirt David Page von der Vermögensverwaltung des Versicherers Axa. "Einerseits wird er signalisieren müssen, dass sich die Fed weiterhin für die Wiederherstellung der Preisstabilität einsetzt. Andererseits wird er darauf achten müssen, dass er die finanziellen Bedingungen nicht weiter verschärft, was die Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte."

Daneben beobachten Investoren weiter aufmerksam die Entwicklung der Liefermengen russischen Erdgases nach Europa. "Es wird langsam zur Mehrheitsmeinung, dass der Preis für die Unterstützung der Ukraine gegen Russland Rationierungen sind", sagte Anlagestratege Lyn Graham-Taylor von der Rabobank. Der GfK-Index, der die Kauflaune der deutschen Verbraucher widerspiegelt, spielt daher nur eine untergeordnete Rolle. Experten erwarten für August einen Rückgang auf minus 28,9 Punkte von minus 27,4 Zählern. Die anstehenden Firmenbilanzen stehen unter dem Eindruck der steigenden Inflation und den Rezessionsrisiken. Neben dem Chemiekonzern BASF und der Deutschen Bank öffnen die beiden Flugzeugbauer Airbus und Boeing ihre Bücher. In den USA legt zudem T-Mobile US, die Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom Zahlen vor.

DAX am "Fed-Tag" höher erwartet
07:23 Uhr

Mercedes-Benz steigert Umsatz und Gewinn trotz Absatzminus

Mercedes-Benz hat den Gewinn im zweiten Quartal trotz eines gesunkenen Absatzes seiner Pkw-Sparte gesteigert. Von April bis Juni stieg das Betriebsergebnis um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,6 Milliarden Euro, wie der Autobauer mitteilte. Das entspricht den Erwartungen der von Refinitiv befragten Analysten. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 36,4 Milliarden Euro, obwohl die Marke mit dem Stern im abgelaufenen Quartal wegen der Halbleiterknappheit mit 487.100 Fahrzeugen sieben Prozent weniger absetzte.

Die Pkw-Umsatzrendite verbesserte sich um rund anderthalb Prozentpunkte auf 14,2 Prozent. Es gebe trotz aller Herausforderungen in der Wirtschaft weltweit gute Gründe, mit Zuversicht nach vorne zu schauen, erklärte Konzernchef Ola Källenius. "Allen voran die anhaltend starke Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden weltweit und weitere wichtige Produktneuheiten." Mercedes-Benz hob die Jahresprognose an: Der Umsatz soll jetzt deutlich statt nur leicht über dem Vorjahresniveau landen, das Ebit leicht steigen statt stagnieren.

Mercedes-Benz steigert Umsatz und Gewinn trotz Absatzminus
07:11 Uhr

Google und Microsoft geben Asien-Börsen vor Fed-Entscheid Auftrieb

Besser als erwartete Ergebnisse von Microsoft und Google beruhigen die Anleger in Asien. Die US-Unternehmen konnten ihre Erlöse im zweiten Quartal trotz der weltweiten Wirtschaftsabkühlung deutlich steigern.

"Der Markt versucht sich selbst davon zu überzeugen, dass der Höhepunkt der Inflation überschritten ist", sagte Rob Carnell von ING. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve heute eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte ankündigen wird. Aber die Anleger sind vor möglichen Überraschungen in die eine oder andere Richtung eher vorsichtig und bevorzugen sichere Anlagen wie den Dollar. "(Die Fed) muss das Gefühl vermitteln, dass die Inflationsbekämpfung für sie oberste Priorität hat, andernfalls wird die Inflation wohl noch länger höher bleiben", erklärte Carnell.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 27.693 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1944 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 136,97 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,7671 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9619 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0142 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 0,9758 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,2047 Dollar.

Google und Microsoft geben Asien-Börsen vor Fed-Entscheid Auftrieb
06:30 Uhr

Wie einst 1951? Das wird für den DAX heute wichtig

Die relative Ruhe der vergangenen beiden Handelstage dieser Woche dürfte heute am deutschen Aktienmarkt für den DAX vorbei sein. Der Grund liegt zum einen hierzulande, aber auch in den USA. Den leichten Abgaben vom Montag ließ der deutsche Börsenleitindex im Dienstagsgeschäft ein weiteres Minus von … Prozent folgen. Er hatte bei einem Stand von … Punkten geschlossen. Die Themen Gas und Rezession bestimmten den Handel, vereinzelt sorgten auch Unternehmensberichte für Kursbewegungen.

Die Berichtssaison läuft zur Wochenmitte nun auf Hochtouren. Aus dem DAX öffnen bereits am Morgen Airbus, BASF, Mercedes-Benz, Deutsche Bank, Puma und MTU ihre Bücher. Vor allem auf den Berichten von BASF (wegen der gasintensiven Produktion) und der Deutschen Bank (die US-Konkurrenz enttäuschte) dürfte dabei das Augenmerk der Anleger liegen. Aus der deutschen zweiten Reihe veröffentlichen etwa Software AG und die DWS ihre Quartalsergebnisse.

Daneben legen aber auch internationale Großkonzerne wie Holcim, Credit Suisse, Lloyds, Unicredit, Iberdrola, Rio Tinto, British American Tobacco und KPN Geschäftszahlen vor. Am Mittag setzt sich der Zahlenreigen dann in den USA fort. Dort präsentieren unter anderem Spotify, Kraft Heinz und der Airbus-Konkurrent Boeing ihre Zahlen. Nach Börsenschluss in Deutschland stehen Saint-Gobain, Kering sowie mit Qiagen ein weiterer DAX-Konzern auf der Agenda, ehe dann nach US-Börsenschluss die Schwergewichte Qualcomm, Meta und Ford die Berichtssaison für diesen Mittwoch beenden.

Aber auch die Konjunkturseite hat einiges zu bieten heute. Hierzulande steht am Morgen bereits der Gfk-Konsumklimaindex an. Aus den USA folgen am Nachmittag noch Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter sowie zu den wöchentlichen Rohöllagerbeständen der staatlichen Energy Information Administration (EIA).

Das Konjunkturhighlight wartet dann am Abend, um 20.00 Uhr MESZ: Mit ihrer Zinsentscheidung wird die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) Experten zufolge dann das Börsengeschehen der kommenden Wochen prägen. Dass die Federal Reserve den Schlüsselsatz um 0,75 Prozentpunkte anhebt, gelte als sicher, sagt Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. Daher werde der Ausblick entscheidend. Sollte die Fed ein langsameres Zinserhöhungstempo signalisieren, wären das gute Nachrichten für das Wachstum der Weltwirtschaft.

Denn Experten befürchten, dass eine zu starke Straffung der Geldpolitik die Konjunktur abwürgt. "Das letzte Mal, dass es den politischen Entscheidungsträgern in den USA gelang, die Inflation von einem so hohen Niveau aus zu senken und gleichzeitig eine Rezession zu vermeiden, war 1951", gibt Shamik Dhar, Chefvolkswirt des Vermögensberaters BNY Mellon, zu bedenken.

Wie einst 1951? Das wird für den DAX heute wichtig